"SARS-CoV-2-Infektion" 

Coronavirus in NRW: Immer mehr Infizierte - zahlreiche Veranstaltungen abgesagt

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in NRW steigt immer weiter. Wir berichten in unserem News-Ticker.

  • Mehr als 340 Coronavirus-Erkrankungen gibt es in NRW.
  • NRW-Schulministerium: Alle Schulreisen in Risikogebiete abgesagt.
  • Alle aktuellen Entwicklungen in NRW im News-Ticker.

+++ Sie finden hier die Berichterstattung über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf Nordrhein-Westfalen bis einschließlich Sonntag, 21. März 2020. Die aktuellen Entwicklungen, fortlaufend ergänzt, verfolgen Sie unter diesem Link: 

zum aktuellen Newsticker zum Coronavirus in NRW

Update, 21.40 Uhr: Das ist der Stand am Sonntagabend nach einem ereignisreichen Wochenende in NRW. Zur Eindämmung des Coronavirus verbietet NRW nun alle Ansammlungen ab drei Personen in der Öffentlichkeit. Ausgenommen sind Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen - sie dürfen weiterhin gemeinsam unterwegs sein. Statt einer Ausgangssperre gibt es also ein Kontaktverbot. Alle neuen Regeln, die Konsequenzen, die sie haben, und welche Geschäfte jetzt zumachen müssen, steht hier.

Wer das neue Kontaktverbot für Gruppen ab drei Personen missachtet, dem drohten drastische Bußgelder, warnte Laschet am Sonntag. Es könnten Strafen bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Das Ziel sei: "Unvernünftige bestrafen - hart und klar." Die Maßnahmen gelten in NRW bis zum Ende der Osterferien am 19. April.

Das Wochenende galt als letzte "Bewährungsprobe" für die Bevölkerung, durch den Verzicht auf soziale Kontakte die weitere Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 zu vermeiden. Die neuen Kontaktverbote seien dazu da, die Bevölkerung vor den letzten Unvernünftigen zu schützen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten steigt weiter

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen stieg am Wochenende weiter. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es am Sonntag (Stand 11 Uhr) in NRW 7361 nachgewiesene Fälle - gut 600 mehr als am Vortag. 32 Menschen sind bislang am Coronavirus gestorben, ein Anstieg um 9 innerhalb eines Tages.

Um die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft abzufedern, hat die NRW-Landesregierung am Wochenende ein für das Land beispielloses Rettungspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro beschlossen. "Mit unserem NRW-Rettungsschirm wollen wir den Zusammenbruch vieler Firmen vermeiden und viele Arbeitsplätze und ganze Erwerbsbiografien von Familien retten", sagte NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU).

Coronavirus in NRW: Bürgermeister sauer über Fake-News

Update, 21.20 Uhr: Ein schlechter Coronavirus-Scherz machte am Sonntagabend die Runde auf Facebook. Angeblich hatte der Bürgermeister eine Ausgangssperre für Meinerzhagen (Märkischer Kreis) verhängt. Der fand deutliche Worte zu der Falschmeldung.

Update, 21.14 Uhr: Die wegen der Corona-Pandemie beschlossene Kontaktsperre hält NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) für kontrollierbar. "Natürlich geht das. Übrigens, ist da die Polizei nicht alleine für verantwortlich, sondern auch die Ordnungsämter, die Ordnungsdienste", sagte er im "Bericht aus Berlin" in der ARD. In Nordrhein-Westfalen seien 50.000 Menschen allein bei der Polizei beschäftigt. Gibt es Menschenansammlungen, müsse eingeschritten werden. Etwa die Polizisten müssten sich die Ausweise zeigen und nachweisen lassen, wohin die Menschen gehen und was sie wollen.

Coronavirus in NRW: Warnung vor Anstieg häuslicher Gewalt

Update, 19.35 Uhr: Das Coronavirus macht auch vor den Mächtigen nicht Halt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in Haus-Quarantäne begeben. Sie erfuhr am Sonntag, dass sie am Freitag Kontakt zu einem Arzt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Update, 18.16 Uhr: Weil viele Familien in der Corona-Krise deutlich enger aufeinander hängen, warnen Opferverbände und Wissenschaftler vor einem Anstieg der häuslichen Gewalt. "Wir müssen damit rechnen, dass die Zahlen der Fälle von Gewalt gegen Frauen steigen werden", sagt Claudia Fritsche von der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW. Aus Überforderung und Freiheitseinengung könne Aggression entstehen, und die trifft Schwächere. Auch in und nach der Wirtschafts- und Finanzkrise sei nach Analysen der Gewaltforschung die Menschenfeindlichkeit gestiegen. Nach Angaben der SPD sind zurzeit fast alle autonomen Frauenhäuser in NRW voll belegt.

Coronavirus in NRW: Ausgangsbeschränkungen verschärft

Update, 17.08 Uhr: Die Ausgangsbeschränkungen in NRW wurden deutlich verschärft. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach in seiner soeben beendeten Pressekonferenz von einem Kontaktverbot ab 2 Personen. Ansammlungen von mehr als zwei Menschen seien nicht mehr erlaubt. Ausnahmen vom Verbot gelten für Kernfamilien, Lebenspartner, Arbeit, Beerdigungen und ÖPNV.

Polizei und Ordnungsämter sollen das bis zum 19. April geltende Verbot überwachen und sanktionieren. Laschet hat drastische Bußgelder bei Verstößen gegen das Kontaktverbot in der Öffentlichkeit zur Eindämmung des Coronavirus angekündigt. Es könnten Strafen bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Es gelte eine "Null-Toleranz-Politik gegen Regelbrecher", sagte Laschet: "Unvernünftige bestrafen - hart und klar."

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Wegen Coronavirus: Auch Friseure müssen in NRW schließen

Restaurants und Gaststätten werden geschlossen. "Friseure, Massagesalons, Tattoostudios - alle Dienstleistungen wo Menschen eng aufeinander treffen - werden geschlossen", so Laschet. Es sei wichtig, dass die Menschen die Wohnung verlassen und an die frische Luft gehen. "Aber mit anderen Menschen - in Gruppen - das muss verhindert werden werden."

Das Kontaktverbot gilt nicht für das Arbeitsleben. Alles Wichtige und ausführliche Informationen zu den Ausgangsbeschränkungen in NRW gibt es hier.

Coronavirus in NRW: Kontaktverbot statt Ausgangssperre

Update, 16.21 Uhr: Bund und Länder wollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Kontaktverbot beschließen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Update, 15.48 Uhr: Die Politik will durch die Veranstaltungs-Pause wegen des Coronavirus in finanzielle Not geratenen Vereinen in NRW unter die Arme greifen. Wie Sport-Staatssekretärin Andrea Milz in einer gemeinsamen Erklärung mit Landessportbund-Präsident Stefan Klett erklärte, sollen die Vereine in noch nicht bekannter Höhe an dem 25 Milliarden Euro umfassenden Hilfspaket des Landes für die Wirtschaft partizipieren (siehe Eintrag von 14.44 Uhr).

Coronavirus in NRW: Kommen schärfere Ausgangsbeschränkungen?

Update, 15.14 Uhr: Die NRW-Staatskanzlei hat für heute, 16.30 Uhr, eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Armin Laschet angekündigt. Es wird erwartet, dass er sich auch zu Ausgangsbeschränkungen äußert.

Update, 14.44 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat am Sonntag 25 Milliarden Euro für einen Rettungsschirm für die NRW-Wirtschaft beschlossen. Das Kabinett von Ministerpräsident Armin Laschet hat nach Angaben der Staatskanzlei in einer außerordentlichen Sitzung die Mittel für die Bewältigung der Corona-Krise bewilligt. "Wir befinden uns alle in einer wahrhaft außergewöhnlichen Extremsituation und sehen uns plötzlich Aufgaben und Problemen gegenüber, die wir uns vorher kaum vorstellen konnten. Mit unserem NRW-Rettungsschirm wollen wir den Zusammenbruch vieler Firmen vermeiden und viele Arbeitsplätze und ganze Erwerbsbiografien von Familien retten", sagte Finanzminister Lutz Lienenkämper.

Coronavirus in NRW: Unbelehrbare feiern weiter

Update, 13.20 Uhr: Die Polizei in Essen musste in den vergangenen Tagen immer wieder zu Corona-Einsätzen ausrücken. Unbelehrbare würden feiern und Sicherheitsregeln missachten, teilte die Polizei am Sonntag mit. "Beispiele zeigen, dass einige Dummköpfe den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt haben. Mit ihrem Egoismus und ihrer Uneinsichtigkeit gefährden sie nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern die Gesundheit aller Bürger dieser Stadt", teilte die Polizei mit. Am Samstagvormittag waren die Beamten laut Mitteilung zu einem Baumarkt gerufen worden, der zur Minimierung der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus seine Besucherzahl beschränkt hatte. Laut Polizei wollte ein 63 Jahre alter Kunde sich trotz der Sicherheitsregel gewaltsam Zutritt verschaffen und verletzte dabei eine Mitarbeiterin, die er zu Boden stieß. Die 26-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Den Mann erwarte nun ein Strafverfahren. In der Nacht auf Samstag hätten Polizeibeamte zudem eine private Geburtstagsparty in einer Gaststätte im Stadtteil Rüttenscheid beendet. Zeugen hatten die Polizei auf die Veranstaltung hingewiesen. Die Fenster der Gaststätte waren laut Polizei abgehangen worden und erst nach mehrmaliger Aufforderung der Beamten hatte ein 54-Jähriger die Tür einen Spalt breit geöffnet. Er habe sich uneinsichtig gezeigt und gesagt, dass man eine private Geburtstagsparty feiere. Den Mann und die 48-Jährige Gastgeberin erwartet eine Strafanzeige. Die Stadt Essen hatte am vergangenen Montag (16. März) eine Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen. Demnach müssen unter anderem Gaststätten und Restaurants geschlossen bleiben und öffentliche und private Veranstaltungen mit mehr als 15 Personen dürfen nicht stattfinden.

Update, 11.48 Uhr: Die Zahlen der für NRW sind erneut drastisch gestiegen: Am Sonntagvormittag teilte das Gesundheitsministerium mit, dass 7361 Menschen in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus infiziert seien. 32 sind an den Folgen gestorben. Am Samstag lag die Zahl der Infizierten bei 6740. Die Zahl der Corona-Toten lag bei 23.

Coronavirus in NRW: "Dildo-Taxi" ist unterwegs

Update, 11.40 Uhr: Die derzeitigen Regeln aufgrund des Coronavirus sorgen bei dem einen oder anderen Menschen im Ruhrgebiet für Langeweile. Zwischen arbeiten, kochen und Bewegung an der frischen Luft, bliebt nicht mehr viel an Freizeitaktivitäten - oder etwa doch? In Duisburg jedenfalls scheint gesteigertes Interesse an erotischem Spielzeug vorhanden zu sein. Jedenfalls ist dort seit ein paar Tagen ein sogenanntes "Dildo-Taxi" unterwegs.

Update, 11.30 Uhr: Die Bundeswehr hat 3000 Atemschutzmasken, 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken sowie 8000 Kittel an den Kreis Heinsberg geliefert. Außerdem stellte die Bundeswehr zwei Beatmungsgeräte für Intensivstationen zur Verfügung, wie das Landeskommando NRW der Bundeswehr mitteilte. Der Landkreis an der Grenze zu den Niederlanden gehörte schon früh zu den Brennpunkten der Infektionswelle und hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Das Material hatten die Streitkräfte in mehreren Standorten in Deutschland zusammengestellt und mit Lastwagen in Richtung Heinsberg gefahren.

Update, 11.10 Uhr: Beim BVB in Dortmund ist heute "digitaler Spieltag". An der Aktion für die Förderung der Dortmunder Gastronomie sind - mit Stand vom Sonntagvormittag - 66 Kneipen dabei. Alles zu der Aktion erfahren Sie hier.

Coronavirus in NRW: Polizei kontrolliert Ansammlungsverbot

Update, 10.50 Uhr:

Einsatzkräfte des Ordnungsamtes der Stadt Dortmund und der Polizei haben am Samstag bis in die Morgenstunden des heutigen Sonntags die Einhaltung dieses Ansammlungsverbots überwacht und kontrolliert. Ein erstes Fazit der Polizei fällt durchaus positiv aus - "die Appelle von Stadt und Polizei scheinen nachhaltig gewirkt zu haben und wirken weiterhin", erklärte Oliver Peiler von der Polizei Dortmund. Trotz des guten Wetters zählte die Polizei nur wenige Ansammlungen im öffentlichen Bereich. "In den allermeisten Fällen konnten die Personengruppen durch Ansprache aufgelöst werden, die polizeilichen und städtischen Einsatzkräfte stießen größtenteils auf Verständnis und Betroffenheit", so Peiler. Nur wenige Menschen zeigten sich uneinsichtig, die Polizei erstattete "in drei besonders hartnäckigen Fällen" Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 10 Uhr: Der Kreis Heinsberg schreibt am heutigen Sonntag von einem "guten Signal". Von der Bundeswehr wurde "dringend benötigte Schutzkleidung" geliefert. "Damit sind die nächsten 2 bis 3 Tage für unsere Krankenhäuser gesichert", erklärte der Kreis Heinsberg auf Facebook. In einer Videoansprache sagte Landrat Stephan Pusch: "Ich bin sehr dankbar, dass wir heute diese Lieferung bekommen haben. Es ist ein wichtiges Signal, dass wir nicht alleine gelassen werden vom Rest der Republik."

Coronavirus in NRW: Heinsberg bekommt Schutzkleidung - die komplette Video-Botschaft

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Update, 9.30 Uhr: Einen Sonntagseinkauf beim Lebensmittelhändler sollten die Verbraucher in NRW an diesem Wochenende nicht einplanen. Alle großen Handelsketten - Edeka, Rewe, Aldi und Lidl - haben angekündigt bundesweit auf die Sonntagsöffnung zu verzichten, um den ohnehin am Rande ihrer Kapazität arbeitenden Mitarbeitern eine Ruhepause zu gönnen. Am Samstag waren die Innenstädte in NRW in der Regel leer. Vereinzelt hatten Städte wie Köln, Dortmund, Bochum, Leverkusen und Gelsenkirchen auch verschärfte Regeln für Treffen von Gruppen auf Plätzen und in Parks erlassen.

Update, 8.40 Uhr:

Wie geht es in der Corona-Krise in NRW weiter? Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen entscheidet heute über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Sitzung des schwarz-gelben NRW-Kabinetts - Uhrzeit bislang offen - soll auch das bereits angekündigte 25 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für die Wirtschaft auf den Weg gebracht werden. Am Nachmittag telefoniert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Maßnahmen. Beobachter gehen davon aus, dass die Politik darauf reagieren wird, wie die Bevölkerung am Samstag und Sonntag auf die ersten Einschränkungen im öffentlichen Leben reagiert hat. Bayern hatte als erstes Bundesland ein Ausgangsverbot verhängt, das am Samstag in Kraft trat. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht solche Maßnahmen nur als "allerletztes Mittel". Eine Vorstufe zur Ausgangssperre sei ein Betretungsverbot auf öffentlichen Plätzen.

Coronavirus in NRW: Warnung vor häuslicher Gewalt

Update, 7 Uhr: SPD und Grüne im NRW-Landtag sorgen sich um die Sicherheit von Frauen, die in der Corona-Krise vermehrt Opfer häuslicher Gewalt werden könnten. Politikerinnen beider Fraktionen wollen das Thema am Donnerstag in den Landtag bringen. Nach Angaben der SPD sind zurzeit fast alle autonomen Frauenhäuser in NRW voll belegt. Nur in Aachen gebe es noch Plätze. Gleichzeitig sorgt sich die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Anja Butschkau, dass Männer in Angst um ihren Arbeitsplatz, ihre Existenz oder ihre Zukunft in dieser Stresssituation gewalttätig werden könnten: "Überwiegend fallen Frauen dieser Gewalt zum Opfer. Aufgrund der angespannten Platzsituation in den Frauenhäusern gibt es aber keine Möglichkeit, die Frauen aus der häuslichen Umgebung zu holen." Die SPD-Politikerin will, dass die Landesregierung für mehr Kapazitäten sorgt, "indem zum Beispiel Hotels für Schutzräume angemietet werden." 

Update, 22. März, 6.10 Uhr: Der heutige Tag wird mit Blick auf mögliche Ausgangsbeschränkungen oder gar eine Ausgangssperre eine Entscheidung bringen. Die Politik will sich heute beraten und entsprechende Maßnahmen treffen. In einem großen Info-Stück haben wir zusammengetragen, was eine Ausgangssperre bedeuten würde.

Coronavirus in NRW: Die Entwicklungen vom Samstag, 21. März

Update, 20.05 Uhr: Weiterhin sind in Nordrhein-Westfalen Ausgangssperren möglich. Eine Entscheidung dazu wird am morgigen Sonntag erwartet. „Jeder Einzelne hat es in der Hand zu verhindern, dass es Ausgangssperren gibt“, hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag gesagt. Für eine mögliche Ausgangssperre hat das Allgemeine Krankenhaus Viersen bereits vorsorglich rund 900 Passierscheine für seine Mitarbeiter drucken lassen, berichtet die Westdeutsche Zeitung. Auch andere Betriebe in NRW haben sich laut Informationen unserer Redaktion bereits mit Passierscheinen vorbereiten.

Update, 19.40 Uhr: Um die Krankenhäuser in der Corona-Krise zu entlasten, hat das Land Nordrhein-Westfalen mit den Krankenkassen, der Krankenhausgesellschaft und dem Medizinischen Dienst vorübergehend den Abbau von Verwaltungsaufgaben und finanzielle Entlastungen beschlossen. Laut gemeinsamer Erklärung vom 18. März, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird die Dokumentationspflicht vorübergehend abgeschafft. Damit soll mehr Personal für die Pflege frei werden. Außerdem sollen bis Ende des Jahres sämtliche Rechnungsprüfungen des Medizinischen Dienstes ausgesetzt werden. Zusätzlich sollen alle Krankenhäuser befristet bis zum 31. Dezember 2020 als Spezialversorger ausgewiesen werden, auch wenn sie keine Notfallversorgung anbieten. So wird vermieden, dass die Häuser Abschläge bei der Finanzierung ihrer Leistungen hinnehmen müssen. Die Versorgung der erkrankten Menschen dürfe nicht an Bürokratie scheitern.

Coronavirus in NRW: 113.000 Masken für Krankenhäuser

Update, 19 Uhr: Mit Hilfe des Roten Kreuzes hat das Land in der Nacht zu Samstag 113.000 Atemschutzmasken an 125 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen verteilt. Das bestätigten ein Sprecher des Gesundheitsministeriums und der Landesverband Nordrhein des DRK in einer Pressemitteilung. An der Verteilung der eingetroffenen Lieferung seien 120 Helfer und Fahrer aus 67 Kreisverbänden des DRK beteiligt gewesen. Sie fuhren in der Nacht in Düsseldorf einen zentralen Umschlagplatz an und brachten dann die Schutzmasken in die Krankenhäuser. Wegen der Corona-Krise wird in den Krankenhäusern das Schutzmaterial knapp. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte Anfang März mitgeteilt, eine Million Schutzmasken bestellt zu haben. Allerdings gibt es aufgrund der weltweiten Exportbeschränkungen und Produktionsknappheit bei der Lieferung Probleme.

Update, 16.40 Uhr: Das US-Unternehmen 3M hat einen Medienbericht zurückgewiesen, dass der Zoll im europäischen Verteilzentrum in Jüchen in NRW bei Mönchengladbach für den Export bestimmte Atemschutzmasken und Schutzkleidung für Medizinpersonal beschlagnahmt habe. "Am 19./ 20. März 2020 hat die Zollbehörde Mönchengladbach eine für den Export in die Schweiz angemeldete Warensendung standardmäßig überprüft. In einer Mediendarstellung wurde kurz danach berichtet, 3M habe versucht, medizinische Schutzprodukte unter Umgehung der aktuellen Bestimmungen zu exportieren. Dies entspricht nicht den Tatsachen", teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Die Sendung sei zum Zeitpunkt der Anmeldung nach den deutschen Ausfuhrbeschränkungen geeignet gewesen für die Lieferung in die Schweiz, so 3M weiter. Auch sei nicht gegen EU-Ausfuhrregelungen verstoßen worden. Der Zoll habe keine Produkte sichergestellt oder beschlagnahmt, wie berichtet. Das habe die zuständige Zollbehörde in Mönchengladbach auch bestätigt. Die Generalzolldirektion in Bonn ließ am Samstag eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu der Frage zunächst unbeantwortet.

Coronavirus in NRW: Zahl der Züge drastisch reduziert

Update, 16.05 Uhr: Die Zahl der Züge zwischen Deutschland und den Niederlanden ist drastisch reduziert worden. Von Montag an würden keine Intercity-Züge mehr zwischen Amsterdam über Nordrhein-Westfalen nach Berlin fahren, teilte die niederländische Bahn am Samstag mit. Auch auf anderen internationalen Strecken gibt es weniger Verbindungen. Auf der Strecke von Amsterdam nach Frankfurt am Main über Köln und Oberhausen sollen täglich nur noch vier ICE fahren. Seit Samstag gilt auch für den Zugverkehr innerhalb der Niederlande ein stark reduzierter Basis-Fahrplan. Fast alle Intercitys wurden gestrichen. Nach Angaben der Bahn ging die Zahl der Reisenden durch die Corona-Maßnahmen um 90 Prozent zurück. Normalerweise reisen täglich etwa eine Million Menschen mit dem Zug.

Update, 15.20 Uhr: In Nordrhein-Westfalen hat nach Köln, Leverkusen, Gelsenkirchen und Dortmund auch die Stadt Bochum ein Ansammlungsverbot erlassen. Ab sofort sind in der Ruhrgebietsstadt Ansammlungen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel verboten. Es gibt allerdings Ausnahmen. Alle Informationen zu dem Ansammlungsverbot und den Einschränkungen finden Sie in unserem Artikel zum Thema.

Coronavirus in NRW: Kritik aus Landesregierung an Söder

Update, 13.50 Uhr: NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) kritisiert das Vorpreschen von Markus Söder (CSU). Der bayerische Ministerpräsident hatte am Freitag angekündigt, dass die Menschen dort die Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen dürfen. "Wir haben uns verständigt mit 15 anderen Bundesländern, einschließlich Bayern, dass wir hier gemeinsam einen Weg gehen. Jetzt ist Bayern vorzeitig ausgeschert, wir wollten uns ja noch das Wochenende anschauen, den Samstag, und dann am Sonntag entscheiden, wie es weitergeht", sagte Gebauer gegenüber RTL.

Coronavirus in NRW: Schalke-Profi feierte Party

Update, 13.35 Uhr: Eigentlich sollten mittlerweile alle mitbekommen haben, dass sie zu Hause bleiben sollten. Schalke-Spieler Amine Harit feierte aber nach Informationen der Bild Donnerstagnacht noch eine Party in einer Shisha-Bar Essen. Anwohner hatten wegen der angesichts der Corona-Vorschriften verbotenen Feier die Polizei gerufen. "Es war ein Fehler, den hat er jetzt auch eingesehen", sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider.

Update, 13.15 Uhr: Corona ist nicht nur der Name des Virus, sondern auch einer Frau aus Drensteinfurt (Kreis Warendorf). Helga Corona nimmt es mit Humor und erlebt kuriose Situationen: In einem Restaurant seien zweien Angestellte zu ihrem Tisch gekommen, nur um einmal die Frau mit dem Namen Corona zu sehen.

Coronavirus in NRW: 6740 Infizierte - erneut deutlicher Anstieg

Update, 12.50 Uhr: Gerade sind neue Zahlen vom NRW-Gesundheitsministerium eingetroffen. Erneut gibt es einen deutlichen Anstieg bei den Infizierten. So gibt es in NRW jetzt offiziell 6740 Fälle, in denen sich Menschen mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben. Das sind über 1000 mehr als noch am Freitagmittag.

Auch die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 ist erneut gestiegen: Mittlerweile bestätigt das Ministerium 23 Tote in NRW.

Update, 12 Uhr: Gute Nachricht für Mieter: Wer in der Corona-Krise Mietschulden hat, dem darf nicht gekündigt werden. Eine entsprechende Gesetzesvorlage hat das Bundesjustizministerium vorgelegt, bereichtet die dpa. Mietschulden vom 1. April bis 30. September 2020 sind darin eingeschlossen. Dass die Mieten gezahlt werden müssen, bleibt aber bestehen. Das Kabinett soll die Vorlage am Montag beschließen, der Bundestag am Mittwoch.

Coronavirus in NRW: Menschenleere öffentliche Plätze

Update, 11.35 Uhr: "Reißt euch zusammen, Freunde!" Mit dieser Botschaft hat sichRapper Eko Fresh an die Menschen in NRW gewendet. "Was sollen Grillpartys, Corona-Partys, das ist doch nicht die richtige Einstellung", mahnte der Musiker in einem Video. "Wir müssen jetzt aufeinander achtgeben." Das NRW-Familienministerium hatte Eko Fresh um das Statement gebeten.

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Update, 11.15 Uhr: „90 Prozent der Leute halten sich an die Regeln. Die anderen haben es noch nicht kapiert. Das ist schlichtweg asozial.“ Diese deutlichen Worte findet derSprecher des Ärztevereins in Hamm, Dr. Matthias Bohle. "Die Situation ist mit einem Tsunami zu vergleichen. Da ist es kurz vor der Riesenwelle auch besonders still. Diese Welle wird mit Wucht kommen." Mehr zur Situation in Hamm gibt es hier.

Unsere Fotos aus der Luft zeigen zudem, wie sehr das öffentliche Leben in Hamm zurzeit ruht. Sonst stark belebte Plätze sind jetzt - so wie von den Experten gefordert - menschenleer.

Schön, aber trostlos verwaist: Hamm im Corona-Schlaf (Fotos)

Coronavirus in NRW: Ansammlungsverbot auch in Bochum

Update, 10.35 Uhr: Auch in Bochum gelten jetzt verschärfte Regeln. Dort sind ab sofort Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Solche Regelungen gab es zuvor schon in Dortmund, Köln und Leverkusen. Familien und Personen, die zusammenleben, dürfen aber weiterhin zusammen nach draußen.

Anlass für die Verschärfung in Bochum war vor allem der erste Todesfall durch den Coronavirus. Bei dem Toten handelt es sich um einen 55-Jährigen. Er war aus dem Urlaub in Österreich zurückgekommen. Über Vorerkrankungen ist bislang noch nichts bekannt.

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Update, 9.50 Uhr: Seit heute, Samstag, gilt bei der Bahn ein Sonderfahrplan. Das Angebot wird laut den Verkehrsverbünden um etwa die Hälfte ausgedünnt. So wird bei einigen Regionalexpress-Linien der Takt verringert und Verstärkerzüge fallen aus.

Gleichzeitig sollen aber ausreichend und große Züge unterwegs sein, damit die Fahrgäste nicht zu eng sitzen müssen und so die Infektionsgefahr möglichst gering gehalten wird. Alle Änderungen gibt es im Sonderfahrplan nachzulesen.

Coronavirus in NRW: Betrüger nutzen Krise aus

Update, 9.30 Uhr: Im Nachbarbundesland Niedersachsen warnt das Landeskriminalamt (LKA) bereits vor Betrügern, die die Corona-Krise nutzen wollen. "Corona löst derzeit natürlich die größten Sorgen aus. Die Betrüger sind kreativ", sagte Sprecherin Katrin Gladitz der Braunschweiger Zeitung.

Die Beamten warnen vor falschen Polizisten. Diese würden die Menschen auffordern, einen Abstrich zu machen oder sich unter Quarantäne zu stellen. Gladitz weist darauf hin, dass sich echte Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und die Polizei ausweisen würden. Außerdem hat das LKA einen Online-Shop entdeckt, der angeblich Schutzmasken verkaufe. Dabei handele es sich um einen Fake.

Update, Samstag, 21. März, 7.30 Uhr: Guten Morgen und willkommen zu unserem Newsticker. Wir werden auch am Samstag die Lage in NRW und darüber hinaus im Blick behalten. 

Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte sind besorgt wegen fehlender Schutzausrüstung wie Mundschutz und Kitteln. Die Nachschubprobleme aus Asien führten in ganz Europa zu Problemen, sagte der Geschäftsführer des Josef-Hospitals Bochum, Christoph Hanefeld. Mitarbeiter würden jetzt schon so geschult, damit das Material häufiger verwendet werden könne. Das Klinikum habe außerdem eine Firma beauftragt, Mundschutz und Kittel aus Stoff zu nähen, die man dann reinigen könnte. Der spezielle Stoff sei aber nur noch schlecht zu bekommen. Hanefeld fordert eine Mangelverwaltung etwa durch Land oder Bund. 

Coronavirus in NRW: Das war der Freitag kompakt

Update, 22.50 Uhr: Das war der Freitag kompakt: +++ NRW hat die Notbetreuung für Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen ausgeweitet. +++ Die offiziellen Infektionszahlen weisen für NRW 6.257 nachgewiesene Ansteckungen aus, die Zahl der Todesfälle stieg auf 20. +++ Gestiegen ist auch die Zahl der Betriebe, die wegen der Coronakrise Kurzarbeit angezeigt haben - und zwar drastisch auf mehr als 13.000 allein in Nordrhein-Westfalen. +++ Erste Städte, darunter Köln und Dortmund, haben ihre Regeln verschärft und angekündigt, gegen Menschenansammlungen vorzugehen. +++ Eine Falschmeldung über den Einsatz von Panzern in Hagen hat in den Sozialen Netzwerken für Aufregung gesorgt. Die Polizei dementierte vehement. +++ Für Sonntag hat Ministerpräsident Armin Laschet die Entscheidung über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie angekündigt.

Update, 22.30 Uhr: Der RE1 von Hamm nach Aachen ist an normalen Tagen eine der Verkehrs-Hauptschlagadern in NRW. In diesen Zeiten ist der Zug fast leer. Und pünktlich wie die Eisenbahn, wie es früher einmal hieß. Unser Reporter ist mitgefahren und hat seine Eindrücke von einerZugfahrt durch ein lebloses Land dokumentiert. 

Coronavirus in NRW: Nofallhilfe der Bundeswehr für den Kreis Heinsberg

Update, 20.55 Uhr:  Notfallhilfe für den Kreis Heinsberg: Die Bundeswehr liefert zwei Beatmungsgeräte und 8000 Kittel, stellt außerdem 3000 Atemschutzmasken der Stufe FFP2 sowie 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken zur Verfügung. Der Landkreis hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten.  

Update, 20.35 Uhr: Zuhause bleiben, das heißt auch: Sich nicht mehr so gut aus dem Weg gehen können. Angesichts dieser für viele ungewohnten Situation ist zu erwarten, dass es mehr Fälle von häuslicher Gewalt und Familienstreitigkeiten geben wird. Die Polizei Hamm hat Telefonnummern für den Notfall zusammengestellt: 

  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist in 17 Sprachen durchgehend unter 08000 116 016 erreichbar. 
  • Die Telefonseelsorge unter 0800 111 0111
  • Das Kinder- und Jugendtelefon ist Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr besetzt (116 111).
    Alle Nummern sind kostenfrei zu erreichen. InNotfällen sollte allerdings weiterhin die 110 angerufen werden. Der Ärztliche Notfalldienst außerhalb der Sprechzeiten hat die Nummer116 117.

Coronakrise in NRW: Energieversorger verzichten auf Stromsperren

Update, 20.25 Uhr: "Fast ausnahmslos" verzichten kommunale Energieversorger darauf, säumigen Kunden den Strom oder das Gas abzustellen. Sogenannte "Stromsperren" werden angesichts der Coronakrise in Privathaushalten praktisch nicht mehr vorgenommen. Große Versorger wie Eon und Innogy sowie EnBW hatten ihren Verzicht auf dieses Instrument bereits am Mittwoch erklärt. 

Update, 19.33 Uhr: Die Deutsche Eishockey-Liga will sich künftig auf finanzielle Einbußen besser vorbereiten. Als Reaktion auf die Coronakrise prüft die DEL, ob entsprechende Klauseln in künftigen Spielerverträgen möglich sind. Aufgrund der rasanten Ausweitung des Virus waren in der DEL keine Playoffs gespielt und die Saison ohne einen Meister beendet worden.

Coronavirus in NRW: Notbetreuung wird ausgeweitet

Update, 19.20 Uhr: Auch am Wochenende und in den Osterferien soll die Notbetreuung in Schulen und Kindertageseinrichtungen für Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufe n in NRW gewährleistet sein. Auf Notbetreuung hätten ab Montag auch Familien Anspruch, bei denen nur ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeite - sofern keine eigene Betreuung möglich sei. Seit Mittwoch ist an allen Schulen in NRW eine Notbetreuung eingerichtet. Anspruch darauf haben Eltern mit systemrelevanten Berufen wie etwa im Gesundheitswesen, Energie und Entsorgung oder bei Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr. Nach Zahlen des Ministeriums nutzten zu Beginn der Notbetreuung Eltern von etwa 8230 Schülern bis zur sechsten Klasse das Angebot. Insgesamt seien in dieser Altersgruppe knapp eine Million Kinder schulpflichtig.

Update, 19.07 Uhr: Die ersten Supermärkte in NRW haben sich auf das Coronavirus eingestellt. Am großen Rewe-Markt nahe des Phönixsees in Dortmund-Hörde etwa sorgen Kontrollen vor dem Eingang dafür, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig im Geschäft sind. Neue Kunden dürfen erst in den Laden, nachdem andere ihn verlassen haben. An der Kasse sind Abstandsmarkierungen auf den Boden geklebt, damit die Wartenden nicht zu nah beieinander stehen. Im Laden bitten Schilder darum, einen Sicherheitsabstand zu anderen Kunden einzuhalten.

Coronavirus in NRW: Neue Zahlen veröffentlicht

Update, 18.26 Uhr: auch im Märkischen Kreis ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen gestiegen. Es sind neue Fälle in Lüdenscheid dazu gekommen.

Update, 18.19 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Zahlen veröffentlicht. Demnach sind - Stand 16 Uhr - insgesamt 6257 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg der Mitteilung zufolge auf 20

Besonders hoch (mehr als hundert Infizierte) sind die Zahlen in folgenden Städten und Kreisen: in Aachen und der Städteregion Aachen (361 Infizierte, 4 Todesfälle), Kreis Borken (226), Kreis Coesfeld (116), Dortmund (140), Kreis Düren (107), Düsseldorf (187 Infizierte, ein Todesfall), Essen (164 Infizierte, ein Todesfall), Kreis Gütersloh (169), Kreis Heinsberg (916 Infizierte, elf Todesfälle), Köln (629 Infizierte, ein Todesfall), Kreis Lippe (133 Infizierte, ein Todesfall), Kreis Mettmann (104), Kreis Minden-Lübbecke (140), Münster (191), Recklinghausen (100), Rhein-Erft-Kreis (124), Rheinisch-Bergischer Kreis (81, ein Todesfall), Rhein-Sieg-Kreis (248), Kreis Steinfurt (164), Kreis Warendorf (146), Kreis Wesel (132)

Coronavirus in NRW: Drastischer Anstieg der Kurzarbeit

Update, 17.24 Uhr: Die Coronavirus-Krise hat in den vergangenen Tagen zu einem drastischen Anstieg der Kurzarbeit in Nordrhein-Westfalen geführt. Seit dem vergangenen Montag seien bei den Arbeitsagenturen in NRW mehr als 13.000 Anzeigen von Kurzarbeit eingegangen, bei denen Betriebe die Pandemie als Grund genannt hätten, berichtete die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Düsseldorf. 

Zum Vergleich: Im ganzen Februar 2020 zeigten in NRW nur 404 Betriebe Kurzarbeit an. Im ganzen Jahr 2019 waren es 3648 Unternehmen. 

Coronavirus in NRW: Gewerkschaft der Polizei beklagt mangelhaften Schutz der Polizisten

Update, 16.39 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert eine mangelhafte Schutzausrüstung der NRW-Polizei gegen das Coronavirus. Trotz der massiv gestiegenen Infektionsgefahr seien die Polizisten in NRW "noch immer völlig unzureichend" gegen das Coronavirus geschützt, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. In den meisten Polizeibehörden gebe es nur wenige Schutzanzüge und deutlich zu wenige Einmalhandschuhe. Der Großteil der ausgegebenen Atemschutzmasken habe zudem nur die niedrige Schutzklasse FFP1. 

"Meine Kolleginnen und Kollegen können bei ihren Einsätzen keinen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten", erklärte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Michael Maatz. Daher brauche man wirksame Schutzmasken. "Geschieht das nicht endlich, müssen wir damit rechnen, dass immer mehr Polizisten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion ausfallen." Das NRW-Innenministerium erklärte auf Anfrage, man prüfe die Aussagen der Gewerkschaft.

Coronavirus in NRW: Konsequentes Einschreiten gegen Menschenansammlungen

Update, 16.34 Uhr: Köln hat im Kampf gegen das Coronavirus ein konsequentes Einschreiten bei öffentlichen Menschenansammlungen mit mehr als zwei Personen angekündigt. "Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller", erklärte Stadtdirektor Stephan Keller am Freitag. 

"Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden aufgelöst, soweit diese nicht zum engsten Familienkreis gehören." Umsetzen soll das das Ordnungsamt. Wer sich widersetze, könne mit einem empfindlichen Bußgeld bestraft werden, so die Stadt. Aufgrund des Infektionsschutzgesetzes könne auch ein Straftatbestand erfüllt sein.

Coronavirus in NRW: Großes Comeback für den Deutschen Fernsehpreis abgesagt

Update, 16.14 Uhr: Der Deutsche Fernsehpreis wird wegen des Coronavirus doch nicht wie geplant als große Fernsehgala auf den Bildschirm zurückkehren. Die Verleihung wird abgesagt, wie die Stifter am Freitag in Köln mitteilten. "Wir hatten uns viel vorgenommen, um Publikum und Fernsehmacher zu begeistern. Aber angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Krise bleibt uns keine andere Wahl", erklärte der Vorsitzende Stephan Schäfer von der Mediengruppe RTL. Für 2021 plane man aber "einen großen Neuaufschlag".

Trotz der Absage soll es aber Preisträger geben. Die Jury werde ihre Arbeit fortsetzen, erklärten die Preisstifter. Die Bekanntgabe soll Anfang Juni erfolgen. Ursprünglich sollte die Verleihung am 6. Juni 2020 live um 20.15 Uhr von RTL aus Köln übertragen werden, inklusive einer konzeptionellen Neuausrichtung. Es wäre ein Comeback auf der großen TV-Bühne gewesen. 2015 fiel die Veranstaltung aus, danach wurde sie als Branchentreffen in abgespeckter Form in Düsseldorf weitergeführt. 2019 etwa war sie zwar übertragen worden, allerdings eher bescheiden im Internet. Später gab es eine Aufzeichnung im Fernsehen. Gestiftet wird die Branchenauszeichnung von ARD, ZDF, RTL und Sat.1.

Coronavirus in NRW: Fernsehprogramm gegen Langeweile für Kinder

Update, 15.50 Uhr: Der WDR stellt sein Programm für die wegen der Corona-Pandemie zu Hause weilenden Grundschüler um. Von Montag (23. März) an werde es am Morgen eine spezielle, dreistündige Sendestrecke für die jüngsten Schüler geben, teilte der Sender am Freitag mit. "Damit zu Hause wegen geschlossener Schulen keine Langeweile aufkommt." 

Moderator André Gatzke ("Die Sendung mit dem Elefanten") führt zusammen mit der Grundschullehrerin Pamela Fobbe durch das Programm, das zum Mitmachen und Mitdenken anregen soll. Mit dabei ist zum Beispiel die "Maus". 

"Wissen macht Ah!"-Moderator Ralph Caspers soll täglich Fragen junger Zuschauer zum Coronavirus beantworten. "Der WDR hat in dieser Ausnahmesituation eine besondere Verantwortung und Aufgabe - auch mit unseren Bildungsangeboten", erklärte WDR-Indentant Tom Buhrow. Man wolle Wissen und Bildung für die jüngeren Schüler "im 'Home Office'" anbieten. Ausgestrahlt wird das Programm von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Coronavirus in NRW: Falschmeldung im Umlauf - keine Panzer auf den Straßen

Update, 15.25 Uhr: Aus aktuellem Anlass: In den sozialen Netzwerken verbreiten sich aktuell ein Video und eine Sprachnachricht, in der von dem Einsatz von Panzern in Hagen und einer Ausgangssperre gesprochen wird. "Bei diesen Nachrichten handelt es sich um Falschmeldungen", betont die Polizei Hagen. Die Bundeswehr ist weder in Hagen eingesetzt, noch gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Ausgangssperre. Die Polizei Hagen bittet darum, diese und weitere Falschmeldungen nicht zu verbreiten und sich statt dessen nur aus seriösen Quellen zu informieren. Sollten man solch eine Nachricht doch erhalten rät die Polizei: Löschen Sie Falschinformationen und teilen Sie diese "Fakenews" nicht mit anderen, nur so lässt sich die Verbreitungskette unterbrechen.

Update, 15.15 Uhr: Auch in Nordrhein-Westfalen droht eine Ausgangssperre. Vor allem der morgige Samstag dürfte für den Beschluss entscheidend sein. 

Coronavirus NRW: Hauptanlaufstelle für Infizierte

Update, 14.05 Uhr: Im Hochsauerlandkreis gibt es besonders viele Coronavirus-Fälle - vermutlich, weil die Menschen dort "ski-affin" sind und das Virus aus dem Urlaub in Österreich mitgebracht haben. Dort hatte es sich besonders verbreitet. Das Klinikum Hochsauerland hat im Marienhospital in Arnsberg eine Hauptanlaufstelle für Infizierte geschaffen. Unser Autor hat sich vor Ort ein Bild gemacht, welch großer Aufwand dahinter steckt, und wie man sich nun für die Krise gerüstet sieht.

Update, 13.47 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht bei der Zahl der Corona-Infektionen von einer hohen Dunkelziffer aus. Mediziner rechneten damit, dass die Zahl der Menschen, die das Coronavirus haben und es gar nicht merken, sieben- bis zehnmal höher liege als die offizielle Zahl, sagte Laschet am Freitag in einer Bürger-Fragestunde des Radiosenders WDR 2. Das Landeskabinett werde am Sonntag weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschließen, kündigte Laschet an. Unter anderem werde die Liste der Berufe nachgearbeitet, die noch ihre Dienste anbieten dürften. Unter anderem sei dabei über Baumärkte und Restaurants zu reden.

Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten steigt auf 5734

Update, 13.40 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag (Stand: 10 Uhr) gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 5734 nachgewiesene Fälle und damit fast 1000 mehr als am Vortag. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöhte sich um einen auf nun 17 in NRW. Der Kreis Heinsberg verzeichnet weiterhin die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich binnen 24 Stunden leicht von 840 auf 874 am Freitag. In Köln gab es 521 nachgewiesene Erkrankungen mit dem Coronavirus - am Vortag waren es noch 430 Fälle. In Aachen und der Städteregion stieg die Zahl der Erkrankungen auf 361. Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Ministerium erhalte.

Update, 13.10 Uhr: Eine Ausgehsperre wegen der Corona-Pandemie bleibt für Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) "wirklich das allerletzte Mittel". Schon jetzt seien zahlreiche Grundrechte, wie die Bewegungsfreiheit und die Religionsfreiheit eingeschränkt worden, sagte Laschet am Freitag in einer Bürger-Fragestunde des Radiosenders WDR 2. "Der Staat muss sorgsam überlegen, wie weit kann er gehen." Richtig sei: "Wenn wir die ganz große Ausgangssperre verhindern wollen, müssen andere Bereiche noch heruntergefahren werden." Es gebe aber eine Vorstufe, ein Betretungsverbot auf öffentlichen Plätzen, ergänzte Laschet. Die Ministerpräsidenten würden sich am Sonntag mit der Bundeskanzlerin über diese Fragen abstimmen.

