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Coronavirus in NRW: Regeln und Verbote im Überblick - das ist schon gelockert

In NRW gelten Verbote und Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. In einigen Bereichen gibt es schon Lockerungen. Ein Überblick.

  • Regeln und Verbote zur Eindämmung des Coronavirus* bestimmen aktuell das öffentliche Leben in NRW.
  • In den vergangenen Wochen gab es aber schon einige Lockerungen.
  • Wir geben ein Überblick, in welchem Bereich welche Regeln und Verbote gelten.

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+++ Diese Hygiene- und Infektionsschutzstandards gelten für NRW +++*

NRW - Das öffentliche Leben in NRW fährt sich nach mehreren Wochen im Lockdown allmählich wieder hoch. Nach den Osterferien gingen die ersten Schüler wieder zum Unterricht, Geschäfte durften unter Auflagen wieder öffnen, Friseure konnten sich wieder um die Haarpracht ihrer Kunden kümmern. Doch es gelten noch immer strenge Regeln und auch Verbote.

Coronavirus in NRW: Die Regeln und Verbote im Überblick

Woche für Woche wurden die Schutzmaßnahmen* gegen die Ausbreitung des Coronavirus von der NRW-Landesregierung weiter gelockert. Doch längst nicht alles ist in NRW wieder erlaubt - und überall gelten strenge Auflagen und Regeln.

Was sich wann ändert und in welchen Bereichen weiterhin Verbote gelten, fassen wir immer hier aktuell zusammen:

Coronavirus in NRW: Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen

Am 23. März ist in NRW das Kontaktverbot in Kraft getreten. Zunächst waren Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten. Anfang Mai haben sich Bund und Länder dann dazu entschlossen, die Regeln der  coronabedingten Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni zu verlängern. 

Allerdings einigten sie sich darauf, dass sich künftig wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen - also etwa zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften. Sie sollen weiterhin einen Abstand von 1,50 Metern zueinander einhalten. 

Coronavirus in NRW: Das gilt bei der Maskenpflicht

Seit dem 27. April gilt in NRW und ganz Deutschland die Maskenpflicht. Die Regeln: Im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen und im Dienstleistungsgewerbe muss nun ein Mundschutz getragen werden. 

Ebenfalls sind Inhaber, Leiter, Beschäftigte, Kunden, Nutzer (gleich wirksame Schutzmaßnahmen wie Schutzscheiben können Masken ersetzen) und Patienten zum Tragen einer Maske in folgenden Einrichtungen/Situationen verpflichtet:

  • in Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen (außer im Freien),
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von Tierparks, Zoologischen und Botanischen Gärten sowie von Garten- und Landschaftsparks,
  • in Innenbereichen von Ausflugsschiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen,
  • beim praktischen Fahrunterricht und der Fahrprüfung,
  • in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften, auf Wochenmärkten, auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, „Shopping Malls“, „Factory Outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen sowie in Wettvermittlungsstellen, 
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zum Kunden erbracht werden,
  • bei der Abholung von Speisen in gastronomischen Einrichtungen,
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs und seiner Einrichtungen sowie
  • in Warteschlangen vor den vorgenannten Einrichtungen.
In der Coronavirus-Krise in NRW gelten neuen Verbote und Regeln - wie die Maskenpflicht, die den Mundschutz zum ständigen Begleiter macht. (Symbolbild)

Aber es gibt auch Ausnahmen. So gilt die Maskenpflicht laut Schutzverordnung nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann geht davon aus, dass die Schutzmaske "Bestandteil des öffentlichen Lebens" bleiben wird*, bis es einen Impfstoff gebe. Er nannte auch einen Zeitraum.

Coronavirus in NRW: Regeln und Verbote für den Besuch im Restaurant

Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen dürfen seit dem 11. Mai im Innen- und Außenbereich öffnen. Voraussetzung sind 1,5 Meter Tisch-Abstand, gemessen von Rückenlehne zu Rückenlehne. Die Wirte müssen die Gäste namentlich registrieren. 

Personenbegrenzungen gibt es zwar nicht, allerdings dürfte durch den Mindestabstand der Tische die Zahl der Gäste wohl automatisch begrenzt werden. Es gibt keine Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Verweildauer. 

Zu den bereits bekannten Regeln ist in neu veröffentlichten "Hygiene- und Infektionsstandards" des Landes die Möglichkeit hinzugekommen, Gästen in der Gastronomie einen Mundschutz zu verpassen - wenn sie nicht an ihrem Tisch sitzen. 

So kann zum Beispiel beim Gang auf die Toilette vom Mindestabstand zu anderen Tischen abgesehen werden. Gewürzstreuer und Zahnstocher dürfen nicht offen auf dem Tisch stehen. Werden sie angereicht, müssen sie nach der Benutzung abgewischt werden - wie auch Speisekarten.

Bars, Discos und andere gastronomische Einrichtungen ohne Sitzgelegenheiten müssen dagegen geschlossen bleiben. Verboten sind weiterhin Buffets mit offenen Speisen.

Coronavirus in NRW: Regeln für das Einkaufen

Geschäfte in NRW dürfen seit dem 11. Mai unabhängig von der Größer der Verkaufsfläche wieder öffnen - es gelten aber auch hier Abstands- und Hygieneregeln, etwa nur eine Person pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche und der Mindestabstand von 1,5 Metern im Laden und in Warteschlangen. Auch ein Mund-Nasen-Schutz muss getragen werden. 

Laut Schutzverordnung gelten die Auflagen in Einkaufszentren, „Shopping Malls“, „Factory Outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen auch für die Allgemeinflächen und die allgemeinen Sanitärräume.

