News-Blog zur Pandemie

Coronavirus in NRW: Immer mehr Urlauber positiv - RKI geht doch nicht von Impfstoff ab Herbst aus

In keinem anderen Bundesland steigen die Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus aktuell so stark wie in NRW. Wir berichten im Newsblog über die Entwicklung.

  • 52.175 Infektionen mit dem Coronavirus* wurden inzwischen in NRW nachgewiesen.
  • Die Zahlen der akut Infizierten und Todesopfer steigen hier aktuell bundesweit am stärksten.
  • Immer mehr Urlaubsrückkehrer sind mit Corona infiziert (siehe Update, 12. August, 13.35 Uhr)

Wir verfolgen in unserem News-Blog die aktuellen Entwicklungen des Coronavirus' in Nordrhein-Westfalen.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17.947.221 (Stand: 31.12.2019)

Landeshauptstadt

Düsseldorf

Ministerpräsident

Armin Laschet (CDU)

+++Coronavirus in NRW: Ticker zu aktualisieren+++

Update, 12. August, 19.58 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht offenbar doch nicht davon aus, dass es schon im Herbst einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben könnte. Ein Positionspapier des RKI zur möglichen Verfügbarkeit eines Impfstoffs hat für Verwirrung gesorgt.

Das Institut hatte das Papier auf seiner Internetseite veröffentlicht, darauf via Twitter hingewiesen und die Urheberschaft auf Nachfrage auch bestätigt. In dem Dokument war mit Datum 12. August zu lesen, vorläufige Prognosen ließen "die Verfügbarkeit eines Impfstoffs (ggf. mehrerer) bis Herbst 2020 möglich erscheinen" (siehe Ticker-Eintrag 17.57 Uhr).

Wenige Stunden später erklärte das RKI, bei dem Papier handele es sich um eine ältere Version, diese sei in der Zwischenzeit mehrfach überarbeitet und versehentlich online gestellt worden. Man gehe nicht von der Verfügbarkeit eines Impfstoffs bereits im Herbst aus.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Entwicklungen im Ticker

Update, 12. August, 18.29 Uhr: Für das umstrittene Großkonzert am 4. September in Düsseldorf sind nach Angaben des Veranstalters mittlerweile bislang etwas mehr als 3000 Tickets verkauft worden. "In Anbetracht der Lage" sei man mit dem Vorverkauf zufrieden, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch. Man müsse in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass die Abwicklung eines Tickets wesentlich länger benötige, da eine Registrierung erforderlich sei. 

Bei dem Konzert sollen unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor vor bis zu 13.000 Zuschauern auftreten - trotz Corona-Pandemie. Die von Konzertmogul Marek Lieberberg erdachte Veranstaltung hat in den vergangenen Tagen aber zu massivem Streit zwischen der Stadt Düsseldorf und der Landesregierung geführt. Die Stadt segnete das Hygienekonzept ab, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält das Event "für kein gutes Signal". Noch immer ist unklar, ob es doch noch zu einer Absage kommen könnte. 

Coronavirus in NRW: RKI hält Impfstoff ab Herbst für möglich

Update, 12. August, 17.57 Uhr: Blick über NRW-Grenzen hinaus: Das Robert Koch-Institut (RKI) hält die Verfügbarkeit eines Impfstoffs gegen das Coronavirus noch in diesem Jahr für möglich. "Vorläufige Prognosen lassen die Verfügbarkeit eines Impfstoffs (ggf. mehrerer) bis Herbst 2020 möglich erscheinen", heißt es in einem Positionspapier, das am Mittwochnachmittag im Internet veröffentlicht wurde. 

Es sei in jedem Fall unerlässlich, unverzüglich eine bundesweite Impfkampagne für den Zeitpunkt vorzubereiten, zu dem ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. Gleichzeitig warnt das RKI vor überhöhten Hoffnungen: "Auch wäre es gefährlich zum jetzigen Zeitpunkt darauf zu vertrauen, dass mit einer Impfung ab dem Herbst 2020 die Pandemie beherrschbar wird, da Unwägbarkeiten wie Mutationen oder nur kurze Immunitätszeiten den Nutzen von Impfungen relativieren könnten", heißt es.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht im Designer-Outlet

Update, 12. August, 14.30 Uhr: Viele Menschen aus NRW zieht es oft für einen Wochenendausflug in die Niederlande. So auch zum Designer-Outlet im niederländischen Roermond. Doch Besucher aufgepasst: Das Outlet hat eine Maskenpflicht eingeführt.

Ab sofort müssen Besucher ab 13 Jahre Mund-Nasen-Schutz tragen, teilten die Betreiber mit. Durch die Maske solle die Verbreitung des Coronavirus verhindert werden. In den Niederlanden steigt die Zahl der Neu-Infektionen seit einigen Wochen schnell an.  

Coronavirus in NRW: Schule in Dorsten wegen positivem Fall geschlossen

Update, 12. August, 14.15 Uhr: Wegen eines Corona-Falls ist die Sekundarschule in Dorsten am ersten Tag nach den Sommerferien in NRW geschlossen geblieben. Eine Lehrerin habe sich angesteckt.

Ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass die Lehrerin an den Tagen vor dem Schulbeginn am 12. August an mehreren Konferenzen teilgenommen hätte. Insgesamt 43 Kontaktpersonen seien aktuell ermittelt worden. 

Wegen Personalmangels blieb die Schule zu. Bei negativen Tests im Kollegium spreche nichts gegen eine baldige Öffnung der Schule in Dorsten.

Update, 12. August, 13.35 Uhr: Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen ist derzeit auf Reiserückkehrer aus dem In- und Ausland zurückzuführen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

Allein am Flughafen Düsseldorf waren am Samstag (8. August) 71 von rund 1850 Abstrichen positiv. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mit.