Coronavirus in NRW: Zugverkehr wird um 50 Prozent heruntergefahren

Update, 12.50 Uhr: Ab Freitagnacht wird es in Bayern grundlegende Ausgangsbeschränkungen geben. 

Update, 12.08 Uhr: Als Folge der Coronakrise wird der Schienennahverkehr in Nordrhein-Westfalen bis Ende kommender Woche um 50 Prozent heruntergefahren. Das kündigte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Freitag in Düsseldorf an. Das Angebot werde schrittweise von Samstag an auf einen Sonderfahrplan umgestellt. Einige S-Bahnlinien könnten sogar um 80 Prozent ausgedünnt werden. Nach Möglichkeit solle aber jede Strecke wenigstens im Stundentakt bedient werden. Wo möglich, solle es Schienenersatzverkehr geben. Wüst warb um Verständnis, dass es "dabei ruckeln wird". Nicht an jeder Haltestelle werde schon am Vorabend der Sonderfahrplan aushängen können. Die Reduzierung des Angebots hänge auch mit den stark sinkenden Fahrgastzahlen zusammen, da viele Menschen wegen der Coronakrise zuhause arbeiteten und Schulen geschlossen seien. Der Sonderfahrplan solle zunächst bis 19. April gelten.

Coronavirus in NRW: Vapiano insolvent

Update, 11.26 Uhr: Die Corona-Krise hat die ohnehin angeschlagene Restaurantkette Vapiano in die Insolvenz getrieben. "Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten", teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit. Zugleich richtete das Unternehmen einen "dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise". Damit hofft der Vorstand, den innerhalb einer Frist von drei Wochen gebotenen Insolvenzantrag doch noch abwenden zu können. Die Vapiano SE verzeichne wegen der aktuellen Covid-19 Krise weitere drastische Umsatzeinbußen und erwarte einen weiteren Rückgang des Ergebnisses, schrieb Finanzvorstand Lutz Scharpe in der Pflichtmitteilung für die Börsen. "Zwischenzeitlich mussten aufgrund der Einschränkungen durch Covid-19 nahezu alle weltweit mehr als 230 Restaurants schließen." In Deutschland seien seit Donnerstagabend bundesweit alle 55 durch den Vapiano-Konzern betriebenen Restaurants auf unbestimmte Zeit geschlossen. Während fast keine Umsätze mehr generiert würden, fielen Gehälter, Mieten und Betriebskosten weiter an.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass die von der Regierung in Aussicht gestellte "KfW-Corona-Hilfe" zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen "zum jetzigen Zeitpunkt offenbar nicht verfügbar" sei, da eine Antragstellung über die dafür zuständigen Hausbanken derzeit noch nicht möglich sei. "Aufgrund der dynamischen Entwicklung von Covid-19 und den daraus resultierenden drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und den damit verbundenen massiven wirtschaftlichen Folgen sind insbesondere Unternehmen im Hotel- und Gaststättengewerbe bereits heute in ihrer Existenz bedroht, wenn hier keine rasche Lösung gefunden wird."

Update, 11.15 Uhr: Die Stadt Dortmund hat weitere Details zu ihrer Allgemeinverfügung (siehe Eintrag 10.27 Uhr) im Rahmen einer Pressekonferenz erklärt. Demnach sind ab Mitternacht alle Versammlungen mit einer Größe von mehr als vier Personen von Seiten der Stadt verboten. Es gibt allerdings Ausnahmen: "Die Familie mit drei Kindern darf im öffentlichen Raum noch gemeinsam gehen", hieß es. Das Verbot für die ganze Stadt soll um Mitternacht in der Nacht zu Samstag beginnen. Bereits am Freitag sollen beliebte Plätze in der Stadt entsprechend kontrolliert werden.

Coronavirus in NRW: Jürgen Domian mit Sondersendung

Update, 10.55 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise wird WDR-Talker Jürgen Domian sich am Montag (23. März) ab 22.15 im WDR Fernsehen den Nöten, Sorgen und vielleicht auch Hoffnungen der Menschen widmen. Interessierte können sich für seine Anrufsendung unter der Nummer 0800 220 8899 melden oder eine E-Mail an domian@wdr.de schreiben. Wie gehen ältere Mitbürger mit der Krise um? Wer hilft jetzt den Hilfebedürftigen? Wie geht es den Akteuren an der Corona-Front, wie den Erkrankten? Die Betroffenen können und sollen anrufen, denn aufgrund der aktuellen Situation wird es keine Studiogäste geben. "In einer angstvollen Situation ist es wichtig, dass man nicht allein bleibt, sondern jemanden zum Reden hat, das weiß ich aus jahrzehntelanger Erfahrung", sagte Domian der Deutschen Presse-Agentur. Der WDR hatte sich mit der Bitte an den Moderator gewandt, die Sondersendung durchzuführen. "Domian Live" wird zeitgleich vom Radiosender WDR 2 übertragen. Im Hintergrund steht ein Psychologe bereit, um bei Bedarf Beistand zu leisten.

Update, 10.35 Uhr: Der Mittelstand warnt vor den extremen ökonomischen Folgen einer möglichen Ausgangssperre, wie sie derzeit in Bayern diskutiert und teilweise bereits praktiziert wird. NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft appelliert an die Bürger, die bestehenden Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie strikt einzuhalten, um weitere Einschränkungen der Bürgerrechte zu verhindern: „Ein generelle Ausgangssperre wäre der totale Lockout für die bereits extrem getroffene Wirtschaft. Gastronomiebetriebe, der stationäre Handel und wichtige Dienstleistungen wären nicht mehr in der Lage die Bevölkerung adäquat zu versorgen. Um diese weitere Eskalation der alarmierenden Situation für Betriebe und Belegschaften zu verhindern, sind wir alle aufgerufen, die Regeln des Social Distancing exakt zu befolgen. Nur so kann es gelingen, die Corona-Ansteckungsdynamik wirksam zu verringern und den Belastungsstresstest für unser Gesundheitssystem beherrschbar zu machen.“ Schulte begrüßte die angekündigten Hilfsprogramme, die nun auch die Millionen Solo-Selbständigen umfassen sollen und möglichst rasch und unbürokratisch die Verdienstausfälle kompensieren müssen.

Coronavirus in NRW: Ansammlungsverbot in Dortmund per Allgemeinverfügung

Update, 10.27 Uhr: Auch in Dortmund soll es wegen der Corona-Pandemie ein Ansammlungsverbot geben. Die Stadt bereite den Erlass einer entsprechenden Allgemeinverfügung vor, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag. Dieses solle um Mitternacht in der Nacht zu Samstag beginnen. Weitere Details sollten im Laufe des Freitags veröffentlicht werden. "Bereits heute werden Einzelverfügungen als Vorstufe mit Blick auf einige "Hotspots" gelten", hieß es. Am Donnerstag hatte Leverkusen beschlossen, dass die Menschen in der Stadt wegen der Corona-Krise ab sofort bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr im Freien zusammenkommen dürfen.

Coronavirus in NRW: Flughafen mit enormen Einschnitten

Update, 10 Uhr: Der Flughafen Münster/Osnabrück reagiert auf die Corona-Krise mit harten Maßnahmen des Krisenmanagements. Die Anordnungen zur Verhinderung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben den Luftverkehr drastisch einbrechen lassen. Der Flughafen Münster/Osnabrück hat im Rahmen seines Krisenmanagements "zur Schonung der Liquidität" folgende Maßnahmen beschlossen: 

  • Für alle Bereiche des Flughafens ist rückwirkend zum 1. März Kurzarbeit beantragt worden. Diese Regelung betrifft nicht nur die operativen Einheiten, sondern auch die gesamte Verwaltung. 
  • Ab Dienstag, den 24. März, wird der betriebliche Ablauf des Airports in der Form geändert, dass nur noch bereits koordinierte oder mit einem Vorlauf von vier Stunden angemeldete Flüge abgefertigt werden. Diese Maßnahme ermögliche es laut einer Mitteilung des Flughafens, alle Vorhaltekosten zu reduzieren und nur noch die betriebsnotwendigen Aufgaben zu erledigen. 
  • Ebenso werden ab kommenden Dienstag die Terminalgebäude geschlossen. Die Abfertigung der verbleibenden Flüge erfolgt dann über den Bereich der allgemeinen Luftfahrt (GAT) am Tor 3b. Abfliegende Fluggäste werden gebeten, sich für Check-In und Sicherheitskontrolle dort einzufinden. Der Eingang befindet sich direkt am Radarturm links der Terminalgebäude.

Update, 9 Uhr: Der gebürtige Soester Popmusiker Sasha (48, "Schlüsselkind") hofft in der Coronavirus-Krise auf Unterstützung für in Not geratene Mitarbeiter in der Musikszene. "Es ist einfach verrückt. Wir müssen irgendwie zusehen, wie wir eine Lösung finden, um allen das Leben weiterhin zu erleichtern und überhaupt möglich zu machen", sagte der Musiker der Deutschen Presse-Agentur. Die derzeitigen Konzertabsagen träfen auch Techniker, Künstleragenturen und Gastronomen: "Viele sind am Rande ihrer Existenz, je nachdem, wie lange das alles noch dauert." Der 48-Jährige musste wegen des Veranstaltungsverbots im Zuge der Corona-Pandemie seine "Schlüsselkind"-Tour absagen, nachdem er sie zuvor schon einmal verschoben hatte. Auch Festivals und Open-Air-Auftritte im Sommer sind gefährdet. "Natürlich können wir überhaupt noch nicht absehen, ob wir die spielen können. Wir sind alle in so einer Wartehaltung. Jetzt wollen wir aber erstmal die nächste Zeit überstehen und nicht so weit in die Zukunft denken." Das Wichtigste sei, sich jetzt an die Regeln zu halten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. "Alles andere wird man sehen."

Coronavirus in NRW: So halten die Bundesliga-Profis Kontakt

Update, 8 Uhr: Die Bundesliga-Profis von Bayer Leverkusen halten in der Corona-Krise nach Angaben von Stürmer Kevin Volland gut Kontakt zueinander. "Zwei Arten: Einmal übers
Telefon und einmal über die Playstation am Abend. Alle sind zu Hause", sagte der derzeit verletzte Angreifer in einem auf dem YouTube-Kanal des Bundesligisten veröffentlichten Interview. "Es ist auch gar nicht so schlecht für den einen oder anderen, mal zwei Wochen nicht in der Kabine zu sein. Jeder kann für sich Pläne machen." Volland appellierte auch an die

Vernunft der Menschen. "Ich hoffe einfach, dass wir zusammenstehen. Dass wir die Krise überstehen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Aber es muss jeder seiner Pflicht nachkommen, zu Hause bleiben und keine Hamsterkäufe tätigen. Ich glaube nicht, dass wir verhungern werden zu Hause."

Update, 7.40 Uhr: Rettungskräfte sind in Zeiten des Coronavirus eine wichtige Berufsgruppe - daher werden sie auch besonders geschützt. Wenn sich bei einem Notruf Hinweise auf eine Atemwegserkrankung ergeben, werden die ausrückenden Einsatzkräfte darüber informiert, wie beispielsweise die Stadt Köln erklärt. Je nach Bedarf gäbe es dann "verschiedene Eskalationsstufen der Schutzausstattung" - von Mundschutz und Handschuhen über Schutzmasken bis hin zu Schutzanzügen. Im Rettungswagen selbst könnten Bürger sich übrigens "beruhigt" transportieren lassen. Eine Übertragung des Virus über Rettungswagen sei nicht möglich - die Wagen werden gründlich desinfiziert.

Coronavirus in NRW: Die Berichterstattung von Donnerstag, 20. März

Update, 22.23 Uhr: Auch Bochum hat der Balkon-Party-Trend erreicht: Aus vielen Bochumer Vierteln ertönt von den Fenstern und Balkonen Herbert Grönemeyers Bochum-Hymne. Die Menschen zeigen ihr Solidaritätsbekunden in Zeiten des Coronavirus.  

Update, 21.15 Uhr: Henriette Reker, die Oberbürgermeisterin Kölns, richtet sich in einer WhatsApp-Sprachnachricht an ihre Mitbürger - und ermahnt sie: "Ich möchte Ihnen sagen, dass ich entsetzt darüber bin, dass auch in Köln einige anscheinend noch nicht verstanden haben, wie ernst die Lage ist."

Weiter verdeutlicht sie den Zwiespalt, in dem viele Menschen gerade stecken: „Ein Kaffee oder ein Kölsch mit Freunden in der Sonne mag verlockend sein, aber es ist jetzt nicht mehr möglich.“ 

Coronavirus in NRW: Mehr Hilfsgelder als in Bayern

Update, 20.56 Uhr:  Mit dem geplanten Rettungsschirm stellt NRW mehr Hilfsgelder bereit als beispielsweise Bayern (10 Milliarden).

Update, 20.49 Uhr: Mit dem Rettungsschirm sollen die Folgen abgefedert und Arbeitsplätze gesichert werden. Aktuell analysiere die Landesregierung zwar, ob die Infektionskurve angesichts der Maßnahmen abflacht. Allerdings werde das "nicht heute, nicht morgen und nicht am Wochenende" erreicht sein, so Laschet.

Coronavirus in NRW: Mega-Rettungsschirm für das Land

Update, 19.09 Uhr: Die 25 Milliarden Euro, die die Landesregierung in NRW einplant, um die Wirtschaft vor den folgen des Coronavirus zu schützen, sind ein Mega-Rettungsschirm. Das größte Hilfsprogramm seit Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalens entspreche rund einem Drittel des bisherigen Landeshaushalts, sagt Armin Laschet.

Update, 18.25 Uhr:  Das Coronavirus sorgt für wirtschaftliche Ängste bei den Arbeitnehmern. Davon auch betroffen: Solo-Selbstständige und kleine Firmen wie Musiker, Künstler, Fotografen. "Wenn der Umsatz über Nacht auf Null rauscht, stehen sonst hunderttausende Unternehmen, Kleinstbetriebe und Solo-Selbstständige innerhalb von Wochen vor dem Nichts", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Für diese sollen nun Notfonds eingerichtet werden - in Form von direkten Zuschüssen und Darlehen.

Genaueres ist noch offen - allerdings soll es schnell gehen: Nächste Woche soll zunächst das Kabinett die Hilfen beschließen, dann der Bundestag den Notfonds verabschieden. Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands - NRW- plant, 25 Milliarden Euro als Wirtschaftshilfe bereitzustellen.

Update, 18.14 Uhr: Im Kreis Coesfeld steigt die Zahl der Infizierten auf 113. Der Kreis richtet sich mit einer dringenden Bitte an die Restaurants.

Update, 17.45 Uhr: Neue Fallzahlen in NRW: In NRW sind nach aktuellen Zahlen 17 Menschen am Coronavirus gestorben und die Zahl der Infizierten steigt auf 4971.

Coronavirus in NRW: Internet-Trend erreicht Deutschland

Update, 16.53 Uhr: Die Italiener machen's vor, die Evangelische Kirche macht es nach: Um 19 Uhr laden die Evangelen zum gemeinsamen Singen ein - allerdings jeder von seinem Balkon. Gesungen werden soll das Lied: "Der Mond ist aufgegangen".

Seit einigen Tagen geht ein Trend durch das Internet: Die Italiener feiern in Quarantäne-Zeiten Balkon-Partys:

Update, 16.05 Uhr:  Die Macher der Ruhrtriennale treiben ihre Planungen für das renommierte Musiktheater- und Tanzfestival in der Hoffnung auf ein rechtzeitiges Abflauen der Coronavirus-Epidemie voran. Vom 14. August bis 20. September stehen insgesamt 124 Veranstaltungen auf dem Programm des Festivals. "Wir hoffen sehr, dass die Ruhrtriennale im August und September stattfinden kann und treffen alle Vorbereitungen, die dafür nötig sind", sagte Stefanie Carp, Intendantin des Festivals.

Update, 15.07 Uhr: Auf den Straßen von NRW wird es in den kommenden Tagen keinen Baustopp geben. Das betonte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen.NRW: "Derzeit laufen noch alle unsere Baustellen, und das soll auch so bleiben", sagte sie. "Die Firmen haben uns zwar einige Personalausfälle gemeldet, aber bislang ist keine Baustelle grundsätzlich in Gefahr. Und auch bei Straßen.NRW sind die Strukturen arbeitsfähig."

Auf Baustellen könne sehr gut der erforderlich Abstand zwischen den arbeitenden Menschen eingehalten werden, Arbeitskolonnen könnten verkleinert werden und die Schichten mit einem festen Personenkreis zusammengestellt werden, um die Ansteckungsgefahr auszuschließen.

In einer Telekonferenz mit Vertretern der Bauwirtschaft hat Straßen.NRW vereinbart, weitere Baumaßnahmen auszuschreiben. "Die Bauwirtschaft hat ihre derzeitige Leistungsfähigkeit zugesichert", erläuterte Elfriede Sauerwein-Braksiek die Situation.

Coronavirus in NRW: Massentest an Grundschule

Update, 14.22 Uhr: Schüler und Lehrer einer Grundschule in Herdecke müssen zum Massentest: Sie waren bereits in Quarantäne, nachdem eine Lehrkraft an Covid-19 erkrankt war. Jetzt haben weitere Personen Symptome. Das Gesundheitsamt reagiert und hat eine Drive-In-Abstrichstelle eingerichtet.  

Update, 14.12 Uhr: Wenig hält sich länger als Tiefgefrorenes: Angesichts der Corona-Krise verzeichnen die Tiefkühlkost-Hersteller Eismann und Bofrost in ihren Online-Shops derzeit rund doppelt so viel Umsatz durch Bestellungen wie zu anderen Zeiten, wie beide Unternehmen mitteilten. Eismann hat sich dazu entschieden, kleinere Bestellungen mit Vorrang zu bearbeiten. 

"Einzelne Personen bestellen Tiefkühlkost für mehr als 400 Euro", heißt es in einer Mitteilung. "Großbestellungen bedienen wir nachrangig. Wir sind bemüht, alle Kunden auch mit kleinen Bestellungen zu beliefern und nicht vor leeren Schränken stehen zu lassen", erklärte Geschäftsführer Elmar Westermeyer. 

Bofrost bekommt nicht nur mehr Bestellungen von bisherigen Kunden, sondern auch etliche neue hinzu - "die vermutlich aktuell den Gang in den Supermarkt scheuen", mutmaßte das Unternehmen.

Coronavirus in NRW: Laschet will Grenzen offen halten

Update, 14.05 Uhr: Armin Laschet (CDU) möchte die Grenzen zu den Nachbarländern möglichst nicht schließen. "Solange es der Pandemie-Bekämpfung dient, wollen wir, dass die Grenzen Belgien-Niederlande-Nordrhein-Westfalen offen bleiben", sagte Laschet. "Wenn die Dinge aus dem Ruder laufen, muss man neu nachdenken." 

Beim Gipfel-Treffen mit Spitzenvertretern der NRW-Wirtschaft sei er ausdrücklich gebeten worden, dafür zu sorgen, dass die Lieferketten nicht unterbrochen würden, sagte Laschet. 60 Kilometer Rückstau wegen Grenzkontrollen, vergammelnde Lebensmittel in Lkw und Lieferengpässe bei Medikamenten müssten künftig verhindert werden.

Update, 13.42 Uhr: "Wir wollen, dass kein gesundes Unternehmen wegen wirtschaftlicher Einbußen an mangelnder Liquidität scheitert", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in der Düsseldorfer Staatskanzlei zum 25 Milliarden Euro umfassenden Rettungsschirm.

Das Sondervermögen werde in Kürze im Landtag in einem Nachtragshaushalt beschlossen. Der Rettungsschirm ist das Ergebnis eines Wirtschaftsgipfels mit Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Industrie- und Handelskammern, Banken, dem Handwerk und Oberbürgermeistern.

Coronavirus in NRW: Land wird neue Schulden machen

Weitere Soforthilfen für Unternehmen hat Laschet nicht ausgeschlossen. Sollten die Zusagen des Bundes für die Rettung kleinerer Unternehmen nicht reichen, werde das Land auch Soforthilfen auflegen, so der Ministerpräsident.

Das Land NRW will übrigens neue Schulden machen, um den besagten Rettungsschirm von 25 Milliarden Euro zu finanzieren. Die Schuldenbremse erlaube die Kreditaufnahme in einer solchen Notsituationen, sagte NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU). "Davon machen wir Gebrauch."

Außerdem will NRW bei Steuerstundungen über die Maßnahmen des Bundes hinausgehen. Betroffene Unternehmen, die Fristverlängerungen für die Umsatzsteuer beantragen wollen, müssen dafür in NRW zunächst keine Sonderzahlungen mehr leisten, so Lienenkämper. "Damit werden den Unternehmen Mittel im Umfang von mehr als vier Milliarden Euro sofort zur Verfügung gestellt." So würden für weite Teile der Wirtschaft unmittelbare Liquiditätsverstärkungen in Milliardenhöhe erzielt.

Coronavirus in NRW: Bürgschaften werden deutlich erhöht

Das Land erhöht zudem massiv seine Bürgschaften für große und kleine Unternehmen. Der Rahmen für Großbürgschaften des Landes werde von 900 Millionen Euro auf 5 Milliarden Euro erhöht, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Für kleine Unternehmen werde es "Expressbürgschaften" in Höhe bis 250.000 Euro innerhalb von drei Tagen geben. Dabei gehe vor allem auch darum, dass bis Ende des Monats Gehälter gezahlt werden könnten. Kein bisher erfolgreiches Unternehmen solle durch die Corona-Krise zu Schaden kommen.

Update, 13.37 Uhr: Rund 80 Schüler von zwei Grundschulen im Ennepe-Ruhr-Kreis sind nach Kontakt in zwei mobilen Testzentren mit einer infizierten Lehrerin auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet worden.

Coronavirus in NRW: Prozess ausgesetzt - Angeklagte darf U-Haft verlassen

Update, 13.33 Uhr: Am Paderborner Landgericht hat eine Richterin einen Prozess um einen mutmaßlichen Millionen-Betrug mit der Biersteuer ausgesetzt und damit einem der Angeklagten vorläufig das Gefängnis erspart. Da der Prozess wegen der Corona-Pandemie pausieren muss, sei der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Der Hauptangeklagte aus Paderborn muss eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro zahlen, damit er die Untersuchungshaft verlassen kann. Außerdem muss er Meldeauflagen erfüllen. 

In dem Fall mit drei Angeklagten und mutmaßlichem Steuerbetrug in Frankreich in Höhe von mehr als 11 Millionen Euro, gibt es zusammen 24 Prozessbeteiligte. Selbst der größte Saal des Landgerichts wäre nicht groß genug, so argumentierte die Richterin, dass alle genug Abstand haben, um sich nicht anzustecken.

Coronavirus in NRW: Diebstahl von Desinfektionsmittel aufgeklärt

Update, 13.25 Uhr: Nach dem Diebstahl von etwa 100 Litern Desinfektionsmittel aus dem Lager eines Krankenhauses Ende Februar hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der junge Mann steht im Verdacht, die Flaschen gestohlen und im Internet zum Verkauf angeboten zu haben. Die Ermittler seien dem 28-Jährigen aus Aserbaidschan durch Zeugenhinweise auf die Schliche gekommen. 

"Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter den Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung des Havixbeckers. Dabei fanden die Beamten Teile der Beute, die eindeutig dem Bestand des Krankenhauses zugeordnet werden konnten und stellten sie sicher. Der Beschuldigte leugnete in seiner polizeilichen Vernehmung die Tat. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren", so die Polizei Münster.

Coronavirus in NRW: Freiwillige werden zurückgeholt

Update, 13.16 Uhr: Im Sommer 2019 Jahres hatten sich 28 junge Frauen und Männer auf den Weg gemacht, um im Rahmen des weltwärts-Freiwilligendienstes in Ghana, Mexiko, Tansania, Uganda, Ruanda, Südafrika oder der Dominikanischen Republik für zwölf Monate in Projekten mitzuarbeiten. Nach einer Anordnung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Zuge der Corona-Pandemie holt das Bistum Münster die jungen Erwachsenen nun zurück nach Deutschland.

Die Freiwilligen seien gut aufgehoben in ihren Einsatzländern, in denen die Zahl der Corona-Infizierten aktuell auch noch deutlich unter denen in Deutschland liege, heißt es in einer Mitteilung des Bistums. Man habe Kontakt zu allen und organisiere alles, was notwendig und möglich sei.

Coronavirus in NRW: Bistum "storniert" alle Trauungen und Taufen

Bis Mittwoch der Karwoche sollen im Bistum Münster außerdem täglich um 19.30 Uhr alle Kirchenglocken läuten. In Zeiten, in denen sich die Gläubigen nicht zum Gottesdienst versammeln können, lade das Geläut zum persönlichen Gebet ein, Die Kirchen sollten darüber hinaus nach Möglichkeit weiter zum persönlichen Gebet geöffnet bleiben. 

Gravierender: Alle Taufen und Trauungen sind bis vorerst 19. April 2020 abgesagt worden. Für Beerdigungen gilt weiter, dass sie im engsten Familienkreis mit maximal bis zu 20 Personen stattfinden können. Der Abschied von den Verstorbenen soll komplett im Freien auf dem Friedhof stattfinden.

Coronavirus in NRW: Das sagt Amazon zum Handel im Netz

Update, 13.04 Uhr: Der Einzelhandel in den Innenstädten liegt wegen der Corona-Krise nahezu brach. Gehandelt wird aber trotzdem – übers Internet. Und das mehr denn je. Beim größten Arbeitgeber in Werne an der Lippe (Kreis Unna), der Amazon Logistik Werne GmbH, gibt's dafür aber keine direkte Bestätigung. 

Dafür verweist die für Werne zuständige Pressestelle des Online-Versenders auf den US-Blog des Unternehmens. Dort ist ganz generell von einem „

deutlichen Anstieg der Nachfrage

“ die Rede sowie in der Folge von einem für diese Jahreszeit „beispiellosen“ Bedarf an Arbeitskräften.

Coronavirus in NRW: Väter aus Kreißsaal ausgesperrt

Update, 12.44 Uhr: Der US-Toilettensitzhersteller Bemis hat in Essen Hotelzimmer für Obdachlose gespendet, die reserviert waren, aber wegen der Absage der Sanitärmesse SHK nicht mehr genutzt werden konnten. Vier Obdachlose hätten dank der Aktion vergangene Woche eine Nacht in einem Geschäftshotel übernachten können. Sie hätten sich "unheimlich gefreut" über die lange entbehrte Privatsphäre, das saubere Bett und die heiße Dusche, sagte eine Caritas-Sprecherin. Die Essener Bahnhofsmission hatte den Kontakt hergestellt.

Update, 12.40 Uhr: In der Bonner Uniklinik dürfen Väter bei Geburten nicht mehr in den Kreißsaal. Die Klinik habe sich schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen, um das Infektionsrisiko für Patientinnen und Mitarbeiterinnen möglichst gering zu halten, sagte eine Sprecherin. "Das bedeutet leider, dass werdende Väter ihre schwangeren Frauen weder vor, während noch nach der Geburt begleiten oder besuchen dürfen." In der Bonner Uniklinik gebe es im Schnitt fünf Geburten pro Tag.

Coronavirus in NRW: Handelsriese hofft auf unbürokratische Hilfe

Update, 12.22 Uhr: Die Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof haben die Bundesregierung um rasche Hilfe für den angeschlagenen Handelsriesen gebeten. In einem offenen Brief appellierte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jürgen Ettl an die Politik, dem Warenhauskonzern bis Montag mit Direkt-Zahlungen ohne bürokratischen Aufwand unter die Arme zu greifen, um die Gehaltszahlungen sicherzustellen. 

Außerdem forderte er KfW-Bürgschaften ohne Eigenbeteiligung und die Stundung der für März und April fälligen Zahlungen an die Sozialversicherungsträger und Finanzbehörden. Galeria Karstadt Kaufhof sei - wie die überwiegende Mehrheit aller Handelsunternehmen - durch die Epidemie "massiv wirtschaftlich, ja sogar möglicherweise existenziell betroffen", betonte Ettl in seinem Brief, der auch an die Bundestagsfraktionen ging.

Coronavirus in NRW: Plastikplane mit Reißverschluss im Bus

Update, 12.19 Uhr: Um Busfahrer vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, haben die Wuppertaler Stadtwerke aufgerüstet: Statt eines Flatterbandes trennt nun eine Plastiktür den Fahrer von Rest des Fahrzeugs. Bislang seien 200 Busse ausgerüstet worden, sagte ein Sprecher. 

Bis Ende der Woche sollten alle 300 Busse auf den insgesamt 65 Linien den Schutz haben. Dabei wird die Fahrerkabine durch eine Plastikplane mit einem Reißverschluss abgetrennt. An den Bussen werden nur die hinteren Türen geöffnet.

Coronavirus in NRW: Größter Rettungsschirm der Geschichte 

Update, 11.58 Uhr: Die NRW-Landesregierung will 25 Milliarden Euro Wirtschaftshilfe bereitstellen, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern. Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) soeben in einem Spitzengespräch mit Wirtschaftsvertretern zugesagt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. 

Das Sondervermögen entspricht rund einem Drittel des bisherigen Landeshaushalts und soll bereits in der nächsten Landtagssitzung verabschiedet werden. Nach Angaben von Teilnehmern sprach Laschet vom "größten Hilfsprogramm für Nordrhein-Westfalen seit Bestehen unseres Landes". Die schwarz-gelbe Landesregierung wolle in dieser Krise bislang unbekannten Ausmaßes "Hilfe in bisher nie da gewesener Höhe" bereitstellen.

Details sollen gegen 13 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt werden.

Coronavirus in NRW: Weniger Kontakte - viel weniger Infektionen

Update, 11.36 Uhr: Offenbar sind Planungen für einen "Corona-Drive-In" wie in Warstein (Kreis Soest) im Märkischen Kreis weit fortgeschritten. Demnach sollen ab dem kommenden Montag an drei Standorten sogenannte Coronavirus-Abstrichzentren eingerichtet werden. 

Update, 11.28 Uhr: Diese Grafik, die der Kreis Unna jetzt auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, hat es schon in sehr viele WhatsApp-Gruppen geschafft:

Update, 11.28 Uhr: Zur Einordnung der aktuellen Fallzahlen noch einmal der Hinweis, dass die 55 Kreise und kreisfreien Städte in NRW immer über aktuellere Zahlen verfügen als das Gesundheitsministerium. Zwei Beispiele:

  • Der Kreis Soest meldet 49 Fälle, das Ministerium für den Kreis Soest deren 47. 
  • Der Märkische Kreis meldet 33 Fälle, das Ministerium für den MK deren 31.

In Summe führt das dazu, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen höher ist als die jetzt veröffentlichte.

Coronavirus in NRW: Dreistellige Zahlen aus 15 Kreisen und Städten  

Update, 11.17 Uhr: Neben dem Kreis Heinsberg (840) werden jetzt schon aus 14 weiteren Kreisen und kreisfreien Städten dreistellige Fallzahlen gemeldet:

  • Köln 430
  • Aachen/Städteregion Aachen 298
  • Kreis Borken 164
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Update, 11.09 Uhr: Wie befürchtet sind die Coronavirus-Fallzahlen in NRW in den letzten 24 Stunden sehr deutlich in die Höhe geschossen - von 3838 gestern um 10 Uhr auf 4743 heute Stand 10.45 Uhr. Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Zahlen soeben veröffentlicht.

Damit ist so gut wie sicher, dass die Zahl bis heute Abend auf über 5000 steigen wird, weil die Meldewege dafür sorgen, dass dem Ministerium nicht sofort die frischesten Zahlen aus den Kreisen und kreisfreien Städten im land vorliegen.

Coronavirus in NRW: Reisebranche mit enormen Verlusten

Update, 10.58 Uhr: Die Coronavirus-Krise belastet die deutsche Reisebranche mit milliardenschweren Umsatzausfällen. Nach Hochrechnungen des Branchenverbandes DRV summiert sich der Ausfall bei Veranstaltern und Reisebüros allein bis Ende April auf mehr als 4,8 Milliarden Euro. Der Finanzbedarf werde weiter steigen, wenn die Krise andauere, warnte der DRV. "Ein Schutzschirm für die Reisewirtschaft ist jetzt dringend notwendig. Die Politik ist gefordert, diese Umsatzausfälle mit einer Beihilfe auszugleichen", forderte DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Das Problem: Reisen ist praktisch nicht mehr möglich. Reisen werden storniert, Veranstalter müssen das Geld an die Kunden zurückzahlen, Kunden zögern mit Neubuchungen. Damit fehlt den Unternehmen Liquidität.

Update, 10.50 Uhr: Noch mal Fußball: Beim SC Paderborn ist nach Verteidiger Luca Kilian kein weiterer Spieler oder Funktionär positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Coronavirus in NRW: Gladbacher Fußballer verzichten auf Geld 

Update, 10.24 Uhr: Borussia Mönchengladbach ist der erste Fußball-Profiverein in Deutschland, bei dem die Spieler freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", sagte Sportchef Max Eberl. Nach Informationen der Rheinischen Post soll der Club monatlich deutlich mehr als eine Million Euro pro Monat einsparen. 

Spieler und führende Angestellte wollen angesichts der Coronakrise und der Spielpause deswegen in der Bundesliga anderen Angestellten des Clubs Jobs und Einkommen sichern. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte Eberl weiter. "Wir stehen zusammen für Borussia, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben und damit auch an all die Fans, die uns unterstützen." 

Coronavirus in NRW: Große Probleme am Airport Dortmund

Update, 10.05 Uhr: Joko Winterscheidt, gebürtiger Nordrhein-Westfale, bringt es noch einmal auf den Punkt...

Update, 9.57 Uhr: Von der Coronavirus-Pandemie sind am Dortmund Airport auch Shops, Besucherterrasse und Buslinien betroffen. Die Passagierzahlen seien stark rückläufig und sanken zuletzt auf über minus 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahrestag. "Damit erlebt der Flughafen einen nie dagewesenen Einbruch seiner Fluggastzahlen", so der Airport in einer Mitteilung. 

Die Besucherterrasse bleibt geschlossen, alle gastronomischen Angebote im Terminal schließen zum Wochenende. Der Verkehr der Buslinie 490 (Aplerbeck-Flughafen sowie Shuttle zwischen Terminal und Parkplätzen P5/P6) wird eingestellt. Zeitgleich werden der AirportExpress zwischen Dortmunder Hauptbahnhof und Airport sowie der AirportShuttle zwischen Bahnhof Holzwickede und Airport eingestellt. 

Coronavirus in NRW: Sechs Verhaltensregeln beachten

Update, 9.12 Uhr: In der nächsten Stunde wird mit neuen Fallzahlen zur Coronavirus-Pandemie für NRW gerechnet. Die legt das Gesundheitsministerium erfahrungsgemäß gegen 10 Uhr vor.

Es ist angesichts der Steigerungen der letzten Tage zu befürchten, dass die Zahl der bestätigten Fälle im Land im Laufe des Donnerstages deutlich in Richtung oder sogar über die 5000 hinaus geht.

Update, 9.07 Uhr: Die Landesregierung hat in den sozialen Netzwerken noch einmal veröffentlicht, "Worauf es jetzt ankommt". So sind insgesamt sechs Verhaltensregeln überschrieben - dazu die Hashtags #wirbleibenzuhause, #haendewaschen, #abstand und #zusammenhalt.

Coronavirus in NRW: Kurzarbeit rückwirkend beantragen

Update, 8.32 Uhr: Immer mehr NRW-Unternehmen wollen Kurzarbeit anmelden. Betroffen sind unter anderem die Autozulieferer im Land, weil die großen Hersteller in ihren Fabriken die Bänder abstellen. Aber auch viele kleine und mittelgroße Firmen brauchen schnell Hilfe.

Anträge auf Kurzarbeitergeld könnten auch rückwirkend zum 1. März gestellt werden, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit mit. Das gehe auch online. 

Für viele Handwerksbetriebe gehe es jetzt "ums Ganze", warnte der Westdeutsche Handwerkskammertag. Sie seien in ihrer Existenz gefährdet, "weil Umsätze einbrechen, Kunden ausbleiben und Lieferengpässe entstehen".

Coronavirus in NRW: Milliardenbetrag dringend erforderlich

Der Einzelhandel leidet unter der Schließung zahlreicher Geschäfte und fordert staatliche Hilfe. Die landeseigene NRW.Bank hat über eine stark wachsende Zahl von Anfragen Hilfe suchender Unternehmern und Selbstständigen berichtet. 

Der Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf zufolge reichen Kredit- und Bürgschaftszusagen für viele Mittelständler nicht aus, um die Corona-Folgen abzumildern. Der Düsseldorfer IHK-Präsident Andreas Schmitz forderte deshalb einen Notfallfonds für Klein- und Kleinstunternehmen.  Das Land müsse einen einstelligen Milliardenbetrag aufbringen. 

Eine weitere Möglichkeit zur Hilfe seien Nachrangdarlehen mit langen Laufzeiten. Dadurch könnte die Kreditwürdigkeit von Unternehmern verbessert werden. 

Coronavirus in NRW: Deutliche Kritik aus dem Kreis Heinsberg

Update, 8.30 Uhr: Trotz steigender Fallzahlen hat der besonders betroffene Kreis Heinsberg 25 ehemals Corona-Infizierte als gesund aus der Quarantäne entlassen. Das sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) in einer Videobotschaft und erklärte, dass diese Zahl in den kommenden Tagen sukzessive steigen werde.

Es sind die ersten Zahlen zu geheilten Patienten - landesweit wird laut Gesundheitsministerium keine entsprechende Statistik geführt. Pusch kritisierte in seiner Videobotschaft erneut die schleppende Versorgung der Kliniken im Kreis mit Atemschutzmasken und Kitteln. Auch die Bundeswehr habe ihn enttäuscht: Sämtliche Hilfegesuche seien negativ beschieden worden, so Pusch.

Coronavirus in NRW: Olympia-Qualifikation im Mai gestrichen

Update, 8.28 Uhr: Immer mehr Veranstaltungen werden jetzt auch schon für den Mai abgesagt - nicht nur der ESC: So wird die Kanu-Regatta vom 21. bis 24. Mai in Duisburg mit Rennen um die letzten Olympia-Quotenplätze nicht stattfinden. Der Internationale Kanu-Verband ICF habe beschlossen, alle in der kommenden Zeit terminierten Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben, teilte der Deutsche Kanu-Verband mit.

Coronavirus in NRW: Merkels historische Fernsehansprache

Update, 8.05 Uhr: Viele Menschen in NRW haben am Mittwochabend um 20.15 Uhr die historische Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel gesehen.

In einer bislang beispiellosen Fernsehansprache hatte Merkel angesichts der Corona-Pandemie an Vernunft und Disziplin der Bürger appelliert, um die Gefahr bewältigen zu können. Jeder und jede Einzelne müsse sich jetzt an die Regeln halten, betonte sie.

Hier können Sie sich die Rede der Kanzlerin noch einmal anschauen:

Coronavirus in NRW: Reker fühlt sich pudelwohl

Update, 8.02 Uhr: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63) nimmt eine zweiwöchige Corona-Quarantäne locker. "Ich habe nichts, ich fühle mich pudelwohl", sagte die parteilose Politikerin. Da sie aber mit einem Infizierten in Kontakt war, bleibt sie bis Ende nächster Woche in ihrer Wohnung in einem Kölner Mehrfamilienhaus. 

"Ich komme damit deswegen ganz gut zurecht, weil ich hier jetzt arbeite wie im Büro auch. Ich bekomme hier meine Akten, und ich telefoniere ganz viel. Deswegen merke ich den Unterschied vielleicht nicht so wie andere. Ich sitze einfach nur an einer anderen Stelle." Persönlichen Kontakt hat sie nur noch mit ihrem Mann. Der kaufe ein - was er aber sowieso meistens mache.

Coronavirus in NRW: Videokonferenz mit Spitzenvertretern

Update, 7.36 Uhr: Neben den gesundheitlichen Auswirkungen ist das Coronavirus eine sehr ernste Herausforderung für die NRW-Wirtschaft. Die Landesregierung mit Ministerpräsident Armin Laschet, Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart sowie Finanzminister Lutz Lienenkämper wird sich heute mit Repräsentanten von Arbeitgebern,Gewerkschaften, Industrie- und Handelskammern, dem Handwerk, von Banken und mit Oberbürgermeistern in einer Videokonferenz austauschen.

"Ziel ist, die Unterstützungsprogramme weiter auszubauen und passgenaue finanzielle Hilfen für Betroffene bereitzustellen. An den Gesprächen nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter der NRW.BANK sowie der Banken- und Sparkassenverbände teil", hieß es im Vorfeld aus der Staatskanzlei in Düsseldorf.

Vor der Konferenz hat die SPD ein Sonderprogramm für geringverdienende Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmer gefordert. Diese bräuchten Hilfe, "um in den nächsten Wochen über die Runden zu kommen", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty. 

Coronavirus in NRW: Heute Wirtschaftsgipfel der Landesregierung

"Dieses Geld muss so gezahlt werden, dass es schnell und unbürokratisch bei ihnen ankommt und daraus für die Betroffenen keine Überschuldung für die Zeit nach der Krise entsteht", sagte Kutschaty. Es gehe jetzt "um die rasche Bewältigung einer Notlage, nicht um das langwierige Prüfen komplizierter Kreditkriterien."

Für den Mittelstand forderte die SPD einen staatlichen Stabilitätsfonds. Mehrere andere Bundesländer haben bereits große Hilfsprogramme angekündigt. So will Bayern zum Schutz der Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise bis zu zehn Milliarden bereitstellen.

Update, 7.20 Uhr: Guten Morgen NRW aus der Online-Redaktion. Am 26. Februar, dem Aschermittwoch haben wir unsere ausführliche Berichterstattung zur Coronavirus-Pandemie in unserem Bundesland mit Bekanntwerden des ersten Falles aus dem Kreis Heinsberg begonnen. Heute sind wir also schon den 23. Tag in Folge bemüht, Sie so schnell und sachlich wie möglich darüber zu informieren, was sich im Zusammenhang mit der Sars-CoV2-Infektion in NRW tut.

Coronavirus in NRW: Mehr Infizierte und ein 13. Todesopfer

Update, 22.45 Uhr: Eine Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen von Mittwoch: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle von knapp 3380 am Vortag auf knapp 4300 am Mittwoch (Stand: 16 Uhr) sprunghaft an. Die Zahl der landesweit gemeldeten Todesfälle stieg demnach um ein Opfer auf 13. 

Nordrhein-Westfalen kämpft mit scharfen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Trotzdem ist die Zahl der Infizierten am Mittwoch sprunghaft angestiegen. Das Land wappnet sich derzeit für ein Szenario mit vielen schwerkranken Infizierten

Landesweit bereiten sich Krankenhäuser auf deren Andrang vor. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will zusätzliche Plätze schaffen, an denen Patienten beatmet werden können. 

Coronavirus in NRW: Dringender Appell an die Bevölkerung

Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) appellierte unterdessen am Mittwoch noch einmal eindringlich an die Bevölkerung, bei den Maßnahmen an einem Strang zu ziehen - ansonsten seien auch Ausgangssperren ein Thema

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hatte am Morgen vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in ganz Deutschland gewarnt. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Wieler er in Berlin. 

