Im Kreis Soest

Neue Fälle der Delta-Variante in NRW: Kreis greift hart durch - Schule geschlossen

Delta-Variante im Kreis Soest in NRW: Wegen des Verdachts auf die indische Mutante wurde eine Schule in Werl geschlossen. So soll es weitergehen.

Hamm - Die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinken auch in Nordrhein-Westfalen immer mehr. Dennoch bleibt eine gewisse Sorge - vor allem vor der Delta-Variante von SARS-CoV-2. Auch in NRW werden immer mehr Fälle mit der indischen Mutation bekannt. (News zum Coronavirus)

StadtWerl
Fläche76,24 km²
Bevölkerung31.701 (30. Juni 2010)
Postleitzahl59457

Delta-Variante in NRW: Kreis Soest schickt Schüler von Werler Schule in Quarantäne

Der Kreis Soest meldete am Donnerstag den Verdacht auf die Delta-Variante an der Sekundarschule in Werl*, wie soester-anzeiger.de* berichtet. Als Konsequenz schickte das zuständige Gesundheitsamt 123 Schülerinnen und Schüler der Zehner-Abschlussklassen in Quarantäne. Der Grund: Im familiären Umfeld bzw. im Freundeskreis seien vier Corona-Infektionen mit der Delta-Mutante nachgewiesen worden.

Um eine weitere Verbreitung innerhalb der Sekundarschule auszuschließen, sei es für den Anfang der kommenden Woche auch geplant, die Schüler der Klassen 5 bis neun abzustreichen und auf Corona zu testen. Betroffen seien rund 500 Kinder und Jugendliche.

Schon am Dienstag habe der Kreis Soest einzelne positive Corona-Fälle an Werler Schulen öffentlich gemacht. Darunter waren zwei infizierte Schüler aus Abschlussklassen der Sekundarschule in Werl. Am Mittwoch seien dann „vier Sequenzierungsnachweise der Delta-Virus-Mutante aus dem familiären Umfeld und dem Freundeskreis“ dieser zwei Abschlussen-Schüler im Gesundheitsamt eingetroffen. Nach dem Stand von Donnerstag (17. Juni) seien aus ihrem Umkreis seit dem 10. Juni bislang 14 Corona-Fälle gemeldet worden. 

Verdacht auf Delta-Variante im Kreis Soest: Schüler müssen in Quarantäne

Bislang sei noch nicht dar, ob die zwei positiv auf Corona getesteten Werler Schüler tatsächlich mit der Delta-Variante infiziert sind. Als Vorsichtsmaßnahme habe die Schulleitung am Mittwoch auf Rat des Gesundheitsamtes entschieden, dass die Werler Sekundarschule am Donnerstag geschlossen blieb. Stattdessen stand Home-Schooling auf dem Programm.

Während der Unterricht für die Schüler der Klassen 5 bis 9 am Freitag - nach Durchführung eines begleiteten Corona-Selbsttests - stattfinden soll, wurde für die Zehner-Abschlussklassen der Sekundarschule in Werl im Kreis Soest Quarantäne angeordnet. Aus einfachem Grund: Sie hatten ihren Abschluss im privaten Rahmen gefeiert, eine klare Kontaktpersonen-Verfolgung war nicht möglich. Daher schließt das Gesundheitsamt weitere Infektionen nicht aus.

Doch nicht nur die Sekundarschule ist betroffen. „Weil es über ein Geschwisterkind eine Querverbindung zur Norbertschule in Werl gibt, wurden die Vorsichtsmaßnahmen rund um einen Positivfall dort ausgeweitet“, teilte der Kreis Soest mit. Daher sei sie zunächst nur für die Sitznachbarn angeordnete Quarantäne auf die ganze Klasse ausgedehnt. Bereits am 12. Mai war der erste Fall einer Delta-Variante des Coronavirus im Kreis Soest bekanntgeworden*.

Bundesregierung hat keine großen Bedenken wegen der Delta-Variante - zumindest im Sommer

Die Delta-Variante bereitet Experten große Sorge. Sie könnte eine vierte Welle auslösen. Die indische Mutation gilt als aggressiver als alle bisherigen Varianten des Coronavirus. Um schwere Verläufe bei der Delta-Variante zu vermeiden, reicht die Wirksamkeit nach der ersten Impfung mit Biontech nicht aus.

Laut den jüngsten Daten, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch veröffentlicht hatte, lag der Anteil der Delta-Variante an allen genauer untersuchten Corona-Infektionen in Deutschland in der 22. Kalenderwoche (ab 31. Mai) bei 6,2 Prozent. In der vorangegangenen Woche waren es lediglich 3,7 Prozent gewesen.

Die Bundesregierung habe aktuell derweil aber keine großen Bedenken wegen der Delta-Variante des Coronavirus. Auf die Frage, ob die Sorge in der Regierung deswegen groß sei, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der Deutschen Presse-Agentur: „Im Moment nicht. (...) Ich glaube, dass wir den Sommer gut hinbekommen in Deutschland.“ Man müsse aber über den Herbst reden, wachsam und vorbereitet sein.

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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