Coronavirus in NRW: Neue Covid-19-Regeln gelten in Nordrhein-Westfalen ab dem 12. August

Update, 12. August, 11.20 Uhr: Die neue Corona-Verordnung für NRW ist veröffentlicht worden. Die Corona-Regeln in NRW wurden nicht nur verlängert, sondern auch verschärft. So gilt unter anderem ein Bußgeld von 150 Euro für Maskenverweigerer in Bus und Bahn. Das Bußgeld kann sofort verhängt werden, Bahnfahrer, die keine Maske tragen müssen nicht erst ermahnt werden. 

Update, 12. August, 9.50 Uhr: Heute ist Schulstart in NRW - allerdings ein besonderer, denn die Schüler sitzen mit Masken im Unterricht. Während heute die fünften Klassen eingeschult werden, ist erst morgen der erste Tag für die i-Männchen. Schüler und Eltern müssen allerdings einige Regeln zur Einschulung beachten.   

Coronavirus in NRW: Neue Schutzverordnung - Strengere Regeln im Land

Update, 11. August, 18.10 Uhr: Für das umstrittene Event "Give Live A Chance", bei dem vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf unter anderem Bryan Adams und Sarah Connor auftreten sollen, ist der Online-Ticket-Verkauf freigeschaltet worden. Das Konzert soll trotz Corona -Krise am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion stattfinden. 

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion "kein gutes Signal". Das Kabinett beriet am Dienstag über die rechtliche Lage, eine Entscheidung über eine eventuelle Absage gab es aber zunächst nicht. Sängerin Sarah Connor verteidigte ihre Teilnahme in einem Posting auf Instagram.

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Hallo Ihr Lieben. Ich höre Euch. Und ich verstehe alle Bedenken und Einwände zu dem ersten grossen geplanten Konzert in der „neuen Zeit“. Ich habe vier Kinder, eines davon könnte man als besonders „gefährdet“ einstufen. Auch wir erwarten mit Spannung den Schulbeginn. Auch meine Kinder müssen in der Schule Masken tragen. Seid gewiss, ich gehe auf keinen Fall leichtsinnig mit der Situation um. Aber: auch meine Branche hat in den letzten Monaten extrem gelitten. Auch ich habe viele Freunde und Kollegen deren Existenzen mittlerweile bedroht sind. Ich allein beschäftige über‘s Jahr um die 150 Menschen, denen im März von heute auf Morgen sämtliche Einnahmen weggebrochen sind. Musiker, Tontechniker, Bühnenbauer, Backliner, Bus-und Truckfahrer, Securityleute, Lichtdesigner, Videooperator und viele mehr, die z.T. keine grossen Gewerbe haben, sondern Selbständige sind. Familienväter- und Mütter. Fleissige Menschen, die seit März ohne Arbeit und vor Allem ohne jegliche Einkünfte sind. Die keine Perspektive haben, keine Lobby. Die brav ihre Steuern zahlen, aber nun seit Monaten ignoriert werden. Für die niemand kämpft, weil ständig gesagt wird, ihre Arbeit sei nicht systemrelevant. Wir reden über insgesamt 150.000 Arbeitsplätze alleine in Deutschland‼️ Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass dieses Virus verschwindet und alles wieder „normal“ wird. Aber das wird es nicht. Noch lange nicht. Also müssen wir Konzepte entwickeln wie es in der „neuen Zeit“ machbar wird, ein Konzert zu besuchen; indem wir die richtigen Sicherheitsvorkehrungen treffen und uns an alle Angaben und Maßnahmen halten. Nach meinen Informationen, sonst hätte ich niemals zugestimmt, ist das geplante Konzert vorsichtig durchdacht und eng mit den Behörden erarbeitet und abgestimmt worden. Ich bin selbst gespannt, ob und wie es stattfindet. Aber wenn, dann bin ich dabei. Alles andere kann ich meinen Leuten gegenüber nicht verantworten. Wir sind dankbar für den Versuch, unserer Branche wieder ein wenig Hoffnung zu geben. Viele Menschen warten darauf. Ich rede nicht von “Party machen”, sondern von JOBS. Von 150.000 Arbeitsplätzen! Ja es geht um Leben, aber auf beiden Seiten der Argumentation!!! Sarah

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Laschet warf dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vor. Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis "ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte." Geisel entgegnete in der Rheinischen Post, man habe sich lediglich an Recht und Gesetz gehalten. Die Corona-Vorgaben würden durch den Veranstalter sogar übererfüllt.

Coronavirus in NRW: Stadt Düsseldorf hat Hygienekonzept genehmigt

"Ich wundere mich, wie heutzutage alles politisiert wird", sagte Geisel der Süddeutschen Zeitung (Mittwoch). Er sprach von einem "politischen Profilierungs-Wettbewerb" zwischen Laschet und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Söder hatte dem Konzert eine "katastrophale Signalwirkung" im Corona-Kampf bescheinigt.

Die Stadt Düsseldorf hat das Hygienekonzept abgesegnet, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits am Freitag scharfe Kritik geübt und rechtliche Zweifel angemeldet.

Veranstalter Marek Lieberberg will für seine Pläne kämpfen. Man habe sich an die zuständige Behörde gewandt. Und die zuständige Behörde für ein Konzert in Düsseldorf sei "in der Zeit dieser Republik" noch nie die NRW-Landesregierung gewesen. "Wir müssen uns auf die Rechtsgültigkeit solcher Verfahren auch verlassen können. Und das tun wir. Und deshalb werden wir alles tun, damit es bei dieser Genehmigung auch bleibt", sagte er. "Wir haben eine Zusage, wir glauben, dass die Zusage rechtlich bindend ist." 

