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22-Jähriger Raser aus Werne hinterlässt nur noch „Schrotthaufen“

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Von: Erik Hlacer

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Spezialisten der Polizei jagen Autoposer.
Die Polizei verfolgte am Freitagabend einen Autoposer (Symbolbild). © Boris Roessler/dpa

Ein junger Mann aus Werne lässt den Motor aufheulen, brettert mit 100 km/h durch eine 30er-Zone und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung.

Dortmund - Gegen einen Raser und „Poser“ ermittelt die Dortmunder Polizei nach eigenen Angaben. Auf Phoenix-West habe der Fahrer am späten Freitagabend mit laut aufheulendem Motor mehrmals im Kreis gedriftet. (News aus Nordrhein-Westfalen)

StadtDortmund
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche280,7 km²
Einwohner587.010 (2019)

Dortmund: Raser aus Werne liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

Die Polizei machte zu diesem Zeitpunkt eine Kontrollfahrt und gab dem Verkehrsraudi unmittelbar Anhaltesignale. Doch anstatt anzuhalten, gab der Fahrer des VW Golf Vollgas. Dabei erreichte er auf der Hochofenstraße bis zu 100 km/h. Erlaubt sind dort lediglich 30 km/h. Der Fahrer überholte dabei zwei Autos und raste über einen Zebrastreifen.

Am Kreisverkehr Hochofenstraße/Gildenstraße fuhr der Golf zurück in Richtung Phoenix-West, weiterhin verfolgt von der Polizei. Am Hochofenplatz verlor der Mann die Kontrolle über das Auto, welches auf eine Wiese schleuderte. Der Raser sowie ein weiterer Insasse flüchteten. Zeugen beobachteten den schleudernden Golf und informierten die Polizei über die Fluchtrichtung der Fußgänger.

Dortmund: Raser aus Werne hinterlässt nur noch „Schrotthaufen“

Zurück ließen sie ein Auto mit geplatztem Reifen, zerbrochenen Felgen, stark beschädigtem Unterboden, verzogener Frontschürzte, qualmendem Motor und abgerissenen Fahrzeugteilen. Die Polizei ließ den „Schrotthaufen“, wie sie es in einer Pressemitteilung formulierte, abschleppen. Das Auto gehört einem 22-Jährigen mit Wohnsitz in Werne.

An einem Bordstein entstand Sachschaden in Höhe von 250 Euro. Der Sachschaden am Golf ist deutlich höher: er liegt nach ersten Schätzungen der Polizei Dortmund bei 15.000 Euro.

Wie sehr schnelle Autofahrten nach hinten losgehen können, demonstriert ein Beispiel aus Bergkamen - im Vorfeld an einen tödlichen Unfall soll ein Fahrer dort innerorts mit 100 km/h unterwegs gewesen sein.

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