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Streit im Supermarkt eskaliert wegen Corona-Abstand: 14-Jähriger zückt Pfefferspray

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In einem Supermarkt in Dortmund (NRW) ist ein Streit eskaliert. Ein 14-Jähriger zückte sein Pfefferspray - weil er den Corona-Abstand nicht halten wollte.

Dortmund - Was am Samstag im Stadtteil Aplerbeck in Dortmund mit einem verbalen Streit angefangen hatte, endete in einer handfesten Auseinandersetzung. Ein Streit in einem Supermarkt ist derart eskaliert, dass ein Jugendlicher in dem Geschäft am Aplerbecker Marktplatz Pfefferspray versprühte. Dadurch seien vorwiegend unbeteiligte Kunden leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Bevölkerung587.010 (2019)

Streit im Supermarkt eskaliert wegen Corona-Abstand: 14-Jähriger zückt Pfefferspray

Auslöser des Streites in der Kaufland-Filiale war gegen 19.35 Uhr offenbar der zu geringe Abstand zueinander. Nach Angaben der Polizei soll ein 52-Jähriger aus Dortmund einen Jugendlichen aufgefordert haben, aufgrund der nach wie vor herrschenden Corona-Pandemie Abstand zu halten. Zeugen berichteten demnach, dass sich beide zunächst verbal gestritten hätten - ehe sich die beiden Beteiligten gegenseitig geschubst hätten.

Das wollte der 14-Jährige aus Dortmund offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Er zückte sein mitgeführtes Pfefferspray und sprühte es in Richtung des 52-Jährigen. Dieser sowie andere Kunden, die den Streit schlichten wollten, wurden dabei leicht verletzt. Vier Personen litten anschließend unter Atemwegsbeschwerden. Die Besatzung eines alarmierten Rettungswagens kümmerte sich um die verletzten Personen.

Streit in Dortmunder Supermarkt eskaliert: 14-Jähriger wehrt sich gegen Polizei

Derweil klärten die Polizisten den Sachverhalt, bei deren Eintreffen die Stimmung noch immer aufgeheizt gewesen sei. Nach wie vor hätte der 14-Jährige aggressiv reagiert. Auch der Aufforderungen der Beamten, ihnen mitzuteilen, wo sich das Pfefferspray befinde, kam er nicht nach. Weil sich der Jugendliche immer wieder in Richtung seiner Hosen- und Umhängetasche fasste, wurde er durch eine Polizistin an den Armen fixiert. Er sperrte sich den Angaben zufolge daraufhin immer noch, weshalb ihn die Einsatzkräfte anschließend fesselten. Die Polizisten stellten daraufhin das Pfefferspray sicher - es befand sich in der linken Hosentasche des Jugendlichen aus Dortmund.

Als die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, wurde der 14-Jährige in die Obhut eines Erziehungsberechtigten übergeben. Die Beamten fertigten Strafanzeigen unter anderem wegen wechselseitiger Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Apropos Corona: Der Bund hat die Corona-Regeln für den Herbst vorgestellt. Im Infektionsschutzgesetz sind die Maskenpflicht sowie Ausnahmen zu finden. Aus NRW kommt Kritik.

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