Coronavirus in NRW: Die Druck auf die Wirtschaft wird größer

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise werden stärker: An den großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Starts und Landungen drastisch eingebrochen. 

Große Autozulieferer wie Kirchhoff und Hella bereiten wegen der Werksschließungen großer Hersteller Kurzarbeit vor. 

Coronavirus in NRW: Warnung vor Coronapartys - "Das Virus kennt keinen Spaß"

Update, 21.03 Uhr: Die Kölner Messe will wegen des Coronavirus bis Ende Juni keine eigenen Veranstaltungen durchführen. Das teilte die Koelnmesse am Mittwochabend mit. Es wurden unter anderem die Foto- und Videomesse "photokina", die Reifenmesse "The Tire Cologne" und das Popkultur-Festival "CCXP Cologne" gestrichen. 

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Virus beeinträchtigen "die Planungssicherheit für die Koelnmesse und die Teilnehmer der Messen in Köln weit über die bisherige Reichweite der aktuellen Szenarien hinaus", hieß es. Zuvor hatte die Messe bereits mehrere Veranstaltungen in den kommenden Wochen abgesagt.

Update, 20.38 Uhr: Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat junge Leute vor sogenannten Coronapartys gewarnt. "Das Virus kennt keinen Spaß", sagte Lange in einem am Mittwoch auf Facebook veröffentlichten Video. "Ich bitte Sie und euch eindringlich darum, solche Privatveranstaltungen nicht zu organisieren und nicht zu besuchen." Sich an sowas zu beteiligen, sei "verantwortungslos". Sollte es trotzdem zu Partys kommen, würden die Beamten eingreifen: "Die Polizei wird solche Menschenansammlung umgehend auflösen."

Update, 19.49 Uhr: Fenster runter - Stäbchen rein: In Warstein hat am Mittwochmorgen das erste Coronavirus-Abstrichzentrum im Kreis Soest seinen Dienstbetrieb aufgenommen. Der Soester Anzeiger hat die Arbeit am ersten Tag des Corona-Drive In begleitet.

Update, 19.20 Uhr: Für Hans-Joachim Watzke ist es eine ökonomische Notwendigkeit, die aufgrund der Corona-Epidemie unterbrochene Saison in der Fußball-Bundesliga zu Ende zu spielen. "Ansonsten wird es finanziell für zu viele Vereine so dramatisch, dass sich Dinge im Fußball verändern werden, an die man jetzt nicht einmal denken mag. Und wenn uns die Behörden grünes Licht geben, dass diese Spiele im ganz kleinen Kreis erlaubt werden, dann werden wir die Möglichkeit nutzen, unsere Arbeit zu machen", sagt der Geschäftsführer am Mittwoch in einem 11freunde-Interview. 

Angesichts der Aussicht auf weitere Geisterspiele müssten alle Beteiligten jedoch erhebliche Unterschiede in Kauf nehmen. "Die Meisterschaft hat dieses Jahr emotional sicherlich am Ende einen anderen Wert als sämtliche Titel vorher. Die Schale wird weder der Menge am Borsigplatz gezeigt noch auf dem Marienplatz oder sonstwo." 

Coronavirus in NRW: So lange überlebt der BVB, wenn kein Cent auf dem Konto eingeht

Doch nur bei einer Fortsetzung der Saison könnten laut Watzke die "über 60.000 Arbeitsplätze" im Profifußball geschützt werden. Personelle Einschnitte im eigenen Unternehmen seien vorerst nicht geplant. "Wir denken aktuell nicht im Ansatz an so etwas wie betriebsbedingte Kündigungen", sagte der 60-Jährige mit Verweis auf die solide Finanzsituation des Revierclubs. "Als weitsichtig hat sich erwiesen, dass wir unsere Kreditlinie schon früh sehr erweitert haben, so dass wir - auch in der jetzigen Situation, in der mehrere Erlöse auf der Kippe stehen - kein Liquiditätsproblem haben werden." 

Auf die Frage, wie lange der BVB ohne Einnahmen auskommen könnte antwortete Watzke: "Einige Monate würden wir auskommen, wenn in den nächsten Monaten nicht ein Cent dem BVB-Konto gutgeschrieben werden würde." 

Coronavirus in NRW: Auswirkungen auf die Flughäfen Düsseldorf und Köln

Update, 18.52 Uhr: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise werden stärker: An den großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Starts und Landungen drastisch eingebrochen. Die Verkehrsleistung in Düsseldorf sei auf 20 Prozent der zu dieser Zeit üblichen Flüge abgesunken, teilte der Airport am Mittwoch mit. Der größte NRW-Flughafen will deshalb ab April Kurzarbeit anmelden. Trotz des starken Nachfragerückgangs bleibe der Flughafen aber geöffnet. 

In Köln/Bonn gab es im Monat März bislang 30 Prozent weniger Flugbewegungen als im gleichen Monat des Vorjahres. 

Coronavirus in NRW: Kein Nachschub bei Schutzausrüstung - ambulante Pflegedienste in Angst

Update, 18.33 Uhr: Wegen Nachschubproblemen mit Schutzausrüstung gegen den Coronavirus schlagen immer mehr ambulante Pflegedienste Alarm. "Vielen Pflegedienstbetreibern gehen Schutzkittel, Desinfektionsmittel und Mundschutze aus. Vielleicht zehren sie noch von Vorräten, können aber dann ihre Mitarbeiter nicht mehr schützen", sagte Claudia Engel, Sprecherin des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationärer Einrichtungen (bad) am Mittwoch in Essen. Nötig seien örtliche, staatlich organisierte Verteilstellen, um die ambulanten Dienste auch weiterhin arbeitsfähig zu halten.

Die Betreiber seien in großer Sorge, durch etwaige Quarantänemaßnahmen die Pflegebedürftigen nicht mehr betreuen zu können, sagte Engel vom bad. "Es muss ja nur ein Kunde oder Mitarbeiter infiziert sein, und ihnen wird unter Umständen der ganze Betrieb geschlossen. Dann wären Patienten unversorgt", sagte Engel weiter.

So ist zum Beispiel Anja Vorderwülbecke, Geschäftsführerin der Pflegedienst PAPS GmbH & Co.KG in Olsberg, verzweifelt: „Eigentlich sind wir gar nicht mehr arbeitsfähig“, sagt sie. Seit drei Wochen kann sie weder Schutzkleidung noch Hygienematerialien bestellen. 

Coronavirus in NRW: 4300 Infizierte in NRW, 13 Todesfälle

Update, 18.20 Uhr: Auch in Dortmund ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen weiter gestiegen. Die Stadt Dortmund spricht von 76 bestätigten Fällen. Das sind 14 mehr als am Dienstag.

Update, 18.07 Uhr: In NRW ist das Coronavirus trotz aller Maßnahmen zur Eindämmung auf dem Vormarsch: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle von knapp 3380 am Vortag auf knapp 4300 am Mittwoch (Stand: 16 Uhr) sprunghaft an. Die Zahl der landesweit gemeldeten Todesfälle stieg demnach um ein Opfer auf 13.

Update, 17.59 Uhr: Im Kreis Unna sind mittlerweile 51 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Um das Virus einzudämmen, haben sich der Kreis und mehrere Städte zu drastischen Maßnahmen entschlossen.

Coronavirus in NRW: Ansturm auf Mehl und Toilettenpapier - so steht es um die Grundversorgung

Update, 17.51 Uhr: Alle wollen es. Keiner hat es - zumindest augenscheinlich: Der Ansturm auf Mehl und Toilettenpapier ist Alltag - und darüber wird in den Medien momentan rauf und runter berichtet. Da stellt sich manch einem schnell die Frage, ob die Grundversorgung überhaupt noch gewährleistet ist. soester-anzeiger.de hat mal nachgefragt und sich an verschiedenen Stellen selbst ein Bild gemacht.

Update, 17.22 Uhr: Auch im Kreis Soest ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten noch einmal deutlich angestiegen. Es gibt nun 49 bestätigte Fälle - am Dienstag waren es noch 35. Doch in Krisenzeiten gibt es auch noch gute Nachrichten: Die Stadt Soest hat unter dem Titel "Soest solidarisch" eine besondere Hilfsaktion ins Leben gerufen. Diese soll Menschen helfen, die durch das Coronavirus besondert gefährdet sind. .

Coronavirus in NRW: Kurzarbeit - herber finanzieller Einschnitt

Update, 17.06 Uhr: Die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Personen ist am Mittwoch auch im Märkischen Kreis weiter gestiegen. Es gibt dort fünf bestätigte Neu-Infektionen. Wir berichten laufend aktuell über die Entwicklung im Märkischen Kreis.

Update, 17 Uhr: Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen hat Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Wie der Verein mitteilte, sei dieser Schritt nach der Einstellung des Spielbetriebes in der 2. Bundesliga als Folge der Coronavirus-Pandemie "ohne Alternative", um die "Gesellschaft und möglichst viele Arbeitsplätze perspektivisch zu schützen". Der Antrag sei mit Wirkung zum 1. April 2020 gestellt worden. Die Maßnahme sei für die 18 Vollzeitangestellten (Trainer, Spieler, Büromitarbeiter) zunächst ein herber finanzieller Einschnitt.

Coronavirus in NRW: Betrüger mit fieser Virus-Masche aktiv

Update, 16.40 Uhr: Während die Krise durch das Coronavirus ohnehin schon an den Nerven vieler Bürger zerrt, nutzen Betrüger die Situation aus - und versuchen, Menschen mit einer fiesen Masche um ihr Erspartes zu bringen. 

Wie die Polizei im Kreis Warendorf soeben unter Verweis auf das Landeskriminalamt NRW mitteilte, geben sich Betrüger bei dieser neuen Masche als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten und nun in einem Krankenhaus lägen. Sie benötigten dringend Geld für die Behandlung oder teure Medikamente. Da sie selbst im Krankenhaus lägen, könnten sie nur einen Boten schicken, der das Geld oder auch die Wertsachen abhole.

"Durch mehrere Telefonanrufe innerhalb kurzer Zeit erhöhen die Anrufer den psychischen Druck auf ihre Opfer, verbunden mit Appellen wie: 'Hilf mir bitte!'", schildert die Polizei das Vorgehen der Betrüger. Die Täter bestünden auf absolute Verschwiegenheit gegenüber Dritten wie zum Beispiel anderen Verwandten. "Weil sie angeblich nicht selbst kommen können, vereinbaren sie mit den älteren Menschen ein Kennwort, das ein Freund oder Bekannter nennen wird, wenn er als Bote das Geld abholt", so die Polizei weiter.

Mit dieser fiesen Masche hatten Betrüger laut Polizei bereits Erfolg. In zahlreichen Fällen hätten die älteren Opfer nach solchen Gesprächen hohe Geldbeträge von ihrem Konto abgehoben, um dem vermeintlichen Enkel oder anderen Verwandten oder Bekannten zu helfen.

Coronavirus in NRW: Kommunen setzten Spielplatz-Verbot unterschiedlich intensiv um

Update, 16.24 Uhr: Das Wetter lockt mit Sonnenschein und Frühlingstemperaturen nach draußen. Sinn der Kita- und Schulschließungen in NRW ist aber nicht, dass Kinder sich auf Spielplätzen tummeln wie in den vergangenen Tagen. Das Land hat deshalb ein Spielplatz-Verbot verhängt, um das Coronavirus einzudämmen.

Die Umsetzung durch die Kommunen lief am Mittwoch unterschiedlich intensiv. Während zum Beispiel in Recklinghausen schon am Morgen Spielplätze mit rot-weißem Flatterband und Hinweisschildern abgesperrt waren, wies an mehreren Spielplätzen in Köln oder Düsseldorf zunächst nichts auf ein Verbot hin. Dennoch herrschte auch dort auf Schaukeln, Rutschen und Klettergerüsten oft gähnende Leere.

Wer gegen das Nutzungsverbot verstößt, soll nach Angaben des Städtetags NRW aber nicht gleich mit Strafen belegt werden. "Bei Verstößen werden Mitarbeiter der Ordnungsbehörden auf das Betretungsverbot hinweisen. Erst bei offensichtlicher Uneinsichtigkeit oder wiederholtem Verstoß werden Bußgelder erhoben", teilte Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetags NRW, mit. 

In Dormagen kontrolliere der Ordnungsdienst mit Streifen im gesamten Stadtgebiet, ob die Spielplatz-Schließungen eingehalten würden, sagte ein Stadtsprecher. "Selbstverständlich können die Kollegen nicht rund um die Uhr überall präsent sein. Deshalb setzten wir auch auf die Eigenverantwortung von Eltern, keine Spielplätze aufzusuchen." 

Update, 16.08 Uhr: Der Deutschland-Achter muss wegen der Corona-Pandemie vorerst auf gemeinschaftliches Training am Dortmunder Stützpunkt verzichten. "Ein neuer Erlass des Gesundheitsamtes der Stadt Dortmund verbietet das gemeinsame Training", teilte die Ruder-Crew am Mittwoch mit. Demnach ist "jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Sportanlagen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17. März 2020 einzustellen." 

"Damit ist klar, dass wir bis auf Weiteres nur noch individuell trainieren können", sagte Achtertrainer Uwe Bender. Die Weltmeister aus dem DRV-Paradeboot wurden deshalb mit Ergometern für das Heimtraining versorgt. Sie waren am Montag vorzeitig aus dem Trainingslager in Portugal zurückgekehrt.

Coronavirus in NRW: So reagieren große Handelsketten auf Möglichkeit der Sonntagsöffnung

Update, 15.40 Uhr: Auch Lidl hat sich jetzt zu den Sonntagsöffnungen geäußert. Die Handelskette spricht sich ebenfalls dagegen aus.

Update, 14.48 Uhr: Laut einem Erlass der NRW-Landesregierung dürfen Lebensmittelgeschäfte zur Sicherstellung der Versorgung nun auch sonntags und feiertags von 13 bis 18 Uhr öffnen. Von dem Angebot machen die großen Handelsketten aber keinen Gebrauch:

Netto, Rewe, Aldi, Kaufland und Edeka sprechen sich auf Nachfrage unserer Redaktion gegen eine Öffnung am Sonntag aus. Lediglich Lidl  hat sich noch nicht auf eine Nachfrage geäußert.

Alle Lebensmittelhändler verweisen auf eine stabile Warenversorgung, die eine Sonntagsöffnung nicht erforderlich mache. Alle Filialen würden laufend mit Lebensmitteln versorgt. 

Gegen die Sonntagsöffnung spreche zudem, dass die Mitarbeiter dringend einen freien und ruhigen Tag in der Woche benötigten. "Unsere Mitarbeiter arbeiten am Limit", heißt es aus den Unternehmenszentralen.

Coronavirus in NRW: Leverkusener Kicker im Heimtraining

Update, 14.11 Uhr: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat wegen der Coronavirus-Pandemie das gemeinschaftliche Training für alle Mannschaften bis auf Weiteres eingestellt. Die Spieler der Profimannschaft von Trainer Peter Bosz werden ab sofort mit den seit längerem vorbereiteten individuellen Heimtrainingsplänen arbeiten, hieß es. 

Update, 13.55 Uhr: Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Coronavirus-Pandemie hat Poco alle Einrichtungsmärkte geschlossen - voraussichtlich bis zum 19. April 2020. "Auch wenn wir die Schließung sehr bedauern, ist es im Moment die sicherste und klügste Entscheidung", so das Unternehmen, das angesichts des NRW-Erlasses aber ohnehin hätte schließen müssen. Der Onlineshop bleibt aktiv.

Update, 13.51 Uhr: Auch Energiekonzern RWE verschiebt seine ursprünglich für den 28. April geplante Hauptversammlung. Die Gesundheit der Aktionäre und Mitarbeiter habe absolute Priorität, teilte der Dax-Konzern. Durch die Verlegung der Hauptversammlung sei auch eine entsprechende Verschiebung des Gewinnverwendungsbeschlusses und der Dividendenauszahlung unvermeidbar. 

Ein neuer Termin hänge "vom weiteren Verlauf der Infektionswelle" ab. Zuvor hatten schon Daimler, Beiersdorf oder Deutsche Telekom ihre Aktionärsversammlungen verschoben.

Coronavirus in NRW: Medizinstudenten könnten helfen

Update, 13.26 Uhr: Der Kreis Steinfurt im Münsterland sucht in der Corona-Krise nach Medizinstudenten, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. "Durch die medizinischen Kenntnisse der Studierenden sind sie eine wertvolle Unterstützung im telefonischen Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern, die Fragen zum Coronavirus haben oder sich momentan in Quarantäne befinden", teilte der Kreis mit. Nach Angaben der Bezirksregierung Münster gibt es im Kreis Steinfurt aktuell 114 nachgewiesene Infektionsfälle.

Update, 13.24 Uhr: Für Pflegebedürftige und behinderte Menschen müssen Tagespflegeeinrichtungen und Werkstätten auch in der Corona-Krise eine Notbetreuung gewährleisten. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind auch diese Einrichtungen eigentlich geschlossen. 

Die Träger müssten aber jene Menschen aufnehmen, deren Betreuung tagsüber sonst nicht sichergestellt sei. Die ambulanten Pflegedienste arbeiteten "natürlich weiter", betonte Laumann. Andernfalls wäre die Versorgung der Pflegebedürftigen "schlicht und ergreifend nicht mehr gewährleistet".

Coronavirus in NRW: Erlass zum Einzelhandel konkretisiert

Update, 13.06 Uhr: Hier gibt es die Pressekonferenz als Video. 

Update, 13.03 Uhr: Der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp bezieht Stellung zu einer weiteren Nachfrage aus unserer Redaktion in Sachen Einzelhandel - nämlich dazu, warum es am Dienstag im Nachgang des ersten einen weiteren Erlass mit neuen Regelungen gegeben habe. Dabei habe es sich nicht um ein Umdenken, sondern lediglich um eine notwendige Konkretisierung gehandelt, weil klar geworden sei, dass die Kommunen den ersten Erlass unterschiedlich interpretiert hätten.

Update, 12.56 Uhr: "Wir bleiben für euch da! Und ihr bitte zu Hause!" Mit diesem eindringlichen Appell richten sich immer mehr Krankenhaus-Mitarbeiter im Internet an die Bevölkerung. Auch an der Uniklinik Essen fotografierte sich das Team der Zentralen Notaufnahme mit einem entsprechenden Spruchband. Bundesweit posteten Krankenhäuser ähnliche Fotos mit Spruchbändern in sozialen Medien.

Coronavirus in NRW: Einzelhandel hat hohe Bedeutung

Update, 12.52 Uhr: Joachim Stamp betont im Rahmen der Pressekonferenz auf Nachfrage unserer Redaktion ausdrücklich, welch' hohe Bedeutung den Beschäftigten im Einzelhandel - vor allem an den Kassen - aktuell zukomme. Daher sei es absolut richtig und wichtig, dass die Angestellten zu jenen Berufen gehörten, die als systemrelevant eingestuft werden. Damit ist hier die Kinderbetreuung ggf. möglich, falls beide Elternteilen in solchen Berufen tätig sind.

Update, 12.48 Uhr: Laumann betont, dass die Versorgung mit Medikamenten in NRW ausreichend gesichert sei. Außerdem sei es den örtlichen Strukturen (z.B. Krankenhäuser, Apotheken) freigestellt, beispielsweise Desinfektionsmittel aus Industriealkohol herzustellen. "Das haben wir zum Glück nicht alles verlernt", so Laumann

Coronavirus in NRW: Zahl der Beatmungsplätze soll verdoppelt werden

Update, 12.40 Uhr: Laut Gesundheitsminister Laumann wird der Bund mit dem größten Lieferanten von Beatmungsgeräten in Deutschland einen Vertrag schließen. Der Hersteller habe zugesichert, seine Produktionskapazitäten verdoppeln zu können. In NRW gibt es vom Grundbestand her rund 5000 Beatmungsplätze, so Laumann. Nach den Vorstellungen des Bundes soll jedes Bundesland seine Kapazitäten möglichst verdoppeln.

Update, 12.30 Uhr: Abschiebungen seien nicht generell ausgesetzt, es komme aber durch Flugausfälle und Grenzkontrollen zu erheblichen Einschränkungen im System. Flüchtlinge werden durch das Land aktuell auf der anderen Seite nicht mehr so zugewiesen wie zuvor, beispielsweise werden dem Kreis Heinsberg keine mehr zugeführt, so Joachim Stamp.

Coronavirus in NRW: Keine Entscheidung zu Kitagebühren

Update, 12.27 Uhr: Das Thema Kitagebühren trotz aktueller Kitaschließungen ist in NRW nicht abschließend geklärt. Familienminister Stamp betont, es sei keine Zeit dafür, diese Diskussion jetzt zu führen. Man werde niemanden - beispielsweise Alleinerziehende - fallen lassen, aber die Situation werde jedem auch finanzielle Opfer abverlangen. Es dürfe keine Profiteure geben.

Update, 12.24 Uhr: Stamp betont noch einmal, dass es alternative Betreuungsangebote beispielsweise in Unternehmen oder Nachbarschaften nicht geben dürfe. Das sei unverantwortlich, Kinder müssten zuhause betreut werden. 

Auch andere Zusammenkünfte - beispielsweise "mit einer Kiste Bier auf den Rheinwiesen" - seien nicht hinnehmbar. "Wenn es nicht ein anderes Verhalten gibt, wird es zu anderen Maßnahmen kommen", so Stamp, ohne das Thema "Ausgangssperren" expliziert zu nennen. "Wenn wir jetzt nicht diszipliniert sind, wird es zu schlimmen Situationen kommen", so Stamp.

Coronavirus in NRW: Finanzierung durch das Land läuft weiter

Update, 12.22 Uhr: Familienminister Stamp dankt neben den Kita-Leitungen und Erziehern sowie Mitarbeitern der Jugendämter vor allem auch allen Eltern dafür, dass es gelungen sei, die Kinderbetreuung sicherzustellen. "Wir wissen, dass wir brutal viel verlangen", so Stamp.

Die Kitas und Tagespflege werden unabhängig, davon, ob und wie viele Kinder jetzt betreut werden,analog zur Ganztagsbetreuung vom Land weiterfinanziert. Stamp erneuert den Appell, Kinder nicht von älteren oder vorerkrankten Menschen betreuen zu lassen.

Coronavirus in NRW: Abiturprüfungen noch in der Schwebe

Update 12.16 Uhr: Das Land NRW hat auch schon Planungen mit Blick auf die Abiturprüfungen wie in Bayern angestellt. Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen, so Gebauer. Wegen des Coronavirus war in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai verschoben worden. In jedem Fall werde es keine mildere Benotung geben können oder gar andere sprich leichtere Abituraufgaben, weil diese mit einem Vorlaut von bis zu zwei Jahren erstellt werden. "Seitdem liegen sie im Safe."

Trotz Schließung der rund 400 Berufsschulen in NRW können die Jugendlichen den berufspraktischen Teil ihrer Ausbildung in den Betrieben fortsetzen, sagte Gebauer.

Coronavirus in NRW: Ministerin lobt Eltern und Schulen für Zusammenspiel 

Update, 12.12 Uhr: Schulministerin Gebauer dankt den Schulleitungen für den vollbrachten Übergang vom Regelbetrieb zur Notbetreuung, aber auch den 200.000 Lehrerinnen und Lehrern dafür, dass Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt werden konnte - analog wie digital. Das Zusammenspiel mit allen Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder in kürzester Zeit organisiert hätten, sei in einer absoluten Ausnahmesituation vorbildlich gewesen.

Die Notbetreuung an den Schulen sei kaum in Anspruch genommen worden. Eine Blitzumfrage habe ergeben, dass im Landesdurchschnitt weniger als zehn Prozent der Notplätze genutztwerden mussten. Bei den Grundschulen liege der Schnitt bei nur drei vier vier Prozent.

Coronavirus in NRW: Rehakliniken räumen Hälfte der Kapazitäten frei

Update, 12.05 Uhr: Joachim Stamp und Yvonne Gebauer sind eingetroffen und beginnen jetzt gleich mit ihren Ausführungen zur Lage im Land. Gesundheitsminister Karl-Josef Naumann ist auch dazu gestoßen, er beginnt die PK mit der guten Nachricht, dass es keine weiteren Todesfälle im Land gibt. Die Zahl der Infizierten ist indes - wie bereits berichtet - auf 3838 Personen gestiegen.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie sollen medizinische Rehakliniken in NRW rund die Hälfte ihrer Kapazitäten freiräumen. Sie sollten dann für die Versorgung von Menschen zur Verfügung stehen. Er werde auch auf "private Strukturen" zugehen, sagte Laumann. Außerdem werde er "alles tun, was geht, um möglichst viele Beatmungsplätze in Krankenhäusern zu organisieren". An den finanziellen Mitteln werde das nicht scheitern.

Coronavirus in NRW: RKI-Präsident mit eindringlicher Warnung

Update, 11.58 Uhr: In Kürze beginnt die Pressekonferenz zur Lage in NRW mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Familienminister Joachim Stamp sowie Schulministerin Yvonne Gebauer.

Update, 11.55 Uhr: Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, warnt vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in ganz Deutschland. Dies könne eintreten, wenn die von Bund und Ländern angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Wieler in Berlin. "Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie." Er appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren.

Coronavirus in NRW: In Hamm dürfen alle Läden öffnen 

Update, 11.44 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat eine "Weisung zum Betretungsverbot von Senioren-Tagespflegeeinrichtungen und Behinderten-Werkstätten" erlassen. Diese gilt ab heute (18. März) bis einschließlich 19. April.

Update, 11.11 Uhr: Überraschung in Hamm: Anders als im neuen Erlass der Landesregierung angeordnet dürfen Einzelhandelsgeschäfte hier heute noch offen bleiben. "Wir stellen das den Inhabern frei. Sie dürfen selbst entscheiden, ob sie öffnen oder nicht. Offiziell ist der Erlass bei uns erst heute eingegangen. Das ist so schnell nicht umzusetzen", sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Die neue Regelung zur Schließung gelte ab dem morgigen Donnerstag.

Coronavirus in NRW: Das sind die neuen Fallzahlen fürs Land

Update, 11.04 Uhr: Aus dem Kreis Heinsberg werde 789 Infektionen gemeldet. Dreistellige Zahlen gibt es auch aus Köln (327), aus Aachen bzw. aus der Städteregion Aachen (259), aus dem Kreis Borken (123), dem Kreis Wesel (116), aus Essen (115) und Münster (103).

Update, 10.55 Uhr: Das Gesundheitsministerium NRW hat aktuelle Fallzahlen zur Coronavirus-Pandemie veröffentlichen. Demnach gibt es 3838 bestätigte Infektionen mit Sars-COV-2. Gestern um 16.30 Uhr hatte diese Zahl bei 3375 gelegen. Sie stieg damit um 463 an. Tatsächlich dürfte die Zahl noch deutlich höher liegen, was daran liegt, dass die Kreise und kreisfreien Städte ihre Zahlen schneller aktualisieren.

Coronavirus in NRW: Diebstahl im Hammer Krankenhaus

Update, 10.48 Uhr: Wieder ein unfassbarer Diebstahl: 200 Atemschutzmasken, 100 Flaschen Desinfektionsmittel und 750 OP-Masken sind zwischen Montag und Dienstag in der St. Barbara-Klinik in Hamm gestohlen worden. Diese Dinge seien aus dem Bestand verschiedener Stationen verschwunden, der Gesamtwert liege im mittleren vierstelligen Bereich, so die Polizei Hamm.

Update, 10.25 Uhr: Um 12 Uhr informieren heute der stellvertretende Ministerpräsident und Familienminister Joachim Stamp sowie Schulministerin Yvonne Gebauer über die aktuelle Lage und die fortlaufenden Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie in NRW. Wir berichten hier aktuell.

Coronavirus in NRW: LWL stellt Downloads kostenfrei zur Verfügung

Update, 9.42 Uhr: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gibt rund 100 Dokumentationen, Kurzfilme und Reportagen zur Region und Geschichte Westfalens zum kostenlosen Herunterladen frei. Damit reagiert der Verband auf die Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben wegen der Coronakrise. Der LWL selbst musste wegen der drohenden Ansteckungsgefahr zahlreiche Museen schließen. Normalerweise kostet der Download pro Film zwischen 5 und 9,90 Euro.

Update, 9.38 Uhr: Um 21 Uhr brandete gestern Abend in Köln plötzlich vielerorts Applaus auf, teilweise begleitet von Jubelrufen. Viele Menschen standen auf Balkonen, an offenen Fenstern und in Gärten und folgten mit dem Klatschen einem Aufruf zu einer Solidaritätsaktion der Coronakrise, der über die sozialen Netzwerke verbreitet worden war. 

"Nun heißt es Zusammenhalt und Anerkennung zeigen!", stand dort. "Kommt heute Abend alle an eure Fenster und auf eure Balkone und applaudiert für die Menschen, die derzeit immer noch für uns und die Gesellschaft arbeiten." 

Der Beifall führte mitunter auch zu freundschaftlichem Austausch unter Nachbarn, die bis dahin gar nichts miteinander zu tun gehabt hatten: Sie grüßten sich mit Zurufen oder leuchtenden Handys über die Straße. Wir sind gespannt, welche Stadt dem Beispiel folgen wird...

Coronavirus in NRW: Räume für Blutspenden fehlen

Update, 9.13 Uhr: Die Schließung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden stellt den DRK-Blutspendedienst vor ein neues Problem: Vielerorts fehle es an geeigneten Räumen, um Blutspenden zu sammeln, sagte ein Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West, der für Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie für Nordrhein und Westfalen-Lippe zuständig ist.

Zugleich appellierte er an die Verantwortlichen, Räumlichkeiten für diese essenzielle Aufgabe zur Verfügung zu stellen. Dafür führe man derzeit auch vielerorts Gespräche. Es müsse klar sein, dass Blutspendetermine nicht mit Schützenfesten und anderen Freizeitveranstaltungen gleichzusetzen seien, sagte der Sprecher. Vielmehr handele sich hierbei um Zusammenkünfte, die dringend gebraucht würden.

Coronavirus in NRW: DPD stellt nur noch kontaktlos zu

Update, 8.36 Uhr: Der Logistiker DPD stellt auch in NRW Pakete seit gestern nur noch "kontaktlos" zu. "Der Zusteller klingelt an der Haustür und begibt sich in einen mindestens zwei Meter großen Abstand. Öffnet der Empfänger, informiert ihn der Zusteller über die kontaktlose Zustellung und stellt das Paket ab. Als Empfängername trägt der Zusteller in seinem MDE-Gerät die Buchstaben AO sowie den Abstellort ein und unterschreibt dann mit seinem eigenen Kürzel. Auf die Unterschrift des Empfängers wird verzichtet. 

Trifft der Zusteller den Empfänger nicht an, wird das Paket zum Versender retourniert. Ausnahme sind kleine, flache Pakete, die in den Briefkasten passen, sie dürfen dort hinterlegt werden. Wenn der Empfänger die Annahme wegen des Coronavirus verweigert, wird das Paket mit einem Aufkleber versehen und an den Versender retourniert", so das Unternehmen.

Update, 8.15 Uhr: Für die spät-abendliche Aktualisierung des gestrigen Erlasses hagelt es für die Landesregierung in den sozialen Netzwerken massive Kritik. Die Rede ist von großer Verunsicherung in vielen Branchen des Einzelhandels, von schlechter Kommunikation seitens der Landesregierung. Nicht wenige fordern direkt eine Ausgangssperre.

Coronavirus in NRW: Erlass spät am Abend aktualisiert

Update, 7.55 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat den am Dienstagmittag vorgestellten neuen "Erlass zu kontaktreduzierenden Maßnahmen" am späten Dienstagabend noch einmal überarbeitet und neu zum Download ins Netz gestellt.

Kurz vor 22 Uhr am Dienstagabend wurde vom Gesundheitsministerium auf Twitter diese Meldung abgesetzt:

Demnach sind jetzt doch "alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels" ab dem heutigen Mittwoch (18. März) zu schließen, die NICHT in diese Rubriken fallen: 

  • Einzelhandel für Lebensmittel
  • Wochenmärkte
  • Getränkemärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken/Sparkassen
  • Poststellen
  • Friseure
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Zeitungsverkauf
  • Bau- und Gartenbau
  • Tierbedarfsmärkte
  • Coronavirus in NRW: Frühlingshaft warm bei 15 bis 19 Grad

    Update, 7.40 Uhr: Die Menschen in NRW können sich heute auf frühlingshafte Temperaturen freuen. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 19 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Am Donnerstag wird das Wetter dann  wechselhafter - bei 13 bis 17 Grad.

    Wichtig: Wer sich im Freien bewegt, sollte auch hier den Abstand zu anderen wahren und soziale Kontakte meiden.

    Coronavirus in NRW: Neuer Erlass ist heute in Kraft getreten

    Update, 7.32 Uhr: Ab heute gilt der gestern Mittag in der Düsseldorfer Staatskanzlei vorgestellte "verschärfte" Erlass der NRW-Landesregierung, nach dem beispielsweise Cafés und Restaurants spätestens um 15 Uhr schließen müssen, nach dem sämtliche Bolz- und Spielplätze im Land als gesperrt gelten und nach dem keine touristischen Übernachtungen mehr in Hotels und Pensionen erlaubt sind. Im Klartext: Touristen müssen spätestens heute ihre Quartiere in NRW räumen und die Heimreise antreten.

    Update, 7.19 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Wir begleiten Sie heute einmal mehr durch den Tag und versorgen Sie an dieser Stelle mit allen wichtigen Informationen rund um die Coronavirus-Pandemie in NRW.

    Coronavirus in NRW: Das war der Dienstag kompakt

    Update, 22.25 Uhr: Es war wieder ein turbulenter Tag rund um das Coronavirus in NRW - das ist der Stand am Abend: Das Coronavirus breitet sich in NRW massiv aus - das Land schließt deshalb jetzt auch Spielplätze, schränkt den Betrieb von Restaurants stark ein und verbietet Touristen das Übernachten in Hotels und Pensionen.

    "Es geht um Leben und Tod - so einfach ist das", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Die nächsten Wochen seien entscheidend. Wenn es nicht gelinge, die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, "drohen uns auch Maßnahmen wie in Spanien und Frankreich", sagte Laschet. Je schneller das öffentliche Leben heruntergefahren werde, desto größer seien die Chancen.

    Für die NRW-Wirtschaft soll es einen Rettungsschirm des Landes geben. Landesweit sollen die Restaurants schon um 15.00 Uhr schließen.

    In NRW waren 3375 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 16.30 Uhr). Die Zahl der Todesopfer stieg auf zwölf.

    Coronavirus in NRW: Deutliche Steigerung in Dortmund

    Update, 21.34 Uhr: In Dortmund, der drittgrößten Stadt von NRW, sind am Dienstag 25 positive Tests auf den neuartigen Coronavirushinzu gekommen. Die Infektionsketten lassen sich nach Mitteilung der Stadt Dortmund in allen Fällen nachvollziehen. Die Kontaktpersonen werden zurzeit noch ermittelt. Damit liegen in Dortmund insgesamt 62 positive Tests vor.

    Update, 21.05 Uhr: Ein kurzer Blick über die NRW-Grenzen hinaus: Die Corona-Pandemie breitet sich in Europa weiter stark aus. Die EU verhängte ein Einreiseverbot. Belgien verhängt deshalb eine fast dreiwöchige Ausgangssperre.

    Coronavirus in NRW: Big-Brother-Bewohner erfahren von Covid-19

    Update, 20.53 Uhr: Weil eine Richterin unter Quarantäne gestellt wurde, wird der Loveparade-Strafprozess für mehrere Wochen unterbrochen. Die fünf nächsten Termine seien aufgehoben worden, teilte das Landgericht Duisburg am Dienstag mit. Die nächste Sitzung finde am 6. April statt. Die Quarantäne wegen des Coronavirus sei vorsorglich.

    Update, 19.43 Uhr: Die von der Außenwelt abgeschotteten Kandidaten der Fernsehshow "Big Brother" wissen nach Wochen der Ahnungslosigkeit nun auch über den Coronavirus-Ausbruch in Deutschland Bescheid. Moderator Jochen Schropp (41) und ein Arzt überbrachten ihnen - hinter einer Glasscheibe sitzend - am Dienstag in einer Spezial-Ausgabe die für sie sehr überraschenden Neuigkeiten: Deutschland steht in weiten Teilen still, das Virus ist auf dem Vormarsch und unter anderem für ältere sowie bereits kranke Menschen gefährlich. Kandidatin Michelle weinte: Ihre Mutter sei 55 Jahre alt und leide schon an der Lungenerkrankung COPD. So reagierte Kandidatin Rebecca aus Soest.

    Coronavirus in NRW: CentrO in Oberhausen betroffen

    Update, 18.58 Uhr: Die Polizei warnt vor falschen Coronavirus-Testern. Mit dieser "perfiden Masche" hätten sich Täter am Dienstag in Köln Zugang zur Wohnung einer 82-Jährigen zu verschaffen versucht, berichtete die Polizei Köln. Zwar würden in Städten wie in Köln und Leverkusen Virentests an der Haustür und in Wohnungen durchgeführt, jedoch nie ohne vorherige Anmeldung. Die Mitarbeiter zeigten zudem stets ihren Ausweis vor.

    Update, 18.22 Uhr: Die Stadt Oberhausen hat angekündigt an, das CentrO bis auf wenige Ausnahmen zu schließen. Der Zugang zu Einkaufszentren nur beschränkt und unter Auflagen zur Deckung des dringenden und täglichen Bedarfs erlaubt. Wegen der Corona-Krise hat auch der Freizeitpark Phantasialand bei Köln geschlossen. Die Tore bleiben zur Eindämmung des Virus voraussichtlich bis zum 19. April zu, wie der Park erklärte.

    Coronavirus in NRW: Das ist der Stand am Abend

    Update, 17.45 Uhr: Es herrscht aktuell große Unsicherheit bei Unternehmern, Geschäftsinhabern und Ladenbesitzern in NRW, ob sie am Mittwoch (18. März) öffnen dürfen oder schließen müssen. Dazu hat das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag eine Ergänzung des Erlasses vom 15. März veröffentlicht. Daraus geht hervor, welche Branchen betroffen sind. 

    Coronavirus in NRW: Flixbus fährt ab Mitternacht nicht mehr

    Update, 17.40 Uhr: Wegen der Corona-Krise schränkt der NRW-Landtag seinen parlamentarischen Betrieb drastisch ein. Die ursprünglich dreitägige Plenarwoche im April werde auf einen Tag gekürzt (1. April).

    Update, 17.16 Uhr: Das Fernbus-Unternehmen Flixbus stellt seinen Betrieb wegen der Coronavirus-Krise in der Nacht zu Mittwoch ein. Flixbus wird nach eigener Aussage alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab Mitternacht aussetzen.

    Coronavirus: Fast 3400 Infizierte in NRW

    Update, 17.01 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Zahlen zur Corona-Krise in NRW

    veröffentlicht. Danach liegt die Zahl der bestätigten Infektionen bei 3375. Zwölf Menschen starben in NRW an den Folgen. Die mit Abstand meisten Erkrankungen meldet der Kreis Heinsberg, wo in NRW alles begann. Dort gibt es 760 Infizierte (Stand 16.30 Uhr). Ebenfalls dreistellige Fallzahlen weisen Köln (274), Aachen plus Städteregion (211), der Kreis Wesel (116) und der Kreis Borken (104) auf. Alle Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen sind betroffen.

    Update, 16.54 Uhr: Das NRW-Justizministerium hat per Erlass praktisch alle Besuche in Gefängnissen untersagt. Ausnahmen können zum Beispiel in dringenden Fällen für Verteidiger gemacht werden, sagte ein Sprecher Ministeriums. Der Strafvollzug reagiert damit auf die aktuelle Corona-Krise.

    Coronavirus in NRW: ADAC-Pannenhilfe macht weiter

    Update, 16.47 Uhr: Der ADAC Nordrhein hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen, seine Kundencenter bis auf Weiteres zu schließen. Das betreffe insgesamt 21 Standorte, darunter auch Prüfzentren in Köln und Oberhausen, hieß es in einer Mitteilung des Pannen-Dienstleisters vom Dienstag. Auch Fahrsicherheitszentren bleiben geschlossen.Die Pannenhilfe des ADAC werde aber weiterhin wie gewohnt ihre Arbeit verrichten.

    Update, 16.36 Uhr: Die Infizierten-Zahlen im Sauerland steigen rapide. Mittlerweile gibt es 92 bestätigte Coronavirus-Fälle im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe. Mancherorts werden Schutzmasken knapp.

    Coronavirus in NRW: Ford stellt Produktion ein

    Update, 16.25 Uhr: Die 29 Jugendherbergen in Westfalen-Lippe werden ab heute auf Anordnung des NRW-Gesundheitsministeriums zunächst bis zum 19. April geschlossen. Die Gäste müssen abreisen. Die Gehälter der rund 600 Mitarbeiter des Landesverbandes sind mindestens für die nächsten drei Monate gesichert. Das teilt der Landesverband des Jugendherbergswerks mit.

    Update, 16.01 Uhr: Wie mehrere andere Autobauer stellt auch Ford seine Produktion in Europa vorerst ein. Ab Donnerstag sollen an den deutschen Standorten in Köln und Saarlouis sowie anderen Standorten in Europa die Bänder stillstehen, wie der Autobauer am Dienstag mitteilte. Wie lange der Produktionsstopp anhalten werde, sei noch unklar, sagte ein Sprecher. Neben dem Schutz der Mitarbeiter ist auch eine extrem sinkende Nachfrage Schuld an der Maßnahme.

    Coronavirus in NRW: BVB trainiert nicht mehr

    Update, 15.48 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie hat auch und vor allem NRW fest im Griff. Die Lage wird unübersichtlicher.

    Update, 15.40 Uhr: Bei Borussia Dortmund wird vorerst bis kommenden Montag nicht mehr trainiert. Eigentlich sollte der Fußball-Bundesligi st am Dienstag nach zwei trainingsfreien Tagen das gemeinsame Training wieder aufnehmen. Wegen der Coronavirus-Pandemie bekamen die Spieler aber die Anweisung, vorerst nicht mehr zu kommen und wurden mit individuellen Plänen ausgestattet.

    Coronavirus: Urlauber in NRW sollen Urlaub abbrechen

    Update, 14.50 Uhr: Nicht nur Fernreisende, sondern auch Urlauber in NRW müssen laut Ministerpräsident Armin Laschet ihren Urlaub abbrechen. Wenn Hotels und Pensionen ab Mittwoch grundsätzlich keine touristischen Übernachtungen mehr erlauben dürften, müssten auch die hiesigen Gäste ihren Ferienaufenthalt beenden, sagte Laschet.

    Die Situation in Feriengebieten wie dem Sauerland sei dabei nicht anders zu bewerten als die Lage auf den Inseln. In Deutschland wurden alle Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen in der Nordsee bereits für Touristen abgeriegelt.

    Coronavirus in NRW: "Rettungsschirm" für die Wirtschaft

    Update, 14.30 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet hat einen "Rettungsschirm" für die Wirtschaft in NRW angekündigt. Am Donnerstag werde es dazu ein Gipfeltreffen geben, sagte Laschet. "Das Ziel muss sein, dass kein Unternehmen insolvent geht." Über die Höhe des geplanten Soforthilfepakets machte er noch keine Angaben. An den Gesprächen würden Banken, Unternehmen, Kommunen, Gewerkschaften, das Handwerk, aber auch Kulturschaffende beteiligt.

    Update, 14.27 Uhr: NRW will im Kampf gegen die Corona-Pandemie keine Ausgehsperren für die Bevölkerung im Alleingang verhängen. Eine solche Maßnahme könne nicht ein Land alleine beschließen, sondern nur im Benehmen mit dem Bund und den anderen Bundesländern, sagte Ministerpräsident Armin Laschet. "Wir stehen bereit, sobald die Bundesregierung die Lage anders bewertet, aber das ist heute nicht der Fall."

