Giraffen-Altersrekord im Zoo Dortmund

Abschied von Gambela: Die beliebte Giraffe musste eingeschläfert werden

Abschied von Gambela: Die Giraffe aus dem Zoo Dortmund musste eingeschläfert werden.
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Die Angola-Giraffe Gambela aus dem Dortmunder Zoo musste eingeschläfert werden. Das gesamte Zoo-Team und viele Besucher sind traurig über den Verlust.

Dortmund - Die Angola-Giraffe Gambela aus dem Zoo Dortmund musste am Donnerstag eingeschläfert werden. Diese für das gesamte Zoo-Team schwere Entscheidung sei unumgänglich gewesen, gibt der Zoo Dortmund bekannt, man habe damit dem Tier unausweichliche Leiden und Schmerzen zu ersparen versucht.

Gambela war eine alte Dame. Sie erreichte mit 23 Jahren für eine Giraffe ein gutes Alter und hält damit den Giraffen-Altersrekord im Zoo Dortmund. Sie wurde am 18. Dezember 1996 im Zoo Dortmund geboren. Wild lebende Giraffen werden etwa 20 Jahre alt.

In den letzten Monaten war Gambela in intensiver tierärztlicher Betreuung und erhielt Schmerzmittel gegen Beschwerden im Fuß und in der Hüfte.

Alte Dame Gambela: Die Giraffe erreichte ein Rekordalter für den Zoo Dortmund

Der „alten Dame“ Gambela fiel in den letzten Wochen das Laufen und Stehen zunehmend schwer. Bedingt durch ihr verkürztes rechtes Hinterbein konnte sie nur noch mit Anstrengung und unter Schmerzen ihre Bewegungen ausbalancieren. Somit bestand zunehmend die Gefahr, dass die 23-jährige Giraffe aus dem Gleichgewicht geraten und stürzen könnte. Möglich wäre es auch gewesen, dass sie aus einer Liegeposition nicht mehr hätte aufstehen können – das würde bei einer Giraffe schnell zu einem Kreislaufzusammenbruch führen, so schildert der Zoo die Situation.

Aufgrund der fortschreitenden Verschlechterung ihrer Bewegungen und um ihr ein solches mit großem Stress und Schmerzen verbundenes Szenario zu ersparen, sei die Giraffenkuh nun in enger Abstimmung zwischen den Tierärztinnen Dr. Christine Osmann und Johanna Steinecker-Quast, den zuständigen Tierpflegern und der Zooleitung von ihren Leiden erlöst und eingeschläfert worden.

Giraffe im Zoo Dortmund eingeschläfert: Gambela brach sich als Jungtier Bein

Im Januar 1997, als Gambela etwa einen Monat alt war, knickte das Jungtier beim Toben auf der Außenanlage weg und brach sich dabei das rechte Hinterbein, sagte der Zoo. Der Beinbruch wurde in einer Pferdeklinik operiert. Eine Metallplatte wurde in den rechten Fuß eingesetzt. Diese wuchs komplett ein und musste im Fuß bleiben.

Die Folge war, dass Gambela, die nach der erfolgreichen Operation noch mehr als zwei Meter an Größe zulegte, ein leicht verkürztes rechtes Bein hatte. Bis ins hohe Alter konnte die Giraffe dies ohne Einschränkungen ausbalancieren. Sie zog erfolgreich drei Jungtiere groß, von denen der am 24. März 2013 geborene Bulle Zikomo, der auch heute noch im Zoo Dortmund lebt, ihr letztes war.

Erst im Alter und einhergehend mit Arthrose fiel es Gambela schwerer zu laufen, was unter anderem zu einem Beckenschiefstand und einer Fehlstellung im Fesselgelenk führte.

Ein Leben endet, ein anderes beginnt: Der Zoo Dortmund veröffentlichte vor einigen Monaten ein Video von der Geburt von Willi. Das Nashorn-Baby ist bereits live für alle Besucher zu sehen. Ebenfalls zuckersüß sind die Aufnahmen von Gus - der kleine Elefant genoss seine erste Dusche im Wuppertaler Zoo.

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