Hoffnung für 2021

Armin Laschet setzt auf drei Corona-Lichtblicke in 2021

Die Lage in der Corona-Krise in NRW ist dramatisch. Trotzdem sieht Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) drei Lichtblicke für 2021.

Düsseldorf – Jeden Tag fast 400 Tote durch das Coronavirus*, verschärfte Regeln bis kurz vor Weihnachten und Sorge um geschlossene Geschäfte: Die Corona-Pandemie trifft die Menschen in NRW hart. Dennoch will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ihnen Hoffnung machen – und nennt drei Lichtblicke für das Jahr 2021, berichtet RUHR24.de.*

Coronavirus in NRW: Armin Laschet nennt Lichtblicke für 2021

Nach stundenlangen Beratungen hatten Bund und Länder am Mittwochabend schärfere Corona-Regeln* beschlossen. Am Donnerstagmorgen unterrichtete Armin Laschet den Landtag in NRW über die Beschlüsse in der Corona-Pandemie. „Kein anderes Thema hat uns alle in jedem Lebensbereich so sehr beschäftigt, so sehr eingeschränkt und so sehr gefordert“, sagte er.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sprach im Landtag über Lichtblicke in der Corona-Pandemie.

Doch trotz der weiterhin hohen Infektionszahlen sieht Laschet offenbar einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Dabei nannte er drei Lichtblicke, die den Menschen in NRW (alle News zum Coronavirus im Live-Ticker) Hoffnung machen sollen.

1. Lichtblick: Ein Impfstoff gegen das Coronavirus wird bald zugelassen

Die Landesregierung rechnet damit, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus noch in diesem Jahr zugelassen wird. Anschließend werde NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) unmittelbar mit der Verteilung des Vakzins im Land beginnen, sagte Laschet. Das sei „eine riesige logistische Herausforderung“.

Dennoch: „Es ist nicht wie in den vergangenen Jahrhunderten, dass wir einer Pandemie tatenlos gegenüberstehen mussten“, sagte Laschet. Im Gegenteil: Kluge Wissenschaftler seien in der Lage gewesen innerhalb wenige Monate einen Impfstoff zu entwickeln.

Laschet würdigte insbesondere die Leistung von Ugur Sahin, Chef des deutschen Impfstoff-Herstellers Biontech. Er hatte als erstes türkisches Gastarbeiterkind und Jahrgangsbester sein Abitur am Erich-Kästner-Gymnasium in Köln abgelegt und dort anschließend Medizin studiert. Kürzlich hatte Sahin den weltweit ersten Impfstoff gegen Covid-19 vorgestellt.

Uğur Şahin, Gründer von Biontech, meldet Erfolg bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs.

Einen Seitenhieb auf die AfD-Fraktion im NRW-Landtag konnte sich Laschet dabei nicht verkneifen: „Wenn sie nochmal über das Thema Integration reden, liebe Kollegen am rechten Rand des Plenarsaals: Wir sind froh, dass diese Menschen hergekommen sind und diese Leistung erbracht haben.“

2. Lichtblick: Weitere Hilfen für die Wirtschaft in NRW geplant

„Unsere Wirtschaft hat sich im dritten Quartal positiver entwickelt, als erwartet wurde“, sagte Laschet. Zahlen nannte er dazu jedoch nicht. Ein eigenes Konjunkturprogramm in NRW soll der Wirtschaft weiterhin helfen.

Ökonomen sahen die Lage in NRW zuletzt anders: „Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in der Wirtschaft der Optimismus der Vormonate wieder verflogen“, sagte hingegen Eckhard Forst, Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK, in einem Statement Anfang November.

Insbesondere die Gastronomie befindet sich weiter in einer dramatischen Situation. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte am Mittwoch (25. November), die Branche leiste einen Sonderbeitrag, damit andere Bereiche offen bleiben könnten. Er hofft auf eine baldige Öffnung zu vernünftigen Bedingungen.

Auch für den November 2020 hatte das Wirtschaftsministerium weitere Hilfen für Unternehmen in NRW freigeschaltet. Es sieht unter anderem Abschlagszahlungen in Höhe von bis 10.000 Euro vor. Unternehmen sowie Solo-Selbstständige können sich über das Bundesportal dafür anmelden.

3. Lichtblick: Corona-App soll weiter verbessert werden

Die von der Bundesregierung in Auftrage gegebene Corona-App ist seit Monaten auf dem Markt. Sie soll nun um weitere wichtige Funktionen erweitert werden. Unter anderem soll auch die Nachverfolgung von Kontaktpersonen digital werden, sagte Laschet. „Damit würden die Gesundheitsämter zusätzlich entlastet werden.“ Derzeit läuft die Kontaktverfolgung noch größtenteils per Telefon.

Die geplanten Neuerungen sollen im Einklang mit dem Datenschutz erfolgen. Nach mehreren Vorstößen anderer Ministerpräsidenten soll es nun „sehr schnell und parteiübergreifend eine Lösung geben“, so Laschet. Wie viele Menschen die Corona-App tatsächlich nutzen, bleibt jedoch unklar.

„Der Impfstoff kommt, die Kontaktnachverfolgung und unsere Maßnahmen werden besser. Wenn wir uns alle richtig verhalten, haben wir die Chance, dass das Jahr 2021 ein besseres wird, als das Jahr 2020“, schloss Armin Laschet seine Rede im Landtag. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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