Antwort des Ministeriums

Dritte Corona-Impfung: Erste Bundesländer bereiten sich vor - so plant NRW

Die ersten Bundesländer bereiten sich derzeit auf eine dritte Corona-Impfung für bestimmte Altersgruppen vor. Auch Nordrhein-Westfalen? Das sagt das Land NRW.

Hamm - Über die Hälfte der Bürger in Deutschland ist mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Während Bund, Länder und die einzelnen Kommunen nach wie vor für Erstimpfungen werben (müssen), gehen erster Bundesländer bereits das Thema „dritte Corona-Impfung“ an. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Dritte Impfung: Erste Bundesländer bereiten sich vor - auch NRW?

In Niedersachsen könnte nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums schon im Herbst eine Corona-Auffrischungsimpfung notwendig werden. In erster Linie für die Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen. „Die Wahrscheinlichkeit ist aus unserer Sicht hoch“, sagte der Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm. Das Land bereite sich organisatorisch auf die Auffrischungsimpfungen vor und sei dazu in Gesprächen mit den Kommunen.

Weil in Niedersachsen wie auch in anderen Bundesländern - darunter Nordrhein-Westfalen - die Impfzentren im September schließen, könnten die dritten Corona-Impfungen vor allem durch mobile Impfteams durchgeführt werden. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hatte am Dienstag gesagt: Man gehe derzeit davon aus, dass es für Erwachsene eine jährliche Auffrischungsimpfung brauche, „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse“ darüber werde es aber voraussichtlich in den kommenden Monaten geben.

Wie plant die Landesregierung in NRW? Konkrete Pläne zur dritten Corona-Impfung ab Herbst gebe es noch nicht. „Es liegt bisher noch keine Empfehlung einer Auffrischungsimpfung, sprich einer dritten Impfung gegen das Coronavirus, seitens der Ständigen Impfkommission (Stiko) vor. Das Land Nordrhein-Westfalen hält sich an die Stiko-Empfehlungen, sodass diese abzuwarten sind“, teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Impfzentren schließen: So will sich NRW auf die dritte Corona-Impfung vorbereiten

Darüber hinaus betont die Behörde von Minister Karl-Josef Laumann (CDU), dass es auch nach dem Ende der Impfzentren Ende September „verlässliche Strukturen“ geben soll, „um im Bedarfsfall schnell wieder Impfungen durchführen zu können“. Derzeit erarbeite das NRW-Gesundheitsministerium ein Konzept, „damit auch nach dem 30. September 2021 in den Kreisen und kreisfreien Städten die Koordination von Impfungen sichergestellt ist“. Denn für den Fall der Auffrischungsimpfungen müsse es möglich sein, „dass mobile Impfungen in Pflegeeinrichtungen oder in sozial benachteiligten Stadtteilen (...) schnell und erfolgreich umgesetzt werden“.

Kurzfristig hat die NRW-Landesregierung eine Änderung der Corona-Schutzverordnung veröffentlicht, die bereits ab Freitag (30. Juli) gilt. Die Inzidenzstufe 3 wird vorläufig abgeschafft.

Rubriklistenbild: © Malte Krudewig/dpa

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