Neue Teststrategie

Dortmund: Stadt setzt auf strengere Corona-Tests in Kitas

Die kalte Jahreszeit hat begonnen, die Herbstferien stehen vor der Tür: Der Corona-Pandemie könnte beidem neuen Aufschwung verleihen. Ein günstiger Zeitpunkt, auch Kita-Kinder streng zu testen.

Dortmund – Mit Beginn der Herbstferien (23. Oktober) will die Stadt Dortmund die Teststrategie für Kita-Kinder anpassen. Kinder, die in Kindertageseinrichtungen in Dortmund betreut werden, sollen dann ähnlich streng auf Corona getestet werden, wie Schulkinder, berichtet RUHR24*. In den Kitas sollen Lolli-Tests zum Einsatz kommen, um die Testung für die Kinder so angenehm wie möglich zu halten.

StadtDortmund
Einwohner603.000 (2020)
Inzidenz71,6 (22. September)

Corona in Dortmund: Regelmäßiger Lolli-Test für Kita-Kinder ab Herbst

Bereits am 7. September beschloss der Verwaltungsvorstand, in den Dortmunder Kitas eine inzidenzorientierte Teststrategie umzusetzen. Die Teststrategie wurde bereits in 26 ausgewählten Kitas über den Sommer erprobt.

In den Modellkitas wurden die Kinder zwischen Juni und August ähnlich wie Schulkinder mit einem Lolli-PCR-Pooltest regelmäßig auf das Coronavirus* getestet. Nun möchte die Stadt die Teststrategie flächendeckend ausrollen. Derzeit wird ein möglicher Einsatz der Lolli-PCR-Pooltests in 320 Kitas geprüft.

„Die Testungen könnten sinnvollerweise im Zusammenhang mit den Herbstferien starten“, so Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger. Der Zeitpunkt, so die Stadträtin, könnte günstig sein. Sie erwartet, dass Reiserückkehrer nach den Herbstferien und das herbstliche, vorwinterliche Klima zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen könnten.

Pool-Testungen auf Corona in Dortmunder Kitas über den ganzen Winter

Wann die flächendeckenden Lolli-PCR-Pooltestungen in den einzelnen Stadtvierteln in Dortmund* wieder beendet werden, bleibt offen. Wie der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund erklärt, hinge das davon ab, wie die Corona-Impfungen voranschreiten würden und wie sich das Infektionsgeschehen entwickle.

Angepeilt sei, erst im Frühjahr darüber zu entscheiden, ob und wie lange die Pool-Testungen fortgeführt werden. Die Testungen könnten also den ganzen Winter über in vielen Kitas der Stadt Dortmund Anwendung finden.

Bei einem Lolli-Test lutscht das Kind auf dem Tupfer herum. Ein unangenehmer Nase-Abstrich muss nicht gemacht werden.

Die Pool-Testungen sollen vor allem in den Kitas ausgewählter Stadtvierteln mit besonders hoher Inzidenz stattfinden. In Dortmund sind drei Stadtteile besonders hart von der vierten Corona-Welle getroffen worden*. Im Laufe der Zeit soll die Teststrategie flexibel angepasst werden – je nachdem, wie sich das aktuelle Infektionsgeschehen allgemein in der Stadt entwickelt oder wo Hotspots entstehen.

Corona-Hotspots in Dortmund: Pool-Testungen haben in Kitas bereits begonnen

In 27 Kitas, die in Hochinzidenz-Quertieren liegen, starteten die Lolli-PCR-Pooltest bereits am 13. September. Derzeit wird angestrebt, die Pool-Testungen in diesen Kitas im November wieder enden zu lassen.

Grund- und Förderschüler werden in NRW bereits seit dem 10. Mai mit einem Lolli-PCR-Test regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Bei den Lolli-Tests handelt es sich um einen einfachen Speicheltest, der zweimal in der Woche durchgeführt wird. Dazu lutschen die Kinder mehrere Sekunden auf einem Tupfer herum.

Die Tests aller Kinder einer Klasse oder Lerngruppe werden gemeinsam im Labor ausgewertet. Wenn sich in einem Klassen-Pool ein positiver Test befindet, müssen Einzeltestungen der Kinder nachgeholt werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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