    Coronavirus in NRW: "Alle müssen jetzt ihre Egos zurücknehmen"

    Familienminister Joachim Stamp (FDP) sagte auf die Frage nach Ausgehsperren: "Es wird über weitere Maßnahmen diskutiert, wenn die Bürger sich nicht an die Regeln halten, die notwendig sind. Alle müssen jetzt ihre Egos zurücknehmen." 

    Deshalb habe nun auch eine grundsätzliche Schließung der Spiel- und Bolzplätze angeordnet werden müssen, obwohl die Landesregierung sich noch am Vortag dagegen ausgesprochen habe - falls sich die Eltern an die Vorschriften hielten. "Das ist nicht der Fall", stellte Stamp fest. "Die Botschaft ist bei den Eltern immer noch nicht angekommen."

    Update, 14.25 Uhr: Der gebürtige Sauerländer und Ex-Unions-Fraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen", sagte Merz am Dienstag. 

    Coronavirus in NRW: Laschet hatte keinen Kontakt zu infiziertem Merz

    Ministerpräsident Laschet erklärte im Rahmen der Pressekonferenz in der Staatskanzlei, dass er in den letzten Tagen nicht mit seinem Parteikollegen in Kontakt gestanden habe.

    Der 64-Jährige ergänzte: "Zum Glück habe ich nur leichte bis mittlere Symptome. Alle Termine sind abgesagt. Ich folge strikt den Anweisungen des Gesundheitsamtes." Merz gilt als einer von drei aussichtsreichen Kandidaten für die Nachfolge der scheidenden CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und damit auch als möglicher nächster Kanzlerkandidat der Union - wie Laschet auch.

    Update, 14.07 Uhr: Gesundheitsminister Laumann erklärt, dass der neue Erlass für Spiel- und Bolzplätze sowie für Cafés und Restaurants ab Mittwoch, 18. März gilt.

    Coronavirus in NRW: Leute sitzen draußen, als sei nichts passiert

    Update, 14.04 Uhr: Familienminister Stamp führt aus, dass Menschen zuletzt in der Außengastronomie zusammengesessen hätten, als sei nichts passiert. Ministerpräsident Laschet ergänzt, dass das nicht sinnvoll sei. 

    Die Schließung aller gastronomischen Angebote um 15 Uhr seien daher in dieser Hinsicht zweckmäßig. Kontrollen führen die örtlichen Ordnungsämter durch - insbesondere bei Cafés und Restaurants. Bei Spiel- und Bolzplätzen sei das ungleich schwieriger.

    Coronavirus in NRW: Intensivbetten sollen digital erfasst werden

    Update, 14.00 Uhr: Wahrscheinlich bis Ende der Woche sei man so weit, dass eine digitale Möglichkeit geschaffen sei, "dass wir genau wissen, wie viele intensivmedizinische Plätze in welcher Klinik frei sind und wie viele Corona-Erkrankte die Intensivplätze belegen", sagt Gesundheitminister Laumann. Solche Zahlen würden bislang nicht erhoben.

    Die Reha-Kliniken im Land werden nach Angaben des Ministers ebenfalls in die Versorgungsfragen einbezogen.

    Update, 13.47 Uhr: Alle Cafés und Restaurants in NRW müssen ab sofort um 15 Uhr geschlossen werden.

    Coronavirus in NRW: Schließung der Spielplätze unumgänglich

    Update, 13.44 Uhr: Familienminister Stamp erläutert, dass die Schließung der Spiel- und Bolzplätze unumgänglich gewesen sei, weil längst nicht alle Menschen verstanden hätten, dass sämtliche soziale Kontakte unbedingt zu vermeiden seien. Er appelliert wie der Ministerpräsident an alle Menschen in NRW,sich an diese Vorgaben zu halten.

    Update, 13.41 Uhr: Gesundheitsminister Laumann erklärt, dass die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus am Dienstag von 8 auf 12 gestiegen sei. Die Zahl der Infizierten stieg von 2744 auf 3060.

    "In den letzten vier Tagen haben wir eine Verdoppelung der Infizierten erlebt", so Laumann. Er sehe das als besorgniserregend an. Bei sämtlichen Todesfällen handele es sich um schwer vorerkrankte Menschen hohen oder sehr hohen Lebensalters.

    Coronavirus in NRW: Alle Maßnahmen bis zum 20. April befristet

    Update, 13.40 Uhr: Alle Maßnahmen in NRW werden bis zum 20. April befristet. Dann könne und müsse die Lage neu bewertet werden. Es liege an jedem Einzelnen, ob es gelinge, das Leben in schweren Zeiten herunterzufahren.

    Update, 13.38 Uhr: Mit 150 Millionen Euro soll schnell und unbürokratisch für zusätzliche Beatmungsplätze in den NRW-Kliniken gesorgt werden. Außerdem werden mit dem Geld Schutzkleidung wie Kittel und Masken angeschafft.

    Update, 13.36 Uhr: Sämtliche Spiel- und Bolzplätze im Land werden ebenfalls geschlossen. Dieser "nachgeschärfte" Erlass des Gesundheitsministers gehe allen Kommunen heute noch zu.

    Coronavirus in NRW: Laschet nennt Lage "dramatisch"

    Update, 13.34 Uhr: Laschet spricht nicht nur von einer dynamischen Lage, sondern von einer dramatischen. "Wir werden das nur gemeinsam schaffen, dieses Virus zu bekämpfen, wenn jetzt alle mithelfen, Menschenleben zu retten. Es geht um Leben und Tod - so einfach ist das, und so schlimm!"

    Update, 13.30 Uhr: In Kürze beginnt eine Pressekonferenz von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und von Familienminister Joachim Stamp. Wir berichten hier aktuell. und

    Update, 12.25 Uhr: Außenminister Heiko Maas warnt die Bürger davor, das Land zu verlassen. Wegen der Coronakrise werde es immer schwieriger, zurückzukehren. Maas kündigte außerdem Rückholaktionen für deutsche Touristen im Ausland an. 50 Millionen Euro sollen dafür bereitgestellt werden. 

    Update, 12.15 Uhr: Das Robert-Koch-Institut stuft das Ansteckungsrisiko in Deutschland als "hoch" ein, im Kreis Heinsberg sogar als "sehr hoch". Grund sind steigende Fallzahlen sowie Alarmzahlen aus öffentlichen Gesundheitsdiensten und Kliniken. 

    Update, 11.45 Uhr: Die Zahl der Coronatoten ist in NRW auf zehn gestiegen. Zwei ältere Patienten mit Vorerkrankungen sind in Kliniken in Aachen und Eschweiler gestorben. Beide waren 80 Jahre alt, einer stammt aus Aachen, der zweite aus Würselen. 

    Update, 11.30 Uhr: Arbeitsagenturen und Jobcenter klagen über massiv erhöhtes Anrufaufkommen. Das Telefonnetz des Providers ist überlastet. Deshalb ergeht die dringende Bitte, Anrufe auf Notfälle zu beschränken. Termine müssen nicht abgesagt werden. Es gibt keine Rechtsfolgen oder Sanktionen. 

    Update, 11 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen des Robert-Koch-Institutes weisen für NRW 3.060 nachgewiesene Infektionen aus. Nach wie vor ist der Kreis Heinsberg am stärksten betroffen. 713 Menschen sind dort nachweislich infiziert. 

    Coronavirus in NRW: Landesregierung berät weitere Einschränkungen

    Update, 10.50 Uhr: Heute wird die Landesregierung über weitere drastische Einschränkungen in der Coronakrise beraten. Am Montag hatten Bund und Länder beschlossen, eine Vielzahl von Gechäften zu schließen, Gottesdienste und Treffen in Verein zu verbieten und Spielplätze zu sperren. Die Beschlüsse müssen von den Ländern noch umgesetzt werden. Dazu wird am Dienstag ein neuer Erlass erwartet.  

    Update, 10.30 Uhr:  Die deutsche Braubranche berichtet von deutlichen Auswirkungen auf die Exportmärkte und ist besorgt angesichts der Einschränkungen beim Bierausschank in Kneipen und Restaurants. Noch dazu steht die Fußball-EM auf der Kippe, was sich ebenfalls auf den Bierkonsum auswirken dürfte. 

    Update, 9.30 Uhr: Die Bundeswehr reagiert auf die Corona-Krise und stoppt die Übung "Defender-Europe 20". Die in Deutschland vorgesehenen Übungsanteile auf den Truppenübungsplätzen Bergen (Niedersachsen) und Grafenwöhr (Bayern) würden entfallen, heißt es in einer Pressemitteilung der Streitkräftebasis. Die Unterstützungsleistung für Defender-Europe 20 im Rahmen des "Host Nation Support" werde durch die Bundeswehr sichergestellt und orientiere sich an den veränderten Anforderungen einer Rückverlegung der an der Übung beteiligten US-Streitkräfte und weiterer Alliierter, heißt es weiter. 

    Update, 8.44 Uhr: Die Sperrung von Kinderspielplätzen bleibt womöglich den Kommunen überlassen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte noch am Montagvormittag bekräftigt, Spielplätze nicht schließen zu wollen, das könne man Kindern - etwa in kleinen Mietwohnungen - nicht antun. Später hatte die Bundesregierung in ihre Leitlinien zum Umgang mit dem Coronavirus auch die Sperrung von Kinderspielplätzen aufgenommen. Der Geschäftsführer des Städtetages NRW sagte, die Städte könnten kommunale Spielplätze grundsätzlich sperren, um das Infektionsrisiko zu senken.  

    Immer mehr Unternehmen in NRW sind von der Coronakrise betroffen. Entsprechend hoch ist das Anfrageaufkommen beim landeseigenen Förderinstitut NRW.Bank. Dutzende Anfragen gingen in den vergangenen Wochen bei der Hotline ein. Hauptsächlich handele es sich um Dienstleistungsunternehmen zum Beispiel aus der Eventbranche, heißt es. Die Anrufer fragen vor allem nach Förderinstrumenten bei Liquiditätsengpässen. Am Dienstagvormittag will der Vorstand der NRW.Bank über das Förderspektrum berichten. Dann soll die Bilanz für das Jahr 2019 vorgelegt werden. 

    Update, 7.55 Uhr: Nach den Verlusten zum Wochenauftakt haben sich die Ölpreise leicht erholt. Am Dienstagmorgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 30,66 Dollar, 61 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI stieg auf 29,90 Dollar, ein Plus von 1,20 Dollar. Die Sorge vor einem Einbruch der Nachfrage am Ölmarkt ist weiterhin groß; das eingeschränkte Angebot vieler Fluggesellschaften lässt auf einen Rückgang des Treibstoffverbrauchs schließen. Auch ist wegen eines Preiskriegs zwischen Saudi-Arabien und Russland mit einem Anstieg der Fördermengen und so mit einem noch stärkeren Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt zu rechnen. 

    Update, Dienstag, 17. März, 7.30 Uhr: Guten Morgen am zweiten Tag des Corona-Lockdowns im Land NRW. Wir werden auch heute die Lage im Blick behalten und Ihnen einen Überblick liefern. 

    Nach den Zahlen der "Johns Hopkins Universität" sind weltweit 182.406 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, das Institut zählt 7.154 Todesfälle. In Deutschland liegt die offizielle Zahl der Coronapatienten demnach bei 7.272, 17 Menschen starben. In Italien wurden 27.980 Infektionen erfasst an Covid-19, bisher zählt das Land 2.158. Die Forscher aus Baltimore hat eine interaktive Karte eingerichtet, über die die Ausbreitung des Virus verfolgt werden kann. 

    Coronavirus in NRW: Die Lage am Montagabend

    Update, 21.30 Uhr: In dem am stärkten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Kreis Heinsberg gibt es aktuell 726 Infizierte, von denen 26 Personen stationär-isoliert in Krankenhäusern behandelt werden. Deren "drei werden intensiv-medizinisch betreut, vor allem beatmet", sagte Landrat Stephan Pusch. Der Kreis führe aktuell bis zu 300 Coronavirus-Tests am Tag durch, so der Landrat.

    Coronavirus in NRW: Landrätin des Kreises Soest in Quarantäne

    Update, 21.11 Uhr: Die Barmer Krankenkasse (9 Millionen Versicherte, 15.000 Mitarbeiter) schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend ihre bundesweit rund 400 Geschäftsstellen und damit auch die rund 90 in NRW. Der Kundenservice soll aber bestehen bleiben - per Telefon, via Mail und im Internet gebe es eine "Rund-um-die-Uhr-Betreuung", hieß es. 

    Update, 20.21 Uhr: Jetzt hat das Virus den Krisenstab des Kreises Soest erreicht. Und wie: Selbst Landrätin Eva Irrgang muss in Quarantäne - und mit ihr Teile des zurzeit wichtigsten Gremiums des Kreises Soest. 

    Nach der Sitzung des Krisenstabes am heutigen Nachmittag hatte eine Person dieses Gremiums die Nachricht erhalten, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Zuvor hatte sich auch schon Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises infiziert.

    Coronavirus in NRW: Das sagt Kanzlerin Angela Merkel

    Update, 19.45 Uhr: Mit drastischen Einschränkungen wollen Bund und Länder die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland bremsen. "Das sind Maßnahmen, die es so in unserem Lande noch nicht gegeben hat", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Hier das Video:

    Update, 18.55 Uhr: 2744 bestätigte Infektionsfälle für NRW weist die aktuelle Übersicht des Gesundheitsministeriums aus. Allerdings ist klar: Diese Zahl ist längst wieder überholt. Denn während in der Statistik des Landes beispielsweise für den Kreis Soest 15 Fälle ausgewiesen werde, spricht die Kreisverwaltung selbst schon von deren 25. Im Internet werden immer noch die 2493 Fälle mit Stand 10 Uhr ausgewiesen.

    Coronavirus in NRW: Bestände besser gegen Diebstahl schützen

    Update, 18.15 Uhr: Diebe haben aus einem Lager der Kölner Stadtkliniken 50.000 Atemschutzmasken gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, sei der Diebstahl im Stadtteil Mülheim am Montagmorgen von einer Mitarbeiterin bemerkt worden. 

    Der Krisenstab der Stadt hat nun angeordnet, alle Bestände der dringend benötigten Schutzausrüstung zu überprüfen und noch besser gegen Diebstahl zu schützen.

    "Das ist eine neue Qualität des Diebstahls", sagte eine Sprecherin der Kliniken. "Wir reden hier über Artikel, die normalerweise einen Wert im Cent-Bereich haben, aber offensichtlich gibt es jetzt einen Markt dafür." Einen Engpass soll es in den Kliniken laut der Sprecherin nach dem Diebstahl aber nicht geben.

    Coronavirus in NRW: Laschet hofft auf Zusammenhalt im Land

    Update, 17.33 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet appelliert eindringlich an die Bürger, die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ernst zu nehmen. "Bleiben Sie soweit es geht zuhause und vermeiden Sie soziale Kontakte, die nicht notwendig sind", mahnte Laschet in einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft. 

    "So sehr diese Situation für viele Menschen Opfer und Einschränkungen bedeutet, so wichtig sind diese Schritte für unsere Gemeinschaft." Jetzt gehe es darum, zusammenzustehen. 

    "Wir befinden uns gerade in einer noch nie da gewesenen Ausnahmesituation - in einer Lage, in der wir täglich neu bewerten und Entscheidungen treffen müssen, die für den Einzelnen mit Belastungen und Opfern einhergehen", sagte Laschet. 

    Die Einschränkungen für Schulen und Kitas, Kneipen, Bars, Schwimmbäder und Museen beeinträchtigten zwar das soziale Leben, könnten aber Leben retten, unterstrich der Regierungschef. "Das steht an erster Stelle."

    Coronavirus in NRW: Jeder darf Düsseldorfer Umweltspuren nutzen

    Update, 17.09 Uhr: Düsseldorf hebt wegen des Coronavirus die Umweltspuren bis auf Weiteres auf. Sie könnten wieder von allen Fahrzeugen genutzt werden, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Grund sei die Infektionsgefahr in Bussen und Bahnen.

    "Wir wollen in der gegenwärtigen Situation keinen Anreiz für die Nutzung des ÖPNV schaffen", sagte Geisel. Die Rheinbahn hatte angekündigt, das Angebot einzuschränken und von Mittwoch an nach Samstagsfahrplan zu fahren.

    Gaststätten sollen in Düsseldorf nur noch öffnen dürfen, wenn sie einen Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Gästen gewährleisten können und weniger als 50 Plätze haben. Viele Kneipen in der Altstadt müssten deswegen schließen.

    Coronavirus in NRW: Messe "Interschutz" muss ausfallen

    Update, 17.02 Uhr: Eine Eilmeldung gibt es aus der Feuerwehr-Welt: Die Interschutz, die alle fünf Jahre stattfindende Weltleitmesse für die Bereiche Rettungsdienst, Brand- bzw. Katastrophenschutz und Sicherheit, findet in diesem Jahr nicht statt, sondern soll auf das kommende Jahr 2021 verschoben werden!

    Update, 16.55 Uhr: In einer Zwickmühle befinden sich derzeit auch die Gerichte. Aktuell finden noch Verhandlungen statt, "aber wir warten auf eine überregionale Regelung, die es für diesen Fall einfach noch nicht gibt", sagte beispielsweise Thomas Schulze, Leiter des Amtsgerichts in Soest. "Aber wenn die Ansage kommt, dass wir schließen müssen, dann schließen wir." 

    Bei Haftsachen könne man den Angeklagten ja nicht bis Ende der Pandemie in U-Haft sitzen lassen. "Bei Zivilsachen versuchen wir, die Termine aufzuheben und zu einem späteren Zeitpunkt zu verhandeln."

    Strafprozesse bleiben weiterhin öffentlich, die Öffentlichkeit auszuschließen verstieße gegen geltendes Recht und wäre ein Grund für die Verteidiger, in Revision zu gehen. Allerdings werde auch hier mit Blick auf die Dringlichkeit der Angelegenheit von Fall zu entschieden - alle Strafprozesse am Dienstag dieser Woche in Soest wurden verschoben.

    Coronavirus in NRW: Spielplätze werden geschlossen

    Update, 16.25 Uhr: Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze in Deutschland schließen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios seien auch Spielplätze für den Publikumsverkehr zu sperren.

    Update, 16.10 Uhr: Auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat mehrere Maßnahmen beschlossen, um einsatzfähig zu bleiben. "Um Infektionen und Erkrankungen mit dem derzeit grassierenden Coronavirus auch in den eigenen Reihen soweit wie möglich zu verhindern, musste das bereits eingeleitete mehrstufige Maßnahmenpaket der Behörde nun deutlich ausgeweitet werden", hieß es. 

    Coronavirus in NRW: Schriftliche Anhörungen statt Vernehmungen

    "Kontakte zur Bevölkerung werden ab sofort auf ein notwendiges Maß reduziert. So sind Präventionsveranstaltungen mit Gruppen bzw. Beratungsgespräche, Besucherführungen sowie Schülerpraktika bis auf weiteres nicht mehr möglich. 

    Auch polizeiinterne Aus- und Fortbildungsmaßnahmen bzw. andere Veranstaltungen wurden alle abgesagt und dienstliche Besprechungen werden auf das Notwendigste - bei strenger Beachtung von Hygieneregeln - reduziert bzw. es wird auf technische Hilfsmittel ausgewichen", erklärte die Polizei Hagen am Nachmittag. 

    Auch Vernehmungen würden durch die Ermittlungsdienststellen - soweit möglich - vermieden. Dafür soll auf schriftliche Anhörungen zurückgegriffen werden. Die Polizeiwachen stehen als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger weiterhin offen. Alle Beschäftigten seien allerdings darauf bedacht, "nicht unbedingt notwendigen persönlichen Kontakt" zu vermeiden. 

    "Vieles lässt sich auch telefonisch oder über das Internet regeln." So können online beispielsweise auch Anzeigen aufgegeben werden. Für dringende Notfälle ist die Polizei in gewohnter Weise unter dem Notruf 110 rund um die Uhr erreichbar.

    Corona in NRW: Drastische Einschränkungen für Tourismus

    Update, 15.55 Uhr: Bund und Länder wollen mit drastischen Einschränkungen für den Tourismus in Deutschland die Verbreitung des Coronavirus bremsen. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, es seien Regelungen zu erlassen, "dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können".

    Update, 15.50 Uhr: Weitere Informationen zu geplanten Schließungen: Restaurants in Deutschland sollen demnächst spätestens um 18 Uhr schließen und frühestens um 6 Uhr öffnen. Das geht aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Corona in NRW: Bundesregierung empfiehlt Ländern Ladenschließungen

    Update, 15.45 Uhr: Die Bundesregierung schlägt den Ländern die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor, um die Ausbreitung des Coronavirus' zu verlangsamen. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Coronakrise aus Regierungskreisen erfuhr. Aus Regierungskreisen hieß es, natürlich würden auch Supermärkte geöffnet bleiben. Es handele sich gerade nicht um einen sogenannten "Shutdown", bei dem alle Läden geschlossen würden.

    Update, 15.05 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat beschlossen, den Spielbetrieb der Bundesliga weiter auszusetzen - also auch den 27. Spieltag. Das gab DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nach er Krisensitzung der DFL in einer Pressekonferenz bekannt. "Das heißt nicht, dass wir aktuell davon ausgehen, dass wir am 3. April wieder spielen", so Seifert.

    Coronavirus in NRW: Erzbischof äußert sich in Videobotschaft 

    Update, 14.25 Uhr: Die weite Verbreitung des Corona-Virus verändert derzeit das gesamte Leben der Menschen – auch das kirchliche Leben im Erzbistum Paderborn: Zur Vorsorge wurden am Sonntag alle öffentlichen Gottesdienste im Erzbistum Paderborn bis zunächst zum 19. April abgesagt. 

    Erzbischof Hans-Josef Becker wendet sich in einer Video-Botschaft an die Menschen und ruft dazu auf, sich den Herausforderungen zu stellen und den Beitrag als Kirche zu leisten. 

    Update, 13.30 Uhr: Ausnahmezustand durch Corona auch im Ikea Kamen nahe Dortmund. Ein Sicherheitsdienst kontrolliert den Eingang. Das Smaland für Kinder und das Restaurant sind bereits geschlossen worden. Bei Ikea sind nur noch wenige Kassen geöffnet, immer wieder hören die Besucher eine Durchsage: "Ikea mahnt, Abstand zueinander zu halten."

    Coronavirus in NRW: Zwei weitere Todesfälle, beide Patientinnen hatten Vorerkrankungen

    Update, 13.15 Uhr:  Zwei weitere Patienten sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Beide Fälle werden aus dem Kreis Heinsberg gemeldet. Es handelt sich um ein 94-jährige und eine 81-Jährige, beide stammen aus Heinsberg; eine Patientin starb im Krankenhaus Heinsberg, eine in Erkelenz. Beide Frauen seien an einer Lungenentzündung infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben, heißt es. Beide hatten Vorerkrankungen. Der Kreis Heinsberg beklagt damit nun sechs Corona-Tote. Jeweils einen weiteren Todesfall gab es in Essen und Düsseldorf. 

    Update, 12.55 Uhr:  Spielplätze sollen nicht geschlossen werden. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittag im Rahmen der Pressekonferenz des Landes in Düsseldorf. Kinder zum Beispiel in Mietwohnungen könne man das nicht antun, begründete er. Man gehe davon aus, dass Eltern auch auf Spielplätzen darauf achten, dass sich keine großen Gruppen bilden. 

    Restaurants und Hotels müssen für einen Mindestabstand zwischen den Tischen von zwei Metern sorgen, Hygieneregeln müssen ausgehängt werden, Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das konkretisierte Gesundheitsminister Laumann am Montag. 

    Coronavirus in NRW: Das ist "kritische Infrastruktur"

    Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat eindringlich bestärkt, dass Eltern von kleinen Kindern ihren Nachwuchs zuhause betreuen sollen. Soziale Kontakte müssten auf ein Minimum reduziert werden, sagte er. Nur Personen, die für die "kritische Infrastruktur des Landes" gebraucht werden, haben noch Anspruch auf eine Betreuungsmöglichkeit. Als kritische Infrastruktur definier die Landesregierung in einer Leitlinie: Energiewirtschaft, Kraftstoffversorgung, Entstörung der Netze, Wasserversorgung, Ernährung, Hygiene, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit - insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, Medizinhersteller, Apotheken und Labore -, Finanzen und Kreditversorgung, Arbeitsämter, Transport und Verkehr, Medien, staatliche Verwaltung - darunter Polizei, Justiz, Feuerwehr, Katastrophenschutz -, sowie Schulen, Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe.

    Der Stoff, den Schüler in NRW nun zuhause bearbeiten sollen, sei nicht prüfungsrelevant, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Die Infektionskette müsse unterbrochen werden, die Schulen als Ort sozialer Kontakte spielten dabei eine wichtige Rolle.

    Update: 11.53 Uhr: Werfen wir einen Blick in den Süden der Republik. Baden-Württemberg will an all seinen Flughäfen den Betrieb einstellen. Reisende aus dem Ausland sollen aber noch zurückgeholt werden. In Bayern gilt wegen der Coronavirus-Krise ab sofort und für mindestens 14 Tage der Katastrophenfall. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teilte weiter mit, dass die Schuldenbremse ab Montag außer Kraft gesetzt sei. 

    Update, 11.30 Uhr: Infolge der Coronakrise ist der deutsche Aktienindex DAX am Montag unter die Marke von 9000 Punkten gefallen. Kurz nach Handelsbeginn sank das Börsenbarometer auf 8.713 Punkte, den tiefsten Stand seit Februar 2016. Zuletzt gab er um 4,6 Prozent auf 8808 Zähler nach. Auch die Maßnahmen verschiedener Notenbanken rund um den Globus konnten die Kursverluste nicht bremsen.

    Update, 11.07 Uhr: Die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, befindet sich auf Anraten des Gesundheitsamtes in häuslicher Quarantäne. Sie weise keine Symptome auf und fühle sich gut, heißt es. Ihre Amts- Dienstgeschäfte erledige sei von zu Hause aus, teilte ihr Sprecher mit. 

    Update, 10.30 Uhr: Das Gesundheitsministerium hat die aktuellen Fallzahlen für NRW veröffentlicht. Insgesamt sind demnach bisher 2.493 Menschen erkrankt. Die Zahlen für die einzelnen Städte und Landkreise sind hier nachzusehen: Fallzahlen mags.nrw. Nach wie vor ist der Kreis Heinsberg mit 663 nachgewiesenen Fällen am stärkten betroffen, der Anstieg zum Vortag beträgt 13 Fälle. 

    Update, 10 Uhr: Das Land NRW bündelt auf einer neuen Seite im Internet die Informationen rund um das Coronavirus - auch auf Türkisch und Arabisch. Für Anfragen ist das Bürgertelefon unter 0211/91191001 geschaltet.

    Coronavirus: Grenzkontrollen im Norden und Süden Deutschlands

    Update, 9.15 Uhr: Im Süden und Norden Deutschlands haben am Montagmorgen um 8 Uhr die Grenzkontrollen begonnen. Reisende ohne triftigen Grund dürften nicht mehr nach Deutschland einreisen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Der Warenverkehr und Berufspendler sollen nicht betroffen sein. Kontrolliert wird an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark.  

    Update, 8.34 Uhr: Einem dringenden Appell der Stadt Dortmund dürften sich viele weitere Städte anschließen: Die Dortmunder Feuerwehr bittet via Twitter, Fragen zum Coronavirus oder Testungen nicht über die Notrufnummer 112 zu stellen. Der Notruf sei sonst für die Erreichbarkeit in dringenden Notfällen blockiert. Alle Fragen zum Coronavirus beantworten Experten unter der zentralen Nummer 116 117 und am Bürgertelefon der Landesregierung NRW (8 bis 18 Uhr) unter 0211/91191001. Die NRW-Städte und Landkreise haben darüber hinaus auch eigene Servicetelefone geschaltet, zu finden auf den Internetseiten Ihrer Kommune. In allen Fällen gilt: Der Ansturm auf die Leitungen ist enorm, die Wartezeit lang. Haben Sie Geduld!

    Coronavirus in NRW: Mehr als jede zweite planbare OP verschieben

    Update, 8.20 Uhr: Krankenhäuser stehen vor einer "gewaltigen Herausforderung: Die Verschiebung von planbaren Operationen wegen der Corona-Epidemie könnte mehr als jeden zweiten Eingriff betreffen, sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink. Der behandelnde Arzt müsse entscheiden, welche Eingriffe verschoben werden könnten. Betriebsabläufe in den Krankenhäusern müüssen umorganisiert werden, mit der Verschiebung von Operationen Intensiv- und Beatmungsplätze freigehalten werden. 

    Update, 8 Uhr: Offiziellen Angaben zufolge hat sich die Lage in China stabilisiert. Gleichzeitig wurden im Rest der Welt über 10.000 neue Infektionen binnen 24 Stunden registriert. Ein Großteil dieser Meldungen soll aus Europa kommen. 

    Coronavirus in NRW: Schulen veröffentlichen Lehrpläne im Internet

    Update, Montag, 16. März, 7.30 Uhr: Guten Morgen an einem denkwürdigen Montag. Viele Menschen in NRW erleben ab heute einen völlig veränderten Alltag. Wir berichten weiter fortlaufend über die Entwicklungen in unserem Bundesland und werfen auch einen Blick über den Tellerrand hinaus. 

    Für 2,5 Millionen Schüler ergibt sich einen ganz neue Situation. Vorgezogene Osterferien sollen das aber nicht sein: Schulen veröffentlichen Lehrpläne im Internet, in der vergangenen Woche sollten die Kinder ihre Bücher und Arbeitshefte mit nach Hause nehmen, um für das Lernen auf Distanz gerüstet zu sein. 

    Die Notfallbetreuung in Schulen und Kindertageseinrichtungen soll Eltern vorbehalten sein, die an ihrer Arbeitsstelle unverzichtbar sind. Genannt werden in allererster Linie Pflegekräfte, aber auch Polizei- und Justizbeamte und Beschäftigte in der Wasser- und Energieversorgung. Viele Arbeitnehmer wechseln in Absprache in das Homeoffice. 

    Coronavirus in NRW: Der Stand am Sonntag, 15. März

    Update, 20.02 Uhr: Jetzt hat sich das Erzbistum Paderborn geäußert und alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. Die Anordnung betrifft alle Gottesdienste, Tagungen, kirchliche Fortbildungsangebote, öffentliche Gremiensitzungen, Wallfahrten und sonstige Fahrten. Auch die Feier der Erstkommunion wird verschoben. Weitere Details wird das Erzbistum am Montag mitteilen.

    Update, 19.05 Uhr: Mit den ab Montag geschlossenen Schulen und Kitas sowie dem Ausweichszenario Homeoffice für viele Arbeitnehmer bleiben Millionen Menschen in NRW erst einmal zu Hause.

    Für die 2,5 Millionen Schüler bedeuten die Schulschließungen aber nicht, dass sie jetzt schon Osterferien haben. Sie sollten Bücher und Arbeitshefte mit nach Hause nehmen, um in der nächsten Zeit auf Distanz lernen zu können.

    Coronavirus in NRW: Digitales Lernen schnell ausbauen

    Das Landes-Schulministerium will die Möglichkeiten für digitales Lernen ausbauen. "Wir arbeiten gerade an einem Konzept, wie wir eben auch digital dann die Schülerinnen und Schüler erreichen können", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Dabei gehe es zum Beispiel um eine Plattform oder ein Netzwerk, das zur Verfügung gestellt werden könne.

    Update, 18.38 Uhr: Der Allwetterzoo in Münster schloss am Sonntag alle Tierhäuser. Ab Montag werde der Zoo auf unbestimmte Zeit für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben, teilte er am Sonntagabend mit.

    Update, 17.34 Uhr: Kurz nach dem fünften ist aus NRW der sechste Todesfall einer mit dem Coronavirus infizierten Person bekannt geworden. Ein 81-Jähriger, der vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sei am Sonntag gestorben, teilte die Stadt Düsseldorf mit, ohne weitere Details zu nennen.

    Coronavirus in NRW: Laschet spricht von "Leben entschleunigen"

    Update, 17.28 Uhr: "Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen. Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige sozialen Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden. So sehr das für viele Menschen ein Opfer und eine Einschränkung bedeutet, so wichtig ist es jetzt, besonnen, aber auch entschlossen unser Leben zu entschleunigen", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag.

    Coronavirus in NRW: Auch alle Kinos und Museen bleiben zu

    - So sollen bereits ab Montag alle Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen schließen. Dieselbe Regelung gebe es für Prostitutionsbetriebe

    - Ab Dienstag sei dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. 

    - Ebenso ab Dienstag sind den Angaben zufolge Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen nicht mehr gestattet. 

    Coronavirus in NRW: Auflage für Restaurants und Hotels

    - Der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren wie Shoppingmalls oder Factory-Outlets soll nur noch zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sein. Und das nicht zuletzt auch, um zu vermeiden, dass sich Schüler nach den Schulschließungen ab Montag hier in größeren Gruppen versammeln. 

    - Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die eine Verbreitung des Coronavirus verhindere. 

    Coronavirus in NRW: Alle Regelungen gelten bis zum 19. April

    - Damit die Versorgung mit Lebensmitteln, Geld, Bekleidung und Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs sichergestellt sei, bleiben Banken, Einzelhandelsbetriebe, insbesondere für Lebensmittel, Apotheken und Drogerien geöffnet. 

    - Die Regelungen sollen laut Staatskanzlei zunächst bis zum 19. April gelten. Danach soll auf der Grundlage einer aktuellen Lage-Einschätzung des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entschieden werden, hieß es in Düsseldorf.

    Update, 17.09 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Noch am Sonntag sollten durch Erlass des Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, teilte die Staatskanzlei mit.

    Coronavirus in NRW: 84-Jährige aus Gangelt gestorben

    Update, 16.56 Uhr: In NRW ist eine fünfte mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Eine 84-jährige Frau aus Gangelt mit ernsthaften Vorerkrankungen sei in der Nacht auf Freitag einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Neuss erlegen, teilte der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch mit. Auch in diesem Fall sei die Virus-Infektionsquelle noch unbekannt.

    Zuvor war eine 78-Jährige am Donnerstagnachmittag an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Heinsberger Krankenhaus gestorben. Das erste Todesopfer in NRW und auch bundesweit war eine 89-Jährige aus Essen, das zweite ein 78-Jähriger aus Gangelt im Kreis Heinsberg. Am Mittwoch starb dann ein 73-Jähriger in einem Heinsberger Krankenhaus.

    Coronavirus in NRW: Letzter Kreis hat auch die ersten Fälle

    Update, 16.43 Uhr: In der Übersicht des NRW-Gesundheitsministeriums zu den aktuellen Fallzahlen aus den Kreisen und kreisfreien Städten ist Höxter der einzige, der noch ohne bestätigte Coronavirus-Infektion geführt wird.

    Das ist aber nicht mehr aktuell: Denn der Gesundheitsdienst des Kreises Höxter hat die ersten beiden Erkrankungsfälle jetzt bestätigt. Die betroffenen Personen seien mit ihren Familien unter häusliche Quarantäne gestellt worden.

    "Kreisweit befinden sich 34 Menschen in behördlich angeordneter Quarantäne, weil sie Kontakt zu nachweislichen Infizierten hatten oder sich vor kurzem in einem Risikogebiet aufgehalten haben und Symptome zeigen", so der Kreis am Sonntag.

    Coronavirus: Sonderflüge der Lufthansa für bis zu 4000 Urlauber

    Update, 16.35 Uhr: Schauen wir über den Tellerrand von NRW hinaus:

    - Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch etwa3000 bis 4000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Es handele sich um Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere. Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. 

    Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados. Eingesetzt werden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. Zielflughäfen sind Frankfurt, München, Hamburg und Berlin.

    Coronavirus: Grenzübertritte werden eingeschränkt

    - Deutschland schließt ab Montagmorgen um 8 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen. 

    Demnach soll es sowohl verschärfte Kontrollen und auch Zurückweisungen geben. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren.

    Update, 15.41 Uhr: Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin in Berlin sagte.

    Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Ein "Notfahrplan" sei das nicht. Außerdem kontrollieren die Zugbegleiter in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit.

    Was das konkret für NRW und damit auch für die verschiedenen Schienenverkehrs-Unternehmen bedeutet, ist noch nicht klar.

    Update, 14.54 Uhr: Im Märkischen Kreis gibt es jetzt sechs weitere bestätigte Corona-Fälle. Es handele sich um drei Iserlohner sowie jeweils eine Person aus Hemer, Kierspe und Lüdenscheid. Damit ist die Gesamtzahl in NRW auf mehr als 2100 gestiegen.

    Coronavirus in NRW: Sechs neue Fälle im Märkischen Kreis

    Die drei positiv getesteten Infizierten aus Iserlohn seien bisher als Kontaktpersonen geführt worden hätten bereits unter Quarantäne gestanden. 

    Update, 14.44 Uhr: Bei herrlichem Frühlingswetter zieht es die Menschen nach draußen: Am Phönixsee in Dortmund sind die Terrassen der Cafés beispielsweise sehr gut besucht. Das gilt auch für die Stauseen im Sauerland.

    Vor allem Eltern hoffen, dass das frühlingshafte Wetter anhält, damit die Kinder nach draußen gehen können. Wie das Wetter in den nächsten Tagen bei Ihnen wird.

    Coronavirus in NRW: Plötzlich die Kassen des Zoos geschlossen

    Update, 14.41 Uhr: Wer heute nach 12 Uhr am Zoo in Duisburg eintraf, hatte schlechte Karten: Zu diesem Zeitpunkt wurden die Kassen geschlossen und keine weiteren Besucher mehr eingelassen. Hier die Stellungnahme dazu:

    Update, 13.45 Uhr: Das internationale Reitturnier in Dortmund ist am Sonntagmorgen abgebrochen worden. Gegen 10.30 Uhr wurde das vorzeitige Ende der Veranstaltung in der Westfalenhalle verkündet. Kurz zuvor war nach Angaben des Veranstalters eine Verfügung der Stadt Dortmund eingegangen.

    Coronavirus in NRW: Morgens noch drei Prüfungen

    Trotz der Ausbreitung des Coronavirus war bis dahin mehrere Tage geritten worden. Auch heute Morgen waren zunächst noch drei Prüfungen ausgetragen worden.

    Der Veranstalter konnte das Turnier nach eigener Aussage bis zur Absage durchführen, weil er den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW berücksichtigt. Demnach waren Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern untersagt.

    Update, 12.53 Uhr: Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf hat am Sonntag auch Zahlen für die einzelnen Städte und Kreise veröffentlicht - mit dem Hinweis, dass diese sich laufend verändern können. Hier der Überblick (Stand 11.30 Uhr):

    Aachen und Städteregion Aachen 140, Bielefeld 17, Bochum 20, Bonn 36, Borken 45, Bottrop 3, Coesfeld 47, Dortmund 19, Duisburg 14, Düren 24, Düsseldorf 36, Ennepe-Ruhr-Kreis 14, Essen 52, Euskirchen 6, Gelsenkirchen 12, Gütersloh 45, Hagen 5, Hamm 4, Heinsberg 650, Herford 22, Herne 5, Hochsauerlandkreis 30, Höxter 0, Kleve 32, Köln 129, Krefeld 10, Leverkusen 9, Lippe 37, Märkischer Kreis 13, Mettmann 19, Minden-Lübbecke 47, Mönchengladbach 36, Mülheim an der Ruhr 9, Münster 56, Oberbergischer Kreis 19, Oberhausen 8, Olpe 6, Paderborn 36, Recklinghausen 47, Remscheid 8, Rhein-Erft-Kreis 36, Rheinisch-Bergischer-Kreis 30, Rhein-Kreis Neuss 15, Rhein-Sieg-Kreis 63, Siegen-Wittgenstein 10, Soest 9, Solingen 7, Steinfurt 61, Unna 14, Viersen 16, Warendorf 47, Wesel 19, Wuppertal 6.

    Coronavirus in NRW: Frische Zahlen aus dem Ministerium

    Update, 12.23 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen über die Marke von 2000 gestiegen. Am Sonntag gab es (Stand 11.30 Uhr) 2100 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Am Samstag waren es zur selben Zeit 1636 Fälle und damit 464 weniger.

    Der Kreis Heinsberg bleibt mit 650 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen. In Aachen und der Städteregion Aachen gab es zusammen 140 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. In Köln, der größten Stadt des Bundeslandes, waren es 129 Fälle. In der zweitgrößten Stadt Düsseldorf waren 36 Fälle bekannt, in Dortmund 19 und in Essen 52.

    Coronavirus in NRW: Auswirkungen auf Sport und Freizeit

    Update, 12.01 Uhr: Das Coronavirus hat dazu geführt, dass der Spielbetrieb der Bundesliga erst mal ruht. Doch wie machen BVB, Schalke, Gladbach, Bayern und Co. nun weiter? 

    Update, 11.43 Uhr: Im Wintersportgebiet Winterberg ist die Skisaison wegen des Coronavirus vorzeitig beendet. Das Skiliftkarussell Winterberg schließt ab Montag, 16. März, seine Lifte. Wie eine Sprecherin am Sonntag mitteilte, haben die Betreiber die Schließung nach 93 Saisontagen beschlossen, um Verantwortung für die Gäste zu übernehmen und eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Hinzu komme, dass aufgrund der Besorgnis in der Bevölkerung kaum mehr mit weiteren Besuchern zu rechnen gewesen sei. 

    Coronavirus in NRW: Nur vereinzelt Menschen, denen Coronavirus egal ist

    Update, 11.23 Uhr: Die meisten Menschen verhalten sich nach Ansicht des Kölner Erzbischofs Rainer Woelki trotz Sorgen und Ängsten sehr verantwortlich in der Corona-Krise. "Aus zahlreichen Gebetsbitten, die mich in diesen Tagen erreichen, erfahre ich, dass viele Menschen derzeit sehr besorgt sind und in Ängsten leben", sagte Kardinal Rainer Maria Woelki.

    Leider gebe es auch unverantwortliche Zeitgenossen, die achselzuckend sagten: "Corona, mir doch egal, das betrifft doch nur die Alten und Kranken". Aber das seien nur wenige unrühmliche Ausnahmen. "Ich erlebe in diesen Tagen bei den meisten Menschen das genaue Gegenteil, einen sehr verantwortlichen Umgang mit dem bedrohlichen Virus und eine große Solidarität mit denjenigen, die wirklich ernsthaft gefährdet und auf unser aller Schutz angewiesen sind."

    Update, 10.33 Uhr: Der Coronavirus legt das öffentliche Leben in NRW immer mehr lahm. 

    Update, 10.08 Uhr: Auch am heutigen Sonntag werden Entscheidungen getroffen, wie die aktuelle Krise aufgrund des Coronavirus am besten zu händeln ist. So teilte etwa die Stadt Soest soeben mit, das Rathaus und sonstige Dienststellen für den Publikumsverkehr zu schließen. 

    Coronavirus in NRW: Armin Laschet ruft dazu auf, sich auf den Gemeinschaftssinn zu besinnen

    Update, 8.31 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Menschen in Deutschland angesichts der Coronavirus-Krise zu Rücksichtnahme und Gemeinsinn aufgerufen. "Hamstern oder das Stehlen von Desinfektionsmitteln in Krankenhäusern sind unsolidarisch", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

    Auch seinen eigenen Verwandten würde er von übertriebenen Vorratskäufen abraten, sagte Laschet. "Kauf was nötig ist, vielleicht auch etwas mehr, um Einkaufsgänge zu reduzieren. Aber keine panischen Hamsterkäufe." Denn Deutschlands Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sei sicher. "Wir erwarten keine Lieferengpässe bei Nahrungsmitteln oder Toilettenpapier", und Supermärkte blieben offen. "Das würde ich einem Angehörigen nahebringen."

