Bei Dortmund

Höllenritt über B236 - Polizei in Zivil beschlagnahmt neuen Sportwagen

Haltezeichen der Polizei
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Die Fahrt eines jungen Mannes aus Dortmund über die B236 endete damit, dass die Polizei den neuen Sportwagen beschlagnahmte.

Ein junger Mann aus Dortmund ist mit mehr als 150 km/h über die B236 in Richtung Schwerte geheizt. Polizisten in Zivil hielten ihn an und beschlagnahmten den neuen Sportwagen.

Dortmund - Ein junger Dortmunder hat laut Polizei am Donnerstagabend, 7. Oktober, auf der B 236 „seiner Meinung nach sicherlich alles aus seinem offenbar neuen Auto herausgeholt“. Den Wagen ist er deshalb jetzt allerdings auch erst einmal wieder los, wie die Polizei Dortmund weiter berichtet.

Denn der Audi-Fahrer hatte bei seinem Höllenritt in Richtung Schwerte (NRW) wohl den zivilen Streifenwagen nicht bemerkt, der sich die ganze Zeit hinter ihm befand, heißt es weiter. Die zivilen Beamten in dem Streifenwagen hatten den Sportwagen an der Anschlussstelle Dortmund Zentrum/Derne/Eving gesichtet. Dort fuhr er auf die Bundesstraße auf - von der Beschleunigungsspur ohne Blinker direkt auf die linke Spur.

Dortmund (NRW): Höllenritt über B236 - Polizei beschlagnahmt Sportwagen

„Die Beamten, die sich mit ihrem Auto bereits auf der linken Spur befanden, mussten ihr Fahrzeug abbremsen, um keine Kollision zu riskieren“, schildert die Polizei das Geschehen weiter. „Anschließend mussten sie beobachten und mit anhören, wie der Fahrer des Audi seinen Motor mehrfach aufheulen ließ und Vollgas gab. Teils lasen sie - trotz Abstands zu dem Sportwagen - auf ihrem eigenen Tacho Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h ab. Bei erlaubten Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 km/h.“

An der Anschlussstelle Berghofen bremste der Audi demnach schließlich mehrfach stark ab und bog schließlich auf die Berghofer Straße ein. Der Moment, in dem die Beamten sich per Anhaltezeichen als Polizisten zu erkennen gaben - und den jungen Mann aus Dortmund an einer nahegelegenen Tankstelle schließlich kontrollierten.

Höllenritt auf B236 zwischen Dortmund und Schwerte - Audi-Fahrer anmaßend

Auf seine rücksichtslose und viel zu schnelle Fahrweise angesprochen hatte der 22-jährige Dortmunder laut Polizei wenig zu entgegnen. Nach mehreren Unterbrechungen wollte er den Beamten sogar noch auf aggressive Weise klarmachen, dass sie lediglich neidisch auf den Sportwagen seien, den er sich habe leisten können. „Ähnlich anmaßend verhielten sich auch drei Familienangehörige, die der Mann zur Unterstützung gerufen hatte. Sie störten die polizeilichen Maßnahmen jedoch nur so lange, bis sie von den Beamten einen Platzverweis erhielten“, heißt es in der Mitteilung der Polizei wörtlich.

Den 22-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen § 315d StGB. Wie die Polizei Dortmund erklärt, stellt dieser Paragraph nicht nur illegale Kraftfahrzeugrennen unter Strafe, sondern auch Fälle, in denen sich „Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegen, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“.

„Mit seinem offenbar neu erstandenen Fahrzeug wird er nun auch erst einmal nicht mehr prahlen können. Denn dies beschlagnahmten die Beamten ebenso wie unter anderem sein Mobiltelefon“, so die Beamten abschließend.

Auch eine heftige Geschichte aus Dortmund: Mit einem rettenden Sprung ist ein Polizist bei einer Verkehrskontrolle glimpflich davongekommen. Ein Raser fuhr geradewegs auf den Beamten zu.

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