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Randalierer rastet in Fastfood-Restaurant komplett aus - Polizeieinsatz

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Von: Kristina Köller

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Er griff Mitarbeiter eines Fastfood-Restaurants an, schleuderte Essen durch die Gegend und widersetzte sich Polizisten heftig. Das wird für einen 23-Jährigen Konsequenzen haben.

Dortmund/Lünen - Am Montagabend, 2. Mai, soll ein Mann in einem Schnellrestaurant am Hauptbahnhof Dortmund Mitarbeiter angegriffen und beleidigt haben. Gegen die hinzugerufenen Bundespolizisten wehrte er sich und leistete Widerstand, heißt es in der Pressemitteilung der Bundespolizei.

Gegen 21 Uhr informierte ein Reisender demnach die Bundespolizei im Hauptbahnhof Dortmund (NRW) über eine Person, die in dem Schnellrestaurant randaliere und Gegenstände werfe. Als die Beamten eintrafen, stand der 23-Jährige vor dem Verkaufstresen und schlug mit seinem rechten Arm unter dem Ausgabefach hindurch, in Richtung eines Mitarbeiters, der sich auf der anderen Seite des Tresens befand, heißt es. Der Kinnhaken verfehlte den 54-Jährigen.

Hauptbahnhof Dortmund: Randalierer rastet in Fastfood-Restaurant aus

„Die Beamten sprachen den afghanischen Staatsbürger an und griffen ihm an die Oberarme, um weitere Schläge zu verhindern. Der Mann aus Lünen wurde zunehmend aggressiver und versuchte sich aus den Griffen der Einsatzkräfte zu befreien“, schildern die Bundespolizisten die aufgeladene Situation.

Die Bundespolizisten forderten den 23-Jährigen mehrfach auf, seine Hände aus den Hosentaschen zu nehmen. Dieser Aufforderung kam er jedoch nicht nach, sondern umgriff einen Gegenstand in seiner rechten Hosentasche und machte damit Stichbewegungen in Richtung des Beamten.

Ausraster im Fastfood-Laden. Die Bundespolizei ermittelt gegen einen Randalierer in Dortmund.
Ausraster im Fastfood-Laden. Die Bundespolizei ermittelt gegen einen Randalierer in Dortmund. © Finn Winkler/dpa

„Daraufhin zogen die Polizisten die rechte Hand aus der Hosentasche. Dagegen wehrte sich der Lüner jedoch erheblich, versteifte seinen Arm und stemmte seinen Oberkörper gegen den Beamten. Die Beamten brachten den Mann zu Boden, dabei verletzte sich ein Bundespolizist an der Hand. Der junge Mann versuchte die Beamten mit Kopfstößen zu verletzen, verfehlte diese jedoch“, heißt es. Bei dem umgriffenen Gegenstand handelte es sich um die Geldbörse des Lüners. Als die Polizisten den Mann zur Bundespolizeiwache brachten, ließ dieser sich mehrfach fallen und wehrte sich gegen die Mitnahme.

Hauptbahnhof Dortmund: Randalierer wirft Fastfood-Bestellung auf den Boden

Der 54-jährige Mitarbeiter des Schnellrestaurants gab an, dass der 23-Jährige die Filiale betreten, jedoch keine Bestellung aufgegeben habe. Er sei unverzüglich zum Verkaufstresen gegangen und habe die Mitarbeiter grundlos angeschrien und anschließend beleidigt. Dann habe der 23-Jährige eine Bestellung vom Tresen zurück in den Küchenbereich geworfen. Dabei wurde die Ware im Wert von 13 Euro zerstört. Danach habe der Mann über den Verkaufstresen hinweg in Richtung des 54-Jährigen geschlagen.

Ein Polizeiarzt untersuchte den 23-Jährigen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab, dass er mit 2 Promille stark alkoholisiert war. Der Lüner wurde in das Gewahrsam der Polizei Dortmund gebracht. Die Bundespolizisten forderten die Videoaufnahmen aus dem Restaurant an und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, versuchter Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

Ein Lkw-Brand sorgte am Montag für Verkehrschaos auf der A45 bei Hagen: Die Autobahn war zwischen Schwerte-Ergste und Kreuz Hagen voll gesperrt.

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