Frau unter dringendem Tatverdacht / Zwei Kinder und Nachbar schwer verletzt 

Brandstiftung in Holzwickede - Feuerwehr rettet Kinder, 26-jährige Mutter festgenommen

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Insgesamt sechs Personen rettete die Feuerwehr aus dem Haus - darunter zwei Kinder, die sich noch in der Brandwohnung aufhielten.

[Update, 13.17 Uhr] Es war ein Wohnungsbrand in Holzwickede unter dramatischen Umständen: In der Brandwohnung befanden sich zwei Kinder (5 und 2 Jahre alt), die von der Feuerwehr schwer verletzt gerettet wurden. Jetzt kommt heraus: Es handelt sich offenbar um Brandstiftung. Die 26-jährige Mutter der Kinder ist unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden.

In der vierten Etage eines Wohn-Hochhauses in Holzwickede war am Samstag gegen 23.48 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Bewohner des Hauses die sich bereits selbst auf die Straße hatten retten können, ließen die Einsatzkräfte wissen, dass sich noch zwei Kinder in der Brandwohnung befinden müssen. 

Die Einsatzkräfte fanden die Kinder in der Wohnung und brachten sie ins Freie. Dort wurden sie vom Rettungsdienst versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt brachte die Feuerwehr sechs Personen aus dem Haus in Sicherheit - durch Fenster über die Drehleiter, da das Treppenhaus verraucht war. Die Flammen brachten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben dann schnell unter Kontrolle. 

Neben den Kindern wurde ein Nachbar der Familie schwer verletzt. Er hatte die Kinder gehört und zweimal versucht, sie aus der Wohnung zu retten. Dabei erlitt er eine Rauchvergiftung und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts

Die ganze Tragweite des Falls wurde am Sonntagvormittag deutlich: Einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Dortmunder Polizei zufolge ist das Feuer vorsätzlich gelegt worden. "Durch erste Ermittlungen ergab sich der Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes, da der Brand offensichtlich vorsätzlich gelegt wurde", heißt es. Die 26-jährige Frau wurde demnach unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen. Eine Mordkommission wurde eingesetzt.

Die Kinder waren zeitweise in Lebensgefahr, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte. Unklar war zunächst, ob die Kinder bei dem Brand schwer verletzt oder bereits zuvor angegriffen wurden.

Die Umstände des Einsatzes waren für viele Einsatzkräfte der Feuerwehr belastend.

Nach Aussage eines Feuerwehrsprechers war der Einsatz auch für einige Einsatzkräfte belastend, insbesondere da sich noch Menschen in dem Haus befunden hatten - darunter die beiden Kinder in der Brandwohnung. Um den Wehrleuten zur Seite zu stehen, wurde Psychosoziale Unterstützung (PSU) angefordert.

Im Haus entstand erheblicher Sachschaden. Im Einsatz waren alle Löschzüge der Feuerwehr Holzwickede. - dpa/VN24/Axel Ruch

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