Einsatzkräfte beworfen

Silvester in Dortmund: Mehrheit vernünftig, doch an einem Ort eskaliert es

Auch Stadt und Polizei Dortmund ziehen eine positive Bilanz für Silvester 2020. Leider eskalierte in einem Ortsteil die Situation.

„Wir haben im Vorfeld von Silvester in Dortmund* intensiv an die Vernunft, an Verantwortung und Solidarität der Dortmunderinnen und Dortmunder appelliert. Und die übergroße Mehrheit hat tatsächlich Verantwortung übernommen und Solidarität gezeigt. Sie sind zu Hause geblieben und haben die ausgewiesenen Verbotszonen beachtet. Das stimmt mich für 2021 sehr optimistisch“, äußerte Polizeipräsident Gregor Lange zufrieden.

StadtDortmund
Fläche280,7 Quadratkilometer
Metropolregion7.268 Quadratkilometer
Bevölkerung585.813

Silvester in Dortmund: Kaum Böller und Feuerwerk in Innenstadt

Aus Sicht der Stadt Dortmund hat sich das diesjährige städtische Silvesterkonzept, in den zu Silvester üblicherweise stark frequentierten Innenstadtbereichen sowie im Bereich Möllerbrücke und Sonnenplatz aufgrund der Coronapandemie zusätzlich ein Ansammlungsverbot für Gruppen von mehr als 2 Personen auszusprechen, bewährt. Dortmunds Bürgerinnen und Bürger haben sich an diese Verbote bis auf wenige Ausnahmen gehalten. Das coronabedingte Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum* sowie auch das Wetter spielten hierbei ebenfalls eine entscheidende Rolle. Verstöße wurden konsequent durch das Ordnungsamt und die Polizei geahndet.

Während der gesamten Einsatzzeit hielten sich in den drei festgelegten Böllerverbotszonen (Innenstadt und Möllerbrücke) nur sehr wenige Personen auf. Auf allen öffentlichen Plätzen der City (Platz von Leeds, Hansaplatz, Bahnhofsvorplatz, Reinoldikirchplatz u. a.) waren jeweils mehrere Einsatzfahrzeuge und uniformierte Einsatzkräfte des Ordnungsamtes sowie der Polizei einschließlich Kräfte der Einsatzhundertschaft präsent. Weitere Polizeibeamte waren uniformiert und zivil eingesetzt. Im Bereich des Hauptbahnhofs/Bahnhofsvorplatzes war des Weiteren die Bundespolizei präsent.

Silvester in Dortmund: Kein Feuerwerk sichergestellt

Entgegen der Vorjahre erhöhte sich das Personenaufkommen in Dortmund zu Silvester auch nicht kurz vor Mitternacht. Gegen Mitternacht hielten sich in den beiden Verbotszonen in der Innenstadt zirka 20 Personen auf. Es wurde lediglich eine einzelne Rakete gezündet. Ansonsten kam es zu keinen besonderen Feststellungen.

Es musste dieses Jahr keinerlei Pyrotechnik sichergestellt bzw. vernichtet werden. Auf dem Platz von Leeds und rund um die St. Reinoldi- sowie Marienkirche sowie auf den übrigen Cityplätzen - Alter Markt, Hansaplatz, Platz von Hiroshima, Marienkirchhof, Kleppingstraße - waren im gesamten Einsatzverlauf kaum Personen. Lediglich zwischen 00:30 und 01:15 Uhr wurden vereinzelt verbotswidrige Ansammlungen im Kontrollbereich festgestellt, aufgelöst und mit Platzverweisen geahndet.

Silvester in Dortmund: Polizei und Feuerwehr mit Feuerwerk beworfen

Nicht zu der überwiegend friedlichen Mehrheit in Dortmund konnten die Beamten gegen 0.30 Uhr eine Personengruppe im Bereich Clarenberg/Goystraße zählen, berichtet ruhr24.de*. Laut Zeugenangaben sollen einige der rund 50 Personen Feuerlöscher entleert und pyrotechnische Gegenstände auf vorbeifahrende Autos geworfen haben. Den eintreffenden Kräften der Feuerwehr stellten sie anschließend einen Müllcontainer in den Weg, einen weiteren zündeten sie an.

Während der Löscharbeiten flogen zudem Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte. Beim Eintreffen der Polizei waren mehrere Kleingruppen vor Ort unterwegs. Im Rahmen der Fahndung konnten die Beamten einen 16-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen. Wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung fertigten sie entsprechende Strafanzeigen. Die weiteren Ermittlungen dauern an. *wa.de und ruhr24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen / dpa

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