Verunsicherung in Dortmund

Brandserie im Ruhrgebiet: Polizei warnt vor Feuerteufel und setzt Belohnung aus

Die Feuerwehr in Dortmund löscht einen Kellerbrand im Westen der Stadt.
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Die Feuerwehr in Dortmund löscht einen Kellerbrand im Westen der Stadt.

Eine unheimliche Brandserie in Dortmund beunruhigt die Bürger. Polizei und Staatsanwaltschaft warnen eindringlich und greifen zu einer nicht alltäglichen Maßnahme.

  • Eine unheimliche Brandserie beunruhigt Menschen in Dortmund*.
  • Seit März gibt es Dutzende Fälle von Brandstiftung.
  • Polizei und Staatsanwaltschaft greifen zu einer nicht alltäglichen Maßnahme.

Dortmund - Eine unheimliche Brandserie beunruhigt Menschen in Dortmund (NRW) - und beschäftigt Polizei wie Staatsanwaltschaft: Seit Wochen brennen im Dortmunder Westen Keller.

Allein im Zeitraum zwischen dem 13. und 16. August kam es laut Polizei zu 13 Einsätzen. Die Ermittler sagen: Das sind keine Zufälle, sondern es ist Vorsatz. Sie geht von Brandstiftung aus, berichtet WA.de*.

Stadt:Dortmund
Fläche:280,7 km²
Metropolregion:7.268 km²
Einwohner:588.250 (Stand 31. Dez. 2019)

Brandserie in Dortmund: Polizei setzt Belohnung aus

Die Behörden haben sich zu einem nicht alltäglichen Schritt entschieden: Sie haben eine Belohnung von 3000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Feuerteufels führen, der die Kellerbrände legt. Mitteilungen nimmt die Staatsanwaltschaft Dortmund oder die Kripo in Dortmund unter der Telefonnummer 0231/132-7441 entgegen.

Die Polizei hat der Dortmunder Bevölkerung außerdem Hinweise zum möglichen Verhalten des Brandstifters gegeben. Demnach könnte er nachts und in den Morgenstunden im Schutz der Dunkelheit:

  • ... einen möglichen Tatort auskundschaften und sich verdächtig auf Zuwegen, Verbindungswegen oder in Eingangsbereichen aufhalten.
  • ... an Haustüren rütteln oder diese manipulieren, um sie öffnen zu können und Zugang zu den Kellerräumen zu erhalten.
  • ... dieses Verhalten auch im Hausflur an Türen zeigen, die in den Keller führen.
  • ... in den Nacht- und Morgenstunden zwischen Mitternacht und 5 Uhr anschellen in der Hoffnung, dass ein Mieter ohne weitere Kontrolle den elektronischen Türöffner betätigt.

Einen dringenden Appell hatte die Polizei Dortmund bereits nach den ersten Fällen an Hauseigentümer, Mieter und Nachbarschaften gerichtet - damit diese nicht auch Opfer von Brandstiftung werden: „Sichern Sie Ihr Eigentum. Verhindern Sie den einfachen Zugang in die Häuser - lassen sie Haustüren und Keller-Fenster zu keiner Tageszeit oder Nachtzeit unbeaufsichtigt offen stehen. Schließen Sie immer Haustüren, Keller-Türen und -Fenster - bitten Sie auch Ihre Nachbarn darum, Türen und Fenster zu sichern.“

Kellerbrände in Dortmund: 13 Fälle in wenigen Tagen

Zwischen März und Juli 2020 brannte es in Kellern der Dortmunder Stadtteilen* Marten, Lütgendortmund (4 Fälle), Kirchlinde (3 Fälle) und Westerfilde. Alle Brände ähnelten sich - die Polizei prüfte damals bereits einen Zusammenhang. Seit Mitte Juli kamen weitere Kellerbrände hinzu, und die Hinweise auf einen Serientäter verdichteten sich immer weiter.

Am 6. August brannte es im Keller eines Wohnhauses in Dortmund-Westerfilde. Dort fanden die Einsatzkräfte bei ihrem Einsatz brennendes Gerümpel. Das Feuer war zwar schnell gelöscht, doch zurück blieben geschockte Bewohner - wieder einmal.

Brand in Dortmund-Kley: Zwei Frauen ins Krankenhaus

Am Sonntag (16. August) musste die Feuerwehr Dortmund gleich zweimal ausrücken. In einem Mehrfamilienhaus in Kirchlinde hatte zunächst ein Rauchmelder ausgelöst. Kurz darauf brannte es nicht weit davon entfernt im Keller eines Wohnhauses. Zwei Frauen (28 und 39) wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhaus* gebracht; 34 Menschen mussten das Haus verlassen, wie Ruhr24.de* berichtet.

Rettungssanitäter in Dortmund wurden zu einem harmlos klingenden Einsatz gerufen - doch plötzlich wurde es dramatisch. Sie reagierten schnell - und genau richtig - *WA.de und Ruhr24.de sind Teile des Ippen-Digital-Netzwerks.

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