85.000 Euro Schaden

Illegales Autorennen: Raser kracht in Auto einer unbeteiligten Frau - und dann gegen Hauswand

Mutmaßliches Autorennen in Dortmund
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Polizeibeamte stehen in Dortmund an dem Auto, das bei einem mutmaßlichen illegalen Autorennen an eine Hauswand geprallt ist. Dabei sind vier Menschen verletzt worden - darunter eine unbeteiligte Frau.

[Update] Illegales Autorennen in Dortmund: Bei einem Unfall wurde eine unbeteiligte Frau verletzt. Einer der Raser (22) krachte danach mit seinem Audi gegen eine Hauswand.

Dortmund - Bei einem illegalen Autorennen sind vier Menschen in Dortmund am Samstagabend, 5. Juni, verletzt worden - darunter eine unbeteiligte Frau.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Einwohner588.250 (Stand 31. Dez. 2019)

Für einen der Raser (22) endete das Imponiergehabe auf der Straße mit dem Aufprall seines Wagens gegen eine Hauswand - an einer Kreuzung an der Nordseite des Dortmunder Hauptbahnhofs. Sein 22-jähriger Kontrahent, dessen Mercedes nicht in den Unfall verwickelt war, entfernte sich vom Unfallort, konnte jedoch kurz darauf durch die Polizei ermittelt und festgenommen werden. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet.

Dortmund: Illegales Autorennen - Raser kracht gegen Hauswand

Wie die Polizei am Sonntagmorgen bestätigte, hatten sich die zwei Autofahrer mit ihren Fahrzeugen ein Rennen in der Innenstadt von Dortmund geliefert. Dabei stieß eines der Autos - ein 245-PS-Audi - im Bereich einer Kreuzung mit einem unbeteiligten Fahrzeug zusammen. Dessen Fahrerin wurde leicht verletzt. Der Wagen des Unfallverursachers krachte danach noch in die Wand des Gebäudes. In diese Wand riss der Pkw ein großes Loch.

Die drei verletzten Insassen - die laut Polizei Verletzungen am Kopf, im Gesicht, an Beinen und am Rücke davontrugen - wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Kreuzung wurde für die Dauer der Unfallaufnahme weiträumig gesperrt. Die spektakuläre Art des Unfalls lockte viele Schaulustige an.

Auch zum Unfallhergang hat die Polizei Dortmund inzwischen einige Details mitgeteilt: Zeugen beobachteten demnach kurz vor dem Unfall den Audi und den Mercedes. Beide Pkw fuhren mit hohem Tempo über die Steinstraße in Richtung Schützenstraße. Offenkundig lieferten sie sich ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Über eine Linksabbiegerspur setzte der 22-jährige Audi-Fahrer zum Überholen an. Dabei erfasste der Dortmunder den abbiegenden Seat einer 35-jährigen Dortmunderin mit voller Wucht. Die Frau erlitt einen Schock.“ Der Audi geriet dann außer Kontrolle und schoss in die Fassade eines Geschäfts- und Mehrfamilienhauses an der Steinstraße/Ecke Kurfürstenstraße.

Die Polizei beschlagnahmte ein Smartphone, die Führerscheine der mutmaßlichen Raser und die beteiligten Pkw, die, stark beschädigt, abgeschleppt wurden. Gegenstand der Ermittlungen ist auch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Der Sachschaden liegt geschätzt bei 85.000 Euro.

Dortmund: Illegales Autorennen - Polizei im Kampf gegen Raser- und Poserszene

Auch am Samstagabend, 5. Juni, kontrollierte die Polizei Dortmund im Kampf gegen die Raser- und Poserszene wieder zahlreiche Fahrzeuge.

Raser und Poser bereiten seit einem halben Jahr der Polizei und Anwohnern rund um den Dortmunder Wall große Sorgen. Auch am Samstagabend fanden auf dem Wall wieder umfangreiche Kontrollen statt - das wärmere Wetter und der Wegfall zahlreicher Corona-Beschränkungen hatten offenbar erneut viele Raser, Poser und illegale Tuner nach Dortmund gelockt.

Die Polizei stellt sich seit über einem halben Jahr dagegen und hatte auch an diesem Samstagabend wieder eine große Kontrollstelle am „Dortmunder U“ eingerichtet. Dabei bereitete sie dem kreisenden Verkehr rund um den Wall immer ein Ende, indem sie ihn auf die Rheinische Straße ableitete, direkt in die große Kontrollstelle auf einem Parkplatz am „U“. Lange Staus waren - wie auch bei Kontrollen in der Vergangenheit - die Folge. - Mit Material von dpa

Erst Anfang der Woche krachte ein 22-Jähriger aus Everswinkel mit seinem Auto gegen einen Baum und überschlug sich mehrfach. Dabei trug er schwere Verletzungen davon. Die Polizei vermutet auch in diesem Fall, dass ein illegales Rennen dahintersteckte.

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