So viele Schüler wie noch nie

Doppelter Abiturjahrgang startet pannenfrei

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Für viele Schüler beginnt nun die Prüfungszeit.

DÜSSELDORF - Jetzt wird es ernst für den doppelten Abi-Jahrgang in NRW: So viele Schüler wie noch nie beginnen mit der Abschlussprüfung.

Erstmals sind seit Dienstag zwei Schülerjahrgänge in Nordrhein-Westfalen in den Abiturprüfungen: Rund 130 000 Anwärter auf die Hochschulzulassung begannen mit Klausuren in den Fächern Informatik, Technik und Ernährungslehre. Pannen wurden dem Schulministerium nach eigenen Angaben zunächst nicht bekannt. Auch ein Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sagte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage: "Alles verläuft routiniert." In den ersten Jahren des Zentralabiturs hatte es mehrere Pannen gegeben.

In diesem Jahr sind sowohl Schüler nach der traditionellen 13-jährigen als auch nach der verkürzten zwölfjährigen Regelschulzeit am Start. Damit bemühen sich nach Angaben des Düsseldorfer Schulministeriums rund 48 000 Oberstufenschüler mehr um das Reifezeugnis als im Vorjahr.

Bis zum 22. April folgen Klausuren in allen weiteren Abiturfächern von Biologie bis Volkswirtschaftslehre. Zwischen dem 24. April und dem 28. Juni werden mündliche Prüfungen angesetzt. An den allgemeinbildenden Schulen müssen die Abiturienten in drei Fächern schriftliche Prüfungen ablegen; in einem Fach ist eine mündliche Prüfung Pflicht.

Seit dem Auftakt 2007 sind damit in NRW die siebten zentralen Abiturprüfungen angelaufen. Für Schlagzeilen hatte vor allem das Zentralabitur 2008 gesorgt, als Schüler sich mit Mathematik-Aufgaben überfordert fühlten, die als "Oktaeder des Grauens" bekannt wurden. Nach heftiger Kritik erhielten damals alle die Möglichkeit, die Mathematik-Klausur neu zu schreiben.

Um die Schulen ein wenig vom Arbeitsanfall des Doppel-Jahrgangs zu entlasten, müssen sie in diesem Jahr keine Zweitkorrektur mit anderen Schulen organisieren. Stattdessen dürfen zwei Lehrer derselben Schule die Klausuren bewerten. Außerdem verzichten die Bezirksregierungen bis einschließlich Juli auf die allgemeinen Qualitätsanalysen an den Gymnasien.

Die Durchschnitts-Abiturnote lag im vergangenen Jahr bei 2,5. Seit Jahren verbessert sie sich kontinuierlich. Die Durchfallerquote lag an den Gymnasien bei rund 1,6 und an den Gesamtschulen bei rund 4,9 Prozent. - dpa

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