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Nach Corona-Skandal: Gruppe zündet Autos von Tönnies-Mitarbeitern an

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Von: Katharina Bellgardt

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Unfassbar! Kurz bevor nach dem Tönnies-Skandal im Kreis Warendorf der Lockdown ausgerufen wurde, haben Unbekannte ihren Frust über die Corona-Vorfälle an zwei Autos ausgelassen.

Bielefeld/Kreis Warendorf - Es war knapp für die beiden Autos von Tönnies-Mitarbeitern. Eine Gruppe von bislang unbekannten jungen Menschen hat im Kreis Warendorf versucht zwei Autos anzuzünden.

In der Nacht von Montag auf Dienstag, gegen 23.40 Uhr, bemerkten die Bewohner eines Mehrfamilienhaus in Beckum (NRW), wie Gegenstände unter zwei Autos in Brand gesetzt wurden. Sie alarmierten schnell die Feuerwehr. Das berichtet wa.de.

Die beiden Autos haben rumänische Kennzeichen und gehören Mitarbeitern der Firma Tönnies, wie die ermittelnde Polizei Bielefeld sagt. Nachdem bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück fast 2000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hat die Gruppe wohl gezielt versucht die beiden Autos in Brand zu setzen. 

Brandstiftung an Tönnies-Autos: Kreis Warendorf im Lockdown

Tönnies ist der größte Schlachthof-Betrieb in Deutschland. Es gibt Untersuchungen über Verstöße gegen Arbeitsverträge, Hygiene- und Kontakt-Maßnahmen und die Arbeitsbedingungen. Der Kreis Gütersloh entwickelte sich durch den Ausbruch zum Corona-Hotspot. Auch im Kreis Warendorf leben viele Mitarbeiter von Tönnies, die sich mit Corona infizierte, sodass der Lockdown am Dienstag erst für den Kreis Gütersloh und dann für den Kreis Warendorf ausgerufen wurde. Weitere Schlagzeilen macht die Firma Tönnies, seitdem ein Beratervertrag mit Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel bekannt wurde.

Da die Feuerwehr rechtzeitig vor Ort war und das Feuer im Kreis Warendorf löschte, konnte ein vollkommenes Übergreifen des Feuers auf die Autos verhindert werden. 

Zeugin beobachtete Brandstiftung an Autos von Tönnies-Mitarbeiterin

Eine Zeugin beobachtete die mutmaßlichen Brandstifter der Tönnies-Autos: Sie liefen im Bereich des Wendehammers ab der Sonnenstraße in Beckum (Kreis Warendorf) in Richtung Kollenbach davon.

Die Polizei gibt die Beschreibung der jungen Menschen so wieder: Einer der Männer hielt einen Stock, ähnlich eines abgebrochenen Besenstiels, in der Hand.

Die beiden Frauen sprachen beide deutsch. Die erste Frau war circa 18 Jahre als, etwa 1,70 bis 1,75 groß, sehr schlank mit kastanienbraune, lange wellige Haare und trug einem Achselshirt und einer hellblauen Skinny-Jeans.

Die andere junge Frau soll zwischen 17 und 19 Jahre alt sein, circa 1,55 m bis 1,60 m groß. Sie wird als  etwas molli beschrieben mit lange glatte schwarzen Haaren und trug ein dunkles T-Shirt und eine Jeanshose. 

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Beckum, Tel. 02521/911-0 oder per E-Mail an poststelle.warendorf@polizei.nrw.de entgegen.

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