Streitendes Paar in der Nacht

Voller Einsatz nur auf Socken: Polizist verfolgt Verdächtigen in seiner Freizeit

Die Polizei sucht Zeugen. Wer hat einen Kleintransporter in Wiblingwerde gesehen?
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Spektakulärer Einsatz: Ein Polizist jagte in seiner Freizeit ein streitendes Paar. Ein Dortmunder trat die Außenspiegel mehrere Autos ab.

Auf ein streitendes und randalierendes Paar wurde ein Polizeibeamter in seiner Freizeit aufmerksam. Um die Flucht zu verhindern, hatte der Polizist nicht einmal Zeit, sich Schuhe anzuziehen.

Dortmund - Eigentlich war er gar nicht im Dienst, als der Polizeibeamte in der Nacht zu Sonntag (13. Juni) auf ein streitendes Paar in Dortmund-Dorstfeld in NRW aufmerksam wurde. Doch während des Streits wurden mehrere Autos beschädigt, sodass der Polizist die Verfolgung aufnahm. Und zwar ohne Schuhe.

StadtDortmund
Einwohner587.010 (2019)
Größe280,7 km²

Polizist auf Socken in Dortmund: Randalierer tritt Autospiegel ab

Gegen 0.20 Uhr bemerkte der Polizist das streitende Pärchen in Dortmund. Währenddessen trat der Mann an mehreren Autos die Außenspiegel ab. Der Polizeibeamte machte sich deshalb wortwörtlich auf die Socken und nahm die Verfolgung auf. Hinzu rief er die im Dienst befindlichen Kollegen. Das Paar versuchte jedoch zu flüchteten.

Doch die Polizei konnte sowohl den Mann, als auch die Frau im Bereich Rheinische Straße/Emscherbrücke gestellt werden. Das Pärchen zeigte sich mit den polizeilichen Maßnahmen so gar nicht einverstanden. Nachdem der 20-jährige Dortmunder sich nicht ausweisen wollte und nach Ausweisdokumenten durchsucht werden sollte, versuchte die 20-jährige Dortmunderin die polizeilichen Maßnahmen zu stören.

Polizist auf Socken in Dortmund: Streitendes Paar leistet Widerstand

Als die Beamten sie davon abbringen wollten, leistete sie nicht nur massiv Widerstand, sondern beleidigte die Einsatzkräfte auch ununterbrochen auf unflätigste Weise. Tritte und Spucken kamen hinzu. Weil auch der Mann sich weiter aggressiv und unkooperativ verhielt, endete die Nacht schließlich für beide zur Verhinderung weiterer Straftaten im Polizeigewahrsam. Selbst dort brauchte es übrigens noch einige Zeit, bis sich die Frau unter weiteren Beleidigungen und Angriffsversuchen beruhigte.

Besondere Gründe für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung an Kfz und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Hätte die Frau zunächst ohne eine Strafanzeige davon kommen können, handelte sie sich durch ihr Verhalten ebenfalls eine wegen des Verdachts des Widerstands ein.

Die Polizei hat tagelang nach einer 18-jährigen Mutter gesucht, die mit ihrem vier Wochen alten Baby verschwunden war. Es wurde eine akute Gefahr für das Kind befürchtet. Mittlerweile können die Beteiligten wieder aufatmen.

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