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Fan-Randale bei BVB-Spiel: Pyrotechnik und Schlägereien - Ultras stürmen Parkplatz

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Von: Daniel Großert

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Rund um das Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen den FC Kopenhagen hat es Fan-Randale gegeben. Im Stadion flog Pyrotechnik, draußen gab es Schlägereien.

Dortmund (NRW) - Sportlich lief beim Champions-League-Spiel gegen den FC Kopenhagen für Borussia Dortmund alles rund: Der BVB startete mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen den dänischen Meister in die Königsklasse, was auch die Sorgen über die monatelange Verletzungspause von Youngster Jamie Bynoe-Gittens verdrängte. Doch abseits des Platzes sorgten Anhänger beider Vereine für negative Schlagzeilen: Es geht um Pyrotechnik und Schlägereien.

FußballvereinBorussia Dortmund
CheftrainerEdin Terzic
StadionSignal Iduna Park

Dortmund: Fan-Randale bei BVB-Spiel - Pyrotechnik und Schlägereien

Schon vor dem Anpfiff ging es auf den Rängen im Signal-Iduna-Park hoch her: Fans von Borussia Dortmund und dem FC Kopenhagen zündeten Pyrotechnik - und warfen bzw. schossen diese zum Teil auf den Platz und die Tribünen. Laut Bild wurde BVB-Spieler Marius Wolf bei der obligatorischen Platzbegehung vor dem Spiel fast von einer Leuchtrakete getroffen.

Einsatzkräfte der Polizei mussten vor dem Gästeblock im Dortmunder Stadion „Auseinandersetzungen zwischen Heim- und Gästefans unterbinden, die sich dort bereits gegenseitig mit Pyrotechnik beworfen hatten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Dabei hätten die Beamten Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt. Auch während des Champions-League-Spiels, bei dem Torwart Gregor Kobel in der Aufstellung des BVB fehlte, brannten Anhänger beider Vereine nach Polizeiangaben weiter Pyrotechnik ab.

Einige pyrotechnische Gegenstände kamen jedoch gar nicht erst zum Einsatz: Während der Maßnahmen rund um das Stadion fiel den eingesetzten Beamten an einem Baum auf der Strobelallee eine verdächtige Tasche auf. Darin befanden sich über 100 verschiedene Erzeugnisse, darunter Rauchtöpfe und Bengalos. Die Polizisten stellten alles sicher - ebenso wie umfangreiches Videomaterial gesichert, das nun ausgewertet werden muss.

Ausschreitungen in Dortmund: Polizei setzt Reizgas und Schlagstöcke gegen Randalierer ein

Nach dem Schlusspfiff blieb die Situation für die Polizei angespannt. In der Nähe des Stadions beobachtete ein Reporter, wie offenbar gewaltbereite BVB-Ultras gemeinsam mit befreundeten Fans von Bröndby Kopenhagen den Parkplatz für Gästefans stürmten. Polizeikräfte schritten ein und verhinderten eine größere Schlägerei. Auch dabei setzten die Beamten erneut Reizgas und Schlagstöcke ein. Durch die Pyrotechnik wurde nach Angaben der Polizei eine unbeteiligte Stadionbesucherin leicht verletzt. Ein Polizeibeamter wurde am Körper getroffen, blieb aber unverletzt.

Die Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern hatten bereits am Abend vor dem Spiel begonnen. Wie die Polizei mitteilte, kam es am Montagabend in der Dortmunder Innenstadt zu einer Schlägerei. Ultras von Borussia Dortmund und Bröndby Kopenhagen, dem Erzfeind des Champions-League-Gegners FC Kopenhagen, waren mit Fans der Gastmannschaft aneinandergeraten. Ein Video auf Twitter zeigt, wie mehrere Personen am Alten Markt in Dortmund auf einen am Boden liegenden Mann eintreten.

Insgesamt nahmen die Beamten im Rahmen des Einsatzes zwei Männer in Gewahrsam. Zudem fertigten die Beamten bislang 27 Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, zwölf wegen Körperverletzungsdelikten, drei wegen Landfriedensbruch, eine wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und eine wegen Sachbeschädigung.

Der Polizei ist bislang eine Person bekannt, die durch ein Körperverletzungsdelikt auf der Strobelallee verletzt und in ein Krankenhaus gebracht wurde.

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