    Eindringlich warnte der NRW-Ministerpräsident auch davor, die Apotheken zu stürmen. "Wenn jeder anfängt, Medikamente zu horten, die er nicht braucht, bricht auch das beste System zusammen. Das System beruht auf Vertrauen, und jeder trägt dazu bei, dass dieses Vertrauen erhalten bleibt." Gerade jetzt dürfe es keinen "Rückzug in den Egoismus" geben. "Alle sollten sich jetzt auf den Gemeinschaftssinn besinnen, der unser Land stark gemacht hat", betonte Laschet.

    Coronavirus in NRW: Infiziertem Fußballprofi geht es besser

    Update, Sonntag, 15. März, 8.23 Uhr: Auch heute berichten wir an dieser Stelle wieder fortlaufend aktuell über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus.

    Luca Kilian, der als erster Profi aus der Fußball-Bundesliga positiv auf den Coronavirus getestet wurde, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das berichtete der Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, Martin Przondziono, in einem Interview der Süddeutschen Zeitung.

    U21-Nationalspieler Kilian war am Freitag positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Wegen einer Oberschenkelverletzung hätte der Verteidiger aber in dem ursprünglich für Freitag geplanten Meisterschaftsspiel gegen Fortuna Düsseldorf nicht spielen können.

    Przondziono sprach in dem Interview auch von den Geschehnissen vor dem Spiel, als es Trainer Steffen Baumgart schlecht ging, "da kamen wir natürlich auf die Thematik: Corona. Wir dachten: Jetzt warten wir mal ab über Nacht. Er hat dann Fieber bekommen, dann nahm alles seinen Lauf". Der Tag sei ihm vorgekommen wie im Thriller.

    Coronavirus in NRW: Mannschaft in Quarantäne

    Baumgarts Test fiel allerdings negativ aus. Ein Teil der Mannschaft ist dennoch in Quarantäne. Insgesamt wurden 45 Personen getestet, die Ergebnisse sollen im Laufe der Woche vorliegen.

    Das Vorgehen der Deutschen Fußball Liga, die erst kurz vor dem Spieltag den Spielbetrieb aussetzte, verteidigte Przondziono. "Die DFL hat eigentlich einen sehr guten Job gemacht. Sie wird jetzt verteufelt, nach dem Motto: Ihr wolltet nur Fußball spielen, ihr seht nur das Geld. Aber die DFL hat eine Fürsorgepflicht den Vereinen gegenüber." Paderborn sei auch von finanziellen Einbußen betroffen. "Es ist nur Fußball, aber am Spielbetrieb hängen Arbeitsplätze. Aber der Druck wurde natürlich irgendwann zu groß."

    Für das Heimtraining der Spieler haben diese Hanteln und Fitnessgeräte mitbekommen. Am Montag sollten sie mit Spinningrädern beliefert werden. "Zwei Wochen sind auch vom Kopf her eine zähe Zeit. Aber zumindest haben sie die Möglichkeit, sich fit zu halten. Und in zwei Wochen werden sie wieder getestet", sagte Przondziono. Die DFL will den Spielbetrieb vorerst bis zum 2. April aussetzen - so soll es am Montag beschlossen werden.

    Coronavirus in NRW: So war die Lage am Samstag

    Update, 21.15 Uhr: Falschmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus finden schnell Verbreitung in den Sozialen Medien. Gesundheitsminister Jens Spahn hat vor Fake News gewarnt und bittet, sie nicht weiter zu verbreiten. Gesicherte Informationen über die Ausbreitung des Virus und die Auswirkungen auf das Alltagsleben liefern wir an dieser Stelle und auch in unserem Newsticker zur Corona-Lage in Deutschland und der ganzen Welt. 

    Update, 20.30 Uhr: Der Landrat des Hochsauerlandkreises hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Aus der Quarantäne wendet sich Dr. Karl Schneider an seine Mitbürger im Landkreis. Auch ein weiteres Mitglied der Verwaltungsleitung wurde positiv getestet; außerdem ist ein Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Sundern erkrankt. 

    Coronavirus in NRW: Gottesdienste ohne Öffentlichkeit im Kölner Dom

    Update, 19.40 Uhr: Nur noch zum Gebet dürfen Besucher den Kölner Dom betreten. Touristengruppen müssen draußen bleiben, Gottesdienste werden ab Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert und im Domradio übertragen. 

    Für Bus und Bahn gilt in Köln ab Mittwoch der Samstagsfahrplan. Hintergrund seien die Schließungen von Schulen und Kindertageseinrichtungen.

    Update, 19.35 Uhr: Der Gelsenkirchener Zoo schließt bis auf weiteres. Das teilte die Pressestelle der "Zoom Erlebniswelt" mit. Dies sei in Absprache mit dem Krisenstab der Stadt Gelsenkirchen entschieden worden, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Am Montag sollen weitere Informationen folgen.

    Update, 19 Uhr: Auch das Bistum Münster sagt zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus Gottesdienste ab. Soweit dies möglich sei, gelte die Regelung ab sofort, teilte die Pressestelle mit, also noch für dieses Wochenende.

    Coronavirus in NRW: Immer mehr Einschränkungen des öffentlichen Lebens

    Update, 18.05 Uhr: Wagen wir noch einmal einen Blick nach Italien. Während die Einschränkungen im öffentlichen Leben alle bisherigen Maßnahmen in NRW übertreffen, beazaubern die Italiener das Netz mit Videos einer gewissermaßen "musikalischen Bewältigung". Die Clips etwa aus dem nächtlichen Siena und von den Balkonen Mailands zeugen von Soidarität und haben etwas Tröstliches. 

    Update, 18 Uhr: Während überall in NRW Veranstaltungen ausfallen, haben die Springreiter am Samstag ihr Internationales Turnier in Dortmund fortgesetzt. Der Veranstalter konnte das Turnier nach eigener Aussage durchführen, weil er den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW berücksichtigte. Demnach sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern untersagt. Beim Turnier in der Westfalenhalle sind Reiter, Funktionäre und Mitarbeiter, aber keine zahlenden Zuschauer anwesend, so dass die Zahl nicht erreicht werde.

    Coronavirus in NRW: Auch kleinere Veranstaltungen sollen unterbleiben

    Update, 17.20 Uhr: Auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollen nach einem Erlass der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen unterbleiben. Darauf wies ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf am Samstag hin. Im Erlass vom Freitag heißt es, grundsätzlich sei "auch in den Fällen von Veranstaltungen unter 1 000 erwarteten Besuchern/Teilnehmern davon auszugehen, dass keine Schutzmaßnahmen getroffen werden können, die gleich effektiv aber weniger eingriffsintensiv sind, als die Veranstaltung nicht durchzuführen. Das Auswahlermessen der zuständigen Behörden reduziert sich damit regelmäßig dahingehend, dass nur die Absage oder zeitliche Verschiebung bis zur Änderung der Gefährdungslage und Aufhebung der angeordneten Maßnahmen in Betracht kommt." Städte wie Bergkamen, Lippstadt und Köln hatten bereits auf den Erlass reagiert und Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern untersagt. 

    Update, 16.40 Uhr: Die Islamische Gemeinde Millî Görüş (IGMG) sagt bis zum 2. April alle Freitagsgebete und Bildungsveranstaltungen ab. Es gelte, einer "gesamtgesellschaftlichen Herausforderung" zu begegnen, erklärt Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). gesamtgesellschaftlichen Herausforderung. Jeder einzelne müsse Verantwortung übernehmen und sich an den allgemeinen Präventionsbemühungen gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus beteiligen. "Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüşruft Muslime auf, sich strikt an die Empfehlungen der Gesundheitsämter zu halten und soziale Kontakte möglichst auf ein Minimum zu reduzieren."

    Coronakrise in NRW: Köln sagt alle Veranstaltungen ab

    Update, 16.25 Uhr: Drastische Maßnahme der Stadt Köln: Von Sonntag an sind dort alle Veranstaltungen verboten. "Wir werden jegliche Veranstaltungen im Kölner Stadtgebiet bis einschließlich 10.4.2020 untersagen", sagte Stadtdirektor Stephan Keller am Samstag im Rathaus. "Dieses Verbot gilt auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften." Geschlossen würden auch alle Kinos und Theater und ebenso Discos, Clubs und Bars, die Musik und Tanzveranstaltungen anbieten, sagte Keller. Ausgenommen seien Wochenmärkte, die der Nahversorgung dienten. Eine Ausnahme macht die Stadt bei Restaurants und Gaststätten, "die mit einem Essensangebot auch eine Versorgungsfunktion wahrnehmen."

    Update, 16.10 Uhr: Das Erzbistum Paderborn erkennt in den derzeit angeordneten und empfohlenen Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus "einen schwerwiegenden Grund im Sinne des can 1248 § 2 CIC, der die Gläubigen kraft kirchlichen Rechts von der Verpflichtung zur Teilnahme an der Eucharistiefeier an Sonn- und kirchlichen Feiertagen (sog. "Sonntagspflicht", can.1248 CIC)" entbinde. Den Gläubigen werde "das persönliche Gebet oder das Gebet in der Familie in besonderer Weise nahegelegt", heißt es in einer Mitteilung von Generalvikar Alfons Hardt. Die Entscheidung, Eucharistiefeiern und andere Gottesdienste abzusagen, obliege den Verantwortlichen vor Ort in Abstimmung mit den zuständigen staatlichen bzw. kommunalen Stellen, heißt es weiter. 

    Wegen Coronavirus: Bergkamen untersagt auch private Feiern

    Update, 14 Uhr: Die Stadt Bergkamen im Kreis Unna greift wegen des Coronavirus zu einer drastischen Maßnahme. Die Verwaltung hat dort zunächst bis zum 19. April alle Veranstaltungen verboten - egal, wie viele Personen daran teilnehmen und ob sie öffentlich oder privat sind. Dort dürfen also auch beispielsweise Familienfeiern, die bislang von den Regelungen ausgenommen waren, nicht stattfinden.

    Update, 13.50 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in NRW weiter gestiegen. Am Samstag gab es (Stand 11.30 Uhr) 1636 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf meldete. Am Freitagnachmittag waren es noch 1433 Fälle gewesen. 

    Der Kreis Heinsberg bleibt mit 589 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen. In Aachen und der zugehörigen Städteregion gab es zusammen 85 Infektionen mit den neuartigen Coronavirus. In der größten Stadt des Bundeslandes, in Köln, waren es 83 Fälle. In der zweitgrößten Stadt Düsseldorf 23, in Dortmund 14 und in Essen 34

    Coronavirus in NRW: Nur noch ein Besucher pro Tag im Altenheim

    Update, 13.44 Uhr: Besuche in Alten- und Pflegeheimen in Nordrhein-Westfalen sind nach einem Erlass der Landesregierung nicht grundsätzlich untersagt - aber wegen des Coronavirus eingeschränkt. Besuche müssten auf das "Notwendigste" beschränkt werden, hieß es in einem vom NRW-Gesundheitsministerium am Samstag vorgelegten Erlass. Jeder Bewohner dürfe im Regelfall einen Besucher pro Tag auf seinem Zimmer empfangen, aber nicht mehr in den Gemeinschaftsräumen. Der Besuch dürfe maximal eine Stunde dauern.

    Die Einschränkung ist eine von vielen Maßnahmen der Landesregierung, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Ältere Menschen gelten als besonders gefährdet.

    Ausnahmen könnten im Einzelfall und unter Auflagen für nahe stehende Personen zugelassen werden, etwa im Rahmen der Sterbebegleitung, hieß es in dem Erlass. Einrichtungen sollen Besucher und Mitarbeiter registrieren, um im Ernstfall Infektionsketten nachweisen zu können.

    Update, 13.15 Uhr: Die Bezirksregierung Münster hat am Samstag den neuen Stand in Sachen Coronavirus-Fälle in ihrem Gebiet mitgeteilt. Demnach sei die Zahl der bestätigten Infektionen von 206 am Freitag auf jetzt 230 Fälle am Samstag (Stand 10.45 Uhr) gestiegen. Die 24 neuen Fälle teilen sich demnach auf die Stadt Münster (12), den Kreis Borken (2), den Kreis Steinfurt (6) und den Kreis Recklinghausen (4) auf. 

    Nach der landesweiten Schließung von Schulen und Kindergärten hat die Bezirksregierung Münster für Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitungen bis auf weiteres eine Telefon-Hotline für Fragen rund um das Coronavirus eingerichtet. Das Info-Telefon der Schul-Abteilung ist wochentags von 7 bis 21 Uhr unter der Telefonnummer 0251/411-4198 erreichbar. 

    Neue Zahlen für die Coronavirus-Fälle in ganz NRW gibt es übrigens derzeit nicht. Die Übersichtstabelle auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums zeigt weiterhin den Stand von Freitagnachmittag an.

    Coronavirus in NRW: Spieler vom SC Paderborn in Quarantäne

    Update, 11.50 Uhr: Nach dem positiven Coronavirus-Test bei Fußballprofi Luca Kilian hat der SC Paderborn am Samstag Teile seiner Mannschaft für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt. Zuvor hatte der Teamarzt insgesamt 45 Tests auf das Virus bei Spielern und Betreuern durchgeführt, wie der Fußball-Bundesligist am Samstag mitteilte. Die Ostwestfalen sind der erste Erstliga-Club, der zu dieser Maßnahme greifen muss. In der Zweiten Liga war dies bereits bei Hannover 96 und beim 1. FC Nürnberg geschehen.

    "Für Spieler und Mitarbeiter, die seit dem 5. März keinen direkten Kontakt zu Kilian hatten, geht das Leben vorerst 'normal' weiter", hieß es in der Mitteilung. Der Trainingsbetrieb beim Aufsteiger wurde vorerst eingestellt. Kurz vor dem Ende der Quarantäne soll bei allen potenziell Corona-Infizierten ein zweiter Test durchgeführt werden.

    Am Freitagabend war der positive Coronavirus-Test bei Kilian öffentlich gemacht worden. Am Nachmittag hatte die Deutsche Fußball Liga den kompletten Spieltag für dieses Wochenende - darunter auch das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 - abgesagt. Am Montag wollen die 36 Proficlubs auf ihrer Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main über das weitere Vorgehen beraten. Das DFL-Präsidium will den Clubs eine Aussetzung des Spielbetriebes bis einschließlich 2. April vorschlagen. 

    Coronavirus in NRW: Keine Polen-Flüge mehr vom Flughafen Dortmund

    Update, 10.50 Uhr: Der Flughafen Dortmund streicht ab Sonntag, 15. März, um 0 Uhr bis auf weiteres alle Flüge nach Polen. Als Grund nennen die Flughafen-Verantwortlichen den Beschluss der polnischen Regierung, wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle direkten Flüge von und nach Deutschland einzustellen. Mit Breslau, Danzig, Kattowitz, Krakau und Olsztyn-Masury fallen damit fünf der etwa 40 Destinationen aus dem Flugplan in Dortmund. Bis wann die Flüge ausgesetzt werden, sei derzeit noch unklar. 

    "Wir respektieren die Entscheidung der polnischen Regierung, die wir nicht zu kommentieren haben. Selbstverständlich unterstützt der Flughafen alle Maßnahmen, die das Coronavirus wirksam eindämmen. Nichtsdestotrotz trifft uns die Streichung der Flüge ins Mark. Polen ist neben Rumänien unser stärkster Markt in Mittel- und Osteuropa", berichtet Udo Mager, Geschäftsführer des Dortmunder Flughafens. 

    Bereits in den Tagen zuvor verschärften immer mehr Länder ihre Einreisebestimmungen. Diese reichen von kompletten Flugstreichungen (Kosovo) über ein Einreiseverbot aller aus Deutschland eintreffenden Reisenden, die nicht die Staatsangehörigkeit des Landes besitzen, in das sie einreisen wollen (Nordmazedonien), bis hin zu einer 14-tägigen Quarantäne, in die sich Reisende aus Deutschland nach Ankunft zum Beispiel in Rumänien, Georgien, Litauen oder Lettland begeben müssen. "Wie viele Fluggäste wir aufgrund der Coronakrise verlieren, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorhersehen. Die Situation ist sehr dynamisch und kann sich stündlich ändern", so Mager abschließend. 

    Coronavirus in NRW: Warten auf eine Million Schutzmasken 

    Update, 10.40 Uhr: Das Universitätsklinikum in Essen gehört zu jenen Krankenhäusern, die seit Beginn der Coronakrise in Deutschland im Fokus stehen. Hier arbeitet hochspezialisiertes Personal in der Infektiologie. Doch wie bereitet sich eine spezialisierte Klinik auf das Coronavirus vor? Wir haben der Uniklinik Essen einen Besuch abgestattet.

    Update, 14. März, 9.25 Uhr: Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium wartet in der Corona-Krise auf die Lieferung von einer Million bestellter Schutzmasken. "Aufgrund der bereits bekannten weltweiten Exportbeschränkungen ist noch nicht absehbar, wann die Masken verfügbar sein werden", sagte eine Ministeriumssprecherin der Rheinischen Post. "Weitere 20.000 Masken sollen laut Aussage des Lieferanten zeitnah geliefert werden." Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte dem Blatt zufolge Anfang März angekündigt, eine Million Schutzmasken für Ärzte und Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen zu beschaffen.

    Coronavirus in NRW: So war die Lage am Freitag, 13. März

    Update, 22.01 Uhr: Kitas und Schulen in Köln und Siegen sollen vorerst noch geöffnet bleiben. Alle Kindertagesstätten und Schulen seien Montag und Dienstag offen, teilte die Stadt Köln am Freitagabend mit. "Die Stadt appelliert jedoch an die Eltern, ihre Kinder auch schon an diesen beiden Tagen nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen", hieß es. 

    Der Kreis Siegen-Wittgenstein erklärte, alle Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen am Montag öffnen zu lassen. Das gelte für die Kinder, "deren Eltern in der Kürze der Zeit keine Betreuung gefunden haben". 

    Coronavirus in NRW: Mobile Testteams und Diagnose-Zentrum

    Die Zahl der infizierten Personen im Kreis Siegen-Wittgenstein ist unterdessen auf 14 angestiegen. Vier neue Betroffene waren zuletzt unabhängig voneinander zum Skifahren in Österreich. Dabei handelt es sich um drei Männer aus Bad Berleburg, Hilchenbach und Wilnsdorf und eine Frau aus Netphen. Alle Infizierten werden für jeweils insgesamt 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt.

    Das Kreisgesundheitsamt hat am Freitag begonnen, die Kontaktpersonen der Infizierten zu ermitteln. Auch am Wochenende werden die mobilen Corona-Testteams des Kreises unterwegs sein, um Abstriche bei Verdachtspersonen zu nehmen. 

    Am Montagnachmittag wird dann auch das Corona-Diagnose-Zentrum in der Turnhalle der Dreifachturnhalle der Universität Siegen seine Arbeit aufnehmen.

    Coronavirus in NRW: Trainer hatte Symptome gezeigt

    Update, 21.30 Uhr: In der Fußball-Bundesliga gibt es den ersten Coronafall. Aufsteiger SC Paderborn gab am Freitagabend bekannt, dass U21-Nationalspieler Luca Kilian positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. 

    Die Tests waren durchgeführt worden, weil SCP-Trainer Steffen Baumgart im Verlauf des Tages einige Symptome einer Ansteckung durch das Virus gezeigt hatte und deshalb als Verdachtsfall geführt wurde. Die Testergebnisse waren jedoch anders als bei Kilian negativ. 

    Nach der Infizierung des 20-Jährigen wird der Tabellenletzte der Bundesliga nun "in enger Abstimmung mit den Behörden vor Ort umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einleiten", heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

    Coronavirus in NRW: Heilsarmee holt Speisen und Getränke

    Update, 20.18 Uhr: Tolle Aktion von Arminia Bielefeld! Der Fußball-Zweitligist hat aus der Not eine Tugend gemacht und nach der kurzfristigen Absage des Spiels gegen den VfL Osnabrück an die Menschen gedacht, denen es viel schlechter geht.

    Die Ostwestfalen ließen die Heilsarmee anrücken, um Speisen und Getränke abzuholen. Innerhalb kurzer Zeit bekam die tolle Aktion viel Zuspruch aus dem Netz und hunderte von Likes.

    Coronavirus in NRW: Fallzahlen in Dortmund weiter gestiegen

    Update, 20.06 Uhr: Die Stadt Dortmund berichtet auf Twitter, dass fünf positive Testergebnisse dazugekommen seien. Die Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle sei damit auf 19 gestiegen. Von 68 Tests von Donnerstag stünden aber noch 39 Ergebnisse aus. Am Freitag wiederum seien 53 Tests durchgeführt worden.

    Damit nicht genug der Nachrichten aus Dortmund: Dort will man nämlich jetzt auch noch die von Ministerpräsident Laschet verkündeten "Landesentscheidungen zu Schulen und Kitas" prüfen.

    "Diese Entscheidungen der Landesregierung kamen für die Stadt Dortmund völlig überraschend. Sie wurden zuvor weder besprochen noch angekündigt. Die Stadt Dortmund prüft die auf diesen Wegen der Öffentlichkeit mitgeteilten Entscheidungen der Landesregierung und wird dazu Stellung beziehen", hieß es am Freitagabend. In den sozialen Netzwerken stieß der Dortmunder Vorstoß auf Kritik.

    Update, 19.48 Uhr: Die SPD in NRW hat ihren für den 16. Mai geplanten Landesparteitag abgesagt. Man verzichte zunächst auch "bis auf weiteres auf Gremiensitzungen sowie auf öffentliche thematische Veranstaltungen", erläuterte Generalsekretärin Nadja Lüders. Zur Abstimmung im Vorstand und auch für thematische Veranstaltungen werde die Partei zunehmend auf Telefon- und Videokonferenzen zurückgreifen.

    Coronavirus in NRW: Notbetreuung wird überall garantiert

    Update, 18.32 Uhr: Eine ganz wichtige Frage lautet übrigens noch: Gilt die Schul- bzw. Kita-Schließung in NRW eigentlich für alle Kinder? Die Antwort: Nein, es gibt eine Ausnahme.

    Für Kinder von Ärzten und Pflegepersonal sollen in jeder Stadt und jedem Kreis Notbetreuungsmöglichkeiten geschaffen werden. Das gilt auch für Kinder von Eltern, die in "kritischen Infrastrukturen" arbeiten, die etwa für die öffentliche Ordnung wichtig sind.

    Coronavirus in NRW: Ärzte raten zur Rationierung von Desinfektionsmittel 

    Update, 17.30 Uhr: Hausärzte in NRW haben dazu aufgerufen, Öffnungszeiten von Praxen regional abzustimmen, um mögliche Ausfallzeiten von niedergelassenen Medizinern zu kompensieren. Zudem sollten Patienten Untersuchungen in Praxen und besonders in Krankenhäusern verschieben, appellierte der Hausärzteverband Nordrhein.

    Wer Beschwerden habe, solle Praxen telefonisch kontaktieren. Auch Videosprechstunden seien vermehrt denkbar. Desinfektionsmittel müsste nach Einschätzung der Hausärzte rationiert werden und Praxen, Krankenhäusern, Pflege- und Rettungsdiensten sowie der Polizei zugewiesen werden.

    Coronavirus in NRW: Ministerium stellt Zahlenwerk ins Netz

    Update, 16.43 Uhr: Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf hat jetzt auf das öffentliche Interesse reagiert und veröffentlicht ab sofort die aktualisierten Fallzahlen auf seiner Internetseite sortiert nach Bezirksregierungen und Landkreisen bzw. kreisfreien Städten.

    Die meisten bestätigten Fälle gibt es im Kreis Heinsberg (558) gefolgt von Aachen (85) und Köln (83).

    Update, 16.39 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat soeben aktuelle Coronavirus-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach gibt es in NRW 1433 bestätigte Fälle, nachdem es - Stand 10 Uhr - noch 1264 und am Donnerstagnachmittag 1041 gewesen waren. Das ist ein Plus von 169 seit heute Morgen und ein Plus von 392 seit gestern.

    Coronavirus in NRW: Revierderby BVB - Schalke fällt aus

    Update, 16.14 Uhr: Da ist die Rolle rückwärts - der komplette Spieltag der 1. und 2. Fußball-Bundesliga inklusive des Revierderbys BVB - Schalke ist soeben abgesetzt worden!

    Update, 15.55 Uhr: Die Bahn hat soeben diese aktuellen Informationen zum Umgang mit der Corona-Krise veröffentlicht, dabei geht es auch ums Thema Kulanzregelungen und den Fall, dass tatsächlich in einem Zug ein Corona-Verdacht besteht. Wichtigste Aussage: "Derzeit gibt es keine Einschränkungen für Reisende innerhalb Deutschlands." Schätzungen besagen, dass die Bahn Einbußen im Bereich von 40 Prozent fürchtet.

    Update, 15.43 Uhr: Fortuna Düsseldorf fordert wegen der Sorgen um mögliche Coronavirus-Infektionen eine Absage des abendlichen Spiels gegen den SC Paderborn. "Die Gesundheit und der Schutz muss absoluten Vorrang vor aktuellen wirtschaftlichen Überlegungen haben", sagte Fortuna-Vorstandschef Thomas Röttgermann RP Online.

    Coronavirus in NRW: Anpfiff um 20.30 Uhr auf der Kippe

    Ein Clubsprecher bestätigte den Bericht, wonach auch die Paderborner diesen Antrag bei der Deutschen Fußball Liga unterstützen. Zuvor war ein Coronavirus-Test bei SCP-Trainer Steffen Baumgart negativ ausgefallen. Allerdings stehen noch weitere Tests bei Profis des Clubs aus. Die Partie soll um 20.30 Uhr angepfiffen werden.

    Update, 15.31 Uhr: Supermärkte in NRW werden nach Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) trotz der Einschränkung des öffentlichen Lebens durch das Coronavirus weiter beliefert. "Die Lieferketten sind da", sagte Laschet. Das Lkw-Verbot an Sonntagen sei dafür gelockert worden. Jeder sollte nicht nur an sich selbst denken, sagte der Regierungschef zu möglichen Hamsterkäufen.

    Coronavirus in NRW: Nahverkehr muss weiter funktionieren

    Update, 15.27 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird auch der Start des Sommersemesters an den NRW-Hochschulen vorerst bis zum 19. April, dem Ende der Osterferien, verschoben

    Das teilte die Landesregierung am Freitag mit. Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

    Update, 15.24 Uhr: Der öffentliche Personennahverkehr in NRW wird wegen der Corona-Krise nicht eingeschränkt. Der Nahverkehr müsse funktionieren, damit die Pfleger und Ärzte von A nach B kommen könnten, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf. "Das Aufrechterhalten des öffentlichen Personen-Nahverkehrs ist eine Aufgabe, die gerade der Bekämpfung der Pandemie dient."

    Coronavirus in NRW: Schulen und Kitas ab Montag geschlossen - Übergangslösung

    Update, 15.09 Uhr: In Nordrhein-Westfalen schließen wegen des Coronavirus ab Montag alle Schulen. Das teilte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf mit. Am Montag und Dienstag stünden aber in den Schulen Lehrer bereit, um die Betreuung sicherzustellen

    "Die schlechteste Betreuungsform ist, Kinder dann zu den Großeltern zu geben", sagte Laschet. Die Eltern sollten die Übergangstage nutzen, um die Betreuung der Kinder zu organisieren. Wegen der Coronavirus-Krise werden laut Laschet die Osterferien vorgezogen. 

    Eigentlicher Ferienbeginn wäre der 6. April. Die Schulen bleiben bis zum 19. April dicht. An die Abiturienten gerichtet sagte Laschet, dass alle geplanten und nötigen Prüfungen wie etwa Vorklausuren "regulär" abgeschlossen werden könnten.

    Coronavirus in NRW: Auch alle Kitas werden geschlossen

    Update, 15.02 Uhr: Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, hat in seinem Statement am Freitagmittag aufgezeigt, was alles auf die Bevölkerung in NRW zukommen wird.

    Auch die 

    Kitas in Nordrhein-Westfalen

     werden ab Montag wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Für Kinder von Ärzten und Pflegepersonal sollten in jeder Stadt und jedem Kreis aber Betreuungsmöglichkeiten geschaffen werden.

    Alten- und Pflegeheime in NRW dürfen grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, so Laschet.

    Alle landeseigenen Kultureinrichtungen bleiben ab sofort geschlossen. Diese Maßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus gilt vorerst bis zum 19. April. Es gehe darum, soziale Kontakte möglichst weitgehend zu vermeiden, so Laschet. 

    Bis auf Weiteres werden keine Messen mehr stattfinden. "Alle Messen müssen abgesagt werden", sagte der NRW-Ministerpräsident. Eine Reihe von Messen war bereits in den vergangenen Tagen abgesagt worden.

    Coronavirus in NRW: Die größte Herausforderung in der Landesgeschichte

    Update, 14.47 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Nordrhein-Westfalen in Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus auf das Ruhen aller sozialen Kontakte eingeschworen. Aber: "Mit dem Rückzug in die eigenen vier Wände darf kein Rückzug der Menschlichkeit einhergehen", sagte Laschet am Freitag in Düsseldorf. Das Land stehe vor einer riesigen Bewährungsprobe, wahrscheinlich der größten in der Landesgeschichte.

    Update, 14.38 Uhr: Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Dabei gehe es um Laborkapazitäten, um zeitnah Ergebnisse zu bekommen, sagte eine Kreis-Sprecherin am Freitag. "Menschen, die infiziert waren, müssen vor ihrer Entlassung aus der Quarantäne erneut getestet werden. Daher kommt ja jetzt nochmal ein ganzer Schwung weiterer Tests hinzu", erläuterte die Sprecherin.

    Ob die Bundeswehr auf die Bitte schon reagiert hat, konnte die Sprecherin nicht sagen. Im Kreis Heinsberg sind nach Angaben vom Freitag inzwischen 553 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

    Coronavirus in NRW: Schulschließungen stehen bevor

    Update, 13.30 Uhr: In Nordrhein-Westfalen schließen wegen des Coronavirus in der ersten Hälfte der kommenden Woche alle Schulen bis zu den Osterferien. Das hat das Kabinett am Freitag entschieden, wie mehrere Medien aus der Landesregierung erfuhren. Der genaue Schließungstag war zunächst noch offen - die Rheinische Post berichtete, dass die Schulen spätestens am Mittwoch geschlossen werden sollen. 

    Update, 12.56 Uhr: Zieht NRW nach und kommt es auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands zu Schulschließungen wegen des Coronavirus? Schüler, Lehrer und Eltern warten auf eine klare Aussage von Ministerpräsident Armin Laschet. Der berät sich am Freitag mit seinem Kabinett. 

    Am Nachmittag will sich Laschet in einer Pressekonferenz äußern. Andere Bundesländer wie Niedersachsen und Bayern haben die Entscheidung bereits getroffen – dort gibt es flächendeckend schulfrei. In diesem Zusammenhang muss sich die Landesregierung auch erklären, wie es in Kindergärten und an Universitäten weitergeht. 

    Coronavirus in NRW: Stärkere Kontrollen im Grenzgebiet zu den Niederlanden

    Update, 12.34 Uhr: Im Grenzgebiet von Nordrhein-Westfalen zu den Niederlanden wird wegen des Coronavirus stärker kontrolliert. "Es handelt sich nicht um eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen", teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin mit. "Es handelt sich auch nicht um systematische Kontrollen, sondern um eine Verstärkung vor allem der stichprobenartigen Kontrollmaßnahmen im grenznahen Bereich." 

    Es gehe darum, den grenzüberschreitenden Verkehr stärker in den Blick zu nehmen, etwa durch Gespräche mit den Reisenden, um zum Beispiel Reisewege besser nachverfolgen zu können. "Der Schwerpunkt liegt auf den stichprobenartigen Kontrollmaßnahmen, die in räumlicher Nähe zu den Binnengrenzen stattfinden."

    Coronavirus in NRW: Fehler im Kreis Unna, neue Fälle im Märkischen Kreis und HSK

    Update, 12.25 Uhr: Dem Kreis Unna ist ein Fehler unterlaufen. Es gibt derzeit - anders als es am Donnerstag hieß, keinen Corona-Kranken in Werne.

    U pdate, 11.59 Uhr: Auch im Märkischen Kreis steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen weiter. Am Freitagvormittag sind dort drei neue Fälle bekannt geworden. Wir begleiten das Corona-Geschehen im MK hier laufend aktuell.

    Update, 11.55 Uhr: Im Hochsauerlandkreis ist ein Mitglied der Verwaltungsleitung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ab sofort sind die Kfz-Zulassungsstellen geschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung des Hochsauerlandkreises. Einmal mehr werden auch dort Bürgerinnen und Bürger, die ein Anliegen der Kreisverwaltung vortragen möchten, gebeten, nur wirklich dringende Inhalte vorzubringen. Von einer persönlichen Kontaktaufnahme wird derzeit abgeraten. Hier gibt's alle Infos zu den Entwicklungen im Hochsauerlandkreis.

    Coronavirus in NRW: Zahl der Infizierten steigt weiter

    Update, 11.49 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in NRW weiter gestiegen. Am Freitag gab es (Stand 10 Uhr) 1264 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf meldete. Am Donnerstagnachmittag waren es noch 1041 Fälle gewesen. 

    Der Kreis Heinsberg bleibt mit 525 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen. In Aachen und der Städteregion Aachen gab es zusammen 71 Infektionen mit den neuartigen Coronavirus. Für Köln wurden 63 Fälle berichtet, für den Kreis Coesfeld 33, den Kreis Lippe 32 und für die Kreise Steinfurt und Recklinghausen jeweils 31 Infektionen. Zahlreiche andere Städte und Kreise hatten niedrige zweistellige oder einstellige Fallzahlen.

    Coronavirus in NRW: Fußballspiele abgesagt

    Update, 10.56 Uhr: Auch der westfälische Fußballverband stellt den Spielbetrieb ein – dies in allen Ligen der Senioren und Junioren zunächst einmal bis zum 19. April. „Wir empfehlen allen Vereinen, auch den Trainingsbetrieb in den Vereinen bis auf weiteres einzustellen“, heißt es etwa in einer Mitteilung von Norbert Krevert, Vorsitzender des Fußballkreises Münster. 

    Update, 10.44 Uhr: Das Coronavirus hat nun weitreichende Folgen für den Sport: Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen unterbricht deshalb den Spielbetrieb in allen Fußballligen auf Verbandsebene der Junioren und Senioren. Die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler sowie der Funktionäre und Zuschauer stehe an erster Stelle, heißt es in einer Mitteilung der FLVW. Allen Vereinen empfiehlt der Verband, auch den Trainingsbetrieb in den Vereinen bis auf weiteres einzustellen. Lesen Sie hier mehr zu der Unterbrechung.

    Update, 10.40 Uhr: Fällt wegen des Coronavirus das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke aus? Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich in einer Mitteilung geäußert und einen Plan vorgeschlagen. Das Präsidium der DFL schlägt der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung vor, "den Spielbetrieb beider Ligen ab dem kommenden Dienstag bis einschließlich 2. April, also dem Ende der Länderspiel-Pause, auszusetzen", heißt es in einer Mitteilung. 

    Coronavirus in NRW: NRW-Ministerpräsident Laschet will sich äußern

    Update, 10.32 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will heute Nachmittag (14.30 Uhr) über weitere Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus informieren. Das teilte die Staatskanzlei mit. Das Kabinett hatte am Freitagmorgen in einer Sondersitzung über Konsequenzen aus den Beschlüssen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Vortag beraten. Die Kabinettssitzung lief nach dpa-Informationen dezentral in einer Schalte ab.

    Mit Spannung wird erwartet, ob die Landesregierung landesweite Schul- und Kitaschließungen verfügen will. Bund und Länder hatten sich am Donnerstag auf die Möglichkeit verständigt, regional mit Schließungen von Kitas, Schulen oder Hochschulen auf die Ausbreitung des Coronavirus zu reagieren. Bayern, Berlin und das Saarland hatten daraufhin bereits Schulschließungen ab Anfang der kommenden Woche angekündigt. 

    Update, 9.20 Uhr: Die Düsseldorfer Uni-Klinik (UKD) setzt zurzeit "in ausgewählten Einzelfällen" antivirale Medikamente ein, die für die Behandlung von Coronavirus-Patienten noch nicht zugelassen sind. Dazu gehöre das Medikament Remdesivir, das derzeit nur direkt über den Hersteller nach Einzelfallprüfung zur Verfügung gestellt werde, teilte die Uni-Klinik am Donnerstagabend mit. Es handle sich dabei um sogenannte "individuelle Heilversuche", die nur für bestimmte Patienten erwogen werden könnten. "Da aktuell noch keine belastbaren Daten zu Remdesivir in Bezug auf die Anwendung bei einer Infektion mit dem Coronavirus (Sars-CoV-2) am Menschen vorliegen, befindet sich das UKD gemeinsam mit zwei anderen Kliniken und dem Hersteller auf dem Weg zur Etablierung von entsprechenden Studien", so die Uni-Klinik in ihrer Mitteilung. Laut dem Ärztlichen Direktor der Uni-Klinik, Prof. Frank Schneider, soll nun unter anderem der bestmögliche Zeitpunkt für den Einsatz des Medikamentes heraus gefunden werden.

    Coronavirus in NRW: Bei Schulschließungen wären 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche ohne Betreuung

    Update, 8.19 Uhr: Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) rechnet für den heutigen Freitag mit einer Entscheidung über Schulschließungen in NRW wegen des Coronavirus. Auch über Kitas solle in diesem Zusammenhang entschieden werden, sagte Gebauer am Morgen bei WDR5. Gebauer geht davon aus, dass das Kabinett - das heute Vormittag zusammen tritt - zu einer Entscheidung kommt. 

    Die Schulministerin sagte, dass bei möglichen Schulschließungen ab Montag auf einen Schlag 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche ohne geregelte Betreuung wären. "Großeltern können nicht dazu gezogen werden" um zu helfen, sagte Gebauer - denn die sollten ja gerade geschützt werden. Die Frage sei, wie man dann mit Kindern umgehe, die Betreuung brauchten. Kindergärten gehörten nicht zu ihrem Ressort, sie gehe aber davon aus, dass auch für diesen Bereich am Freitag eine Entscheidung getroffen werde.

    Coronavirus in NRW: Heute Entscheidungen über Schul- und Kitaschließungen?

    Update, 13. März, 7.49 Uhr: Und weiter geht's an dieser Stelle mit allen wichtigen Entwicklungen in Sachen Coronavirus in NRW: DieLandesregierung will am heutigen Freitag über weitere Maßnahmen in der Corona-Krise beraten. Es ist offenbar damit zu rechnen, dass auch über die Möglichkeit von Schul- und Kitaschließungen in NRW gesprochen wird. 

    Das Landeskabinett werde über Konsequenzen der Beschlüsse von Bund und Ländern am gestrigen Donnerstag in Berlin beraten, sagte ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei.

    Bund und Länder hatten sich am Donnerstag auf die Möglichkeit verständigt, regional mit Schließungen von Kitas, Schulen oder Hochschulen auf die Ausbreitung des Coronavirus zu reagieren, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten im Berliner Kanzleramt sagte. Bundesweite Schulschließungen sind in Deutschland vorerst weiterhin nicht geplant. Merkel kündigte zudem unter anderem weitere "umfassende" Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft an. 

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte zuletzt keinen Anlass gesehen, Kitas, Schulen oder Universitäten landesweit zu schließen. Nach derzeitigem Stand sei das nicht erforderlich, bekräftigte er noch am Mittwoch. 

    Coronavirus in NRW: Auch Studenten könnten betroffen sein

    Von weiteren Maßnahmen der Landesregierung gegen die Corona-Epidemie könnten auch viele Studenten in NRW betroffen sein. So wird etwa der Start des Sommersemesters an der Universität Köln verschoben. Das Semester soll statt am 1. April erst nach Ostern beginnen, wie ein Unisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zehntausende Studierende seien dort betroffen. 

    Über einen späteren Beginn des Sommersemesters wird aber auch NRW-weit nachgedacht. "Eine Verschiebung des Sommersemesters wie in Bayern und Baden-Württemberg ist eine denkbare Option, um die Ausbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen", sagte der Sprecher des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums, Jochen Mohr, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Die Lage wird tagesaktuell bewertet. Wir sind im engen Austausch mit den Hochschulen", betonte Mohr gegenüber der dpa. 

    Coronavirus in NRW: Das ist der Stand im besonders betroffenen Kreis Heinsberg

    Im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg war am Donnerstag eine weitere Patientin gestorben. Die 78-Jährige starb an den Folgen einer Lungenentzündung, wie der Kreis erklärte. Wo sich die Frau mit dem Virus angesteckt hatte, sei noch nicht bekannt, hieß es. Es handelt sich um den dritten bekannten Todesfall im Kreis Heinsberg und den vierten in Nordrhein-Westfalen. 

    Am Donnerstagstiegen die nachgewiesenen Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW auf 1041, wie das Gesundheitsministerium berichtete (Stand: 16.30 Uhr). Am Mittwochnachmittag waren es 801 gemeldete Infektionen gewesen. Besonders betroffen bleibt der Kreis Heinsberg mit 483 registrierten Fällen.

    Coronavirus in NRW: So war die Lage am Donnerstag, 12. März

    Update, 22.33 Uhr: Das ist der Stand am Abend: Am Donnerstag (12. März) hat die Zahl der Coronavirus-Infizierten die 1000er-Grenze überschritten. Im Kreis Heinsberg gab es den dritten Todesfall in Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2. Insgesamt gab es seit Montag vier Todesopfer in NRW.

    Am Donnerstag wurden zahlreiche Kultur- und Sportveranstaltungen abgesagt. Viele Sportarten unterbrechen ihre Saison. Am Freitag will sich auch der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) äußern. Es wird vermutet, dass im westfälischen Amateurfußball der Ball zumindest in den kommenden vier Wochen ruhen wird.

    Coronavirus in NRW: Landesregierung berät Freitag

    Update, 22.18 Uhr: Die NRW-Landesregierung will am Freitag über weitere Maßnahmen in der Corona-Krise sprechen. "Morgen wird das Landeskabinett über mögliche Konsequenzen der heutigen Beschlüsse in Berlin beraten", sagte ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei. Nach dpa-Informationen ist damit zu rechnen, dass auch über die Möglichkeit von Schul- und Kitaschließungen in NRW gesprochen wird. Bund und Länder hatten sich am Donnerstag auf die Möglichkeit verständigt, regional mit Schließungen von Kitas, Schulen oder Hochschulen auf die Ausbreitung des Coronavirus zu reagieren, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder im Berliner Kanzleramt sagte.

    Coronavirus in NRW: Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich

    21.54 Uhr: Die Sender der Mediengruppe RTL verzichten wegen der Ausbreitung des Coronavirus von diesem Freitag an komplett auf Publikum bei ihren Shows. Betroffen sind damit unter anderem die beliebte Tanzshow "Let's Dance" und die Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS).

    Update, 21.26 Uhr: Soeben äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin zu den Coronavirus-Folgen für Deutschland. Sie fordert die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus dazu auf, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Bund und Länder dringen zugleich darauf, auch "nicht notwendige" Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Die vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine Option, sagte Merkel. 

    Update, 21.16 Uhr: Diese Entscheidung betrifft auch viele Ski-Urlauber aus NRW: Das österreichische Bundesland Tirol macht zu. Am Sonntag (15. März) werden in dieser Wintersaison zum letzten Mal die Seilbahnen fahren. Details sollen am Freitag folgen.