Coronavirus in NRW: Großveranstaltungen weiterhin nicht erlaubt

Es war das Erste, das in NRW aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus untersagt wurde: Großveranstaltungen. Bereits am 10. März wurde der Veranstaltungserlass vorgestellt, der Events mit mehr als 1.000 Teilnehmern untersagte. Es hagelte Veranstaltungsabsagen. 

Zu Großveranstaltungen zählen laut Schutzverordnung jegliche Volks- und Straßenfeste, Jahrmärkte, Schützen- und Weinfeste

Bislang gilt das Verbot von Großveranstaltungen weiterhin bis zum 31. August. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie in der Schutzverordnung unter §13, Absatz (3) nachzulesen ist.

Coronavirus in NRW: Das sind die Regeln fürs Reisen

An Urlaub hat bis vor wenigen Wochen noch niemand gedacht. Mittlerweile sind Reisen innerhalb Deutschlands weitestgehend möglich, Campingplätze in NRW haben wieder geöffnet. Doch die Reisewarnung für EU-Länder gilt weiterhin bis zum 14. Juni - zögernd kündigen beliebte Urlaubsländer wie Spanien und Italien an, ihre Strände im Sommer für Touristen zu öffnen*.

In Hotels, Pensionen und Jugendherbergen sind Übernachtungen für deutsche Touristen seit Mitte Mai wieder erlaubt, ebenso das Übernachten in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und auf Campingplätzen. Aber auch für die Tourismusbranche in NRW und ganz Deutschland gilt es, sich an die festgelegten Hygiene. und Infektionsschutzstandards zu halten.

Coronavirus in NRW: Regeln für Friseure, Kosmetik- und Tattoostudios

Lange war den Menschen in NRW der Gang zum Friseur, ins Nagel- oder Kosmetikstudio verwehrt. Seit dem 4. beziehungsweise 11. Mai dürfen diese körperbezogenen Dienstleistungen wieder Kunden bedienen - wegen des Coronavirus aber unter strengen Auflagen*.  

Mindestabstand, Mundschutz, Terminvergabe: Die Hygiene- und Infektionsschutzstandards gelten auch für die Massage, Fußpflege, das Tatöwieren und Piercen

Coronavirus in NRW: Das gilt für Gottesdienste

Seit dem 4. Mai können Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen wieder stattfinden. Eine Begrenzung der Gottesdienstbesucher gibt es nicht. Die Kirchen haben zugesagt, Vorkehrungen zur Sicherung der Abstandsregelungen umzusetzen. 

Coronavirus in NRW: Regeln für Kultur- und Freizeitangebote

Es ist wieder einiges erlaubt in NRW, wenn es um Kultur- und Freizeitangebote geht:

So sind etwa in geschlossenen Räumen Konzerte und Aufführungen bis zu 100 Zuschauern zugelassen - auf der Grundlage eines strengen Hygienekonzepts, wie es in der Coronaschutzverordnung heißt. Gleiches gilt für Aufführungen im Freien - hier müssen auch Vorkehrungen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und Gewährleistung des Abstands getroffen werden. 

Und auch alle Chöre, Musikvereine und Orchester in NRW können sich freuen: Sie dürfen in Zeiten des Coronavirus unter Auflagen wieder proben*. Das hat das Land auf Anfrage exklusiv bestätigt.

Mit Vorkehrungen zur Hygiene, zur Gewährleistung von Mindestabstand und zur Umsetzung einer Maskenpflicht dürfen auch wieder öffnen: 

  • Museen, 
  • Kunstausstellungen, 
  • Galerie, 
  • Schlösser, 
  • Burgen, 
  • Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen.

Weiterhin verboten ist der Betrieb in Hallenschwimmbädern, "Spaßbädern", Saunen, Prostitutionsstätten und Bordellen

Wieder geöffnet haben in NRW die Freibäder.

Im öffentlichen Raum lange untersagt war Picknicken und Grillen. Letzteres bleibt verboten*, seit dem 20. Mai ist ein Picknick beispielsweise im Park aber wieder erlaubt.

Coronavirus in NRW: Was ist mit Kinos?

Autokinos haben in den vergangenen Wochen einen regelrechten Boom erlebt. Sie waren eine schöne Alternative zum Leinwand-Erlebnis im richtigen Kino, fast in jeder Stadt wurde ein Autokino angeboten*. 

Der "normale" Kinobetrieb ist derweil noch verboten

Coronavirus in NRW: Regeln für den Sport

Weiterhin verboten ist der nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb sowie jegliche Wettkämpfe. Davon gibt es allerdings einige Ausnahmen: Ausgenommen sind:

  • Sportunterricht an Schulen,
  • Vorbereitungen auf oder die Durchführung von schulischen Prüfungen,
  • sportpraktische Übungen im Rahmen von Studiengängen, 
  • Training von Berufssportlern,
  • Tanzschulen (mit festem Tanzpartner oder Mindestabstand),
  • kontaktfreier Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport mit ausreichendem Infektionsschutz, 
  • und Fitnessstudios mit festgelegten Hygieneschutzstandards. 
Ebenfalls ausgenommen sind Wettbewerbe in Profiligen - aber auch hier unter den geltenden Auflagen.

Coronavirus in NRW: So kann geheiratet werden

Laut Coronaschutzverordnung sind seit Neustem bei standesamtlichen Trauungen einschließlich der Zusammenkunft vor dem Trauort wieder Gäste zulässt, die nicht zur Familie gehören. Voraussetzung hierbei: Mindestabstand und Vermeidung von Umarmungen und Händeschütteln.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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