Drei Männer sollen 23 Kinder missbraucht haben

Sexueller Missbrauch auf Campingplatz: Polizei prüft neue Hinweise

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Drei Männer sollen auf dem Campingplatz in Lügde im Kreis Lippe 23 Kinder sexuell missbraucht und kinderpornografisches Material hergestellt haben.

[Update] Detmold/Lügde - Tatort Campingplatz: Mindestens 23 Kinder sollen im Kreis Lippe sexuell missbraucht worden sein. Die Ermittler sprechen von 1000 Einzeltaten und 13.000 kinderpornografischen Dateien. Drei Männer sitzen in U-Haft. Die Polizei geht seit Donnerstag neuen Hinweisen nach.

Bei den Ermittlungen wegen des massenhaften sexuellen Missbrauchs von mindestens 23 Kindern auf einem Campingplatz in Lügde hat die Polizei neue Hinweise bekommen. Eine neue Opferzahl gebe es aber nicht, sagte ein Polizei-Sprecher am Donnerstagmorgen. 

Details zu den Hinweisen nannte er nicht. "Wir müssen weiter ermitteln", betonte der Sprecher. Die Polizei hoffe auf weitere Hinweise. 

Am Mittwoch hatten die Ermittler Details in einer Pressekonferenz mitgeteilt. Auf dem Campingplatz in Lügde im Kreis Lippe waren Kinder für Pornodrehs missbraucht worden. Drei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft. 

13.000 gesicherte Kinderpornodateien mit insgesamt 14 Terabyte Datenvolumen

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor. Zwei der Verdächtigen - aus Lügde sowie aus Steinheim bei Höxter - im Alter von 56 und 33 Jahren sollen auf dem Campingplatz nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen die Kinder im Wechsel gefilmt und missbraucht haben. Ein dritter Mann aus Stade in Niedersachsen soll als Auftraggeber aufgetreten sein. Der 46-Jährige war wohl selbst nie vor Ort in Lügde. 

Seit 2008 waren den bisherigen Erkenntnissen zufolge mindestens 23 Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren in mehr als 1000 Fällen zu Opfern geworden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich viele Betroffene noch nicht gemeldet haben. "Wie hoch die Dunkelziffer ist, können wir seriös derzeit nicht sagen", erklärte der Leiter der Ermittlungskommission, Gunnar Weiß, am Mittwoch.

Staatsanwalt Ralf Vetter (2. v. l.) und Kriminalhauptkomissar Gunnar Weiß (r.) gaben bei einer Pressekonferenz Einzelheiten zu den Festnahmen im Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch auf einem Campingplatz bekannt.


Achim Tietz, Leiter des zuständigen Kommissariats 1 sagte, 13.000 gesicherte Kinderpornodateien seien dem Bundeskriminalamt übergeben worden. Das Datenvolumen betrage 14 Terabyte. Das ganze Ausmaß der Taten sei erst im Laufe der Ermittlungen nach und nach deutlich geworden.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz über die Taten informiert. - dpa

Neue Details zum sexuellen Missbrauch auf einem Campingplatz

Wir berichten weiter.

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