Saftige Bußgelder in Dortmund

Corona? Egal! - Polizei hebt illegale Poker-Runde in Kleingarten-Anlage aus

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Corona? Egal! - Polizei hebt illegale Poker-Runde in Dortmund aus

Glücksspieler in einer Kleingartenanlage in Dortmund pokerten zu hoch: Jetzt drohen hohe Geldbußen auch nach Verstößen gegen Corona-Schutzvorschiften.

  • Die Polizei erwischte in Dortmund mehrere Personen beim Pokern
  • Es hagelte Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronavirus-Einschränkungen
  • Die Polizei ermittelt wegen illegalen Glückspiels

Dortmund - Dem Hinweis eines Zeugen folgte die Polizei Dortmund am späten Mittwochabend (15. April). Das Ziel: Eine Kleingartenanlage an der Hannöverschen Straße, wo ein Parkplatz bereits nahezu komplett belegt war.

Die allseits bekannten Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren offenbar noch nicht bis in eine dort betriebene Gastronomie vorgedrungen - denn mehrere Gäste waren als Spieler eines Poker-Turniers im Einsatz.

Corona? Egal! - Polizei hebt Poker-Runde in Dortmund aus

Als Polizisten kurz nach 23 Uhr die Gaststätte erreichten, war ein vor dem Notausgang stehender Raucher hektisch damit beschäftigt, die Tür zu schließen. Offenbar hatte er etwas zu verbergen - und zwar mutmaßlich illegales Glücksspiel: An zwei Poker-Tischen saß jeweils ein Croupier. Karten und Jetons lagen ebenfalls bereit.

Heruntergelassene Jalousien sollten Blicke auf die geschlossene Gesellschaft versperren. Der Zeuge, der die Polizei Dortmund verständigte, hatte offenbar ausreichend Durchblick - und gab den entscheidenden Hinweis auf das "Treffen", an dem bei Eintreffen der Polizei 15 Personen teilnahmen.

Als die Polizisten kamen, wurde es hektisch

Der rege Betrieb in dem Lokal erweckte den Anschein, dass die Vorschriften zur Unterbrechung der Coronavirus-Infektionsketten darin nicht von Bedeutung waren: Die Gäste nutzten nicht nur die Poker-Tische, sondern bedienten sich offenkundig auch am voll funktionsfähigen Tresen.

Die Polizei erteilte allen Gästen Platzverweise. Wegen der Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung erhalten sie zusätzlich Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen. Betroffen ist davon auch der Inhaber der Gaststätte, gegen den gesondert ermittelt wird. Die Polizei schätzt die Höhe der zu erwartenden Bußgelder wegen der Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung auf insgesamt 4000 Euro - und rät von illegalen Treffen dieser Art ab. Ermittlungen laufen auch wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel.

Alle aktuellen Infos und Entwicklungen rund um das Coronavirus finden Sie hier. Wie und wann es in NRW an den Schulen weitergeht, lesen Sie an dieser Stelle.

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