    Coronavirus: Vierte NRW-Tote im Kreis Heinsberg

    Update, 20.56 Uhr: Der Coronavirus Sars-CoV-2 hat mittlerweile auch WhatsApp erreicht, zumindest was die Informationsverbreitung anbelangt. Aber Vorsicht: Es kursieren verschiedene Falschmeldungen!

    Update, 20.39 Uhr: Im Kreis Heinsberg ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Patientin gestorben. Es ist der vierte bekannte Todesfall in NRW und der sechste in Deutschland. Die 78-Jährige starb am Donnerstagnachmittag an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Heinsberger Krankenhaus, wie der von der Corona-Epidemie besonders betroffene Kreis mitteilte. Wo sich die Patientin mit dem Virus angesteckt hatte, sei noch nicht bekannt, hieß es.

    Am Montag waren erstmals in NRW - und damit in Deutschland - zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-Jährige aus Essen, das zweite ein 78-Jähriger aus Gangelt im Kreis Heinsberg. Am Mittwoch starb dann ein 73-Jähriger im Heinsberger Krankenhaus. Am Donnerstag stiegen die nachgewiesenen Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in NRW auf 1041, wie das Gesundheitsministerium am Nachmittag (Stand: 16.30 Uhr) mitteilte. Am Mittwochnachmittag waren es 801 gemeldete Infektionen gewesen. 

    Coronavirus in NRW: Uni Köln verschiebt Semesterstart

    Update, 20.13 Uhr: Die Universität Köln verschiebt den Start des Sommersemesters. Geplant war, dass es am 1. April losgeht, Vorlesungen ab dem 6. April gehalten werden sollten. Jetzt soll das Semester erst nach den Ferien am 20. April beginnen. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

    Update, 19.51 Uhr: Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) schließt nicht aus, dass "es zu weitreichenden Schulschließungen kommen kann". Schüler sollen aber durch die Corona-Krise keine Nachteile haben. Abiturprüfungen sollen demnach grundsätzlich stattfinden – zur Not würden die Prüfungen nachgeholt.

    Coronavirus in NRW: Größte deutsche Kunstmesse fällt aus

    Update, 19.36 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Art Cologne als größte deutsche Kunstmesse um einige Monate verschoben. Die Schau, die für Ende April geplant war, werde vom 19. bis 22. November parallel zur Cologne Fine Art & Design stattfinden, teilte die Kölner Messe am Donnerstag mit.

    Update, 19.19 Uhr: Die Sorge vor dem Coronavirus treibt seltsame Blüten. Nach Hamsterkäufen im Supermarkt und Diebstählen von Desinfektionsmitteln im Krankenhaus stellte nun ein Frisör-Salon in Lüdenscheid fest, dass jemand die Klopapier-Vorräte gestohlen hat...

    Coronavirus in NRW: BVB-Zorc für Absage des Bundesliga-Spieltags

    Update, 19.09 Uhr: Michael Zorc, Sportdirektor von Borussia Dortmund hat sich für eine Absage des Spieltags in der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende ausgesprochen. "Es gibt ja keine Blaupause, wie man mit so einer Lage umgeht. Das ist für alle und jeden neu, und die Situation hat eine unglaubliche Dynamik", sagte Zorc der Süddeutschen Zeitung und fügte an: "Aber wenn ich sehe, dass die spanische und die italienische Liga ab sofort pausieren, obwohl die mit ihren 20 Erstliga-Vereinen ja noch mehr Spieltage und deshalb größere Terminprobleme haben, frage ich: Warum sollten wir es nicht genauso machen können?"

    Update, 18.56 Uhr: Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus treffen immer mehr Unternehmen in NRW. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags erwarten 45 Prozent der in NRW befragten Firmen in diesem Jahr einen Umsatzrückgang. Vor allem die Absage von Messen und Veranstaltungen, Krankheitsausfälle, aber auch eine allgemeine sinkende Kaufbereitschaft nach Produkten und Dienstleistungen wirkten sich negativ auf die Geschäfte aus, teilte die IHK NRW am Donnerstag mit. Stark betroffen seien auch auf Importe aus China angewiesene Unternehmen.

    Coronavirus-Lage im Kreis Soest spitzt sich zu

    Update, 18.23 Uhr: Die Corona-Lage im Kreis Soest spitzt sich möglicherweise dramatisch zu. Nach Informationen des Soester Anzeigers wurden alle 500 Gäste einer Sportgala in der Soester Stadthalle gebeten, ihre Kontaktdaten zu übermitteln.

    Update, 17.53 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus in NRW betrifft immer mehr auch die Amateursportler. In vielen Sportarten haben die Verbände ganze Spieltage ausgesetzt. Auch im Fußball gibt es erste Auswirkungen. 

    Coronavirus in NRW: Kommen bald Schul-Schließungen?

    Update, 17.38 Uhr: Die Rufe nach Schließung der Schulen in Nordrhein-Westfalen werden lauter. Der NRW-Elternverband fordert, den Unterricht einzustellen. Es sei inkonsequent, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abzusagen, den Betrieb an Schulen mit weit mehr Schülern aber weiterlaufen zu lassen. "Schulschließungen dürfen kein Tabu sein", fordern auch die drei größten Lehrerorganisationen in NRW - GEW, Philologen-Verband und VBE. Die NRW-Landesregierung hatte sich bislang gegen landesweite Schulschließungen ausgesprochen. Denn "dann würde sich ja auch die Frage stellen, wer betreut eigentlich die Kinder unserer Krankenschwestern, unserer Ärztinnen und Ärzte", hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gesagt.

    Update, 17.19 Uhr: Mit den jüngsten Fällen aus Hamm gibt es nur noch einen Kreis in NRW, der noch keine bestätigten Coronavirus-Fälle gemeldet hat: Es ist der Kreis Höxter!

    Update, 17.16 Uhr: Jetzt hat auch Hamm in Westfalen seine ersten Coronavirus-Fälle. Die zwei Personen hatten Kontakt mit Menschen, die in Südtirol und in Österreich waren.

    Coronavirus in NRW: Erstmals mehr als 1000 Infizierte

    Update, 17.02 Uhr: Durch das neuartige Coronavirus sind in NRW nun mehr als 1000 Menschen infiziert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren am Donnerstag (Stand 16.30 Uhr) 1041 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die mit Abstand meisten bestätigten Fälle gab es im Kreis Heinsberg (483) gefolgt von der Stadt Köln und der Städteregion Aachen (je 63).

    In Nordrhein-Westfalen waren in den vergangenen Tagen drei mit dem Coronavirus infizierte Patienten gestorben. Die vom NRW-Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen sind zum Teil niedriger als die der einzelnen Kreise. Durch die Meldewege bei den Behörden kommt es zu Verzögerungen und Abweichungen bei den Zahlen.

    Update, 16.51 Uhr: Der Handball-Verbandsetzt wegen der Corona-Krise den Spielbetrieb aus. Bis auf Weiteres seien alle Spiele, Veranstaltungen, Sitzungen und Maßnahmen des Verbandes Westfalen abgesagt. Der Verband Mittelrhein hatte das bereits am Mittwoch beschlossen. "Diese Entscheidung wurde nach intensiver Absprache zwischen allen Handball-Landesverbänden, Sportfachverbänden und Spitzenverbänden getroffen", heißt es in einer Mitteilung des Handballverbandes. Spätestens zum 19. April wird über eine mögliche Wiedereinsetzung des Spielbetriebs der Seniorenmannschaften entschieden.

    Coronavirus: Museen, Opernhäuser, Theater in NRW zu

    Update, 16.35 Uhr: Die Coronavirus-Krise legt weitgehend das kulturelle Leben in NRW lahm. In Düsseldorf stoppten Oper, Schauspielhaus und Tonhalle den Spielbetrieb bis zum 2. April. Die für 4. April geplante Nacht der Museen wurden verschoben. In Köln sagten das Schauspielhaus, die Oper und die Philharmonie alle Veranstaltungen bis einschließlich Karfreitag ab. Am Schauspielhaus Bochum finden zunächst bis Sonntag, 15. März, keine öffentlichen Veranstaltungen mehr statt. In Paderborn erklärte das Heinz Nixdorf Museumsforum, es bleibe bis zum 30. März geschlossen. 

    Update, 16.21 Uhr: Erster Fall in Werne. Der Kreis Unna meldet, dass insgesamt sechs weitere Personen neu infiziert worden sind. Jeweils eine der Personen stammt aus Werne, Unna, Selm und Lünen, zwei kommen aus Kamen. Damit ist die Zahl der insgesamt Infizierten im Kreis Unna auf 15 angestiegen.

    Coronavirus in NRW: Weniger Zuschauer bei DSDS-Aufnahme

    Update, 16.11 Uhr: Die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) reduziert wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Zahl der Zuschauer im Studio in Köln. Statt wie normalerweise vor 1700 Leuten sollen die kommenden vier Live-Shows vor 800 Zuschauern stattfinden. Zur Not seien auch Shows ohne Publikum denkbar, sagte eine Sprecherin. 

    Update, 16.05 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus hat zunehmend auch Auswirkungen auf den Verkehr mit Bus und Bahn. Das Kölner Fernbusunternehmen Pinkbus kündigte an, künftig nur noch jede zweite Fahrkarte zu verkaufen. "Wir wollen damit die Fahrgäste vor Ansteckung schützen", sagte Geschäftsführer Christian Höger. Jedem Fahrgast solle ein freier Platz neben sich garantiert sein. Damit steht der Anbieter bislang allein da, ähnliche Maßnahmen bei anderen Bus- und Bahnunternehmen sind bislang nicht bekannt.

    Coronavirus in NRW: Wie reagiert der Amateur-Fußball?

    Update, 15.41 Uhr: Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat die Stadt Bochum am Donnerstag einen Erlass erteilt, der Großveranstaltungen mit mehr als 1000 erwarteten Gästen bis auf unbestimmte Zeit untersagt. Damit entfällt u.a. der Hochschulball.

    Update, 15.15 Uhr: Am Donnerstag hat das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands entschieden, den Spielbetrieb in Schleswig-Holstein bis einschließlich Sonntag, 22. März 2020, einzustellen. Die Generalabsage betrifft alle Spielklassen von der Flens-Oberliga abwärts. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) folgt diesem Schritt noch nicht. "Wir haben uns heute beraten und entschlossen, dass wir keine komplette Absage vornehmen", sagt Thomas Berndsen, Abteilungsleiter Seniorenfußball des FLVW. Die Task-Force mit dem Präsidium berät aber erneut am Freitag ab 13 Uhr. "Es ändert sich ja täglich", sagt Berndsen und schließt entsprechend eine generelle Absage des Amateurspieltages von der Oberliga bis zur Kreisebene nicht aus

    Corona in NRW: DSDS mit weniger Zuschauern

    Update, 14.40 Uhr: "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) reduziert wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Zahl der Zuschauer im Studio. Statt wie normalerweise vor 1700 Leuten sollen die kommenden vier Live-Shows vor 800 Zuschauern stattfinden, wie eine RTL-Sprecherin am Donnerstag sagte. Man beobachte die Lage auch weiterhin. Sollte sie sich nochmals verändern, seien "zur Not" auch Shows ohne Publikum denkbar. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Die Live-Shows von DSDS werden in Köln produziert. Die erste ist am Samstag (14. März) geplant. Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen Erlass beschlossen, wonach Veranstaltungen mit mehr 1000 Teilnehmern grundsätzlich abgesagt werden sollen.

    Update, 14.05 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Hochsauerlandkreis ist von drei auf acht gestiegen. Das teilte die Kreisverwaltung am Mittwoch mit. Die fünf neuen bestätigten Fälle stammen demnach aus Arnsberg (3), Brilon und Schmallenberg. Alle Erkrankten seien - wie die drei bisherigen Coronavirus-Patienten - aus einem Skiurlaub zurückgekehrt.

    Coronavirus in NRW: 109 Infektionen im Regierungsbezirk Münster

    Update, 14 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich auf 109 (Stand 12. März, 10.35 Uhr) erhöht. Die Stadt Gelsenkirchen hat ein „Lagezentrum Corona“ eingerichtet, die Stadt Bottrop einen Ereignisstab aktiviert. Bei der Bezirksregierung Münster tritt die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs seit dem 2. März 2020 werktäglich und auch am Wochenende zusammen.

    Update, 13.54 Uhr: In Soest herrschte Aufregung bei Eltern von rund 30 Schülern, die morgen aus der Skifreizeit im Zillertal zurückkehren. Gerüchte besagten, dass alle betroffenen Schüler und Eltern in Quarantäne müssten. Auf die Gerüchte hat das Gesundheitsamt nun reagiert. 

    Coronavirus in NRW: Sonderzüge zum Derby fahren nicht

    Update, 13.30 Uhr: Mit Blick auf das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) vermeldet die Bundespolizei eine logische Entscheidung: Die Sonderzüge werden nicht fahren. Die Bundespolizei geht trotzdem davon aus, dass entgegen der aktuellen Verhaltensempfehlungen der Gesundheitsämter und des Robert Koch Instituts (RKI), einige wenige Anhänger der unterschiedlichen Vereine mit Zügen zu den Austragungsorten reisen werden. "Deshalb wird die Bundespolizei am kommenden Samstag an mehreren Ruhrgebietsbahnhöfen im Einsatz sein. Der Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen wird dabei im Großraum Dortmund liegen", erklärte die Bundespolizei.

    Update, 12.20 Uhr: Der nächste Fußball-Hammer: Das Corona-Chaos geht weiter. Wie Real Madrid nun offiziell mitteilt, ist ein Basketball-Profi der Königlichen positiv auf das Virus getestet worden. Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, „sowohl die erste Basketballmannschaft als auch die erste Fußballmannschaft unter Quarantäne zu stellen“.

    Coronavirus in NRW: Fall in Drensteinfurt - noch keiner in der großen Nachbarstadt

    Update, 12.18 Uhr: Auch in Drensteinfurt ist jetzt ein Corona-Fall bestätigt. Es ist die achte Infektion im Kreis Warendorf. Nach Informationen unserer Redaktion handelt es sich um eine 62-jährige Frau. Sie sei nicht schwer erkrankt und befindet sich aktuell in häuslicher Quarantäne, hießt es. Im benachbarten Hamm gibt es indes noch keinen bestätigten Fall.

    Coronavirus in NRW: Polizei appelliert vor Revierderby an Fans

    Update, 12.15 Uhr: Die Dortmunder Polizei bereitet sich auf das "Derby ohne Zuschauer" (Samstag, 15.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker) vor. "So bedauerlich die Situation für eingefleischte Fußballfans auch ist, in einem sind sich die Stadt Dortmund und die Dortmunder Polizei einig: Wir appellieren an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Zuschauer, nicht zum Spiel nach Dortmund zu reisen. Mit beiden Vereinen stehen die Stadt und die Polizei in intensivem Kontakt", erklärte Polizeisprecherin Cornelia Weigandt. "Wir bitten alle Fans, sowohl von Borussia Dortmund als auch des FC Schalke 04, die getroffene Entscheidung, das Spiel ohne Zuschauer stattfinden zu lassen, zu respektieren", so der Einsatzleiter der Polizei, Leitender Polizeidirektor Udo Tönjann. "Menschenansammlungen sind gerade in der jetzigen Situation zu vermeiden. Sollten sich dennoch einige Fans in das Stadionumfeld begeben, wird die Dortmunder Polizei vorbereitet sein. Kommt es zu Auseinandersetzungen oder Störaktionen, werden wir konsequent einschreiten."

    Corona in NRW: Landrat beklagt großes Problem

    Update, 12 Uhr: Noch schlimmer als das medizinische Problem des Coronavirus ist nach Einschätzung des Heinsberger Landrates Stephan Pusch (CDU) die dadurch drohende Vertrauenskrise in der Bevölkerung. "Das Coronavirus ist aus meiner Sicht ein medizinisches Problem, klar - aber viel schlimmer ist das Vertrauensproblem, was das in den Köpfen verursacht", sagte Pusch in seiner Videobotschaft am Donnerstag. Ausgrenzung, Misstrauen und Angst führten am Ende auch zu wirtschaftlichen Problemen. Die besten Mittel dagegen seien aus seiner Erfahrung Solidarität, Mitgefühl und gemeinsames Anpacken. Ihm berichteten Heinsberger, dass sie vom Arbeitgeber nur wegen ihrer Herkunft nach Hause geschickt oder erst gar nicht mehr aufs Firmengelände gelassen würden. "Es kann sein, dass morgen - wir alle wollen das nicht hoffen - ihr Kreis, ihre Stadt genau von denselben Problemen betroffen ist", sagte der Landrat. Dann würden diese Leute selbst Ausgrenzung erfahren. Der Kreis Heinsberg ist weiterhin von der Ausbreitung des Virus besonders stark betroffen. Fast die Hälfte der 909 Infektionen in NRW (Stand: 10 Uhr) wurden im Kreis nachgewiesen.

    Coronavirus: Vierter Todesfall in Deutschland

    Update, 11.48 Uhr: In Baden-Württemberg gibt es den ersten bestätigten Todesfall wegen des Coronavirus - es ist der insgesamt Vierte in Deutschland. Der Leichnam eines vor wenigen Tagen verstorbenen 67 Jahre alten Manns aus dem Rems-Murr-Kreis sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das baden-württembergische Sozialministerium am Donnerstag mit. Die anderen drei Todesfälle stammten aus Nordrhein-Westfalen.

    Update, 11.30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verkauft das Kölner Fernbusunternehmen Pinkbus künftig nur noch jede zweite Fahrkarte. "Wir wollen damit die Fahrgäste vor Ansteckung schützen", sagte Geschäftsführer Christian Höger am Donnerstag. Jedem Fahrgast solle ein freier Platz neben sich garantiert sein. Allerdings dürften etliche Busse in diesen Tagen auch ohne diese Maßnahme nicht voll besetzt sein: Es gebe eine starke Nachfrage nach Umbuchungen oder Fahrgäste träten die Reise gar nicht erst an. 

    Coronavirus in NRW: Die aktuell bestätigten Fälle im Überblick

    Update, 10.40 Uhr: 910 bestätigte Corona-Fälle gibt es mittlerweile in NRW. Wir schlüsseln hier alle bislang bestätigten Fälle auf: Aachen und Städteregion Aachen: 63, Bielefeld: 9, Bochum: 8, Bonn: 17, Bottrop: 3, Kreis Borken: 7, Kreis Coesfeld: 22, Dortmund: 12, Duisburg: 9, Kreis Düren: 9, Düsseldorf: 7, Ennepe-Ruhr-Kreis: 1, Essen: 12, Kreis Euskirchen: 2, Gelsenkirchen: 4, Kreis Gütersloh: 6, Hagen: 3, Kreis Heinsberg: 443, Kreis Herford: 5, Herne: 4, Hochsauerlandkreis: 6, Kreis Kleve: 4, Köln: 43, Krefeld: 2, Kreis Siegen-Wittgenstein: 2, Leverkusen: 2, Kreis Lippe: 21, Märkischer Kreis: 10, Kreis Mettmann: 12, Kreis Minden-Lübbecke: 10, Mönchengladbach: 17, Mülheim: 4, Münster: 8, Oberbergischer Kreis: 10, Oberhausen: 1, Kreis Paderborn: 6, Kreis Recklinghausen: 9, Remscheid: 5, Rhein-Erft-Kreis: 10, Rheinisch-Bergischer Kreis: 14, Rhein-Kreis Neuss: 8, Rhein-Sieg-Kreis: 19, Kreis Soest: 4, Solingen: 4, Kreis Steinfurt: 11, Kreis Unna: 6, Kreis Viersen: 6, Kreis Warendorf: 7, Kreis Wesel: 4. 

    Update, 10.22 Uhr: Die Partie zwischen Rot-Weiss Essen und der U23 des FC Schalke 04 in der Fußball-Regionalliga West fällt am Samstag aus. Wie der Club am Donnerstag mitteilte, setze man damit den Erlass des Landes NRW um, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

    Coronavirus in NRW: Bundesliga im Free-TV

    Update, 9.40 Uhr: Eine gute Nachricht für alle Fußballfans in Deutschland! Sky überträgt die Konferenz der 1. und 2. Liga an den kommenden beiden Spieltagen im Free-TV. Die Partien finden als Geisterspiele statt.

    Update, 9.15 Uhr: In Köln gibt es aktuell 54 Infizierte - das Coronavirus hält die Stadt in Atem. Doch nicht die ganze Stadt: Im Big Brother-Camp gibt es ein kleines Areal von Ahnungslosen. Seit dem 6. Februar leben die Big Brother-Bewohner, zu denen auch Rebecca Zöller aus Soest gehört, abgeschottet von der Außenwelt. Das Coronavirus war damals noch kein großes Thema in Deutschland. "Je nachdem, wie sie sich im Vorfeld informiert haben, wissen sie theoretisch von dem Ausbruch des Virus in Wuhan und ersten Ansteckungen außerhalb Chinas", sagte ein Sat.1-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Ab 6. Februar haben sie jedoch keinerlei Nachrichten empfangen können."

    Update, 12. März, 7.45 Uhr: Die Schulen im vom Coronavirus besonders betroffenen Kreis Heinsberg sollen länger geschlossen bleiben. "Wir haben uns (...) dazu entschlossen, perspektivisch bis Ostern, aber de facto erstmal um eine weitere Woche, die Schulen geschlossen zu halten", sagte der Heinsberger Landrat Stephan Pusch in einem am Mittwoch veröffentlichten Video auf Facebook. "Das haben wir uns wirklich - das können Sie mir glauben - nicht leicht gemacht, weil wir natürlich alle auch sehr heftig diskutiert haben: Ist das vor dem Hintergrund der Auswirkungen auf Familien, auf Betreuung, auf das Arbeitsleben der Einzelnen - Stichwort beispielsweise die alleinerziehende Mutter - ist das überhaupt vertretbar?"

    Coronavirus in NRW: Die Lage am Mittwoch, 11. März

    Update, 22.48 Uhr: Der Direktor des Zirkus Roncalli, Bernhard Paul, hat nach der Absage der Vorstellungen in Recklinghausen wegen des neuartigen Coronavirus die Politik um Hilfe gebeten. "Momentan wird nur über Hilfen für die Wirtschaft gesprochen, die Kultur ist einmal mehr das Stiefkind", schrieb Paul in einem offenen Brief an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Das neue Programm "All for art for all" sei zwei Jahre lang vorbereitet worden, der Zirkus beschäftige 150 Menschen, es seien bereits 500.000 Euro investiert worden. 

    Die staatliche Kulturszene sei subventioniert, "aber es gibt eine enorme private nicht-subventionierte Kulturszene, die sich von diesem "Kulturschock" jahrelang nicht erholen wird", schrieb Paul. Das werde von der Politik nicht bedacht. Er erwarte, dass man ihn in dieser kritischen Situation nicht alleine lasse. "Es wäre eine Schande, wenn wir jetzt unverschuldet vor die Hunde gehen." Der Kreis Recklinghausen hatte aus Gründen des Infektionsschutzes am Mittwoch beschlossen, Circus Roncalli in Recklinghausen abzusagen. Nach Angaben von Paul wurde das komplette Gastspiel in der Stadt untersagt. Laut der Roncalli-Webseite sollte es vom 12. März bis zum 5. April dauern. Laut Roncalli-Kalender waren einige Vorstellungen bereits ausverkauft. Ab 9. April will Roncalli dann in Köln gastieren.

    Coronavirus in NRW: 84 Infizierte im Regierungsbezirk Münster

    Update, 21.05 Uhr: Im Regierungsbezirk Münster gibt es aktuell 84 Corona-Infektionen (Stand 17.10 Uhr) - darunter 13 in Münster, 25 im Kreis Coesfeld und sieben im Kreis Warendorf. Das teilte die Bezirksregierung Münster am späten Mittwochnachmittag mit.

    Update, 18.41 Uhr: Wegen des Coronavirus müssen alle Schulausflüge und Klassenfahrten in NRW bis zu den Osterferien abgesagt werden, wie das Schulministerium am Mittwoch an alle Schulen schrieb. Dies sei ein "Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus". Die Schulferien im bevölkerungsreichsten Bundesland beginnen am 6. April. 

    Bislang hatte das Ministerium lediglich Fahrten in Regionen verboten, die als Corona-Risikogebiete gelten. Zuvor hatte der WDR über die Entscheidung berichtet. 

    Coronavirus in NRW: So schätzt Gesundheitsminister Laumann die Situation ein

    Die weitere Corona-Ausbreitung kann nach Einschätzung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nicht verhindert werden. "Es wird nicht gelingen, die weitere Ausbreitung der Infektion zu stoppen. Das sagen alle Fachleute. Wir müssen aber alles daransetzen, die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich zu verzögern", sagte Laumann am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. 

    Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen im bevölkerungsreichsten Bundesland stieg auch am Mittwoch an: Es gab am Nachmittag (Stand: 16 Uhr) 801 Infektionen nach 642 Fällen am späten Dienstagnachmittag (17.30 Uhr), wie das Gesundheitsministerium berichtete. Allein der Kreis Heinsberg zählte am Nachmittag 443 bestätigte Infektionen. In Deutschland sind bislang mindestens 1850 Infektionen bekannt, wie aus einer Auswertung der dpa hervorgeht. 

    Wo sich der gestorbene Patient aus Übach-Palenberg angesteckt haben könnte, sei nicht bekannt, erklärte der Kreis Heinsberg. "Die Infektion mit dem Coronavirus hatte seinen Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigt." Am Montag waren erstmals zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-Jährige aus Essen, das zweite ein 78-Jähriger aus Gangelt im Kreis Heinsberg. 

    Coronavirus in NRW: Zeit gewinnen - im Sinne der besseren Versorgung

    "Je mehr Zeit wir gewinnen, desto besser ist die gute Versorgung der Erkrankten bei den niedergelassenen Ärzten, den Krankenhäusern, auf den Intensivstationen gewährleistet", erläuterte Laumann im Landtag. Das gelte nicht nur für die Coronavirus-Erkrankten, sondern für alle Patienten. Seit dem Ausbruch der Infektion im Kreis Heinsberg habe man mit erheblichen "materiellen und personellen Knappheiten" zu kämpfen. Ein "Nachschubproblem" müsse verhindert werden. Laumann verwies darauf, dass NRW in der vergangenen Woche eine Million Schutzmasken bestellt habe.

    Nach Einschätzung der SPD-Opposition war das Land nicht gut genug auf die Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet. Nachdem Frankreich schon am 24. Januar erste Fälle bestätigt habe, hätte in NRW früher gehandelt werden können, kritisierte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty. Und obwohl das Robert Koch-Institut schon am 13. Februar die Gefahr einer möglichen Pandemie benannt habe, habe Laumann noch am 25. Februar in Interviews versucht, "die Sache kleinzureden". Laumanns Aussage, dass NRW gut vorbereitet sei, habe sich als falsch erwiesen, betonte er. Tatsächlich hätten Mundschutz und Desinfektionsmittel gefehlt. 

    Coronavirus in NRW: Zweifelhafte Zustände an Kölner Schule

    Auf heftige Zwischenrufe aus den Regierungsbänken sagte Kutschaty: "Sie verschließen die Augen vor der Wahrheit und sagen: "Ist alles schön und gut hier."" Die Realität sei eine andere. Ein Beispiel seien die Zustände an einer Kölner Schule: Dort fehlten Seife, Papiertücher, Desinfektionsspender, Toilettenpapier

    Insgesamt drei Mal musste Landtagspräsident André Kuper während Kutschatys Rede mit seiner Glocke die Abgeordneten zur Ruhe auffordern. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sowie Laumann warfen der SPD eine unangemessene Kritik vor. Zu der Kölner Schule rief Laschet dem Oppositionsführer sichtlich aufgeregt zu: "Nennen Sie mir den Namen. Ich kümmere mich persönlich darum, dass die ihr Papier kriegen - verdammt noch mal." 

    Abgeordnete aus den Regierungsfraktionen CDU und FDP warfen Kutschaty vor, die Coronavirus-Epidemie parteipolitisch zu instrumentalisieren. 

    Coronavirus in NRW: Laschet sieht keinen Anlass für landesweite Schließungen

    Trotz der Ausbreitung des Coronavirus in NRW sieht Laschet keinen Anlass, Kitas, Schulen oder Universitäten landesweit zu schließen. Nach derzeitigem Stand sei das nicht erforderlich, bekräftigte er. Mit Blick auf die anstehenden Abiturklausuren betonte das Schulministerium, man sei auf verschiedene Szenarien vorbereitet und entscheide je nach Lage, ob "Änderungen der geplanten Abläufe notwendig sein werden". Es sei "sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre vorgesehenen Prüfungen ablegen können und die angestrebten Abschlüsse erworben werden können". 

    Update, 16.15 Uhr: Nach dem Coronavirus-Erlass der Landesregierung zur Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern reduziert das Bochumer Musical "Starlight Express" die Gästezahl. Man werde vorerst keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Anwesenden durchführen. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch auf ihrer Homepage mit. Der Saal bietet eigentlich Platz für 1650 Zuschauer. In der Reihenfolge der Buchungseingänge werden nun die überschüssigen Gäste kontaktiert und gebeten auf einen anderen Termin umzubuchen. "Wir fühlen uns den Künstlern, die auftreten möchten, wie auch den Besuchern, welche sich auf die Veranstaltungen freuen, verpflichtet", begründeten die Veranstalter ihre Entscheidung.

    Coronavirus in NRW: Mehr Details zum dritten Corona-Toten in NRW

    Update, 15.47 Uhr: Bei dem dritten in NRW gestorbenen Coronavirus-Patienten handelt es sich um einen 73-Jährigen aus Übach-Palenberg im Kreis Heinsberg. Der Mann sei in der Nacht zum Mittwoch im Heinsberger Krankenhaus gestorben, teilte der Kreis mit. Er sei Dialysepatient mit schweren Vorerkrankungen gewesen. 

    "Die Infektion mit dem Coronavirus hatte seinen Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigt", hieß es. Wo sich der Patient mit dem neuartigen Virus angesteckt haben könnte, sei nicht bekannt. Es ist der zweite Todesfall im Kreis Heinsberg und zugleich der dritte in NRW und Deutschland. Am Montag waren erstmals zwei Menschen nach Erkrankungen im Zusammenhang mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-Jährige aus Essen, das zweite ein 78-Jähriger aus Gangelt im Kreis Heinsberg.

    Coronavirus in NRW: Neue Infizierte im Kreis Unna und im Sauerland

    Update, 15.40 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Kreis Unna steigt an. Mittlerweile sind acht Personen am Coronavirus erkrankt. Neu hinzugekommen sind zwei Fälle in Bergkamen und ein Fall in Schwerte. Während die Infektionen in Bergkamen mit dem bereits bekannten Fall zusammenhängen, ist der Ansteckungsweg der in Schwerte erkrankten Person noch nicht bekannt. Auch die Zahl der Kontaktpersonen steigt explosionsartig auf mittlerweile 500 Personen.

    Update, 15.37 Uhr: Es gibt zwei neue Coronavirus-Infizierte im Sauerland. Wie der Hochsauerlandkreis am Mittwoch mitteilte, hätten sich zwei Frauen aus Schmallenberg im Urlaub in Südtirol angesteckt. Damit gibt es nun drei bestätigte Fälle im HSK, am Dienstag war die Covid-19-Erkrankung eines Mannes aus Sundern bekannt geworden.

    Coronavirus in NRW: Neue Infizierte im Kreis Soest

    Update, 15.18 Uhr: Es gibt zwei neue Coronavirus-Fälle im Kreis Soest. Eine Person wohnt in Soest, eine andere in Bad Sassendorf. Das wurde soeben bei einer Pressekonferenz im Rettungszentrum des Kreises Soest bekannt gegeben. Beide Infizierte sollen aus dem Skiurlaub in Ischgl (Österreich) zurückgekehrt sein. Dort war auch der am Dienstag positiv getestete Mann aus Möhnesee gewesen. 

    Update, 14.51 Uhr: Dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises wurden zwei weitere am Coronavirus Infizierte gemeldet. Es handelt sich um eine Person aus Iserlohn und eine aus Menden. Es stehen mehrere Dutzend Personen unter Hausquarantäne, schreibt Come-On.de.

    Coronavirus in NRW: Arnsberg richtet Diagnostikzentrum ein

    Update, 14.45 Uhr: Zum Schutz der Patienten wird aktuell im Klinikum Hochsauerland am Standort Marienhospital in Arnsberg ein eigenes Diagnostikzentrum zur Abklärung von Corona-Verdachtsfällen eingerichtet, das am Donnerstag (12. März) die Arbeit aufnehmen wird. Die Ambulanz ist räumlich komplett vom Krankenhausbetrieb separiert.

    Update, 14.29 Uhr: Wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus hat die Evangelische Landeskirche von Westfalen ihren Gemeinden empfohlen, möglichst viele Veranstaltungen abzusagen. In einem Rundschreiben an die Kirchengemeinden wird empfohlen, Veranstaltungen im Zeitraum bis zur Karwoche Anfang April, "die ohne Not zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden können", zu verschieben.

    Coronavirus in NRW: Kritik im Landtag in Düsseldorf

    Update, 13.53 Uhr: Die Grünen forderten im Düsseldorfer Landtag eine Internetplattform für NRW, auf der die Bürger alle nötigen Informationen finden, statt unter Umständen in einer Hotline festzuhängen. "Das darf uns nicht wieder passieren", sagte Vize-Fraktionschef Mehrdad Mostofizadeh zu den Engpässen bei Hygieneartikeln. Er forderte eine wesentlich stärkere Bevorratung in NRW mit diesen Artikeln für die Krankenhäuser.

    Update, 13.34 Uhr: Rockmusiker Udo Lindenberg (73) hat die Menschen im Kreis Heinsberg aufgefordert, "coole Socken" zu bleiben. "Schwere See, da müssen wir durch - besonders Ihr im Kreis Heinsberg", las der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) in seiner Videobotschaft von Dienstagabend LIndenbergs Nachricht mit sichtbarer Freude vor.

    Coronavirus in NRW: Udo Lindenberg als Mutmacher

    Pusch hatte den Musiker als Mutmacher für die Bevölkerung eingeladen. Der Einladung könne er wegen der Vorbereitung zur nächsten Tour nicht folgen. Aber im Sommer komme er ja nach NRW. "Bis dahin bleibt coole Socken, keine Panik. Solidarische Greetings." 

    Und: "Hoffe, dass wir den Scheiß bald hinter uns haben", las Pusch vor und hoffte: Vielleicht gehe ja im Sommer doch was mit Udo im Kreis Heinsberg.

    Update, 12.57 Uhr: Trotz der Ausbreitung des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen sieht NRW-Regierungschef Armin Laschet keinen Anlass, Kitas, Schulen oder Universitäten landesweit zu schließen. Nach derzeitigem Stand sei das nicht erforderlich, bekräftigte er am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Wenn es zu einer Lage wie in Italien komme, müsse die Frage neu bewertet werden.

    Coronavirus in NRW: Erster Fall in Kreis Olpe

    Update, 12.45 Uhr: Ein "weißer Fleck" auf der Karte der Coronavirus-Infizierten in NRW ist verschwunden: Nun gibt es auch einen bestätigten Fall im Kreis Olpe. Eine Frau aus Kirchhundem hatte sich im Urlaub in Südtirol angesteckt, schreibt Sauerlandkurier.de.

    Update, 12.41 Uhr: Das NRW-Schulministerium sieht keine Notwendigkeit, die Abi-Prüfungen wegen des Coronavirus zu verschieben. Sollten Prüfungen wegen Krankheit, Quarantäne oder vorübergehenden Schulschließungen ausfallen, gebe es vom 7. Mai an die auch sonst üblichen Nachschreibtermine, teilte das NRW-Schulministerium mit. Zeitweise geschlossene Schulen sollten den Abiturienten das Unterrichtsmaterial zur Vorbereitung zuschicken.

    Coronavirus in NRW: Zahl im Regierungsbezirk Münster wächst

    Update, 12.36 Uhr: Im Regierungsbezirk Münster ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten auf 67 gewachsen. In Münster sind das Gymnasium Marienschule, die Kita „Julius-Moses“ und die Kita „Marie-Curie-Straße“ bis auf Weiteres geschlossen. In Ahaus (Kreis Borken) ist die Irena-Sendler-Gesamtschule geschlossen. In Senden (Kreis Coesfeld) bleibt die Geschwister-Scholl-Realschule bis zum 19. März geschlossen. In Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) wird das Gymnasium Canisianum bis zum 18. März geschlossen.

    Update, 12.24 Uhr: Keine Zuschauer im Stadion erlaubt, also ab in die Kneipe! Doch davon rät Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, ab. Spiele der Fußball-Bundesliga sollten auch in Bars oder an anderen Public-Viewing-Orten nicht gemeinsam verfolgt werden, riet er. Es gehe darum, Abstand zwischen die Menschen zu bringen, sagte er. Es sei sinnlos, Menschen aus einer Ansammlung herauszubekommen, wenn sie sich dann andernorts in kleineren Ansammlungen zusammenfinden.

    Coronavirus in NRW: Polizist im Kreis Wesel infiziert

    Update, 12.16 Uhr: In NRW ist eine weitere Coronavirus-Infektion eines Polizisten bekanntgeworden. Es handelt sich um einen Beamten der Kreispolizei Wesel. Die Arbeit der Behörde in Wesel sei derzeit nicht beeinträchtigt, sagte ein Polizeisprecher.

    "Wir haben uns auf einen solchen Fall seit zwei Wochen vorbereitet." Nun werde geprüft, zu wie vielen Kollegen der Beamte Kontakt hatte. Fest stehe aber bereits: Er habe dienstlich keinen Kontakt zu Bürgern gehabt. Zuvor war bereits die Erkrankung von zwei Polizistinnen der Kreispolizeibehörde Viersen bekanntgeworden.

    Drittes Coronavirus-Todesopfer in NRW

    Update, 12.07 Uhr: Im Kreis Heinsberg in NRW ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben - es ist der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Patient sei im Heinsberger Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen.

    Am Montag waren erstmals in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-jährige Frau aus Essen, das zweite ein 78-jähriger Mann aus dem Kreis Heinsberg.

    Coronavirus in NRW: Absage in 2. Handball-Bundesliga

    Update, 11.41 Uhr: Absage auch in der 2. Handball-Bundesliga: Das Topspiel zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und Tusem Essen fällt aus. Grund ist der NRW-Erlass in Sachen Coronavirus.

    Update, 11.24 Uhr: Eine weitere Ausbreitung des Coronavirus kann nach Einschätzung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann  nicht verhindert werden. Es müsse aber alles daran gesetzt werden, die Ausbreitung so gut wie möglich zu verzögern, sagte Laumann am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf. Je besser das gelinge, desto besser sei die Versorgung in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen zu gewährleisten - nicht nur für Coronavirus-Patienten, sondern für alle. Ältere und vorerkrankte Menschen müssten besonders geschützt und das Gesundheitswesen funktionsfähig gehalten werden, bekräftigte Laumann.

    Coronavirus in NRW: 687 bestätigte Fälle

    Update, 11.14 Uhr: 687 Personen sind in NRW mit dem Coronavirus infiziert. So verteilen sich die bestätigten Fälle auf die Städte und Kreise (in alphabetischer Reihenfolge): Aachen und Städteregion Aachen (61), Bielefeld (5), Bochum (4), Bonn (13), Bottrop (1), Kreis Borken (6), Kreis Coesfeld (21), Dortmund (7), Duisburg (4), Kreis Düren (7), Düsseldorf (6), Essen (5), Kreis Euskirchen (2), Gelsenkirchen (4), Hagen (3), Kreis Heinsberg (365), Herford (4), Hochsauerlandkreis (1), Kreis Kleve (2), Köln (33), Leverkusen (2), Kreis Lippe (17), Märkischer Kreis (6), Kreis Mettmann (8), Kreis Minden-Lübbecke (9), Mönchengladbach (8), Münster (7), Oberbergischer Kreis (6), Kreis Paderborn (3), Kreis Recklinghausen  (2), Remscheid (4), Rhein-Erft-Kreis (6), Rheinisch-Bergischer Kreis (11), Rhein-Kreis Neuss (4), Rhein-Sieg-Kreis (11), Kreis Soest (1), Solingen (4), Kreis Steinfurt (5), Kreis Unna (4), Kreis Viersen (6), Kreis Warendorf (5), Kreis Wesel (4).

    Update, 11.01 Uhr: Die neuesten Infizierten-Zahlen für NRW liegen vor. Laut Gesundheitsministerium sind 687 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert (Stand Mittwoch, 10 Uhr). Die mit Abstand meisten Fälle (365) sind im Kreis Heinsberg, wo Ende Februar alles begann.

    Coronavirus: Mönchengladbach und VfL Bochum vor leeren Rängen

    Update, 10.52 Uhr: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach absolviert in dieser Woche zwei "Geisterspiele". Heute Abend (11. März) geht es ohne Zuschauer ins Rheinderby gegen den 1. FC Köln. Auch am Sonntag (15.30 Uhr) wird das Stadion leer sein, wenn die "Fohlen" bei Eintracht Frankfurt antreten. Auch in diesem Spiel werden keine Zuschauer zugelassen sein. Diese Entscheidung verkündete Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer am Mittwoch.

    Auch die Partie des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum gegen den 1. FC Heidenheim wird am Samstag (13 Uhr) ohne Zuschauer ausgetragen. Die Bochumer teilten mit, dass er damit eine behördliche Anordnung des Gesundheitsamtes Bochum umgesetzt werde.

    Update, 10.40 Uhr: Der NRW-Landtag in Düsseldorf setzt unter Vorsichtsmaßnahmen seine Arbeit in Zeiten der Coronavirus-Krise fort. "Unser Land und dieses Parlament ist handlungsfähig", sagte Landtagspräsident André Kuper am Mittwoch zu Beginn der ersten Sitzung nach den Nachweisen des neuartigen Coronavirus in NRW. Als Vorsichtsmaßnahme für das Parlament wurde beschlossen, im März und April keine Besuchergruppen zu den Landtagssitzungen zu empfangen. In den beiden Monaten solle es außerdem keine anderen Veranstaltungen im Landtag in Düsseldorf mit mehr als 150 Teilnehmern geben.

    Coronavirus in NRW: In diese Städten und Kreisen gibt es noch keine Fälle

    Update, 10.17 Uhr: Am Anfang war es nur der Kreis Heinsberg, mittlerweile gibt es in fast allen Städten und Kreisen in NRW mindestens einen bestätigten Coronavirus-Fall. Es gibt allerdings noch weiße Flecken auf der Karte. Die Städte Krefeld, Oberhausen, Mülheim, Herne, Wuppertal und Hamm sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Olpe und der Kreis Höxter sind noch ohne offiziell bestätigte Covid-19-Erkrankung.

    Coronavirus in NRW: Kommt Notfallplan für das Abitur?

    Update, 9.48 Uhr: Was bedeutet das Coronavirus für die Abiturienten in NRW? Die Kultusminister der Bundesländer sprechen ab Donnerstag (12. März) über eine bundesweite Notfallstrategie, wie das Abitur "unter diesen Bedingungen stattfinden kann", sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

    Update, 9.11 Uhr: Die Gesundheitsämter im Kreis Olpe, Märkischen Kreis und Kreis Siegen-Wittgenstein haben einen „Abstrich-Fahrdienst“ installiert. "Geschultes Personal kommt zu den Verdachtsfällen nach Hause und nimmt den Abstrich. Etwa einen Tag später steht das Ergebnis fest und wir haben die Sicherheit, ob eine Corona-Erkrankung vorliegt oder ob es sich um eine Grippe oder einen Infekt handelt", sagte Dr. Martin Junker, Leiter der Bezirksstelle Lüdenscheid der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Ziel müsse es sein, die bestätigten Corona-Fälle und Verdachtsfälle von den Praxen, Notfallpraxen und Krankenhäusern fernzuhalten.

