Kanzlerin benötigte Ersatz

Merkel-Flugzeug beschädigt - jetzt äußert sich der Airport Dortmund zur Ursache

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Bundeskanzlerin Angelika Merkel hebt neben ihrem beschädigten Regierungsflugzeug auf dem Flughafen Dortmund die Hand, nachdem sie sich den Schaden angesehen hat.

[Update 16.58 Uhr] Nachdem ein sogenanntes Handling-Fahrzeug am Montag am Dortmund Airport die geparkte Regierungsmaschine von Bundeskanzlerin Angela Merkel beschädigt hatte, hat sich am Mittwochnachmittag der Airport selbst zu den Vorkommnissen geäußert.

Dortmund - Am Montag (13. Mai) gegen 13.25 Uhr war ein Handling-Fahrzeug am Dortmund Airport führungslos in die Regierungsmaschine, mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel von Dortmund nach Berlin fliegen sollte, gerollt und hatte diese am Rumpf beschädigt.

Dazu äußert sich der Airport so:

"Das Fahrzeug wurde zuvor von einer Mitarbeiterin gefahren, die an der beschädigten Maschine eine dienstliche Aufgabe zu erledigen hatte. Das Fahrzeug setzte sich selbstständig in Bewegung, nachdem die Mitarbeiterin ausgestiegen und zum Flugzeug gegangen war. 

Da ein technischer Defekt am Fahrzeug inzwischen durch einen KFZ-Gutachter ausgeschlossen wurde, ist das Fahrzeug offensichtlich nicht ordnungsgemäß gesichert worden", heißt es. Im Klatext: Die Handbremse war gar nicht oder nicht richtig betätigt worden.

Gleichzeitig dementierte Flughafen-Chef Udo Mager Gerüchte über angebliche Selfies am Flieger der Kanzlerin:

Bundeskanzlerin Angelika Merkel geht auf dem Flughafen Dortmund zu einem Hubschrauber der Luftwaffe. Nach einem Termin in Wuppertal sollte sie eigentlich mit der Regierungsmaschine weiterfliegen. Ein Bodenfahrzeug hatte das geparkte Flugzeug jedoch beschädigt.

"Sicherheit hat am Dortmund Airport oberste Priorität. Am Flugzeug befanden sich nur Personen, die dienstlich mit der Abwicklung des Fluges zu tun hatten. Medienberichte über angebliche Selfie-Aufnahmen waren rein spekulativen Ursprungs. 

Für die Bundeskanzlerin, alle weiteren Passagiere und die Crew bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Auch wenn wir alles dafür tun, dass keine Fehler passieren – überall dort, wo Menschen miteinander arbeiten, können diese leider nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. 

Wir entschuldigen uns nochmals für alle Unannehmlichkeiten, die durch den Vorfall entstanden sind“, so Mager.

Die Global 5000 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung stehe aktuell noch immer am Dortmund Airport. Die Untersuchungen der Luftwaffe an der Maschine liefen noch.

Bundeskanzlerin Merkel war nicht an Bord, drei Crew-Mitglieder indes schon.  Das Ausmaß des Schadens ist noch nicht bekannt. 

Merkel wurde nach einem Termin in Wuppertal von der Flugbereitschaft der Bundeswehr mit einer anderen Maschine zurück nach Berlin geholt. - ds mit dpa

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