Coronavirus in NRW: Lieberberg erreicht Laschet nicht

Lieberberg sagte, er habe Laschet geschrieben und bemühe sich nun seit zwei Tagen, den Regierungschef zu erreichen. Er könne verstehen, dass Laschet sehr beschäftigt sei. "Aber wenn man Zeit hat, sich öffentlich zu äußern zu Veranstaltungen, deren Regularien man offenbar nicht kennt, dann denke ich, müsste man auch Zeit haben, hier zu reagieren, um auch dieses Gespräch zu führen." 

An seinen Plänen hält Lieberberg fest. Auf die Frage, was er im Falle einer Absage tun werde, antwortete er, man werde sich in diesem Fall mit geeigneten Mitteln "dagegen äußern". Das Hygienekonzept sei sehr gut.

Update, 11. August, 15.29 Uhr: Für NRW meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell 52.175 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Das sind 413 mehr als am Vortag. 1763 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden offiziell registriert. 46.376 Personen gelten als genesen und 4035 als akut infiziert.

Coronavirus in NRW: Das droht Maskenverweigerern

Update, 11. August, 14.14 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat in Düsseldorf den 718 Millionen Euro schweren "Masterplan Grundschule" vorgestellt. Dabei äußerte sie sich auch zur Kritik an der Maskenpflicht an NRW-Schulen. Ein Staatssekretär machte deutlich, was Maskenverweigerern droht.

Update, 11. August, 10.06 Uhr: In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW, die noch heute vorgelegt werden soll, wird es laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) "keine weiteren Öffnungen geben". Er appellierte an alle Reiserückkehrer, sich "zeitnah" testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war. Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.

Seit 10 Uhr sitzt das NRW-Kabinett zusammen. Auch dort geht es um die Corona-Schutzverordnung.

Update, 11. August, 8.57 Uhr: Am morgigen Mittwoch (12. August) geht es an den Schulen in NRW für alle Schüler ab Klasse 2 wieder los. Die Erstklässler starten am Donnerstag. Wie es in Sachen Corona-Regeln an den Grundschulen weitergeht, will NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer heute mitteilen.

Coronavirus in NRW: Hitzefrei auch für ältere Schüler?

Update, 10. August, 9.44 Uhr: Hitze am Ende der Sommerferien: Angesichts des Schulstarts in NRW und dem Unterricht mit Maskenpflicht fordert der Städtetag eine Lockerung der Hitzefrei-Regelung: Auch Oberstufenschüler sollen Hitzefrei bekommen. Diese Meinung vertritt auch eine weitere Institution. 

Update, 9. August, 20.55 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist auf 51.561 gestiegen, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1759. Als genesen gelten 45.768 Personen. Die Zahl der akut Infizierten stieg auf 4034 - die höchste Zahl seit vielen Wochen und Monaten.

Coronavirus in NRW: Laschet verteidit Lockdown aus dem März

Update, 9. August, 20.43 Uhr: Trotz steigender Corona-Infektionszahlen hat sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne "nicht die Lösung" sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg.

"Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen." Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an. Zugleich rechtfertigte Laschet die bundesweite Stilllegung vom März. 

Laschet bewirbt sich im Dezember für den CDU-Bundesvorsitz und gilt damit auch als potenzieller Kanzlerkandidat. In der Corona-Krise waren seine Umfragewerte stark gesunken. Laschet verwies immer wieder darauf, dass zwischen den Corona-Schutzmaßnahmen und Einschränkungen der Grundrechte abgewogen werden müsse. Dies hatte dem NRW-Regierungschef den Ruf eines "Lockerers" eingetragen.

Coronavirus in NRW: Demo gegen Beschränkungen in Dortmund

Update, 9. August, 11.20 Uhr: In Dortmund rüstet die Polizei für eine Corona-Demo auf: Am Sonntagmittag gehen Menschen in der Stadt in NRW gegen die staatlichen Coronavirus-Beschränkungen auf die Straße. Sollten die Hygienekonzepte nicht eingehalten werden, will die Polizei klare Kante zeigen

Update, 8. August, 12.15 Uhr: In der Nacht zum Samstag hat die Polizei in mehreren Großstädten in NRW kaum Verstöße gegen die Corona-Regeln verzeichnet. Lediglich in Bonn nahmen die Beamten sieben junge Männer frühzeitig in Gewahrsam, die zum Teil stark alkoholisiert und aggressiv gewesen sein sollen. Die Männer seien Platzverweisen nicht nachgekommen, teilte die Polizei mit. 

Insgesamt wurden 20 Menschen verwiesen. Darüber hinaus habe es jedoch kaum Gründe für ein Einschreiten der Einsatzkräfte gegeben. In Köln kam es zu keinen größeren Vorfällen. "Es waren zwar viele Leute wegen des guten Wetters unterwegs, aber es gab keine nennenswerten Störungen", sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei eine ziemlich normale Nacht an den Rheinufern gewesen. "Es war tatsächlich nicht so voll wie in den Wochen zuvor", berichtete ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Es habe dort keinerlei Corona-Verstöße gegeben.

Coronavirus in NRW: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten startet

Update, 8. August, 10 Uhr: Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich von heute an auf das Coronavirus testen lassen. Allein am in NRW betrifft das am Düsseldorfer Airport am Wochenende rund 8000 Passagiere. Die Testkapazitäten im Sicherheitsbereich des Airports werden nun erweitert. Auch am Köln-Bonner Flughafen kann man sich testen lassen.