    Coronavirus in NRW: Messe "Creativa" in Dortmund verschoben

    Update, 8.47 Uhr: Die Messe Dortmund hat mehrere Frühjahrsveranstaltungen wegen des Coronavirus um einige Monate verschoben. Betroffen seien unter anderem die Kreativmesse "Creativa", die "Cake Dreams", die "Bau!Messe!NRW!" und die "Auto-Welt Dortmund", die alle noch im März hätten stattfinden sollen. Neue Termine wurden nun für den August und Oktober angesetzt, wie die Messe Dortmund mitteilte. "Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit", hieß es.

    In Münster wurde das Volksfest  Frühjahrssend abgesagt. "Münsters größtes Volksfest mit Hunderttausenden Gästen ausfallen zu lassen, ist eine Entscheidung, die uns sehr, sehr schwerfällt", sagte Oberbürgermeister Markus Lewe laut Mitteilung. Für die Schaustellerinnen und Schausteller sei die Absage "bitter und ein herber Schlag", hieß es.

    Coronavirus in NRW: Polizei erstellt Lageplan

    Update, 8.39 Uhr: Die Polizei in NRW mit ihren rund 40.000 Beamten haben wegen des Coronavirus ein landesweites Lagebild zu "betroffenen Beschäftigten" erstellt, das täglich aktualisiert wird. In dem Lagebild werden alle infizierten Polizeibeamten sowie Verdachtsfälle und etwaige Quarantäne-Maßnahmen erfasst, wie ein Sprecher des zuständigen Landesamts für Polizeiliche Dienste (LZPD) bestätigte. Über konkrete Zahlen machte das LZPD keine Angaben. Das Lagebild solle dazu dienen, einen Überblick über das Personal zu haben und auf mögliche Engpässse reagieren zu können. Bislang bekannt ist der Fall von zwei Polizeibeamtinnen aus Viersen, die am neuartigen Coronavirus erkrankt sind.

    Update, 8.25 Uhr: Wegen des Erlasses des NRW-Landesregierung von Dienstag fallen in NRW nun aufgrund des Coronavirus viele Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern aus. Nicht nur die Lanxess-Arena in Köln ist betroffen, sondern etwa auch die König-Pilsener-Arena im Centro Oberhausen: „Wir bedauern sehr, dass unsere Besucher, die sich seit Monaten auf die Veranstaltungen gefreut haben, nun enttäuscht werden. Dennoch stehen ihre und die Gesundheit unserer Mitarbeiter für uns an erster Stelle", schreibt Managing Director Henrik Häcker.

    Update, 8.13 Uhr: Der Spezialchemiekonzern Lanxess rechnet auch wegen der Folgen der Coronavirus-Epidemie mit einem Gewinnrückgang in diesem Jahr. Der Konzern schätzt die Belastungen durch die Viruskrise auf 50 Millionen bis 100 Millionen Euro, davon 20 Millionen im ersten Quartal, wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht.

    Coronavirus in NRW: Folgen für die Wirtschaft

    Update, 7.38 Uhr: Der Kreis Paderborn hat angekündigt, ab sofort nur noch die jeweilige Stadt oder Gemeinde zu benennen und keine weiteren Details zu den Infizierten. Der Hintergrund: Der erste dort nachweislich Coronavirus-Infizierte sieht sich offenbar einem Verhalten ausgesetzt, „das sämtliche Regeln des menschlichen Miteinanders und Anstands verletzt und schlicht unwürdig ist“, betont der Paderborner Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi. Die Betroffenen, die einfach nur Urlaub gemacht, sich besonnen verhalten und sofort einen Arzt kontaktiert hätten, sähen sich massiven Anfeindungen, insbesondere auch in den sozialen Netzwerken ausgesetzt. Im Kreis Paderborn gibt es drei bestätigte Coronavirus-Fälle.

    Update, 7.28 Uhr: Nach dem Erlass zur Absage von Großveranstaltungen bestimmt das neuartige Coronavirus immer mehr das Leben in NRW - spätestens nach dem Erlass der Landesregierung, dass bis weiteres keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 erwarteten Besuchern stattfinden sollen. Alternativ könnten Sport-Veranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden. Diese Vorgabe erhielten die zuständigen Kommunen. Eine Frist hat der Erlass nicht. Auch kleinere Veranstaltungen können weiter abgesagt werden, wenn es besondere Risiken gibt. Durch diese Maßnahmen soll die Virus-Ausbreitung verlangsamt werden.

    Es zähle nun "besonnenes und vor allem wirksames Handeln", betonte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Es müssten Großveranstaltungen in den Fokus genommen werden, auch wenn Absagen für Veranstalter teilweise schmerzhaft seien und zu Umsatzeinbußen führten. Die Landesregierung kündigte Überbrückungskredite für betroffene Firmen an. Steuerstundungen sollen ermöglicht werden und "als Zeichen der Ermutigung und der Steuergerechtigkeit" der Solidaritätszuschlag rückwirkend ab 1. Januar auch für mittelständische Betriebe und Kapitalgesellschaften entfallen.

    Coronavirus: Unsere Berichterstattung von Dienstag, 10. März

    Update, 21.20 Uhr: Im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es einen ersten bestätigten Coronafall. "Ein Mann mittleren Alters aus der Gemeinde Wilnsdorf war mit einem Reiseveranstalter aus dem Münsterland zum Skifahren in Südtirol. Er ist am 5. März wieder in Siegen-Wittgenstein angekommen und wurde am gestrigen Montag, 9. März, von einem mobilen Corona-Diagnose-Team des Kreisgesundheitsamtes zuhause getestet. Das Ergebnis traf am heutigen Nachmittag in der Kreisverwaltung ein. Bei dem Patienten wurde das Coronavirus nachgewiesen", erklärte der Kreis Siegen-Wittgenstein am Dienstagabend. Mittlerweile sei der Mann schon wieder beschwerdefrei. Trotzdem wird er bis zum 19. März in Quarantäne bleiben. "Im Haushalt des Betroffenen leben keine weiteren Familienangehörigen und er hatte seit seiner Rückkehr aus Südtirol nach eigenen Angaben auch keine engeren sozialen Kontakte", hieß es weiter.

    Coronavirus in NRW: Männer aus Hagen kommen aus Urlaub und sind infiziert

    Update, 20 Uhr: In Hagen gibt es zwei neue bestätigte Coronafälle. "Die beiden männlichen Personen mittleren Alters hatten sich unverzüglich, nachdem sie von einer Reise aus Südtirol zurückgekommen waren, beim Gesundheitsamt der Stadt Hagen gemeldet. Die Erkrankten weisen leichte Symptome auf und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Durch ihr vorausschauendes Verhalten konnte die Zahl der Kontaktpersonen in Hagen auf elf eingegrenzt werden, welche sich wiederum in häuslicher Isolation befinden", erklärte die Stadt Hagen am Dienstag.

    Update, 18.35 Uhr: Laut Angaben von Axel Birkenkämper, dem Sprecher des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, gibt es aktuell 642 bestätigte Corona-Fälle. Die meisten von ihnen (365) gibt es im Kreis Heinsberg. Dahinter folgen unter anderem Aachen und die dazugehörige Städteregion (61), Köln (33) und der Kreis Coesfeld (21).

    Coronavirus in NRW: DEL bricht Saison ab

    Update, 18.15 Uhr: Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) beendet ihre Saison vorzeitig. Die Playoffs 2020 finden nicht statt, einen Deutschen Meister für die Saison 2020/21 gibt es nicht. In einer Mitteilung heißt es: "Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) sieht sich gezwungen, die aktuelle Saison mit sofortiger Wirkung vorzeitig zu beenden. Die anstehenden Playoffs können nicht mehr durchgeführt werden. Grund dafür sind die Verbote diverser Bundesländer, Großveranstaltungen wie Spiele der DEL mit mehr als 1000 Zuschauern stattfinden zu lassen." „Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid. Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus“, so Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL. Aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Saison gibt es in diesem Jahr keinen Deutschen Meister. Als Hauptrundensieger vertritt der EHC Red Bull München gemeinsam mit den Adlern Mannheim, den Straubing Tigers und den Eisbären Berlin die DEL in der Champions Hockey League (CHL 2020/21).

    Coronavirus in NRW: Alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besucher abgesagt

    Update, 17 Uhr: Wegen des Coronavirus sollen in NRW alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abgesagt werden. Landesweit sollen "bis auf weiteres" keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 erwarteten Besuchern stattfinden. Diese Vorgabe erhielten die zuständigen Kommunen am Dienstag von der Landesregierung. "Die Lage ist ernst, aber kein Grund zur Panik oder für irrationales Verhalten", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). "Was jetzt zählt, ist besonnenes und vor allem wirksames Handeln." Dabei müssten Großveranstaltungen in den Fokus genommen werden, auch wenn Absagen für Veranstalter teilweise schmerzhaft seien und zu Umsatzeinbußen führten. Die Landesregierung kündigte Überbrückungskredite für betroffene Firmen an. Durch die Maßnahme solle sich die Virus-Ausbreitung verlangsamen und damit auch die Entwicklung intensivmedizinischer Fälle, um vor den Höhepunkt des Geschehens vorbereitet zu sein, so Laschet.

    Update, 16.54 Uhr: Nach Geisterspielen nun auch Geisterkonzerte: Das Kölner Gürzenich-Orchester spielt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ein Konzert ohne Publikum. Das für den Abend geplante Konzert mit Werken von Hector Berlioz und Charles Ives werde trotzdem in der Kölner Philharmonie stattfinden - und per Livestream im Internet übertragen.

    Coronavirus in NRW: Lit.Cologne findet nicht statt

    Update, 16.41 Uhr: Wenige Stunden vor der geplanten Eröffnung kam die Absage: Die Lit.Cologne findet - wie um 14.19 Uhr berichtet - nicht statt. Für das privatwirtschaftlich organisierte Literaturfest, das bisher ohne Subventionen auskam, sei dies existenzgefährdend.

    Alle Besucher, die schon Eintrittskarten gekauft haben, wurden gebeten, die Gelder nicht sofort zurückzufordern. Außerdem appellierte Geschäftsführer Rainer Osnowski an den Bund, an das Land und an die Stadt Köln, der Lit.Cologne Zuschüsse zu gewähren.

    Coronavirus in NRW: Viele Lesungen sollen nachgeholt werden

    Schließlich spiele sie im kulturellen Leben des ganzen Landes eine wichtige Rolle. Man wolle außerdem versuchen, so viele Lesungen wie möglich auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr zu verschieben. "Bei aller Frustration zeigt sich aber auch, wie stark die Lit.Cologne von vielen gemocht und verehrt wird", sagte Osnowski. 

    Viele Künstlerinnen und Künstler hätten schon Auftritte ohne Honorar und Benefizveranstaltungen angeboten. Das ermutige das Lit.Cologne-Team sehr.

    Update, 16.34 Uhr: Auch beim Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 wird es wegen des neuartigen Coronavirus und des NRW-Erlasses am Wochenende keine Zuschauer geben. Die Partie ist für Samstag um 15.30 Uhr angesetzt.

    Coronavirus in NRW: Veranstaltungshalle zieht Reißleine

    Update, 16.27 Uhr: In der Kölner Lanxess-Arena, einer der größten Mehrzweckhallen Deutschlands, finden bis auf weiteres keine Veranstaltungen mehr statt. Der Betrieb pausiere, teilte die Lanxess-Arena am Dienstag mit. Weitere Veranstaltungshallen dürften folgen...

    Update, 15.46 Uhr: Mit NRW haben jetzt nach Bayern, Bremen und Schleswig-Holstein insgesamt vier der 16 Bundesländer ihren Kommunen untersagt, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern auszurichten. In Bayern gilt diese Regelung zunächst bis zum 19. April, in Bremen bis zum 26. März und in Schleswig-Holstein bis zum 10. April. In NRW gibt es überhaupt keine zeitliche Befristung.

    Coronavirus in NRW: Das ist der Erlass des Landes

    Update, 15.35 Uhr: In Düsseldorf läuft die Pressekonferenz von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Sie stellen des Erlass des Landes mit entsprechenden Weisungen an die Kommunen zum Thema Coronavirus vor.

    Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen MÜSSEN in NRW grundsätzlich abgesagt werden - oder ohne Zuschauer stattfinden.

    Coronavirus in NRW: Erlass gilt ab sofort und ist bindend 

    - Demnach sollen große Messen, Kongresse, Konzerte oder alle entsprechenden Sportveranstaltungen abgesagt werden. Das sei rechtlich bindend. Es sei bewusst auf eine zeitliche Befristung des Erlasses verzichtet worden. Die Entscheidung sei unbefristet.  "Wir können jeden Tag anders entscheiden", so Laumann. Diese unbefristete Entscheidung sei "die richtige".

    - Die örtlichen Behörden in NRW können auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen absagen, wenn es besondere Risiken gibt.

    - Ministerpräsident Laschet hat eine bundesweit einheitliche Regelung beim Umgang mit Fußball-Bundesligaspielen gefordert: Die "gesamte Liga" müsse sich auf eine "gemeinsame Linie einigen", sagte Laschet.

    - Laumann betont, dass man davon ausgehe, einen rechtssicheren Erlass herausgegeben zu haben. Es sei allerdings sehr wohl denkbar, dass der Erlass rechtlich überprüft werde.

    Coronavirus in NRW: Öffentlicher Nahverkehr nicht beschränkt

    - Dass die Schulen weiter geöffnet bleiben, hat Laumann mit der Betreuungssituation begründet: Krankenschwestern und Ärzte könnten nicht zu Hause sitzen, weil "kleine Kinder" daheim seien, die nicht in die Schule gehen. "Schulen sind unverzichtbar", sagte Laumann. 

    Auch der Öffentliche Nahverkehr werde nicht beschränkt, "weil die Menschen müssen auch zur Arbeit gehen", so Laumann. Er erwarte jedoch, dass die Menschen ihr "Freizeitverhalten" überdenken.

    - Und Laumann weiter: "Wenn junge Leute zum Fußballspiel gehen und zu Hause die Oma anstecken, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass die Oma mit der Bewältigung der Krankheit erheblich mehr zu tun hat wie ein junger Mensch, der die Fußballveranstaltung besucht hat.".

    Coronavirus in NRW: Verdachtsfall auf Schalke

    Update, 15.02 Uhr: Auf Schalke gibt es offenbar den ersten Coronavirus-Fall in der Bundesliga. Wie die Bild berichtet, bestehe der Verdacht, dass sich ein Mitarbeiter des Fanshops auf dem Klub-Gelände infiziert habe. Daher habe der Shop am Montag vorzeitig schließen müssen. 

    Update, 14.53 Uhr: In Bergkamen bei Dortmund kommt das gesellschaftliche Leben langsam zum Erliegen. Mittlerweile sind insgesamt fünf Personen mit dem Coronavirus infiziert

    Die zwei Neu-Erkrankten standen im engen Kontakt zu der bereits erkrankten Familie. Zahlreiche Veranstaltungen wurden bereits abgesagt. 

    Coronavirus in NRW: Sierau findet deutliche Worte

    Update, 14.25 Uhr: Mit deutlichen Worten hat Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) an den "Überlebenstrieb" der Bürger appelliert, Absagen von Großveranstaltungen zu akzeptieren. "Das ist hier kein Spaß. Das ist Fürsorge und Vorbeugung gegen eine Infektion", sagte Sierau am Dienstag. 

    Denjenigen, die für die Entscheidung, Bundesligaspiele ohne Zuschauer auszutragen, kein Verständnis hätten, sage er: "Es geht hier darum, dass ihr das nächste Spiel überhaupt noch miterlebt." 

    Mit der Absage und Verschiebung größerer Veranstaltung wolle die Stadt Dortmund erreichen, dass Infektionsketten durchbrochen werden. Wenn man die Ausbreitung "laufen lasse, wird die Gesundheitsversorgung in unserem Land zusammenbrechen", mahnte Sierau.

    Coronavirus in NRW: Lit.Cologne ebenfalls abgesagt

    Update, 14.19 Uhr: Das Literaturfestival Lit.Cologne ist auf Empfehlung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Das teilte die Festivalleitung in Köln mit. Man bemühe sich um eine Verlegung der Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt.

    Mit mehr als 200 Veranstaltungen und über 100.000 Besuchern an zwölf Tagen ist die Lit.Cologne nach eigenen Angaben das größte Literaturfestival Europas. Es sollte am Dienstagabend mit einer Gala zur Verleihung des Hörbuchpreises starten. Diese Auftaktveranstaltung war am Dienstagvormittag allerdings schon gestrichen worden.

    Coronavirus in NRW: Erster bestätigter Fall im Hochsauerland

    Update, 13.55 Uhr: Nun gibt es auch im Hochsauerlandkreis einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Wie die Kreisverwaltung am Dienstag mitteilte, habe sich ein Mann aus Sundern im Skiurlaub in Ischgl angesteckt. Er befinde sich in häuslicher Quarantäne. 

    Coronavirus in NRW: BVB gegen Bayern wohl auch betroffen

    Update, 13.48 Uhr: Auch das Spitzenspiel von Borussia Dortmund gegen Bayern München am 4. April wird nach Einschätzung der Stadt Dortmund vor leeren Rängen stattfinden. 

    Die Stadtspitze in Dortmund geht nach bisheriger Einschätzung davon aus, dass der erwartete NRW-Erlass zu Großveranstaltungen bis mindestens Mitte April Geltung habe, wie Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) am Dienstag sagte. 

    Details zu dem NRW-Erlass sollen am Nachmittag von Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf vorgestellt werden.

    Update, 13.35 Uhr: Auch das für Montagabend (20.30 Uhr) angesetzte Fußball-Bundesligaspiel des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen darf wegen des neuartigen Coronavirus nur vor leeren Rängen stattfinden.

    Wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer mitteilte, könne das Spiel nur als Geisterspiel ausgetragen werden "oder gar nicht". Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hofft noch, dass der Spieltag verschoben wird.

    Coronavirus: Spieltags-Absage wohl nicht realistisch

    Er habe die Deutsche Fußball Liga mit einem entsprechenden Ersuchen angeschrieben, sagte ein Sprecher. DFL-Chef Christian Seifert hatte allerdings bereits gesagt, dass eine Spielpause in der Bundesliga "illusorisch" sei und nichts bringe.

    Update, 13.00 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich seit Montagabend auf 46 erhöht. Sie entfallen auf die Stadt Münster (5), die Stadt Bottrop (1), Stadt Gelsenkirchen (3), den Kreis Borken (6), den Kreis Coesfeld (21), den Kreis Steinfurt (5), den Kreis Recklinghausen (2) und den Kreis Warendorf (3).

    Coronavirus in NRW: Schulen und Kitas bleiben geschlossen

    In Münster bleiben das Gymnasium Marienschule, die Kita "Julius-Moses" und die Kita "Marie-Curie-Straße" bis auf Weiteres geschlossen. In Ahaus (Kreis Borken) ist die Irena-Sendler-Gesamtschule geschlossen. 

    In Senden (Kreis Coesfeld) bleibt die Geschwister-Scholl-Realschule bis zum 19. März geschlossen. In Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) wird das Gymnasium Canisianum bis zum 18. März geschlossen.

    Update, 12.32 Uhr: Es ist offiziell: Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 findet am Samstag ohne Zuschauer statt! Das teilte Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau soeben mit. 

    Coronavirus in NRW: Amtsrichter in Hagen mit Schutzmaske

    Update, 12.28 Uhr: Ein Amtsrichter in Hagen hat wegen des neuen Coronavirus für seine Verfahren Atemschutzmaskenpflicht angeordnet. Der Richter selbst führte die Verfahren mit Atemschutzmaske und Handschuhen, wie Beobachter berichteten. In einer sitzungspolizeilichen Anordnung, ausgehängt vor dem Verhandlungssaal, weist der Richter auf die Maßnahmen hin. Bei Missachtung wird mit Abbruch der Verhandlung oder anderen nicht näher genannten Maßnahmen gedroht. Richter können grundsätzlich in solchen Fällen Ordnungsgelder verhängen.

    Update, 12.18 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in NRW steigt weiter. Das NRW-Gesundheitsministerium geht aktuell von 579 bestätigen Infektionen mit Covid-19 aus.

    Coronavirus in NRW: Rheinisches Derby ohne Zuschauer

    Update, 11.10 Uhr: Das Nachholderby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln darf am Mittwoch nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Grund dafür ist die rasante Entwicklung des Coronavirus. Das teilte die Stadt Mönchengladbach am Dienstag mit. Damit wäre das erste sogenannte Geisterspiel in der Fußball-Bundesligaperfekt. Zuvor hatten nur Spiele der 2. Liga ohne Zuschauer stattgefunden.

    Update, 11.04 Uhr: Hamm ist aktuell noch ohne bestätigten Coronavirus-Fall. Das wird aller Voraussicht nach nicht so bleiben. 

    Update, 10.54 Uhr: Das Coronavirus könnte Auswirkungen auf das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke haben. Droht ein Geisterspiel? Eine Entscheidung steht bevor. 

    Coronavirus: 1. FC Köln stoppt Ticket-Vorverkauf

    Update, 10.44 Uhr: Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat wegen der Situation rund um das Coronavirus alle Ticketvorverkäufe für Heimspiele gestoppt. Das teilte der Verein auf seiner Homepage mit. Bundesligist Fortuna Düsseldorf und Zweitligist VfL Bochum hatten bereits am Montag mitgeteilt, dass der Ticketverkauf für die nächsten Partien vorerst ausgesetzt wird.

    Update, 10.38 Uhr: Die NRW-Landesregierung will angesichts der zunehmenden Coronavirus-Infektionen heute einen Erlass zum Umgang mit Großveranstaltungen herausgeben. Die Details sollen am Nachmittag von Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf vorgestellt werden, wie ein Sprecher Laumanns sagte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern wegen der schnellen Ausbreitung des Virus offensiver abzusagen.

    Update, 10.32 Uhr: "Hausquarantäne" - kein anderes Wort hat es so schnell von null in den aktiven Wortschatz von Millionen Menschen geschafft. Was aber bedeutet es konkret, wenn man wegen des Coronavirus nicht mehr aus dem Haus gehen darf? 

    Coronavirus in NRW: Telefonische Krankschreibung möglich

    Update, 10.22 Uhr: Viele Krankenhäuser in vielen NRW-Städten schränken die Besucherzeiten ein. Erst am Montag hab etwa das Klinikum Dortmund eine neue Regelung heraus. Besuch ist nur am Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr möglich. Dem schloss sich das St. Barbara-Hospital in Gladbeck an. Eine Lungenfachklinik in Essen (Ruhrlandklinik) schließt für alle Besucher.

    Update, 9.15 Uhr: Patienten mit Erkältungssymptomen können sich nun nach telefonischer Rücksprache mit dem Artz für bis zu sieben Tage krankschreiben lassen. Damit sollen Ärzte in der Coronavirus-Krise entlastet werden. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung am Montag verständigt. Die Regelung gilt für Patienten, die keine schwere Symptomatik vorweisen oder offizielle Kriterien für einen Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus erfüllen. Diese Vereinbarung gelte ab sofort und zunächst für vier Wochen.

    Coronavirus in NRW: Wirtschaft unter Druck

    Update, Dienstag, 10. März, 8 Uhr: Guten Morgen, wir beginnen unsere Berichterstattung mit einem Blick nach Italien. Dort hat Ministerpräsident Conte alle Reisen innerhalb des Landes untersagt. Diese Maßnahme hatte Italien bereits am Wochenende für den Norden verhängt; jetzt ist die Regelung auf das ganze Land ausgeweitet worden. Bars und Restaurants müssen um 18 Uhr schließen, dieitalienischen Skigebiete sind gesperrt. In Italien sind mittlerweile mehr als 10.000 Menschen infiziert, es gibt über 450 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 

    Am Mittag oder Nachmittag soll dieEntscheidung über das zweite Derby in der Bundesliga, Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln, fallen. 

    Auftragsausfälle und Lieferengpässe setzen die heimische Wirtschaft immer stärker unter Druck. Vor allem aus der Reisebranche, Messe- und Veranstaltungstechnik und dem Gastgewerbe erreichten ihn Hilferufe, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Es gelte, zusammen mit den Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen und der EU-Kommission die Weichen für notwendige weitere Hilfen zu stellen. Das landeseigene Förderinstitut NRW.Bank berät Unternehmen über Fördermöglichkeiten. Das Service-Telefon ist erreichbar unter 0211/91741 4800.

    Coronavirus: Die Lage in NRW am Montag, 9. März 2020

    Update, 22.25 Uhr: Das ist der Stand vor der Nacht: In NRW sind am Montag erstmals zwei Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren - eine Frau aus Essen (89) und ein Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg. Es waren deutschlandweit die ersten Covid-19-Todesopfer. Auch am Montag wuchs die Zahl der Infizierten in NRW. Es sind nach offizieller Lesart mehr als 500.

    Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, wuchsen die Stimmen derer, die für Absagen von Großveranstaltungen sind. Auch Spiele der Fußball-Bundesliga sind womöglich betroffen. Die Champions-League-Partie von Borussia Dortmund bei Paris St. Germain am Mittwoch findet ohne Zuschauer statt.  

    Coronavirus: NRW-Bürgertelefon mit neuer Nummer

    Update, 21.31 Uhr: Das Klinikum Dortmund hat wegen des Coronavirus seine Besucherregeln verschärft. Das schriebt das Krankenhaus auf Twitter. Besucher sind demnach nur noch von 15 bis 18 Uhr zugelassen. Pro Patient nur ein Besucher. Damit soll das Infektionsrisiko auch für die Klinikum-Mitarbeiter verringert werden.

    Update, 20.47 Uhr: Das Bürgertelefon der NRW-Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Telefonnummer: 0211/9119-1001. Wegen der großen Nachfrage musste die Telefonnummer laut WDR aus technischen Gründen geändert werden Das Bürgertelefon ist von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geschaltet.

    Coronavirus in NRW: Erste Details zu den Todesopfern

    Update, 19.52 Uhr: Die am Montagmittag in der Essener Universitätsklinik gestorbene 89-jährige Frau war das erste Coronavirus-Todesopfer in Deutschland. Sie sei um 12.44 Uhr an einer Lungenentzündung in Folge der Infektion gestorben, wie eine Sprecherin der Stadt Essen mitteilte.

    Update, 19.16 Uhr: Bei dem Coronavirus-Todesopfer aus dem Kreis Heinsberg handelt es sich nach Angaben von Landrat Stephan Pusch um einen 78-jährigen Mann aus Gangelt. Er habe sich vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet und sei am Montag um 14 Uhr an Herzversagen gestorben. Der Mann habe bei der Ankunft im Krankenhaus gesagt, dass es ihm seit mehreren Tagen schlecht gehe. Der Mann habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten. Er habe vorher eine Karnevalssitzung besucht - wobei noch unklar sei, um welche es sich gehandelt habe, so Pusch.

    Coronavirus in NRW: Neue Zahlen aus dem Münsterland

    Update, 18.42 Uhr: Das Coronavirus hat Folgen für die Polizei in NRW: Die traditionelle Vereidigung der neuen Kommissar-Anwärter in der Lanxess-Arena in Kölnist auf Weisung von Innenminister Herbert Reul abgesagt worden. Die Vereidigung soll im Sommer nachgeholt werden.

    Update, 18.25 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (Covid-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des Montags auf aktuell 39 erhöht. Darunter ist eine erste Person aus Bottrop. So viele Infizierte gibt es im Regierungsbezirks: Münster 5, Bottrop 1, Gelsenkirchen 3, Kreis Borken 5, Kreis Coesfeld 21, Kreis Steinfurt 2, Kreis Recklinghausen 1, Kreis Warendorf 1.

    Coronavirus in NRW: Fußball-Verband bildet "Task Force"

    Update, 18.01 Uhr: Das Coronavirus beschäftigt auch den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW). Der zweitgrößte der 21 deutschen Landesverbände mit etwa einer Millionen Mitgliedern in ungefähr 2500 Vereinen hat in der FLVW-Geschäftsstelle in Kamen-Kaiserau eine "Task Force" gebildet.

    Update, 17.38 Uhr:Die ersten beiden Todesfälle mit dem Coronavirus in Deutschland zeigen nach Ansicht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: "Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen". Mit Bestürzung habe er vom Tod der beiden Patienten erfahren. "Meine Gedanken sind bei den Angehörigen. Ich wünsche den Familien jetzt erst einmal viel Kraft in dieser schweren Zeit", erklärte Laumann.

    Coronavirus: Zwei Tote in NRW

    Update, 16.41 Uhr: Erstmals sind in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das eine Opfer ist eine 89-jährige Frau aus Essen, die seit Anfang März in der dortigen Universitätsklinik behandelt wurde. Sie sei an einer Lungenentzündung in Folge der Coronavirus -Infektion gestorben, wie die Stadt Essen am Montag mitteilte. Zu dem oder der anderen Toten will der Landrat von Heinsberg am Abend nähere Informationen geben. Am Sonntag war bereits ein Feuerwehrmann aus Hamburg in Ägypten am Coronavirus gestorben.

    Update, 16.37 Uhr: Schlechte Nachrichten für viele, die sich auf Ski-Urlaub in den italienischen Alpen gefreut haben. Südtirol schließt wegen des Coronavirus von Mittwoch an seine Skigebiete und Hotels mindestens bis zum 3. April.

    Coronavirus: Neue Fälle in Westfalen

    Update, 16.24 Uhr: Händeschütteln unerwünscht, mehr Reinigungskräfte und ausreichend Desinfektionsmittel in der Halle - die Düsseldorfer Schuhmesse "Gallery shoes" trotzt dem Coronavirus. Von den rund 400 internationalen Ausstellern kommen laut Veranstalter rund 75 Prozent aus dem Ausland. Etwa 34 Aussteller hätten aus Angst vor dem Coronavirus kurzfristig ihre Teilnahme an der Messe abgesagt. Größtenteils kämen die Absagen von deutschen Ausstellern.

    Update, 16.07 Uhr: Sechste Coronavirus-Infizierte im Märkischen Kreis. Es handelt es sich um eine Frau aus Lüdenscheid, die bereits unter Quarantäne stand und die bereits einmal negativ getestet wurde. Sie ist ebenfalls Lehrerin.

    Coronavirus: Erster Fall in Hagen bestätigt

    Update, 16.02 Uhr: In Hagen bei Dortmund ist der erste Fall einer Corona-Erkrankung bestätigt worden. Das teilt die Stadt Hagen mit. Es handelt sich um einen Mann mittleren Alters. Er weise nur leichte Symptome auf. Da einige seiner Kontaktpersonen eine Verbindung zur Waldorfschule in Hagen-Haspe und den Waldorfkindergärten in Hagen-Haspe und Hagen-Delstern haben, bleiben alle drei Einrichtungen vorsorglich zunächst bis einschließlich Dienstag geschlossen.

    Update, 15.47 Uhr: Nachdem ein Vater und zwei Kinder in Bergkamen am Coronavirus erkrankt sind, muss der Kreis Unna 200 mögliche Kontaktpersonen untersuchen. Alle Kinder aus dem Kindergarten und der Grundschule, die mit den beiden Kindern Kontakt hatten, müssen auf den Coronavirus getestet werden. Dazu müssen 20 Lehrer untersucht werden.

    Coronavirus in NRW: Schulische Veranstaltungen sollen abgesagt werden

    Update, 15.42 Uhr: Das NRW-Schulministerium hat die Schulen wegen des Coronavirus aufgefordert, auf alle schulischen Veranstaltungen „zunächst bis zum Beginn der Osterferien“ zu verzichten. Das betrifft Aufführungen, Versammlungen, Feste und Konzerte. An Richtlinien für Klausuren und Abiturprüfungen wird offenbar gearbeitet. Das Land NRW übernimmt die Kosten für abgesagte Klassen- und Schulfahrten.

    Update, 15.31 Uhr: Der Fußball-Bundesliga rechnet schon an diesem Wochenende mit Geisterspielen wegen des Coronavirus. "Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Eine Komplett-Absage schließt die DFL derzeit aber genauso aus wie die Bundesligen im Handball, Basketball und Volleyball sowie die Deutsche Eishockey-Liga DEL. "Aufzuhören ist keine Option. Wir brauchen Mitte Mai eine Tabelle, damit die Clubs planen können", sagte Seifert.

    Coronavirus: BVB-Fans erhalten Geld zurück

    Update, 15.08 Uhr: Borussia Dortmund wird seinen Fans die Kosten für die Eintrittskarten für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain am Mittwoch erstatten. 

    Update, 15.01 Uhr: Der Essener Virologe Ulf Dittmer hält Schulschließungen als Maßnahme gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für "wenig sinnvoll". Kinder seien nicht die haupt-gefährdeten und -übertragenden Personen, sagte Dittmer. "Wir müssen uns vor allen Dingen mit dem Schutz von alten Menschen beschäftigen", forderte er. Dies habe in Italien nicht stattgefunden. "Die Toten in Italien sind fast alles ältere Menschen." Es scheine tatsächlich so zu sein, dass Kinder deutlich weniger betroffen seien, sagte der Wissenschaftler.

    Coronavirus: Zahl der Infizierten in NRW auf 515 gestiegen

    Update, 14.05 Uhr: Nach offiziellen Angaben ist die Zahl der Corona-Infizierten in NRW auf 515 gestiegen, 31 mehr als am Vortag. Die Zahl der Erkrankten im am stärksten betroffenen Kreis Heinsberg liegt laut NRW-Gesundheitsministerium Stand Montagmorgen bei 292. Der Kreis erwarte für den Nachmittag "einen Schwung weiterer Testergebnisse", wie eine Sprecherin sagte. 

    Das Uniklinikum Münster hat Berichte zurückgewiesen, wonach ein eingelieferter Corona-Patient lebensbedrohlich erkrankt sei. Der Patient sei über die Notaufnahme gekommen und wegen einer Nierentransplantation, die einige Jahre zurückliege, auf einer Isolierstation außerhalb des Zentralklinikums untergebracht worden. Er sei in einem guten Zustand. 

    Coronavirus in NRW: Video erregt das Internet

    Update, 12.20 Uhr: Ein Video aus einem Lidl-Markt in Kassel erregt die Gemüter im Internet: Dort hat eine Frau einen anderen Kunden beim Einkauf gefilmt - und ist fassungslos über den Auftritt des Mannes: Er kommt in kompletter Schutzmontur - Schutzmaske, Handschuhe, Kapuze inklusive. Der Zusammenhang mit dem Coronavirus scheint wahrscheinlich. Ob das Video authentisch ist, ist allerdings unklar.

    Update, 11.57 Uhr: Schlechte Nachrichten für alle Fans des BVB, die sich Tickets für das Rückspiel in der Champions League besorgt hatten: Die Partie am Mittwochabend bei Paris St. Germain findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

    Coronavirus in NRW: Kaserne geschlossen, Gefängnisse nicht betroffen

    Update, 11.36 Uhr: Die NRW-Gefängnisse sind bislang vom Coronavirus verschont geblieben. "Derzeit ist kein Fall eines am Coronavirus erkrankten Gefangenen bekannt", heißt es in einem Bericht des NRW-Justizministeriums an den Rechtsausschuss des Landtags. "Ebenfalls ist bislang kein begründeter Verdachtsfall im Sinne der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts bekannt geworden." 

    Glück im Unglück hatte demnach auch ein Gefangener in Mönchengladbach: Er wurde vorsorglich in Quarantäne genommen, weil er Kontakt zu einer positiv getesteten Polizeibeamtin hatte. Sein Corona-Testergebnis sei jedoch negativ, berichtete das Ministerium.

    Update, 11.06 Uhr: Wegen eines mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Soldaten ist die Kölner Lüttich-Kaserne am Montag geschlossen worden. Vorsorglich wurden zudem etwa 100 Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt, wie ein Sprecher sagte. In der Kaserne ist das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr untergebracht. Für zunächst zwei Tage soll der Dienstbetrieb in der Kaserne eingestellt werden. 

    Nach letzten Zahlen sind bundesweit bisher vier Soldaten mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Ein Mann wurde nach einer Behandlung im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz wieder entlassen.

    Coronavirus in NRW: VfL Bochum stoppt Kartenverkauf

    Update, 11.01 Uhr: Ob das Bundesliga-Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am Mittwoch (18 Uhr) ohne Zuschauer ausgetragen werden muss, ist weiter unklar. Die Stadt Mönchengladbach als zuständige Gesundheitsbehörde hat sich noch nicht festgelegt.

    "Die Stadt Mönchengladbach wird im Nachgang des Spiels gegen den BVB und den Entwicklungen am Wochenende auch die anstehende Begegnung gegen Köln bewerten", erklärte ein Stadtsprecher auf Anfrage. Dies werde nun besprochen. 

    Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat hingegen wegen der noch ungeklärten Situation um die Durchführung von Großveranstaltungen den Kartenvorverkauf für die kommenden Spiele gestoppt. Das nächste Heimspiel der Bochumer steht am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim an.

    Coronavirus in NRW: Frische Zahlen für Regierungsbezirk Münster

    Update, 10.38 Uhr: Die Bezirksregierung Münster ist mit frischen Corona-Fallzahlen an die Öffentlichkeit gegangen. Die Zahl der bestätigten Infektionen habe sich im Verlauf des Wochenendes bis zum heutigen Montagmorgen (10.20 Uhr) auf 38 erhöht, die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle liege bei 118, heißt es.

    Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Städte und Kreise bedeutet das: Stadt Münster 5 Infektionen/0 Verdachtsfälle; Stadt Bottrop 0/7, Stadt Gelsenkirchen 3/2,  Kreis Borken 5/noch nicht gemeldet, Kreis Coesfeld 21/9, Kreis Steinfurt 2/41, Kreis Recklinghausen 1/58, Kreis Warendorf 1/1.

    Die Stadt Münster sowie die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt, Recklinghausen und Warendorf hätten ihre Krisenstäbe aktiviert. Die Stadt Gelsenkirchen habe ein "Lagezentrum Corona" eingerichtet. Bei der Bezirksregierung Münster trete werktäglich die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs zusammen.

    Coronavirus in NRW: Absage in Hamm, weil Referentin in Quarantäne ist

    Update, 10.08 Uhr: Eine Veranstaltungsabsage etwas anderer Art: Weil sie selbst nach einem Kontakt mit einem Schauspieler, der als Verdachtsfall eingestuft ist, in häusliche Quarantäne muss, hat die Referentin eine Lesung zur "Woche der Brüderlichkeit" in Hamm abgesagt. 

    Update, 8.24 Uhr: Finden die nächsten Bundesliga-Spiele im Westen tatsächlich als "Geisterspiele" ohne Zuschauer statt? Mittwoch soll das Nachholspiel Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln angepfiffen werden (18 Uhr), Samstag das Revierderby Borussia Dortmund - FC Schalke 04 (15.30 Uhr), dazwischen am Freitag die Partie Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn (20.30 Uhr).

    Ein aktuelles Statement der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gibt es am Montag bislang nicht. Im Raum steht also "nur" die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Wille von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, diese umzusetzen.

    Coronavirus in NRW: Spahn empfiehlt, Laschet will folgen

    Am Sonntag hatte es von der DFL geheißen: "Selbstverständlich werden sich die Clubs der Bundesliga und 2.Bundesliga mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten wie bisher eng hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage abstimmen. Gleichzeitig steht es außer Frage, dass die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden muss, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln. 

    Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit. Das DFL-Präsidium wird sich hierzu kurzfristig erneut austauschen und zeitnah ein Treffen der Clubs ansetzen."

    Update, 7.33 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen zu unserer Berichterstattung über das neuartige Coronavirus und seine Auswirkungen im und auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen

    Am Mittwoch, 26. Februar haben wir unseren News-Ticker begonnen, gehen also heute bereits in den 13. Tag, seit die sogenannte "SARS-CoV-2-Infektion" NRW erreicht hat und sich seither ausbreitet.

    Wir informieren Sie auch heute weiter so aktuell und umfangreich wie möglich über die Entwicklung.

    Coronavirus in NRW: Der News-Ticker vom 8. März 2020

    Update, 19.30 Uhr: Jens Spahns Empfehlung, Großveranstaltungen vorerst abzusagen, soll nach den Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden. 

    Zum Vorschlag des CDU-Bundesgesundheitsministers sagte Laschet am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin": "Das was er heute gesagt hat, ist ja der Rat der Virologen. Die sagen: Wir müssen das Tempo verlangsamen, damit wir auf alle Situationen vorbereitet sind. Und Großveranstaltungen haben natürlich die Neigung, dass da viel übertragen wird. Deshalb werden wir diesen Rat jetzt auch in den Ländern, bei uns in Nordrhein-Westfalen und anderswo, umzusetzen." 

    Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland hatte Spahn am Sonntag empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. Von solchen Absagen betroffen könnten unter anderem Bundesligaspiele, Messen und große Konzerte sein.

    Coronavirus in NRW: Schüler nach Ski-Freizeit in Quarantäne

    Update, 18.13 Uhr: 60 Schüler des Ahlener St.-Michael-Gymnasiums sind nach einer Italien-Fahrt unter Quarantäne gestellt worden. Unter ihnen sollen nach Informationen unserer Redaktion auch zwei oder drei Teilnehmer aus Walstedde sein. 

    Ein Mann aus Ahlen ist der erste bestätigte Fall einer Infektion mit dem Coronavirus im Kreis Warendorf

    Die Neuntklässler des Ahlener Gymnasiums waren am Wochenende von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekehrt. Weil die Region inzwischen als Risikogebiet eingestuft ist, hat das Gesundheitsamt für die Schüler und ihre Begleiter eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet.

    Ein Schüler habe leichte Krankheitssymptome gezeigt, teilte die Kreisverwaltung am Sonntag mit. Derzeit laufe die diagnostische Abklärung. 

    Coronavirus in NRW: So geht es den Walstedder Teilnehmern der Skifreizeit

    Bei den Walstedder Teilnehmern sollen nach Informationen unserer Zeitung keine Krankheitssymptome aufgetreten sein. Dem Ahlener, der sich mit dem Virus infiziert hat, gehe es gut, teilte die Kreisverwaltung weiter mit. Er habe nur leichte Krankheitssymptome, und befinde sich ebenso wie eine gesunde Kontaktperson in häuslicher Quarantäne. 

    Für Münster meldete die Bezirksregierung gestern fünf bestätigte Fälle. Geschlossen bleiben dort das Gymnasium Marienschule sowie die Kitas „Julius Moses“ und „Marie-Curie-Straße“. In Hamm war gestern noch kein Fall publik geworden.

    Coronavirus in NRW und der Welt: Offenbar erster Deutscher nach Infektion gestorben

    Update, 17.59 Uhr: Ein Blick über die Grenzen von NRW hinaus: Erstmals soll ein Deutscher nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung. Demnach handelt es sich um einen 60-Jährigen Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei. Laut Süddeutscher Zeitung teilte das das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. 

    Update, 16.40 Uhr: Der Landrat des vom Coronavirus gebeutelten Kreises Heinsberg hofft auf einen Mut machenden Auftritt von Rockmusiker Udo Lindenberg. Stephan Pusch (CDU), der es in den vergangenen Wochen durch seine unkonventionellen Video-Botschaften zu einiger Berühmtheit gebracht hat, lud den gebürtigen Nordrhein-Westfalen am Sonntag dazu ein. "Was wäre das für ein starkes Signal", "wenn so ein Mutmacher wie Udo Lindenberg uns mal besuchen würde", schwärmte der 51-Jährige in seinem jüngsten Video. 

