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Kein Führerschein und Drogen am Steuer: Mann flüchtet vor Polizei

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Von: Vanessa Moesch

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Weil ein Mann aus Dortmund keinen Führerschein hat und sich noch in der Fahrschulausbildung befindet, flüchtet er bei der Begegnung mit einem Polizisten und rast durch den Gegenverkehr.

Dortmund - Wer keinen Führerschein hat, setzt sich normalerweise nicht ans Steuer und dreht eine Runde mit dem Auto. Allerdings flüchtete ein Mann aus Dortmund (NRW) jetzt vor der Polizei. Er stand unter Drogen.

Kein Führerschein und Drogen am Steuer: Mann flüchtet vor Polizei

Unter dem Einfluss von Drogen steuerte ein 22-jähriger Mann aus Dortmund am Montag (10. Oktober) einen BMW durch den Stadtteil Lanstrop. An einer Straße signalisierte ein Motorradfahrer der Polizei dem jungen Mann, dass er anhalten solle. Der BMW-Fahrer deutete zunächst an, sein Auto zu stoppen, gab dann aber Vollgas.

Der 22-Jährige flüchtete und raste mit sehr hohem Tempo auch durch den Gegenverkehr. Mehrere Autofahrer mussten ausweichen oder voll bremsen, um Zusammenstöße zu verhindern. Kurzzeitig verlor der Beamte der Polizei den Sichtkontakt zu dem Auto. An der Horstmarer Straße endete die Flucht, der BMW stoppte. Am Steuer saß jetzt jedoch nicht mehr der junge Mann, sondern seine 21-jährige Beifahrerin.

Kein Führerschein und Drogen am Steuer: 22-Jähriger befindet sich noch in der Fahrschulausbildung

Laut Polizei wechselten beide die Position. Als Grund dafür gab der Fahrer an, dass er in Panik geflüchtet sei, da er keine Fahrerlaubnis besitze, sich noch in der Fahrschulausbildung befinde und nun befürchten müsse, seinen Führerschein nicht zu erhalten. Die Polizei informiert jetzt die Führerscheinstelle der Stadt Dortmund über das Verhalten des Mannes.

Zum Fahren ohne Fahrerlaubnis kommen weitere Tatvorwürfe: die Straßenverkehrsgefährdung durch grobes und rücksichtsloses Fehlverhalten beim Überholen, das grob verkehrswidrige und rücksichtslose Fortbewegen zum Erreichen einer höchstmöglichen Geschwindigkeit (verbotenes Rennen, § 315d Straßenverkehrsordnung) und auch das Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, weshalb sich auch die 21-jährige Frau aus Dortmund verantworten muss.

In einer Polizeiwache wurde Beiden je eine Blutprobe abgenommen, denn die von der Polizei vorgenommene Drogenschnelltests waren positiv. Während einer Kontrolle hielten zwei Autofahrer an. Sie meldeten sich als Zeugen bei der Polizei und gaben an, den waghalsigen Fahrstil des Fahrers gesehen und gefährdet worden zu sein. Die Aussagen der Fahrer aus Dortmund fließen in die Ermittlungen ein.

In Fröndenberg endete eine Unfallflucht dagegen auf Treppenstufen, denn nachdem der Öltank des Autos aufgerissen war, versuchten drei Personen, mit dem Wagen zu flüchten und blieben auf einer Treppe stecken.

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