Update, 7. August, 16.27 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat "begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage" eines in Düsseldorf geplanten Konzerts mit 13.000 Zuschauern. Das Konzept sei nicht mit dem Land abgestimmt worden, erklärte er am Freitag gegenüber der dpa. Bei einer Großveranstaltung dieser Art hätte er in diesen Zeiten eine Abstimmung mit den Landesbehörden erwartet. Sein Ministerium habe das Düsseldorfer Gesundheitsamt angewiesen, "unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen und das Hygienekonzept für die Veranstaltung selbst zur Prüfung durch die Fachaufsicht vorzulegen."

Am Freitagmorgen waren die Pläne für das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion ("Merkur Spielarena") bekannt geworden. Vor 13.000 Fans sollen unter anderem Rocker Bryan Adams (60), Sängerin Sarah Connor (40) und die Western-Band The BossHoss auftreten. "Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben", erklärte Veranstalter Marek Lieberberg. Das Konzert werde in enger Abstimmung mit den Behörden geplant. Dem Infektionsschutz werde dabei "in vollem Umfang Rechnung getragen", so die Veranstalter. Unter anderem gelte eine dauerhafte Maskenpflicht.

Coronavirus in NRW: Deutlicher Anstieg an Infizierten

Update, 7. August, 12.45 Uhr: Binnen 24 Stunden ist die Zahl der mit dem Coronavirus akut infizierten Personen in NRW noch einmal um fast 200 deutlich angestiegen - von 3541 auf 3726 (+185). Das geht es aus den aktuellen Zahlen hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag veröffentlicht hat.

Das RKI registrierte insgesamt - Stand Mitternacht - 444 neue Infektionen für Nordrhein-Westfalen (jetzt in Summe 50.937), aber gleichzeitig gelten nur 256 weitere Personen als genesen (in Summe 45.456). Die Zahl der Todesfälle stieg um drei auf 1755.

Von den insgesamt 1147 neu registrierten Infektionen in Deutschland (insgesamt jetzt 214.214 bei 9183 Todesfällen) im Verlaufe des Donnerstages entfallen auf NRW fast 39 Prozent.

Coronavirus in NRW: Über 2000 neue Fälle binnen sieben Tagen

Update, 6. August, 11.26 Uhr: Weitere 425 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell für Nordrhein-Westfalen bestätigt. Damit ist die Gesamtzahl im bevölkerungsreichsten Bundesland auf 50.493 gestiegen. Alleine in den letzten sieben Tagen kamen 2052 hinzu.

45.200 nachgewiesen Infizierte gelten inzwischen als genesen, 1752 Todesfälle wurden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Infizierten in NRW über 3500

Weil die Zahl der Genesenen nur um 228 sank, während 425 Neuinfektionen erfasst wurden, ist die Zahl der akut mit dem Coronavirus in NRW infizierten Personen zum Donnerstag auf 3541 gestiegen.

Das RKI vermeldete für das gesamte Bundesgebiet heute erstmals seit drei Monaten wieder mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - es waren exakt 1045. Damit sind in Deutschland seit dem Ausbruch 213.067 Personen betroffen, 9175 Verläufe endeten tödlich.

Coronavirus in NRW: Reinigungskräfte in Klinik positiv getestet

Update, 5. August, 18.15 Uhr: Corona-Verdacht in Klinik: Nachdem zwei Reinigungskräfte positiv auf das Coronavirus getestet wurden, wurde jetzt eine Stadtklinik in NRW abgeriegelt*. Für die Bewohner stehen Massentests an.

Update, 5. August, 16.06 Uhr: 341 Infektionen mehr: Die Zahlen in NRW steigen wieder sprunghaft. Ein wichtiger Schwellenwert wurde durchbrochen: Mittlerweile sind 50.068 Menschen als mit Corona infiziert registriert. 3345 Menschen gelten als akut infiziert, 1741 Menschen starben an Covid-19. 

Update, 5. August, 7.37 Uhr: Das Land NRW will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld von 150 Euro abkassieren. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte der "Rheinischen Post" (Mittwoch): "Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen. Wir wollen eine Verschärfung, so dass unmittelbar beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist." 

Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. Wüst sagte, man wolle "keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln".

Coronavirus in NRW: RKI beunruhigt über neuste Entwicklung der Zahlen

Update, 4. August, 16.38 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist über die aktuelle Entwicklung, die das Coronavirus in Deutschland macht, beunruhigt. 

Die Zahl der täglich neu übermittelten Infektionen mit dem Coronavirus an das RKI ist in der vergangenen Woche angestiegen. Laut RKI gibt es derzeit „viele kleinere Ausbruchgeschehen in verschiedenen Landkreisen“.

Diese würden mit unterschiedlichen Situationen zusammenhänge, etwa mit größeren Feiern oder an Arbeitsplätzen. In NRW gab es zuletzt einen Corona-Ausbruch mit mehr als 60 Infizierten nach einer Hochzeitsfeier. In Offenbach (Hessen) werden die Corona-Maßnahmen wegen zahlreicher Neuinfektionen wieder verschärft.

Update, 4. August, 11.21 Uhr: Die Zahl der akut Corona-Infizierten in NRW ist aktuell von 3156 um 77 auf 3233 Personen gestiegen (Stand Mitternacht). Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat. Insgesamt 49.727 Personen haben sich seit Ende Februar in NRW infiziert, das sind 292 mehr als am Vortag (49.435).

Coronavirus in NRW: Fast 2000 Fälle in den letzten sieben Tagen

Für die letzten sieben Tage weist das RKI exakt 1936 Neuinfektionen für Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland aus (277 im Schnitt pro Tag). Kein anderes Bundesland hat derart hohe Zuwächse. 

