Drei Klagen gegen Weiterbau der A445 - Erstmals Zieldatum genannt

Die Autobahn 445 bei Werl soll bis nach Hamm weitergebaut werden.
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Die Autobahn A445 bei Werl soll bis nach Hamm weitergebaut werden.

Gegen die Planung zum Weiterbau der Autobahn A445 zwischen Hamm und Werl sind beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig inzwischen drei Klagen eingegangen. Und: Erstmals wird jetzt ein wichtiges Datum genannt.

Hamm/Werl/Arnsberg/Leipzig – Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin haben sich ein Naturschutzverband – die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen (LNU NRW) im Namen der Bürgerinitiative „StoppT A445“ und zwei Privatleute an das Gericht gewandt. Die Frist zur Abgabe der Klagegründe ist noch nicht abgelaufen, sie endet in rund acht Wochen.

Die genaue Begründung ist noch unklar. Es gebe eine ganze Reihe von Angriffspunkten, hatte BI-Sprecher Ludger Palz lediglich Mitte April verlautbart, ohne näher ins Detail zu gehen. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet bei großen Bauvorhaben in erster Instanz.

Nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg haben die eingereichten Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss keine aufschiebende Wirkung. Der Autobahnbau zwischen Hamm im Norden und der A445 bei Werl schließt die Lücke zwischen der A2 (Oberhausen-Hannover) und der A44 (Dortmund-Kassel). Am Ende wird die Autobahn rund 21 Kilometer lang sein. Sie führt über Werl weiter ins Sauerland bis Neheim und als A46 bis Bestwig im Hochsauerland. Der Baubeginn ist derzeit noch offen.

Umstrittener Weiterbau der A445: Um dieses Zieldatum geht es

Für den Bau mit vier Fahrstreifen sind auf der Strecke zwei Anschlussstellen geplant. Bei Hamm soll der Verkehr als Autobahndreieck auf die A2 geführt werden. Die Planer rechnen für die rund acht Kilometer mit Kosten von 99 Millionen Euro.

Im Jahr 2030 sollen nach Angaben der Autobahnbetreiber zwischen 35.000 bis 40.000 Fahrzeuge über die neue Autobahn rollen. Rund ein Fünftel davon sollen Lastwagen sein. - lnw/csp

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