Abschlussfeier (wieder) mit Abstand

Einen Abiball, wie man ihn kennt, wird es in diesem Jahr wohl nicht geben.
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Einen Abiball, wie man ihn kennt, wird es in diesem Jahr wohl nicht geben.

Die schriftlichen Abiturprüfungen sind geschrieben, die letzten mündlichen Prüfungen laufen gerade. Normalerweise würden sich die Hammer Abschlussschüler jetzt so langsam auf ihre Abschlussfeiern vorbereiten. Im vergangenen Jahr mussten die Abiturienten und Abschlussschüler bereits auf die großen Feiern verzichten, auch in diesem Jahr sieht es nicht gut aus.

Hamm – „Was Anfang Juli möglich sein wird, kann man jetzt noch nicht sagen“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster auf Anfrage. Da Abibälle und Abschlussfeiern private Veranstaltungen seien, liege das auch nicht in den Händen der Stadt. Zeugnisvergaben sollen aber stattfinden können. „Das wird wie im vergangenen Jahr laufen. Die Schulen entwickeln dafür Hygiene-Konzepte. Garantieren kann man natürlich gar nichts, aber wir sind zuversichtlich, dass das klappen wird“, so der Stadtsprecher.

Auch die Abiturienten glauben nicht an große Abschlussfeiern, viele haben die Planungen frühzeitig abgeblasen, andere gar nicht damit begonnen.

„Ich denke, dass es wenn überhaupt nur in einem kleinem Rahmen möglich sein wird. Wir haben uns bis jetzt noch keine weiteren Gedanken gemacht, weil zur Zeit erst mal die Prüfungen im Mittelpunkt standen. Wir warten jetzt erstmal die Entwicklungen ab, vor allem auch weil die Zahlen zurzeit ja wieder ziemlich hoch waren und man da eigentlich noch nicht ans Feiern denken kann“, sagt Paul Holsträter, Abiturient an der Friedensschule.

Auch an der Sophie-Scholl-Gesamtschule wird es keine Feier geben. „Der jetzige Stand an unserer Schule ist, dass wir leider keine Abschlussfeier machen. Wir ziehen aber in Erwägung das Ganze irgendwie nachzuholen, falls sich die Coronasituation beruhigt hat“, sagt Abiturientin Lina Richter. Die Abschlussschüler hatten im Sommer mit einer vorsichtigen Planung angefangen, sie aber dann wieder verworfen, als die Inzidenzzahlen immer weiter angestiegen sind. „Ich würde mir schon wünschen, dass wir das irgendwann alle zusammen als Stufe noch mal nachholen könnten, weil ich es schon doof finden würde, wenn wir jetzt alle einfach so auseinandergehen. Wir hatten weder eine Mottowoche, noch können wir uns richtig von einander verabschieden oder zusammen feiern, dass wir unser Abi in der Tasche haben.“

Ähnlich sieht es auch am Beisenkamp Gymnasium aus: „Eine klassische Abschlussfeier wird dieses Jahr nicht stattfinden, mit den jetzigen Maßnahmen sind Großveranstaltungen ja quasi ausgeschlossen Dieses Jahr steht ja sogar in Frage, ob die Zeugnisvergabe ähnlich wie davor oder überhaupt ablaufen kann. Es ist halt unglaublich schwierig überhaupt in die Zukunft zu planen, da die Maßnahmen und die dafür richtungsgebenden Daten wie der Inzidenzwert im stetigen Wandel sind“, sagt Abiturient Tom Weete.

Etwas anders ist es am Gymnasium Hammonense. Hier haben die Schüler de Planung noch nicht aufgegeben, aber auch sie werden keinen gewöhnlichen Abiball feiern können, sagt Abiturientin Julia Fuchs: „Bei uns war das ein ziemliches hin und her. Die Stadt hatte wohl angeboten, dass man das an der Waldbühne machen darf, aber da passte uns der Termin nicht. Wir werden unsere Abschlussfeier höchstwahrscheinlich im Jahnstadion machen. Das wird eine Art schöne hergerichtete Zeugnisvergabe. Aber einen richtigen Abiball, wie der ursprünglich mal geplant war, wird es nicht geben.“

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