In den drei Bundesländern mit den nächsthöheren Bevölkerungszahlen sind die Zuwächse ungleich geringer: Bayern hat in sieben Tagen 634 neue Fälle gemeldet, Baden-Württemberg 406 und Hessen 434.

Parallel gelten 44.750 Personen in NRW und damit 209 mehr als Montag (44.541) als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um weitere sechs auf 1744.

Für Deutschland insgesamt hat das RKI 211.281 Infektionen registriert, das sind 879 mehr als am Vortag. In den letzten sieben Tagen wurden 4641 neue Fälle gemeldet. 9156 Menschen sind an bzw. mit Covid-19 gestorben, acht mehr als Vortag.

Coronavirus in NRW: So hoch ist die "Trefferquote" bei Reiserückkehrern

Update, 3. August, 16.09 Uhr: Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den Flughäfen in NRW werden rund 2,5 Prozent der Urlauber positiv auf das Coronavirus getestet. Dies sei eine "relativ hohe" Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag im Deutschlandfunk. 

40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen nach der Corona-Einreiseverordnung seit Mitte Juli einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. 

In NRW hatten kostenlose Testangebote für Reisende aus Risikoländern an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück vor gut einer Woche begonnen.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht im Unterricht für Schüler ab der 5. Klasse

Update, 3. August, 14.05 Uhr: Yvonne Gebauer, Schulministerin von NRW, hat eine Maskenpflicht für den Unterricht ab der 5. Klasse verkündet.

Wie es genau an den Schulen weitergehen soll, lesen Sie in unserem Ticker zum Schulstart aus der Konferenz des Schulministeriums.

Update, 3. August, 12.40 Uhr: Für NRW meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) übrigens aktuell am Montag exakt 49.435 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus - das sind 290 mehr als am Vortag. 44.541 Personen sind inzwischen genesen, außerdem wurden 1738 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Das bedeutet, dass in NRW aktuell 3156 Personen akut infiziert sind.

Update, 3. August, 12.23 Uhr: Noch etwas mehr als eine halbe Stunde - dann äußert sich Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) dazu, wie sich das Land NRW an den Schulen die Rückkehr in den Regelbetrieb nach den Sommerferien konkret vorstellt. Im Raum steht dabei seit dem Wochenende auch eine Maskenpflicht in der Schule. Wir begleiten die Pressekonferenz in der Düsseldorfer Staatskanzlei hier im News-Ticker. 

Update, 3. August, 9.33 Uhr: Nach einer Hochzeitsfeier in NRW, nach der zahlreiche Gäste positiv auf das Coronavirus gestestet wurden, werden die Tests im Kreis Kleve in dieser Woche fortgesetzt. "Bei 50 Gästen fielen die ersten Tests negativ aus. Sie werden in den nächsten Tagen noch einmal getestet, um sicherzugehen", sagte eine Sprecherin am Montag. 

Insgesamt waren seit Mitte der vergangenen Woche 111 Hochzeitsgäste getestet worden. Bei 61 von ihnen war der Test positiv, das letzte Ergebnis lag demnach am Sonntag vor. Die Feier hatte im benachbarten Kreis Wesel stattgefunden. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste in Geldern im Kreis Kleve beheimatet, sagte die Sprecherin. Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, wurden 111 Gäste aus Geldern getestet und unter Quarantäne gestellt.

Coronavirus in NRW: Steigende Zahlen haben Folgen für Krankenhäuser

Update, 2. August, 12.15 Uhr: Die Krankenhäuser in NRW wappnen sich dafür, wieder deutlich mehr Corona-Patienten aufnehmen zu müssen. Grund dafür ist, dass die Zahl neuer Infektionen steigt. Der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW sagte, dass im Ruhrgebiet inzwischen wieder viele Krankenhäuser Besuchsverbote hätten aussprechen und planbare Operationen verschieben müssen.

Falls der Trend zu einer "zweiten Welle" auswächst, sieht die Krankenhausgesellschaft aber Anlass für Zuversicht im Abwehrkampf. "Grundsätzlich sind die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser besser vorbereitet als noch vor und während der ersten Hochphase der Pandemie", sagte Jochen Brink.

Coronavirus in NRW: 54 positive Tests nach Feier im Kreis Kleve

Update, 1. August, 12 Uhr: Der Gewerkschafter spricht von "Menschenhandel", die Arbeitgebervertreterin von "einzelnen schwarzen Schafen": Neben der Fleischindustrie sind nach mehreren Corona-Ausbrüchen auch die Arbeitsbedingungen von Erntehelfern in der Landwirtschaft in den Fokus geraten.

Update, 31. Juli, 13.20 Uhr: Erneuter Corona-Ausbruch in NRW: Nach einem privaten Fest sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Kreisverwaltung heute mit. Bei der Veranstaltung habe es sich um eine Feier im benachbarten Kreis Wesel gehandelt, sagte eine Sprecherin. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste im Ort Geldern im Kreis Kleve beheimatet. 

Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, seien 111 Personen umgehend getestet und unter Quarantäne gestellt worden. Von 98 am Freitagmorgen vorliegenden Laborergebnissen waren 54 positiv und 44 negativ. "Das Gesundheitsamt nimmt direkt Kontakt mit den positiv getesteten Personen auf, um weitere Informationen zu erhalten", sagte Landrat Wolfgang Spreen. Die Kontaktpersonenermittlung laufe.

Coronavirus in NRW: Die aktuellen Entwicklungen im Überblick

Update, 30. Juli, 16.19 Uhr: Wollte Tönnies das Verbot von Werkverträgen umgehen? Nach Massenausbruch von Corona und dem öffentlich Werden der schlechten Arbeitsbedingungen wird wieder Kritik an dem Schlachthof aus Rheda-Wiedenbrück laut.

