Gedenken an George Floyd

Demos in NRW: Tausende protestieren gemeinsam gegen Rassismus

Teilnehmer der "Silent Demo" gegen Rassismus in Düsseldorf knien mit Plakaten auf der Straße.
+
Teilnehmer der "Silent Demo" gegen Rassismus in Düsseldorf knien mit Plakaten auf der Straße.

Minutenlang schweigend haben tausende Menschen in NRW gegen Rassismus protestiert. Sogenannte Silent Demos gab es am Samstag in Düsseldorf, Lippstadt und Dortmund.

  • In NRW fanden am Samstag mehrere Demos gegen Rassismus statt.
  • Unter anderem in Lippstadt, Dortmund und Düsseldorf haben die Menschen schweigend protestiert.
  • Hintergrund ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz.

Update, 19.29 Uhr: Bei einer Versammlung unter dem Motto "Black Lives Matter" auf dem Hansaplatz in Dortmund kamen am Samstag zwischen 16.30 und 18 Uhr nach Angaben der Polizei bis zu 5000 Menschen zusammen. "Aufgrund der noch vorhandenen Infektionsgefahr wurde für die Versammlungsteilnehmer eine Maskenpflicht im Rahmen einer Auflage angeordnet. Die Teilnehmer kamen dieser Aufforderung anstandslos nach", berichtet die Polizei. Es sei im Rahmen der Demonstration zu keinen Störungen gekommen.

Update, 16.30 Uhr: In Düsseldorf haben mehrere Tausend Menschen Rassismus bei einer Demonstration angeprangert. "Wir haben genug gesehen und zu lange nichts getan. Es ist Zeit, tätig zu werden", erklärte die 23-jährige Sephora Bidiamba am Samstag in Düsseldorf. Angemeldet waren der Polizei zufolge zuvor 2000 Menschen. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass mehr Demonstranten auf den Straßen waren als erwartet.

Zwar war die Demo als stiller Marsch geplant, aber immer wieder waren die Rufe "No Justice, No Peace" und "Black Lives Matter" zu hören. Rufe, die auch bei den Protesten in den Vereinigten Staaten immer wieder fallen. Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd habe "das Fass zum Überlaufen gebracht, aber Rassismus gibt es überall", sagte Bidiamba.

Silent Demos in NRW: Stiller Protest gegen Rassismus

Erstmeldung vom 6. Juni, 8.53 Uhr: Dortmund/NRW - Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd wollen am heutigen Samstag in mehreren Städten in NRW zahlreiche Menschen gegen Rassismus demonstrieren. Geplant sind sogenannte Silent Demos (stille Demonstrationen) in Düsseldorf (14 Uhr), Lippstadt (14 Uhr) und Dortmund (16 Uhr).

Hintergrund ist der Tod von Floyd am 25. Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Großstadt Minneapolis. Wegen seines Todes kam es zu Protesten und teilweise auch Ausschreitungen in mehreren Städten der USA.

Bereits in den vergangenen Tagen gab es mehrere Demos gegen Rassismus in Deutschland, wie hier in Berlin.

Die Demonstranten in Deutschland wurden aufgefordert, in schwarzer Kleidung zu erscheinen. Man wolle während der Demonstrationen still und schweigend an den Tod von Floyd erinnern.

"Diskriminierung, soziale und ökonomische Ausgrenzung sowie körperliche Angriffe bis hin zum Mord von Menschen mit schwarzer Hautfarbe sind ein globales Problem", hieß es von den Organisatoren. In Düsseldorf sind für Samstag 1000 Menschen angemeldet, wie die Polizei mitteilte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare