Unweit des Phönixsees in Hörde

Schüsse in Dortmund: 17-Jähriger droht mit Waffe - Polizist schießt ihn an

Ein Polizist zückt seine Dienstwaffe.
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In Dortmund fielen Schüsse, als ein Mann Polizisten mit einer Waffe bedrohte

Schock in Dortmund-Hörde: Ein 17-Jähriger bedrohte die Polizei mit einer Waffe. Unweit des Phönixsees kam es zu Schüssen. Eine Person wurde verletzt.

Dortmund - Am frühen Sonntagabend (5.9.2021) fielen Schüsse in Dortmund. Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund, das Polizeipräsidium Recklinghausen und die Polizei gemeinsam berichten, meldeten sich mehrere Personen gegen 17.45 Uhr beim Notruf. Eine verdächtige Person war im Bereich der Willem-Van-Vloten-Straße in Hörde unterwegs. Der Mann soll sich nicht nur im Besitz einer Waffe befunden, sondern bereits mehrere Schüsse abgegeben haben.

StadtDortmund
Fläche280,71 km²
Einwohner587.696

Als Polizisten den Verdächtigen wenige Minuten später an der dortigen U-Bahn-Haltestelle antrafen, nahm eine Szene wie aus einem Krimi ihren Anfang: Der 17-Jährige aus Dortmund hielt tatsächlich eine Schusswaffe in der Hand. Doch den Forderungen der Polizei, die Waffe fallen zu lassen, kam er nicht nach. Eine Verfolgungsjagd begann.

Schüsse in Dortmund-Hörde: Mann bedroht Polizisten mit Waffe

Kurz vor der Einmündung Faßstraße richtete der bewaffnete Mann seine Pistole auf die Polizisten. Die sahen sich gezwungen, drei Warnschüsse abzugeben. Doch der Mann aus Dortmund setzte seinen verwirrten Streifzug fort. Er rannte auf einen Parkplatz an der Bollwerkstraße unweit des Phönixsees in Hörde und bedrohte die Beamten erneut mit seiner Waffe.

Die wiederholten Aufforderungen der Polizisten ignorierte er. Einer der Beamten gab daraufhin einen Schuss ab und traf den Mann am Arm. Der Angeschossene stürzte zu Boden und ließ seine Waffe fallen.

Polizist schießt bewaffnetem 17-Jährigen in den Arm

Noch bevor der alarmierte Rettungswagen eintraf, leisteten die Polizisten Erste Hilfe. Sie legten dem angeschossenen Mann ein Tourniquet an. Der 17-jährige Dortmunder wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht nicht.

Nach den bisherigen Ermittlungen handelte es sich bei der Pistole des Mannes um eine sogenannte PTB-Waffe. Dazu zählen Schreckschuss-, Gas- und Signalwaffen. In Art und Bauweise ähneln PTB-Waffen scharfen Schusswaffen. Die Ermittlungen, die aus Neutralitätsgründen von der Polizei in Recklinghausen geführt werden, dauern an. Der 17-Jährige aus Dortmund muss eventuell in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden.

Einen Tag zuvor kam es in Dortmund ebenfalls zu einem Polizeieinsatz. Ein Mann wurde bei der Auseinandersetzung mit mehr als 100 Beteiligten mit einem Messer schwer verletzt und musste notoperiert werden. In Werl wiederum kam es zu einer Fahndung der Polizei, nachdem ein Gefängnis-Insasse nicht von seinem Ausgang zurückkehrte.

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