Update, 28. Juli, 12.23 Uhr: Bei einer Versicherung gegen eine Betriebsschließung besteht kein Deckungsschutz gegen Krankheiten oder Erreger wie Covid-19 oder Corona, wenn diese nicht ausdrücklich vertraglich benannt sind. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem Eilverfahren entschieden und heute mitgeteilt. 

Die Klägerin, Inhaberin einer Gaststätte in Gelsenkirchen, hatte von ihrer Versicherung fast 27.000 Euro eingefordert. Bereits das Landgericht Essen hatte den Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte diese Sicht jetzt in einem nicht anfechtbaren Beschluss vom 15. Juli (Az.: 20 W 21/20).

Die Aufzählung der versicherten Krankheiten und Krankheitserreger in den vereinbarten Versicherungsbedingungen sei abschließend, teilte das OLG zur Begründung mit. Der Wortlaut "nur die im Folgenden aufgeführten" und die anschließende ausführliche Auflistung einer Vielzahl von Krankheiten und Erregern mache dem - für die Auslegung maßgeblichen - durchschnittlichen Versicherungsnehmer deutlich, dass der Versicherer nur für die benannten, vom Versicherer einschätzbaren Risiken einstehen wolle, heißt es in der Begründung des OLG in Hamm.

Update, 28. Juli, 22.36 Uhr: Der Autozulieferer Hella kündigt in der Corona-Krise harte Maßnahmen an: Er will an seinem Firmensitz in Lippstadt rund 900 Stellen abbauen. Die Geschäftsentwicklung sei durch die Corona-Pandemie zusätzlich belastet worden, hieß es in einem Schreiben des Familienunternehmens am Dienstag.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht gilt laut Gericht weiterhin

Update, 28. Juli, 16.31 Uhr: Die Maskenpflicht gilt weiterhin: Aus Sicht des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts ist die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie in NRW weiterhin verhältnismäßig. Mit einer erneuten Entscheidung zu dem Thema bekräftigten die Richter heute ihre Haltung, dass das Tragen von Alltagsmasken etwa beim Einkauf oder in Bus und Bahn rechtens sei (A.: 13 B 675/20 NE). 

Laut Gerichtsmitteilung hatte ein Mann aus Kleve sich per Eilverfahren gegen die Regelung gewandt. Er vertritt die Auffassung, die Mund-Nase-Bedeckungen seien ungeeignet, die Ansteckungsgefahr zu minimieren - sie vermittelten im Gegenteil trügerische Sicherheit. Zudem seien die angebotenen Masken auf dem Markt mit Chemikalien belastet. 

Den Argumenten folgten die Richter mit ihrem nicht anfechtbaren Eilbeschluss nicht: Die Landesregierung NRW sei einer Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) gefolgt. Es sei demnach nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass die Masken eine Filterwirkung entfalten könnten und so die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen könnten. Mund-Nase-Bedeckungen riefen zudem keine Gesundheitsgefahren für den Menschen hervor - wer sich vor einer Schadstoffbelastung fürchte, könne schadstofffreie Alternativen wählen.

Coronavirus in NRW:So geht die Kinderbetreuung nach den Sommerferien weiter

Update, 28. Juli, 13.15 Uhr: Das Coronavirus in NRW hat über Monate das Leben an Schulen und Kitas lahmgelegt. Jetzt gibt es erste Nachrichten, wie es nach den Sommerferien bei der Kinderbetreuung trotz Covid-19 weitergehen soll. 

Update, 28. Juli, 12.14 Uhr: Angesichts der rasant steigendenInfektionszahlen mit dem Coronavirus hat de Stadt Bochum in NRW wieder die Drive-In-Teststelle geöffnet. An drei Tagen in der Woche können die Bochumer dort nach vorheriger Terminabsprache und Empfehlung der Experten aus dem Gesundheitsamt bei der Durchfahrt mit dem Auto durch das geöffnete Fenster einen Abstrich machen lassen.

Aktuell sind etwa 98 Personen in Bochum mit dem Coronavirus infiziert - ein Viertel von ihnen wird stationär versorgt. 

Coronavirus in NRW: RKI schlägt Alarm - immer mehr Infektionen aktuell

Update, 28. Juli, 11.03 Uhr: Das RKI ist alarmiert angesichts der steigenden Zahlen derer Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind: "Die neueste Entwicklung der Fallzahlen macht mir und allen im Robert-Koch-Institut große Sorgen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin vor Journalisten. "Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie", warnte er. "Die ganze Welt ist mittendrin." Wieler rief zur Disziplin auf und ermahnte zum Einhalten der Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmaske

Update, 28. Juli, 10.30 Uhr: Die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten könnte in NRW schon bald Realität sein. Gesundheitsminister-Laumann fordert, wer an einem Flughafen in NRW ankommt, soll sich verbindlich testen lassen. Die Kostenübernahme sieht er dabei nicht mehr beim Staat.  

Update, 27. Juli, 16.56 Uhr: Wer in ein Land reist, das als Corona-Risikogebiet eingestuft ist, muss sich nach der Rückkehr umgehend für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Für die, die das nicht tun, wird es teuer. In Lüdenscheid im Märkischen Kreis hat es jetzt das erste Bußgeld gegen eine Rückkehrerin gegeben - und das hatte es mit mehreren hundert Euro in sich.

