Forderung an Landesregierung

Bürgermeister von NRW-Großstadt fordert 2G-Regel - für bestimmten Bereich

Seit Kurzem gilt in NRW die 3G-Regel: Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen mehr machen. Einem Bürgermeister reicht das nicht: Er will 2G - in einem bestimmten Bereich.

Dortmund - Geimpft, genesen, getestet: Wer in Deutschland eine der Vorgaben der sogenannten 3G-Regel erfüllt, erlebt aktuell kaum noch Corona-Beschränkungen. Mit dem Nachweis über den vollständigen Impfschutz, eine überstandene Covid-19-Erkrankung oder einen negativen Test sind nahezu alle Dinge des öffentlichen Lebens wieder möglich. Doch dem Oberbürgermeister einer Großstadt in Nordrhein-Westfalen geht das nicht weit genug: Er fordert die landesweite Einführung der 2G-Regel. (News zum Coronavirus)

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Oberbürgermeister fordert 2G-Regel - für diese Bereiche

„Wir fordern die Landesregierung auf, schnell zu einer 2G-Regelung überzugehen!“, zitiert RUHR24* Thomas Westphal, den Oberbürgermeister von Dortmund. Die Maßgabe, dass nur noch Geimpfte und Genesene, aber keine negativ Getesteten mehr zugelassen werden, soll sich demnach auf das öffentliche Leben beziehen, wie Westphal auf einer Pressekonferenz ausführte. So soll es nach seiner Ansicht künftig für Menschen aus NRW, die nicht vollständig gegen Corona geimpft oder von Covid-19 genesen sind, nicht mehr möglich sein, beispielsweise ein Kino, ein Restaurant oder ein Stadion zu besuchen.

Für Dinge, die für das tägliche Leben notwendig sind, will der Oberbürgermeister von Dortmund es dagegen bei der bisher geltenden 3G-Regel belassen, wie RUHR24* berichtet. Einkaufen oder Arbeiten soll also auch weiterhin mit einem negativen Corona-Test möglich sein. Der Arbeitgeberpräsident von NRW geht sogar noch weiter: Er fordert eine Ausweitung der 2G-Regel auch auf Betriebe.

Thomas Westphal sieht es selbst als absolut notwendig an, in der Freizeit zur 2G-Regel überzugehen. Und diese Meinung hat er laut eigener Aussage nicht exklusiv: Demnach hätte sich der Städtetag NRW, ein Zusammenschluss von 40 Städten aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, am Montag darauf verständigt, von der 3G- zur 2G-Regel zu wechseln.

Dortmund: 2G-Modell wie in Hamburg? Das Land NRW entscheidet

Konkret solle in Nordrhein-Westfalen schon bald das sogenannte Hamburger Modell eingeführt werden. In der Hansestadt an der Elbe haben seit dem vergangenen Wochenende beispielsweise Restaurants und Bars die Möglichkeit, nur noch geimpfte und genesene Gäste zu bewirten.

Die Entscheidung über eine flächendeckende Einführung der 2G-Regeln in NRW kann am Ende nur die Landesregierung treffen, die nun ein Schreiben mit der Forderung des Städtetages bekommen soll. Dass sie dem Ganzen aber schnell entspricht, erscheint unwahrscheinlich: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erteilte einem schnellen Wechsel von 3G zu 2G jetzt eine Absage. Stattdessen wolle er zunächst auch negativ Getesteten die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen und beobachten, wie sich die Corona-Situation auf den Intensivstationen entwickele. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken

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