Lockdown-Gefahr am Montag weiter gesunken

Coronavirus in Hamm: Die Zeichen stehen auf Entwarnung

Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann während der Corona-Testserie auf dem Gelände von "Westfleisch" in Uentrop.
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Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann während der Corona-Testserie auf dem Gelände von "Westfleisch" in Uentrop.

[Update 16.10 Uhr] Der befürchtete zweite Lockdown in Hamm wird mit großer Wahrscheinlichkeit ausbleiben. Am Montagnachmittag genannte Fallzahlen von Tönnies- und Westfleisch-Mitarbeitern sowie von Schülern sind insgesamt zwar gestiegen, aber noch immer weit unter dem kritischen Wert.

Hamm - Bei der Stadt Hamm waren am Montagnachmittag (Stand 15 Uhr) insgesamt 51 akut mit Corona infizierte Personen bekannt. Von diesen sind 48 direkt beim Fleischfabrikanten Tönnies in Rheda-Wiedenbrück beschäftigt oder unter den direkten Angehörigen zu finden. Die kritische Marke für einen möglichen Lockdown liegt in Hamm bei 90 Infizierte (auf eine Woche gesehen). "Diese werden wir sehr sicher nicht reißen", sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann in einer Pressekonferenz am Nachmittag mit Blick auf die Entwicklung. Ein weiterer Lichtblick: Die Tönnies-Arbeiter, deren Ehefrauen in Hammer Altenheimen arbeiten, wurden negativ getestet. Der OB setzt darauf, dass die entstandenen Kosten im Zusammenhang mit Tönnies-Mitarbeitern vom diesem Konzern getragen werden.

Die weiteren Hammer Corona-"Baustellen" sind "Westfleisch" und die Schulen. Auch von dort gibt es aktuelle Infos:

Reibungsloser Ablauf bei Westfleisch

Von den rund 1150 bei "Westfleisch" in Uentrop durchgeführten Corona-Tests wurden knapp 500 inzwischen ausgewertet. Ein einziger war bislang positiv, doch die betroffene Person wohnt nicht einmal in Hamm. Weitere Ergebnisse werden bis Dienstagmorgen erwartet.

Bei einer ersten Testserie Anfang Mai war kein positiver Fall herausgekommen. Auch diesmal habe die Durchführung in Uentrop, die von der Bezirksregierung beobachtet wurde, reibungslos funktioniert, betonte der OB. Rund 250 Mitarbeiter von Stadt, Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr, DRK und der niedergelassenen Ärzte hatten in sieben Testzelten Proben im Minutentakt genommen.

Keine weitere Schule dazu gekommen

Alle bislang an Hammer Schulen durchgeführten Corona-Tests seien negativ, freute sich der OB spürbar. Also bleiben nach aktuellem Stand nur die drei schon benannten Schulen (Gebrüder-Grimm-Schule, Friedrich-Ebert-Realschule und Albert-Schweitzer-Schule/Stefanstraße 51b) geschlossen. Dort war in der Vorwoche jeweils ein positive Corona-Fall bekannt geworden. An weiteren Schulen mit Verdachtsfällen hätten sich eben diese bislang nicht bestätigt. Es stehen nur noch wenige Ergebnisse der bisher durchgeführten rund 500 Tests aus; am Ende werden es wohl zwischen 900 und 1000 sein.

An diesem Montagnachmittag wird die gesamte Friedrich-Ebert-Schule vom Corona-Mobil getestet, am Dienstag folgen die anderen beiden Schulen. Hunsteger freute sich über die große Bereitschaft der Schüler, für die Tests zu erscheinen.

Die weiteren Zahlen am Montagnachmittag:

Von den 51 akut Infizierten sind 14 weiblich und 37 männlich. Die Zahl der Neuinfektionen stieg damit seit Sonntagmittag um 16. 2 der in Hamm wohnhaften Betroffenen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, nicht aber auf einer Intensivstation. In der Konsequenz müssen nach aktuellem Stand 473 Personen in häuslicher Quarantäne ausharren.

Insgesamt 6152 Proben wurden in Hamm mit einem der Corona-Mobile entnommen.

442 Hammer gelten als von einer Corona-Infektion genesen (240 weiblich, 202 männlich).

Zweiter Massentest auf Corona bei Westfleisch in Uentrop

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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