Coronavirus in NRW: Laumann für verpflichtende Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

Update, 27. Juli, 14 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich grundsätzlich für verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ausgesprochen. „Wir begrüßen, dass der Bund prüft, ob das mit der jetzigen Rechtsgrundlage geht oder ob das Infektionsschutzgesetz geändert werden muss“, sagte er am Montag in Düsseldorf. „Wenn wir die Rechtsgrundlage schon haben, bin ich dafür, es sofort zu machen - aber es muss rechtssicher sein.“

Update, 27. Juli, 10.57 Uhr: Die Exporte der nordrhein-westfälischen Wirtschaft sind im Zuge der Corona-Pandemie auch im Mai eingebrochen. Die Unternehmen im bevölkerungsreichsten Bundesland lieferten Waren im Wert von 12,3 Milliarden Euro ins Ausland und damit etwa 27 Prozent weniger als im Mai 2019, wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf erklärte. 

Der Wert der Importe war mit 16,3 Milliarden Euro um 22,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai 2020 gingen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,6 Prozent auf 71,4 Milliarden Euro zurück. Der Wert der Einfuhren sank den Angaben zufolge um 11,9 Prozent auf 92,1 Milliarden Euro.

Coronavirus in NRW: Bedenken bei Wiederzulassung von Stadionbesuchern

Update, 25. Juli, 13.25 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zeigt Bedenken bei der Wiederzulassung von Zuschauern in Fußballstadien. Nur wenn es aus Gesundheitssicht verantwortbar sei, könnten Fans wieder ins Stadion gelassen werden, betonte er. "Es muss sichergestellt sein, dass es beispielsweise zu keinem Gedrängel an den Ein- und Ausgängen kommt", sagte Laumann der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Update, 25. Juli, 11.25 Uhr: Seit Samstagmorgen gibt es an den Flughäfen in Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Seit 6 Uhr ist das Testzentrum in Düsseldorf geöffnet, in Dortmund seit 8 Uhr. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten die kostenlosen Tests am Freitag vereinbart.

Coronavirus in NRW: Teststationen an Flughäfen starten

Update, 24. Juli, 15.49 Uhr: Schon am Samstag, den 25. Juli, starten dieTeststationen an den Flughäfen in Dortmund und Düsseldorf. Am Flughafen Münster/Osnabrück ist der Start für den kommenden Dienstag geplant. Am Flughafen Köln/Bonn plant die Landesregierung, das bislang von der Stadt Köln und der Johanniter Unfallhilfe betriebene Testzentrum einzubinden, das teilte das Ministerium für Gesundheit NRW mit. Passagiere sollen sich auf das Coronavirus freiwillig testen lassen können. 

Update, 24. Juli, 15.20 Uhr: Urlauber können nach ihrer Rückkehr von ihrer Reise kostenlose Tests auf das Coronavirus auf freiwilliger Basis machen lassen. Das teilte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag nach Beratungen mit ihren Kollegen aus Bund und Ländern in Bonn mit. Dieses Angebot gilt für Rückkehrer aus Risikogebieten ebenso wie aus Nichtrisikogebieten.

Update, 24. Juli, 13.30 Uhr: Die Corona-Warn-App soll potenzielle Kontaktpersonen von Corona-Infizierten warnen. Doch Millionen Nutzer konnten womöglich nicht oder erst verspätet gewarnt werden, weil Hintergrundaktualisierungen blockiert wurden.

Update, 24. Juli, 12 Uhr: Bei routinemäßigen sind im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück 30 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die meisten sollen nach Angaben des Unternehmens Altfälle sein, bei denen Sars-CoV-2 schon früher festgestellt wurde und das noch immer nachweisbar sei. 

Bei 8 der 30 Mitarbeiter müsse noch geklärt werden, ob sie sich neu mit dem Virus angesteckt haben oder ob bei ihnen ebenfalls nur eine frühere Infektion noch nachweisbar sei, sagte Vielstädte. Nach einer Infektion könne das Ergebnis noch bis zu zehn Wochen lang positiv ausfallen, obwohl der Betroffene nicht mehr infektiös sei.

Gehen die Coronavirus-Infektionen bei Tönnies auf einen Superspreader zurück? Eine Helmholtz-Studie legt diesen Schluss nahe.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Entwicklungen im Ticker

Update, 23. Juli, 22.39 Uhr: Nach der Reise in ein Corona-Risikogebiet müssen Kinder in NRW zunächst in Quarantäne - auch dann, wenn das mit dem Schulstart kollidieren sollte. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Update, 23. Juli, 12.06 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt bekannt, dass in Deutschland in der 29. Kalenderwoche 531.571 Tests durchgeführt wurden, in der Vorwoche waren es noch rund 30.000 weniger. So viele Tests gab es bundesweit noch nie. Damit steigt auch die Zahl der Infektionen.

Update, 22. Juli, 18.05 Uhr: Achtung Reiserückkehrer: Die Flughäfen in NRW haben Pläne, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. 

Update, 22. Juli, 17.41 Uhr: Die Zahl der betätigten Todesfälle in NRW ist um drei Personen gestiegen. 1717 Menschen sind dementsprechend in Zusammenhang mit einer Erkrankung an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Gesamtinfizierten in Nordrhein-Westfalen liegt bei 46.367. Allerdings gelten laut Angaben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Mags) auch 42.450 Personen als von dem Coronavirus genesen

Coronavirus in NRW: Ryanair kündigt Schließung eines Flughafens - auch Weeze ist im Gespräch

Update, 22. Juli, 13.59 Uhr: Die Fluglinie Ryanair hat die Schließung des Flughafens Frankfurt-Hahn angekündigt. Auch für Weeze sieht es schlecht aus. Man beobachte die laufenden Verhandlungen und müsse das Ergebnis abwarten, sagte der Geschäftsführer des Flughafens, Ludger van Bebber, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "In diesen Zeiten Einschätzungen zu treffen, ist kaum möglich." Die Corona-Pandemie hat weltweit die Fluggesellschaften hart getroffen und teils zu massiven Stellenkürzungen geführt.

