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Corona: Dortmund will 2G-Bändchen jetzt auch in City-Geschäften nutzen

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Von: Christian Keiter

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Um die vorgeschriebene 2G-Kontrolle zu erleichtern, soll in der Innenstadt von Dortmund eine praktische Lösung her. Sie könnte schon zu Beginn der Woche zum Einsatz kommen.

Dortmund – Seit Samstag (4. Dezember) gilt in Nordrhein-Westfalen die neue Coronaschutzverordnung*. Gemäß der Bund-Länder-Beschlüsse hat die Landesregierung die 2G-Regelung für den Einzelhandel eingeführt, der nicht den täglichen Bedarf abdeckt. Die Kontrollen sind aufwendig. In Dortmund* weiß man sich jedoch zu helfen, verrät RUHR24*.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

2G in Dortmund: Händler in der City setzen auf Armbändchen vom Weihnachtsmarkt

Bereits am Donnerstag (2. Dezember) hat der Cityring gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) ein praktisches Konzept entwickelt. Wer in der Dortmunder Innenstadt auf 2G kontrolliert wird, bekommt für den Tag ein Armbändchen, mit dem die Geschäfte auf dem Westenhellweg und der Weihnachtsmarkt* betreten werden dürfen. Die Bändchen vom Weihnachtsmarkt gelten umgekehrt auch für die Geschäfte, erklärt der Cityring.

Man habe dazu kurzfristig knapp 600.000 Armbänder auftreiben können. Das Vorhaben soll möglichst zeitnah umgesetzt werden. Den Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) sagte der Cityring-Vorsitzende Tobias Heitmann, dass die Armbändchen als 2G-Kontrolle im Idealfall schon ab Dienstag (7. Dezember) zum Einsatz kommen könnten (mehr News zum Coronavirus in NRW* bei RUHR24).

Dortmund: 2G-Kontrolle im Einzelhandel und auf Weihnachtsmarkt mit Armband

Der Zeitplan in Dortmund würde ideal zu den Vorgaben der Landesregierung passen. Denn die 2G-Regel im Einzelhandel gilt zwar offiziell bereits seit Samstag. Die NRW-Landesregierung gewährt bezüglich der Kontrollen jedoch eine Übergangsfrist, wie die Rheinische Post berichtet. Bis Dienstag reichen zunächst stichprobenartige Kontrollen. Erst ab Mittwoch (8. Dezember) muss dann jeder Kunde Immunisierungsnachweis sowie Ausweis vorzeigen.

Die neue Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen* erlaubt ein solches Konzept, wie es auf dem Westenhellweg in Dortmund geplant ist, explizit.

Westenhellweg in Dortmund
Für die Geschäfte auf dem Westenhellweg in Dortmund gilt seit Samstag (4. Dezember) 2G. © Sabrina Wagner/RUHR24

„Die zuständigen Behörden können (...) einen Prüfnachweis über die Erfüllung der 2G-Voraussetzungen vergeben, der nur für den aktuellen Tag gültig sein darf und vor Weitergabe gesichert sein muss (zum Beispiel ein ohne Zerstörung nicht ablösbares Armband)“, heißt es darin.

2G-Regel für den Einzelhandel massiv kritisiert – „unnötig und schädlich“

Die neue 2G-Regel im Einzelhandel sorgt schon jetzt für hitzige Debatten. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erklärte am Donnerstag, dass 2G für weite Teile des Handels „unnötig und schädlich“ sei.

Der Verband bezeichnete die Vorgaben sogar als „verfassungswidrig“ und bezweifelte ihren Nutzen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Polizei in NRW fürchtet derweil mehr Auseinandersetzungen angesichts der neuen Maßnahmen.

„Wir mussten erleben, dass diejenigen, die mit den Maßnahmen nicht einverstanden sind, immer lauter und aggressiver werden, deshalb müssen wir das jetzt auch befürchten“, sagte Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), der Rheinischen Post. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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