Krankenhaus in Dortmund betroffen

Corona-Ausbruch in Klinik: Besucher steckt Patienten und Mitarbeiter an - trotz negativem Test

Trotz negativem Schnelltests kam es in NRW, genauer im Klinikum Dortmund, zu einem Corona-Ausbruch. Ein Besucher steckte Patienten und Mitarbeiter an.

Dortmund - Corona-Ausbruch in einem Krankenhaus in Dortmund: Ein Besucher mit falsch-negativem Schnelltest hat die Reihe der Infektionen ausgelöst. Ein Sprecher des Klinikums Dortmund gab bekannt, dass mittlerweile 37 Corona-Erkrankungen bekannt wurden. (News zum Coronavirus)

StadtDortmund
Einwohner588.250 (31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Corona-Ausbruch in Klinik: Besucher infiziert Mitarbeiter und Patienten

Der Besucher hatte ein negatives Testergebnis bei einem Schnelltest, war jedoch trotzdem mit Corona infiziert. Der Besuch war vor mehr als einer Woche, wie dpa berichtet, 300 Patienten und Mitarbeiter mussten danach getestet werden.

Jetzt ist bekannt, dass sich 26 Patienten und elf Mitarbeiter im Krankenhaus ansteckten. Es ist das erste Mal, dass es im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch trotz negativem Schnelltest gab*, berichtet Ruhr24.de* mit Berufung auf die Ruhrnachrichten. Die Infizierten haben glücklicherweise keine oder nur milde Symptome.

Corona-Ausbruch nach negativem Schnelltest: Besuchsverbot auf Stationen

Das Dortmunder Radio 91.2 meldet, dass auf den beiden betroffenen Stationen jetzt ein vorübergehendes Besuchsverbot gilt.

„So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden“, sagte der Sprecher des Klinikums. Krankenhaus-Besucher müssen sich trotz negativem Corona-Tests an viele Regeln halten. Der Leiter des hauseigenen Hygieneinstituts, Dr. Frank Hünger, sagte gegenüber der Ruhrnachrichten: „Leider halten sich Patienten und Besucher nicht immer strikt an die Vorgaben.“

Corona-Ausbruch in Dortmund: Klinik untersucht Schwachstellen

Corona-Schnelltests würden voreilig ein Gefühl von falscher Sicherheit geben. Dabei seien sie deutlich fehleranfälliger, als die langsameren PCR-Tests, die zur Auswertung noch in Labore geschickt werden müssen. Virologe Christian Drosten und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnen vor falschen Schlüssen nach Schnelltests - der Antigentest sei zu unsicher für weniger strenge Corona-Auflagen.

Wie genau sich Patienten und Mitarbeiter infizierten, wird noch überprüft. Das Klinikum Dortmund will mögliche Schwachstellen untersuchen, die im Anschluss für weitere Ansteckungen auf insgesamt zwei Stationen gesorgt hätten. Es ist möglich, dass etwa Mitarbeiter während der Pausen nicht ausreichend Abstand hielten.

Viele Arbeitgeber sind ab Dienstag verpflichtet, ihren Mitarbeitern kostenlose Schnelltests anzubieten. Für eine Lockerung der Corona-Regeln können diese aber nicht eingesetzt werden. - mit dpa Material/ *Ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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