Hintergrund ist ein Streit des Unternehmens mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) über Gehaltskürzungen. Die bei der Ryanair-Tochter Malta Air beschäftigten Piloten aus Deutschland hatten die bisherigen Vorschläge der Airline abgelehnt. Nach VC-Angaben sind von angedrohten Kündigungen bis zu 170 Piloten betroffen.

Coronavirus in NRW: Immunität langfristig dank Antikörpern?

Update, 22. Juli, 13.09 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Corona-Regeln für die Gastronomie in NRW bestätigt. Ein Brauhaus hatte gegen die Vorgaben geklagt.

Update, 21. Juli, 14.30 Uhr: Gute Nachrichten: Einer Studie zufolge bieten Antikörper vermutlich längerfristig Immunität gegen das Coronavirus. Die noch unveröffentlichte Studie des deutsch-chinesischen Gemeinschaftslabors in Wuhan wurden 327 Covid-19-Patienten in Wuhan untersucht, berichtet wa.de*. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.

Neben chinesischen Experten haben auch drei Virologen aus Essen in NRW an der Studie mitgewirkt. Die untersuchten Patienten seien alle im Krankenhaus behandelt worden und hätten leichte oder schwere Symptome des Coronavirus gezeigt, so Dittmer. Die Bildung der Antikörper habe dem entsprochen, was man auch von anderen Viruserkrankungen kenne, sagte der Virologe der dpa.

Coronavirus in NRW: Infektion kann zu längerfristigen Immunität führen

In den letzten zwei bis drei Monaten des jeweils sechsmonatigen Untersuchungszeitraums bei den chinesischen Covid-19-Patienten sei die Antikörper-Menge relativ stabil geblieben. "Ich glaube, dass daraus folgt, dass wir zumindest eine Zeit lang von einer Immunität nach einer durchgemachten Erkrankung ausgehen können", sagte der Forscher aus NRW weiter. Dittmer betonte, dass weltweit bislang noch kein eindeutiger Fall bekannt sei, bei dem ein genesener Patient erneut mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert wurde. 

Erneuter Corona-Ausbruch in NRW: Nach einem privaten Fest sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Insbesondere nach ermutigenden Zwischenergebnissen mit ersten Corona-Impfstoffen sehen viele Forscher darin dennoch die stärkste künftige Waffe gegen die Krankheit. "Die einzige Illusion, die man nehmen muss, ist, dass eine Impfung gegen Covid-19 ein Leben lang hält", sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Es könnte auch bei einem Covid-19-Impfstoff sein, dass man wie bei der Influenza-Schutzimpfung regelmäßig wieder geimpft werden muss." Es sei nicht ungewöhnlich, dass Impfungen nicht jahrelang hielten, sondern regelmäßig aufgefrischt werden müssten.

Coronavirus in NRW: Die aktuellen Fallzahlen 

Update, 21. Juli, 14.15 Uhr: Die aktuellen Zahlen in NRW kletterten die Gesamtinfektionszahlen wieder leicht nach oben: nach Statistiken des Gesundheitsministeriums haben sich inzwischen über 46.000, genauer 46.213 Personen, seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind die weitaus meisten den Angaben zufolge wieder genesen. Mehr als 1700 Menschen sind nach einer Erkrankung im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Nordrhein-Westfalen gestorben. 

Coronavirus in NRW: Viele Jugendherbergen in Westfalen-Lippe bleiben dicht

Update, 21. Juli, 13.17 Uhr: In der Region Westfalen-Lippe in NRW werden zwölf von 29 Jugendherbergen erst 2021 wieder öffnen, das teilt das Deutsche Jugendherbergswerk in einer Mitteilung mit. „Aufgrund der Krise kommen kaum Schulklassen und Gruppen, die an den betroffenen Standorten bis zu 80 Prozent der Belegung ausmachen“, erklärt Guido Kaltenbach, Geschäftsführer der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe. Er betont, dass es sich dabei ausdrücklich um vorübergehende Schließungen handele.

Doch er blickt optimistisch in die Zukunft: „Die Buchungen für 2021 sehen bisher gut aus. Wir gehen fest davon aus, im nächsten Jahr wieder durchzustarten“, so Guido Kaltenbach. In diesem Jahr sei der Betrieb von zwölf Jugendherbergen aber leider wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Dabei handelt es sich um die Standorte: Reken, Cappenberger See, Glörsee, Burg Altena*, Rüthen, Paderborn, Bad Driburg, Porta Westfalica, Soest, Rheine, Sorpesee und Horn-Bad Meinberg. In Soest könnte sich die Wiedereröffnung 2021 noch nach hinten verschieben: Die Gruppenstornierungen machen sich stark bemerkbar.

Coronavirus in NRW: Touristen sorgen sich über mögliche Quarantäne nach dem Urlaub 

Update, 21. Juli, 13 Uhr: Stichwort Reise: Auf Mallorca herrschen - nachdem einige Menschen auf derPartymeile Ballermann trotz Coronavirus ohne Maske und ohne Abstand gefeiert haben sollen - strenge Regeln. Touristen aus NRW berichten, wie sie den Urlaub mit Maskenpflicht wahrnehmen. 

Update, 21. Juli, 12 Uhr: Die Sommerferien in NRW sind bereits zur Hälfte vorbei. Viele Familien waren bereits im Urlaub und stehen vor der Rückkehr in die Heimat. Einige werden sich angesichts der steigenden Zahlen der Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, die Frage stellen, ob die Reise in Quarantäne endet. Die Regeln dazu sind klar definiert.  

AlleEntwicklungen zum Coronavirus in NRW bis zum 21. Juli, 12 Uhr, gibt es in unserem alten Ticker. - *wa.de und come-on.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa

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