Drogen vergeblich getarnt: Dortmunder Zoll schlägt zu

Wodka und Waschmittel entpuppen sich als Liquid Ecstasy und Kokain

Zwischen dem Waschpulver wurde ein Paket mit einer weißen, pulverigen Substanz gefunden. Hier ergab ein durchgeführter Drogentest einen Hinweis auf Kokain.
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Zwischen dem Waschpulver wurde ein Paket mit einer weißen, pulverigen Substanz gefunden. Hier ergab ein durchgeführter Drogentest einen Hinweis auf Kokain.

Die Kontrolle eines Pkw mit polnischer Zulassung auf der A2 in Dortmund hat sich für den Zoll als echter Volltreffer erwiesen. Gefunden wurden Liquid Ecstasy und Kokain.

Dortmund - Beamte des Hauptzollamts Dortmund kontrollierten bereits am Mittwoch, 29. Januar gegen 17 Uhr einen Pkw mit polnischer Zulassung auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover.

An der Anschlussstelle Dortmund-Lanstrop sei das Fahrzeug aus dem fließenden Verkehr gezogen worden - und die übliche Frage nach mitgeführten Betäubungsmitteln, Waffen, hochsteuerbaren Waren oder mehr als 10.000 Euro Bargeld habe der Fahrer (33) verneint.

"Zum Zweck und Ziel der Reise gab er an, in Moers ein Auto bezahlt zu haben. Nun sei er auf dem Rückweg nach Polen", so der Zoll.

Grüne Flüssigkeit in der Wodka-Flasche

Bei der Durchsicht des Fahrzeugs hätten die Zollbeamten im Kofferraum mehrere Waschmittelverpackungen, drei Flaschen Weichspüler und eine angebrochene Flasche Wodka gefunden, die jedoch eine grüne Flüssigkeit enthalten habe.

Mittels eines Drogenanalysegerätes sei ein Tropfen der grünen Flüssigkeit positiv auf Gammahydroxybuttersäure (GHB), umgangssprachlich "Liquid Ecstasy" getestet worden.

Kokain zwischen Waschmittelpaketen versteckt

"Die Zöllner öffneten daraufhin die Waschmittelpakete und stellten zwischen dem Waschpulver ein Paket mit einer weißen, pulverigen Substanz fest. Hier ergab ein durchgeführter Drogentest einen Hinweis auf Kokain

In der Wodka-Flasche bafand sich ca. ein Liter Liquid Ecstasy.

Entsprechende Tests an dem Inhalt der Weichspülerflaschen führten zu dem Ergebnis, dass es sich um Barbiturate bzw. Methadon handelt. Methadon ist ein synthetisch hergestelltes Opioid. 

Autofahrer (33) vorläufig festgenommen

Da der Verdacht bestand, dass es sich um Betäubungsmittelgemische handeln könnte, wurden auch diese Flaschen sichergestellt", so der Zoll.

Andrea München, Pressesprecherin des  des Hauptzollamts Dortmund: "Insgesamt wurden ca. ein Liter Liquid Ecstasy, 1103 Gramm Kokain sowie die drei Flaschen "Weichspüler" sichergestellt."

Der 33-Jährige sei wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorläufig festgenommen worden. Die weiteren Ermittlungen liegen beim Zollfahndungsamt Essen. - eB

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