    Die Idee sei ihm am Morgen unter der Dusche gekommen, erzählte Pusch. Dort habe er mehrere Lindenberg-Songs gehört wie "Mein Ding" oder "Durch die schweren Zeiten". Das bringe Motivation gerade in Zeiten, in denen Heinsberg wegen der vielen Infektionsfälle gerade "ein bisschen ausgegrenzt" werde. 

    Coronavirus in NRW: Landrat hofft auf Besuch von Udo Lindenberg

    Lindenberg - in Gronau in NRW geboren - stehe doch dafür, Mut statt Angst zu machen, warb Pusch um den 73 Jahre alten Rocker. "Udo, auch die ganze rechte Scheiße, die wir im Augenblick in Deutschland haben, die kommt ja hauptsächlich durch das Thema Angst machen." 

    Der Kreis Heinsberg hatte am Sonntagnachmittag insgesamt 288 Coronavirus-Infektionen erfasst und damit mit Abstand die meisten von inzwischen rund 500 in NRW.

    Update, 14.38 Uhr: Auch eine Familie in Bergkamen ist erkrankt. Drei Personen aus der Stadt nahe Dortmund sind mit dem Coronavirus infiziert. Es handelt sich um den Vater und zwei Kinder. Die Schule und der Kindergarten, die die beiden Kinder besuchen, bleiben vorerst geschlossen.

    Coronavirus in NRW: Anstieg um 107 Fälle von Samstag auf Sonntag

    Update, 13.36 Uhr: Knapp zwei Wochen nach der ersten bestätigten Coronavirus-Infektion in NRW hat das Land am Sonntag insgesamt fast registrierte 500 Fälle verzeichnet - ein starker Anstieg auch zum Vortag. Das Düsseldorfer Gesundheitsministerium berichtete am Sonntagmittag von 484 bestätigten Infektionen (Stand: 11.30 Uhr). Im Vergleich zum Samstag ist das ein Anstieg um 107 Fälle.

    Da das Ministerium seine Zahlen fortlaufend aus den Kommunen erhält, sind nicht alle Zahlen in der Landesliste auf dem aktuellsten Stand. So hatte der am stärksten betroffene Kreis Heinsberg nach Angaben einer Sprecherin am Sonntagmittag bereits 285 Fälle registriert - in der Liste des Ministeriums waren es erst 277.

    Der Krisenstab des Kreises Heinsberg sei am Wochenende "im Standby-Modus" für den Fall, dass etwas Dramatisches passiert, wie Landrat Stephan Pusch in einer Video-Botschaft erklärte. Er mahnte erneut vor übertriebenen Ängsten und Reaktionen: "Wir müssen so viel Vorsicht wie nötig walten lassen, aber wir sollten so viel Normalität wie möglich leben." Um die richtige Balance zu finden, helfe es, "auch mal den gesunden Menschenverstand einzuschalten". Das Leben im Kreis Heinsberg stehe keineswegs still.

    Coronavirus in NRW: Erster Fall im Kreis Steinfurt

    Update, 13.01 Uhr: Es gibt einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall im Kreis Steinfurt, wie die Bezirksregierung Münster am Sonntag mitteilte. Damit stieg die Anzahl der am Coronavirus Infizierten im Regierungsbezirk Münster auf 33, zudem gebe es 100 Verdachtsfälle. "Die Stadt Münster sowie die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt, Recklinghausen und Warendorf haben ihre Krisenstäbe aktiviert. Die Stadt Gelsenkirchen hat ein 'Lagezentrum Corona' eingerichtet. Bei der Bezirksregierung Münster tritt werktäglich die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs zusammen", berichtete die Bezirksregierung.

    Update, 12.21 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat einige Hundert Fußballfans dazu bewogen, dem Bundesliga-Topspiel Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund fernzubleiben. Borussia Mönchengladbach hatte im Vorfeld allen Kartenkäufern aus dem am meisten vom Virus betroffenen Kreis Heinsberg angeboten, den Ticketpreis zu erstatten. Davon hätten 550 Leute Gebrauch gemacht, berichtete ein Vereinssprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Sie dürfen zusätzlich kostenlos zum nächsten Europapokal-Heimspiel.

    Eigentlich sei das Stadion für das Topspiel am vergangenen Samstag seit Wochen ausverkauft gewesen, berichtete der Sprecher. Tatsächlich seien am Ende aber nur 53.877 statt der maximal möglichen 54.022 Zuschauer anwesend gewesen. Das spezielle Erstattungsangebot für den Kreis Heinsberg sei auf dieses Spiel beschränkt gewesen und gelte nicht für das nächste Heimspiel am Mittwoch gegen den 1. FC Köln (18.30 Uhr/Sky). Alle Fans hätten aber die Möglichkeit, ihr Ticket über eine offizielle Zweitmarkt-Plattform der Borussia legal zum Weiterverkauf anzubieten.

    Update, 8. März, 11 Uhr: NRW ist weiterhin das am stärksten betroffene Bundesland in Sachen Coronavirus. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) gab es in Nordrhein-Westfalen am Sonntagmorgen 392 bestätigte Coronavirus-Fälle. In ganz Deutschland haben sich mittlerweile 847 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, das sind rund 50 Fälle mehr als am Vortag und mehr als zehnmal so viele wie noch eine Woche zuvor. Hinter NRW liegen Baden-Württemberg mit 182 Coronavirus-Infektionen und Bayern (148). Außer Sachsen-Anhalt sind mittlerweile alle Bundesländer betroffen.

    Update, 22 Uhr: Heinsberg bleibt der mit Abstand am meisten betroffene Kreis beim Thema Coronavirus in NRW. Hier zogen die Fallzahlen auch am Samstag erneut am stärksten an - um 63 auf 283 im Vergleich zum Freitag. Der Anstieg sei zwar "stetig, aber nicht dramatisch",bilanzierte eine Sprecherin. Zu berücksichtigen sei etwa, dass hier die beiden "Abstrichstationen" mit insgesamt rund 400 Tests am Tag inzwischen gut eingespielt seien und die Labore unterschiedlich schnell Ergebnisse lieferten. Der Krisenstab habe für dieses Wochenende keine Sitzung geplant. 

    Coronavirus in NRW: Rückkehrer aus Risikogebiet positiv getestet

    Update 20 Uhr: Ein im Kreis Paderborn lebender Reiserückkehrer aus einem vom RKI definierten Risikogebiet ist am 7. März, zwei Tag nach seiner Rückkehr, positiv auf den Coronavirus getestet worden. Er, seine Frau und alle Personen, von denen bekannt ist, dass sie unmittelbaren Kontakt zu ihm hatten, sind vom Gesundheitsamt des Kreises unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Das Gesundheitsamt ermittelt zurzeit, ob es noch weitere Kontaktpersonen gegeben hat.

    Update, 19.30 Uhr: Viel war über das Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund geredet worden. Trotz Gefahr durch den Coronavirus war das Spiel angepfiffen worden. Die Begrüßung der Fußballer war kurios: Anstatt sich vor Spielbeginn abzuklatschen, berührten sich die Kicker mit den Unterarmen.

    Update, 17.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich von im Laufe des Samstags von 31 auf 32 erhöht. Weiter ansteigend ist auch die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle, die nun bei 98 liegt.

    Schul- und Kita-Schließungen:In Münster sind bleiben das Gymnasium Marienschule, dieKita „Julius-Moses“ und die Kita „Marie-Curie-Straße“ bis auf Weiteres geschlossen. In Ahaus (Kreis Borken) ist die Irena-Sendler-Gesamtschule geschlossen. In Senden (Kreis Coesfeld bleibt die Geschwister-Scholl-Realschule bis zum 19. März geschlossen.

    Coronavirus in NRW: leichter Anstieg - Feuerwehrmann infiziert

    Update, 13 Uhr: In Düsseldorf ist ein Feuerwehrmann positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Mann stamme aus dem in NRW am meisten vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg, teilte die Stadt am Samstag mit. Der Feuerwehrmann sei nur leicht erkrankt und bereits auf dem Weg der Besserung, stehe aber, ebenso wie elf Kontaktpersonen, unter häuslicher Quarantäne.

    Unterdessen stieg nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums die landesweite Zahl der bestätigten Infektionen seit Freitagnachmittag bis Samstagvormittag (Stand: 11.30 Uhr) um 19 auf 377 an. NRW ist bundesweit am stärksten betroffen. Das Robert Koch-Institut hatte am Freitagabend von rund 640 nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus berichtet.

    Zustand des ersten Erkrankten "nach wie vor ernst"

    Update, 12.30 Uhr: Der Zustand des ersten Covid-19-Patienten sei "nach wie vor ernst", berichtete die Uniklinik Düsseldorf. Die Klinik behandelt auch seine Ehefrau, der es den Angaben zufolge schon besser geht, sowie zwei weitere infizierte Patienten aus dem Kreis Heinsberg mit schwerer und mittelschwerer Symptomatik.

    Die Uniklinik Aachen bestätigte, aktuell würden dort drei Patienten mit Coronavirus-Infektionen behandelt, wollte aber keine Auskunft über deren Gesundheitszustand geben. 

    In Essen war eine 89-Jährige mit Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion vor einigen Tagen auf die Intensivstation gekommen.

     Lit.Cologne trotzt dem Coronavirus - Warnung vor "Panikmache"

    Update, 10.30 Uhr:

    Das Literaturfestival Lit.Cologne soll trotz der Ausbreitung des Coronavirus wie geplant am Dienstag starten. Die Lit.Cologne sei nicht mit Großveranstaltungen wie der Leipziger Buchmesse zu vergleichen, sagte der Festivalchef Rainer Osnowski. "Wenn man die (Lit.Cologne) absagen würde, dann müsste man das gesamte kulturelle Leben in der Bundesrepublik stilllegen. Das wäre völlig unverhältnismäßig." 

    Es gebe keine Hinweise darauf, dass Besucher aus Angst vor einer Ansteckung nicht kommen wollten. "Die unterschiedlichen Spielstätten, in denen wir zu Gast sind, machen jeden Tag Veranstaltungen und haben dementsprechend zusätzliche Hygienemaßnahmen ergriffen." 

    Es sei nicht damit zu rechnen, dass eine größere Zahl von Besuchern aus dem besonders stark vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg kommen wollten. "Wir wissen ja tatsächlich von jedem Besucher, der vorab gebucht hat, woher er kommt, und deshalb kann ich sagen, dass aus dem

    Kreis Heinsberg bisher nicht viele Menschen Tickets gebucht haben

    . Wobei die Leute aus Heinsberg ja auch vor Panikmache warnen - und dem würde ich mich anschließen."

    Heinsberger Awo-Chef: Coronavirus belastet Altenheimbewohner

    Update, 9.10 Uhr: Die strengen Vorschriften rund um das Coronavirus belasten die Bewohner der Altenheime im Kreis Heinsberg stark. "Das (Besuchsverbot) war absolut notwendig, denn jeder Kontakt ist mit Risiken verbunden", sagte der Leiter der Kreisgeschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Andreas Wagner, in dessen Einrichtungen es aktuell keinen Corona-Fall gibt. 

    Er warnte aber auch vor einer Vereinsamung der Bewohner, die mittlerweile seit knapp zwei Wochen keinen Besuch mehr empfangen sollen. Es gebe aber Ausnahmen: "Es gibt einfach Lebenssituationen, in denen es wichtig ist, dass die Familie vor Ort ist. Wir sind grundsätzlich eine offene Einrichtung, bei uns wird niemand eingesperrt." 

    Noch deutlich weiter geht das Unternehmen Comunita Seniorenhäuser, das sechs Altenheime im Dortmunder Raum und in  Krefeld unterhält. Laut Homepage wird dort bei allen Besuchern die Temperatur gemessen. Nur wenn sie unter 37,5 Grad liegt, dürfen die Besucher die Einrichtung betreten. Pro Bewohner sei nur ein Gast pro Tag erlaubt, der dazu eine Atemschutzmaske tragen müsse und nur eine Stunde bleiben dürfe. Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit "einer Person aus betroffenen Gebieten" hatten, müssten ebenfalls draußen bleiben.

    Schulklasse nach Rückkehr aus Südtirol in Quarantäne

    Update, 8 Uhr: Nach ihrer Rückkehr aus Südtirol ist für zwölf Schüler einer Gelsenkirchener Schule sowie ihre vier Begleitpersonen häusliche Quarantäne angeordnet worden. Bei fünf Mädchen und Jungen seien bei einer ersten Untersuchung am Freitagabend leichte Symptome festgestellt worden, teilte die Stadt Gelsenkirchen mit. Die Betroffenen sollten am Samstag weiter untersucht werden. Südtirol gilt als Corona-Risikogebiet. 

    Deutschlandweit wurden laut Robert Koch-Institut bis zum Freitag mehr als 600 Corona-Fälle bestätigt. Dabei ist Nordrhein-Westfalen mit mehr als 300 Fällen das am stärksten betroffene Bundesland.

    Coronavirus in NRW: Die Lage am Freitag, 6. März 2020

    Update, 22.20 Uhr:  Paris St. Germain hat seine Generalprobe für das Champions-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund verschoben. Die für Samstag angesetzte Ligue-1-Partie beim FC Straßburg ist geplatzt, nachdem die Präfektur Bas-Rhin die Anweisung gab, wegen der Verbreitung des Coronavirus das Spiel zu verlegen. Vor dem Wiedersehen im Achtelfinale kann die Mannschaft von Thomas Tuchel damit nicht mehr auf Wettkampfniveau spielen. Das Spiel ist das erste in Frankreich, das wegen der Virus-Epidemie verschoben werden muss.

    Unbekannte haben eine ganze Lkw-Ladung Atemschutzmasken gestohlen, die für die Berliner Charité bestimmt war - 60.000 Stück. die Klinik befürchtet, das manchen Abteilungen bereits am Montag die Masken ausgehen könnten. Der Diebstahl in großem Stil erschwere die Arbeit auf verschiedenen Stationen erheblich und gefährde Menschenleben, hieß es. Sollten ab Montag tatsächlich Masken fehlen, dürften beispielsweise auf der Kinderkrebsstation Patienten, deren Abwehrkräfte nach einer Chemotherapie geschwächt sind, nicht mehr ihre Zimmer verlassen. Ärzte und Pfleger dürften diese Zimmer ohne Masken nicht betreten.

    Update, 20.10 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie werden bei der Davis-Cup-Partie Deutschland gegen Weißrussland in Düsseldorf extra zwei zusätzliche Ballkinder eingesetzt. Die Kinder tragen Handschuhe und sind nur dafür da, den Tennisprofis - wenn gewünscht - während der Ballwechsel das Handtuch zu reichen. Normalerweise übernehmen diese Aufgabe die eh eingesetzten Ballkinder. Um aber Ansteckungen zu vermeiden, wurde nun diese Variante gewählt.

    Update, 19.10 Uhr: Die deutlich gestiegene Nachfrage in Supermärkten und Drogerien führt zu einer Lockerung des Lkw-Fahrverbotes an Sonn- und Feiertagen. Zur Belieferung des Einzelhandels mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln ist laut einem Erlass des NRW-Verkehrsministeriums vorerst - das heißt ab sofort bis zum 30. Mai - keine Ausnahmegenehmigung mehr notwendig. Um die Verfügbarkeit der vollen Breite des Warensortiments zu gewährleisten, seien effiziente Lieferketten nötig, heißt es zur Begründung. 

    Gelockert sind auch die Regelungen zur Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Das Gesundheitsministerium hat die Bezirksregierungen darüber informiert, dasskeine Bedenken gegen Anträge für Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsarbeitsverbot bestehen. Einzelhandels- und entsprechende Logistikunternehmen können demnach befristet für einen Zeitraum von zunächst einem Monat, Sonn- und Feiertagsarbeit beantragen, um die Kommissionierung von Trockensortiment und Hygieneartikeln vorzunehmen. "Die Befüllung der Regale am Sonn- oder Feiertag ist von dieser Bewilligung nicht umfasst, da diese Arbeiten in der Regel werktags vor Filialöffnung erfolgen können", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

    Update, 17.32 Uhr: Das NRW-Schulministerium hat am Freitag landesweit alle Schulen angewiesen, alle Fahrten in vom Robert Koch-Institut benannte Corona-Risikogebiete abzusagen. Das gelte für Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, teilte das Ministerium mit.

    Vor Schulfahrten in Nichtrisikogebiete im Ausland müssten sich die Schulen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern vor Ort abstimmen. Klassen- und Studienfahrten innerhalb von Deutschland blieben davon unberührt.

    Coronavirus in NRW: Neuer Fall im Kreis Coesfeld

    Update, 17.09 Uhr: Im Kreis Coesfeld gibt es eine weitere, nachgewiesene Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus; damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 15 Personen. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Sämtliche Ansteckungen haben in Senden stattgefunden – in einem Personenkreis, den das Kreisgesundheitsamt bereits seit der ersten gemeldeten Ansteckung überwacht. Was die Wohnorte der Infizierten anbelangt, ist neben Senden auch die Gemeinde Ascheberg betroffen. 

    Update, 17.03 Uhr: In Heinsberg bleiben Schulen und Kitas geschlossen. Zehn Kilometer weiter lässt die Stadt Mönchengladbach das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund stattfinden. Nachvollziehbar? In Woche zwei mit weiter steigenden Infizierten-Zahlen in NRW hat eine Diskussion über den richtige Corona-Strategie begonnen. Das Krisenmanagement der NRW-Landesregierung ist aus Sicht der SPD-Opposition ungenügend. Von der Wirtschaft über die Schulen und den öffentlichen Nahverkehr bis zur Versorgung der Bevölkerung und zur Gesundheitsvorsorge fehle eine schlüssige Strategie.

    Coronavirus: Erster Fall im Kreis Herford bestätigt

    Update, 16.45 Uhr: Der Kreis Herford hat bestätigt, dass es einen ersten Fall des Coronavirus Sars-CoV-2 gibt. Betroffen ist offenbar ein älteres Ehepaar aus Bünde. Die beiden infizierten Personen haben sich vorbildlich verhalten, nachdem sie Verdacht geschöpft hatten, schreibt owl24.de.

    Update, 16.20 Uhr: Tafeln im Ruhrgebiet haben immer größere Probleme, an Lebensmittel zu kommen. Besonders frische Waren sind Mangelware. Der Grund sind offenbar Hamsterkäufe wegen des Coronavirus. „In normalen Zeiten erhalten wir rund 200 Kisten mit Lebensmitteln in einer Woche, jetzt sind es nicht mal mehr 70“, sagt Ulrike Trümper, Leiterin der Tafel im Kreis Unna.

    Coronavirus in NRW: Kassenarzt-Vereinigung schlägt Alarm

    Update, 16.14 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat eine zum Teil mangelnde Bereitschaft von Gesundheitsämtern kritisiert, Diagnosezentren für Corona-Verdachtsfälle einzurichten. Es gebe zupackende Behörden etwa im Kreis Heinsberg, der Stadt Düsseldorf und Köln. "Wir stellen aber auch fest, dass offenbar nicht alle lokalen Gesundheitsbehörden sich ihrer Rolle und Verantwortung im Kontext einer Pandemie bewusst sind", heißt es in einer Mitteilung. Mit den zentral durchgeführten Tests in Verdachtsfällen würden die örtlichen Praxen entlastet.

    Update, 15.22 Uhr: Bei Aldi sind ab Montag Desinfektionsmittel und Hygienetücher im Angebot. Der Aldi-Konzern rechnet wegen des mit erhöhter Nachfrage - und ergreift Maßnahmen.

    Coronavirus in NRW: Zweiter Fall in Bochum

    Update, 15.14 Uhr: In Bochum wurde eine zweite Person positiv auf eine Infektion getestet. Das teilt die Pressestelle der Stadt mit. Demnach handelt es sich um Frau eines Bochumers, der unter Haus-Quarantäne steht.

    Update, 14.53 Uhr: Die Warsteiner Brauerei setzt ab Dienstag (10. März) alle Besichtigungstermine für Besucher ab. Wie Kommunikationsleiterin Sinje Vogelsang mitteilt, gilt diese reine Vorsichtsmaßnahme bis auf Weiteres für alle Braustätten. Besucher, die einen Termin gebucht hatten, werden persönlich informiert. Auch die Veltins-Brauerei hat Besichtigungstermine abgesagt.

    Coronavirus in NRW: Teile der Lit.Cologne in Köln abgesagt

    Update, 14.51 Uhr: Mehrere Veranstaltungen des Literaturfestivals Lit.Cologne in Köln sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt oder verschoben worden. Der ganz überwiegende Teil der Lit.Cologne werde aber wie geplant stattfinden, teilte die Festivalleitung am Freitag mit. Die Absagen und Verschiebungen betreffen vor allem Autoren aus dem Ausland.

    Update, 14.06 Uhr: Ungewöhnlicher Vorgang an einer Gesamtschule in Düsseldorf: Nachdem bei einer Lehrerin das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte der Schulbetrieb weiter gehen. Dann meldeten sich aber so viele Lehrer krank, dass die Schule am Freitag dicht bleiben musste. Nach Angaben der Bezirksregierung sind von 135 Lehrkräften 45 krank gemeldet. Elf Lehrer davon waren gebeten worden, zu Hause zu bleiben, weil sie Kontakt mit der Infizierten gehabt hatten.

    Coronavirus: Sorgen im Gastgewerbe

    Update, 13.58 Uhr: Hotels, Restaurants und Caterer in NRW leiden massiv unter den Auswirkungen der Corona-Krise. In einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in NRW (Dehoga NRW) klagten 82 Prozent der Betriebe über Umsatzeinbußen etwa durch abgesagte Messen oder verschobene Dienstreisen. Durchschnittlich seien die Einnahmen seit Februar um ein Drittel zurückgegangen.

    Betroffen sind laut Dehoga nicht nur die großen Messe-Standorte und Metropolen oder der Kreis Heinsberg. Auch in allen anderen Regionen des Landes hinterlasse das Coronavirus tiefe Spuren. "Wir sind mit einer Situation konfrontiert, wie wir sie noch nicht erlebt haben, auch nicht 2008/2009 nach der Bankenkrise. Es ist schlicht verheerend - für die gesamte Branche", sagte der Präsident von Dehoga NRW, Bernd Niemeier. Auch die Buchungszahlen seien zusammengebrochen. "Mir graust vor der Vorstellung, dass in der Nach-Corona-Zeit vor allen Dingen Tausende von kleinen Gaststätten- und Hotelbetrieben einfach nicht mehr da sein könnten", sagte Niemeier.

    Im Gastgewerbe in NRW arbeiten in rund 51.000 Betrieben mehr als 400.000 Beschäftigte und erwirtschaften mehr als 16,5 Milliarden Euro Umsatz.

    Update, 13.40 Uhr:  Kleiner Blick über den Tellerrand: In Italien ist die Lage nach dem Corona-Ausbruch weiter sehr ernst. Das Robert Koch-Insitut (RKI) hat nun eine beliebte Ski-Region als Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtige Amt rät von nicht-erforderlichen Reisen nach Norditalien ab.

    Update, 13.37 Uhr: Der Coronavirus hat den Kreis Unna erreicht. Jetzt wird bekannt: Eine Schule in Bergkamen muss für zwei Tage aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben.

    Coronavirus: Betrüger nutzen Verunsicherung aus

    Update, 13.22 Uhr: Betrügerinnen in Düren haben die Sorge vor dem Coronavirus ausgenutzt, um in die Wohnung einer Frau (68) zu gelangen. Nach Angaben der Polizei klingelten die zwei Frauen an der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus und behaupteten zu wissen, dass die Frau sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Deshalb müssten sie für weitere Untersuchungen in die Wohnung. Die Frau ließ sie nicht herein - und wählte stattdessen die Telefonnummer der Polizei.

    Die Polizei rät: "Lassen Sie sich nicht verunsichern und lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Schließen Sie die Tür und rufen Sie, wenn nötig, die Polizei."

    Update, 13.05 Uhr: Die Stadt Mönchengladbach hat ihre Entscheidung gegen die Absage des Bundesliga-Spitzenspiels gegen Borussia Dortmund am Samstag in Mönchengladbach mit einem aus ihrer Sicht geringen Corona-Infektionsrisiko verteidigt. Die Stadt gehe davon aus, dass Infizierte isoliert seien, etwa in Quarantäne oder im Krankenhaus. "Also müssen wir davon ausgehen, dass kein positiver Fall sich auf den Weg macht in Richtung Stadion", sagte Speen. Darüber hinaus müsse jeder Besucher selbst überlegen, in welcher gesundheitlichen Verfassung er sei. Verein und Stadt rieten Menschen mit einem besonderen Risiko durch Vorerkrankungen und mit Erkältungs-Symptomen zuhause zu bleiben. Der Verein wird am Spieltag zudem weitere Hygiene- und Informationsmaßnahmen durchführen.

    Coronavirus in NRW: Wirtschaft spürt die Folgen

    Update, 12.55 Uhr: Unter den Folgen der Coronavirus -Ausbreitung leiden einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA Bundesverband) auch deutsche Hotels, Restaurants und Caterer immer stärker. So berichteten mehr als 75 Prozent der Betriebe von Umsatzeinbußen wegen der Coronavirus-Krise. Einen Rückgang bei Neubuchungen verzeichnen mehr als 90 Prozent der Betriebe, wobei der durchschnittliche Rückgang 38 Prozent beträgt.

    Update, 11.17 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist bis Freitag (Stand 10 Uhr) landesweit auf 324 gestiegen. Während die Fall-Zahl im Kreis Heinsberg unverändert bei 197 lag, gab es einen auffälligen Anstieg in Stadt und Kreis Aachen von 33 am Vortag auf 41 am Freitagmorgen. Dort hatte ein Testzentrum für Verdachtsfälle die Arbeit aufgenommen. Im Folgenden alle weiteren Zahlen im Überblick: Kreis Heinsberg: 197 Fälle, Köln: 14 Fälle, Märkischer Kreis: 4 Fälle, Aachen und Städteregion Aachen: 41 Fälle, Mönchengladbach: 5 Fälle, Bonn: 1 Fall, Kreis Wesel: 1 Fall, Kreis Düren: 4 Fälle, Kreis Viersen: 4 Fälle, Münster: 8 Fälle, Essen: 5 Fälle, Rhein-Erft-Kreis: 2 Fälle, Kreis Unna: 1 Fall, Duisburg: 3 Fälle, Düsseldorf: 2 Fälle, Oberbergischer Kreis: 2 Fälle, Rheinisch-Bergischer-Kreis: 3 Fälle, Rhein-Kreis Neuss: 2 Fälle, Kreis Mettmann: 2 Fälle, Bochum: 1 Fall, Kreis Coesfeld: 13 Fälle, Kreis Recklinghausen: 1 Fall, Kreis Lippe: 1 Fall, Stadt Gelsenkirchen: 3 Fälle, Kreis Borken: 1 Fall, Kreis Euskirchen: 1 Fall, Stadt Dortmund: 2 Fälle.

    Update, 10.30 Uhr: Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat als Vorsichtsmaßnahme das für den heutigen Freitag und Samstag im SportCentrum Kaiserau in Kamen geplante Vereinsforum abgesagt.

    Coronavirus in NRW: Plötzlich melden sich viele Lehrer krank

    Update, 9.10 Uhr: Ungewöhnlicher Vorgang an einer Düsseldorfer Gesamtschule: Nachdem bei einer Lehrerin das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte der Schulbetrieb weiter gehen. Dann meldeten sich aber so viele Lehrer krank, dass die Schule am Freitag dicht bleiben musste. Die Dieter-Forte-Gesamtschule hatte auf ihrer Internetseite mitgeteilt: "Bei einer Lehrerin unserer Schule ist das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden." Das Gesundheitsamt entschied jedoch, dass nur Schüler einer Lerngruppe und einige Kontaktpersonen zu Hause bleiben sollen. Einen Tag später schrieb die Schulleitung im Internet dann: "Aufgrund einer hohen Zahl an erkrankten Lehrkräften kann der planmäßige Unterricht am Freitag nicht organisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben daher einen häuslichen Studientag - Unterricht in der Schule findet nicht statt." Wie viele Lehrer sich krank gemeldet haben und wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, blieb zunächst unklar.

    Coronavirus in NRW: Darum steigen die Zahlen auf einmal so enorm

    Update, 6. März, 7 Uhr: In immer mehr Städten Nordrhein-Westfalens werden Diagnosezentren für die erforderlichen Coronavirus-Tests eröffnet. Mit den Untersuchungen steigt die Zahl der Nachweise deutlich an. Mehrere Schulen und Kitas sind geschlossen. In weiteren Städten von Nordrhein-Westfalen werden im Kampf gegen das Coronavirus Diagnosezentren eröffnet. In Bochum im Ruhrgebiet nimmt eine zentrale Diagnostikstelle die Arbeit auf, in der künftig die notwendigen Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 vorgenommen werden. In Detmold hat unterdessen der Kreis Lippe ein Diagnosezentrum eingerichtet, in dem ab diesem Freitag medizinisches Fachpersonal für Rachenabstriche zur Diagnose bereitsteht. Spezielle Zentren sind unter anderem bereits in Düsseldorf und Köln eingerichtet worden. Zuvor waren schon in Gangelt im Kreis Heinsberg sowie in Kleve Stellen aufgebaut worden, an denen sich Patienten auf das neuartige Virus testen lassen können. So sollen Hausarzt-Praxen entlastet und deren Personal geschützt werden. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg am Donnerstag im Vergleich zum Vortag noch einmal deutlich auf landesweit 302. Ein Hintergrund des Anstiegs sind auch die Diagnostikzentren. Es wird jetzt schlicht mehr untersucht, wie der Kreis Heinsberg deutlich machte. 

    Coronavirus in  NRW: Unsere Berichterstattung vom Donnerstag, 5. März

    Update, 21.53 Uhr: Der vermeintlich erste Coronafall im Kreis Gütersloh ist keiner. Nachdem das Labor zunächst vermeldet hatte, dass der Coronatest bei einem älteren Mann positiv gewesen sei, erfolgte heute die Meldung durch das Labor, dass der Endbefund negativ ist. Dem Mann nahestehende Kontaktpersonen wurden inzwischen negativ auf das Coronavirus getestet, teilte der Kreis Gütersloh mit.

    Update, 21.30 Uhr: Die Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Heinsberg bleiben bis mindestens 15. März geschlossen. Das teilte Landrat Stephan Pusch am Donnerstagabend in einer Videobotschaft mit. Die stetig steigenden Infektionszahlen im Kreis ließen keine andere Möglichkeit zu. "Kein Mensch kann uns zur Zeit sagen, ob es nicht gerade jetzt vielleicht so ein Punkt ist, wo wir, wenn wir weiter konsequent bleiben, und weiterhin die Dinge tun, die wir bisher tun, dass wir dann schnellstmöglich an den Punkt kommen, wo die Fallzahlen auch wieder zurückgehen." Am Donnerstagabend lagen im Kreis Heinsberg nach Angaben der Pressestelle des Kreises 195 laborbestätigte Fälle einer Infektion mit Sars-CoV-2 vor. Nordrhein-Westfalen ist derzeit das am stärksten vom Virus betroffene Bundesland.

    Update, 18.45 Uhr: Vier Schülerinnen der Marienschule in Münster wurden positiv auf den Corona-Virus getestet. "Als präventive Maßnahme wird das Bischöfliche Gymnasium auf Anordnung des Gesundheitsamtes der Stadt Münster ab Freitag, 6. März, bis einschließlich Dienstag, 17. März, für den Schulbetrieb geschlossen", erklärte das Bistum. Die vier Schülerinnen und deren Angehörige, die mit ihnen in einem Haushalt wohnen, stehen in häuslicher Quarantäne. Alle übrigen der 883 Schülerinnen sowie 81 Lehrkräfte und Mitarbeitende der Marienschule haben Verhaltensregeln erhalten. "Dazu zählen ausreichender Abstand zu anderen Menschen, sorgfältige Hygiene sowie der Verzicht auf den Besuch von Veranstaltungen und auf sonstige öffentliche Kontakte und in besonderen Fällen Quarantäne-Empfehlungen." 

    Coronavirus in NRW: Soldat konnte Krankenhaus wieder verlassen

    Update, 18 Uhr: Der Soldat der Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn, der mit dem Coronavirus infiziert war, hat das Koblenzer Bundeswehrzentralkrankenhaus wieder verlassen können. "Unser Soldat ist gestern Nachmittag als geheilt entlassen worden", teilte Matthias Frank, Sprecher des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Koblenz mit. Der Soldat wohnt in Gangelt im Kreis Heinsberg. Dort soll er sich im Karneval mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt haben.

    Update, 17.29 Uhr: Im Kreis Unna wurden sechs Personen in den neu eingerichteten Anlauf-Stellen getestet. Sie wurden nach ärztlicher Beurteilung als Teil der Risikogruppe eingeschätzt, nachdem sie sich beim Kreis gemeldet hatten. Außerdem gab der Kreis bekannt, dass die infizierte Frau mit elf Personen in Kontakt stand. Einige von ihnen warten noch auf ihre Test-Ergebnisse.

    Coronavirus in NRW: BVB reist nur im kleinen Kreis nach Paris

    Update, 16.14 Uhr: Als Vorsichtsmaßnahme nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund am Dienstag (11. März) nicht gewohnt mit Sponsoren und Medienvertretern zusammen zum Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain fliegen. Wie der Verein am Donnerstag bestätigte, wird das BVB-Team separat im kleinen Kreis in die französische Metropole reisen.

    Coronavirus in NRW: Schulen im Kreis Oberberg zu

    Update, 15.53 Uhr: Gibt es bald Medikamente gegen das Corona-Virus ? Davon geht Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts, aus. "Wir sind optimistisch, dass in den nächsten Wochen solche Medikamente eingesetzt werden können", sagte er dem WDR.

    Update, 15.31 Uhr: Seit Mittwoch gibt es in Marienheide im Oberbergischen Kreis einen bestätigten Coronavirus-Fall. Der Krisenstab entschied, dass eine Kindertagesstätte und ein Familienzentrum für die nächsten zwei Wochen vorsorglich geschlossen wird. Jetzt entschieden Landrat und Bürgermeister, dass bis Sonntag (8. März) alle Schulen in Marienheide vorsorglich geschlossen bleiben. Dies gilt nicht für außerschulische Nutzung.

    Coronavirus in Dortmund: Infizierte mit 40 Kontaktpersonen

    Update, 15.21 Uhr: Die Frau und der Mann sind in häuslicher Quarantäne. "Den beiden geht es aus klinischer Sicht gut", sagte Dortmunds Gesundheitsamtleiter Frank Renken in der Pressekonferenz. Jetzt würden die rund 40 Kontaktpersonen abgearbeitet.

    Update, 15.01 Uhr: Die Stadt Dortmund hat auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass es zwei bestätigte Coronavirus-Fälle in Dortmund gibt. Die beiden Personen leben zusammen in der Innenstadt von Dortmund. Sie waren kürzlich im Iran.

    Coronavirus in NRW: Wichtige Telefonnummern

    Update, 14.50 Uhr: Wer Kontakt zu Personen hatte, bei denen eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen wurde oder die als Verdachtsfälle gelten, kann sich unter diesen informieren und über die nächsten Schritte beraten lassen:

    - Bürgertelefon des Gesundheitsministeriums: 030/346465-100

    - Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

    - Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800/0117722

    Wichtig: Bei Verdacht auf Ansteckung nicht einfach zum Arzt oder Krankenhaus gehen, sondern immer vorher anrufen!

    Update, 14.30 Uhr: Der Kreis Unna hat zwei zentrale Anlaufstellen für Coronavirus-Tests eingerichtet. In Lünen und Unna können sich ab Donnerstag nun Menschen, die zu der Risikogruppe gehören, von den Gesundheitsämtern testen lassen. Dort wird dann ein Rachenabstrich entnommen. Die Schutzkleidung ist knapp - der Kreis rechnet damit, dass die Test-Stationen zwei Wochen lang mit den notwendigen Utensilien ausgestattet werden können, für länger reichen sie nicht mehr.

    Coronavirus: Test von Rettungswachen-Mitarbeiterin negativ

    Update, 14.11 Uhr:  Der Corona-Verdacht bei einer Mitarbeiterin der Rettungswache in Erndtebrück-Womelsdorf (Kreis Siegen-Wittgenstein) hat sich nicht bestätigt. Das Ergebnis der Probe war negativ. Die gute Nachricht hat auch unmittelbar Auswirkungen auf die Angehörigen der Mitarbeiter der Rettungswache.

    Update, 13.14 Uhr: Das ist der Stand am Mittag: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in NRW deutlich angestiegen, und zwar auf mindestens 270 Fälle. Das ging aus Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums und des Kreises Heinsberg hervor. Das Ministerium teilte am Donnerstagvormittag insgesamt 230 Fälle für das bevölkerungsreichste Bundesland mit. Davon seien 151 Fälle im Kreis Heinsberg registriert. Der Kreis machte aber deutlich, dass diese Zahl mit Stand 11 Uhr schon überholt war: Nach dem Eingang eines "Schwungs" neuer Untersuchungsergebnisse sei die Zahl auf 195 gestiegen, sagte eine Sprecherin.

    Coronavirus: Diebstahl von Desinfektionsmitteln in Krankenhaus

    Update, 13.03 Uhr: Die Regale in Super- und Drogeriemärkten sowie Apotheken sind leer: Desinfektionsmittel sind knapp. In Krankenhäusern wird es sogar gestohlen. 

    Update, 12.52 Uhr: Die Uniklinik in Münster (UKM) bittet ihre Patienten, pro Tag nur noch einen Besucher zu empfangen. "Hintergrund ist die erhöhte Gefahr einer Weiterverbreitung des Corona-Virus durch zu viel Publikumsverkehr", so die Uniklinik in einer Mitteilung. Das Klinikum sagte zudem alle eigenen Veranstaltungen ab und wies die Mitarbeiter an, die dienstliche Teilnahme an größeren Veranstaltungen abzusagen und keine Dienstreisen zu machen. Bis einschließlich Ende März dürfen die UKM-Mitarbeiter nicht an Kongressen, Messen oder Fortbildungen mit mehr als 25 Personen teilnehmen. In der Uniklinik Münster war ein 51-Jähriger behandelt worden, der aus dem Urlaub im Iran zurückgekehrt und positiv auf den neuartigen Coronavirus getestet worden war. Er wurde inzwischen in die häusliche Quarantäne entlassen.

    Coronavirus: Drei neue Fälle im Kreis Oberberg

    Update, 12.11 Uhr: Drei weitere Coronavirus-Infizierte meldet der Oberbergische Kreis. Die Zahl dort erhöht sich auf fünf. Als Reaktion bleibt die Gemeindeverwaltung Reichshof bis Sonntagabend geschlossen, eine Kita in Marienheide wird für zwei Wochen geschlossen. Alle Kinder und deren Eltern müssen in Quarantäne. Einer der neuen Fälle soll insbesondere Kontakt in das Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung Reichshof gehabt haben. Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises wird dort Proben nehmen. 

    Update, 11.30 Uhr: Nach dem ersten Corona-Fall im Kreis Coesfeld von Mittwoch meldet die Behörde am Donnerstagmorgen zwölf weitere. Es handelt sich um Personen aus dem direkten familiären Umfeld und Freundeskreis des Erkrankten, heißt es. Alle diese Ansteckungen seien in Senden erfolgt. Mit den neuerlichen positiven Tests sei gerechnet worden. Die erste Infizierung im Kreis Coesfeld betraf einen 49-jährigen Mann aus Senden, der in einem Krankenhaus in Münster behandelt wird. Das Kreisgesundheitsamt stehe im direkten Austausch mit dem Erkrankten, teilt der Kreis mit. Weitere Kontakte würden ermittelt und überprüft. Zeitnah werde über weitere Maßnahmen entschieden.

    Coronavirus in NRW: Gesundheitsminister gegen landesweite Schulschließungen

    Update, 11.10 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich klar gegen landesweite Schulschließungen wie in Italien ausgesprochen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine Situation kriegen, wo wir alle Schulen schließen müssen", sagte der CDU-Politiker dem WDR.

    Der erste Corona-Patient in Polen hat sichin der Karnevalszeit für zwei Wochen im Kreis Heinsberg aufgehalten. Das sagte eine Sprecherin der Universitätsklinik Zielona Gora. Der Man hatte sich nach seiner Rückkehr aus Deutschland wegen Fieber und Husten an seinen Hausarzt gewandt und war mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. 

    Coronavirus-Fälle in Dortmund: Stadt will sich äußern

    Update, 10.20 Uhr: Zwei Patienten in Dortmund sind positiv getestet worden. Beide zeigten nur leichte Symptome, teilt die Stadt Dortmund via Twitter mit. Alle erforderlichen Maßnahmen seien eingeleitet. Details sollen um 14.40 Uhr in einer Pressekonferenz mitgeteilt werden. 

    Update, 9 Uhr: Stand Mittwochabend gab es laut NRW-Gesundheitsministerium landesweit 172 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Es ist damit zu rechnen, dass die Zahlen weiter steigen, weil die Ergebnisse zahlreicher Tests eingehen. Bei insgesamtvier Patienten gab es einem Ministeriumssprecher zufolge schwere Krankheitsverläufe

    Coronavirus: BDI befürchtet Rezession, Neuer Bond kommt später ins Kino

    Update, Donnerstag, 5. März 2020, 8 Uhr: Wir setzen unsere Berichterstattung auch am Donnerstag weiter fort. 

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt in seinem neuen Quartalsbericht vor einer Rezession. Komme es nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Corona-Epidemie betroffenen Ländern im zweiten Quartal, erwarte der BDI für Deutschland für das Gesamtjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. "Das wirtschaftliche Wachstum droht fast zum Erliegen zu kommen", heißt es in dem Bericht. Das Virus habe die Chancen für eine bis vor kurzem noch erhoffte Erholung der Weltwirtschaft in diesem Jahr dramatisch reduziert. Die wirtschaftlichen Folgen von zeitweiligen Produktions- und Transportunterbrechungen vor allem in China und in anderen Weltteilen seien bereits jetzt "gravierend", heißt es im BDI-Bericht.

    "Keine Zeit zu sterben" heißt derneue James-Bond-Film. Der Start des Streifens wird jetzt um mehrere Monate verschoben - statt wie geplant im April soll 007 erst im November auf die Leinwand zurückkehren. Dass der Schritt in Verbindung mit dem weltweiten Ausbruch des neuen Coronavirus steht, wurde offiziell zwar nicht bestätigt, britische Medien berichten dennoch von einem Zusammenhang. Zuvor war wegen der Covid-19-Epidemie die gesamte Werbetour in China für den Film abgesagt worden. Der asiatische Markt gilt als besonders wichtig.

    Coronavirus in NRW: Der Stand am Mittwochabend

    Update, 23.22 Uhr: Hier ein Überblick über den Stand in Sachen Coronavirus von Mittwochabend (4. März): Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in NRW steigt. So meldete der Kreis Coesfeld am Mittwoch die erste nachgewiesene Infektion. Sie wurde bei einem 49-Jährigen festgestellt, der sich wegen einer anstehenden Operation in einem Krankenhaus in Münster befand.

    Nach einem Coronavirus-Nachweis an einem Kölner Gymnasium fiel vorerst nur am Mittwoch der Unterricht aus. Im Schwalmtal (Kreis Viersen) wurde vorübergehend ein Gymnasium geschlossen, nachdem die Mutter einer Oberstufenschülerin positiv getestet wurde.

    Im Kreis Viersen befinden sich drei Infizierte in häuslicher Quarantäne. Der Kreis rechnete damit, dass die Zahl weiter steigt.

    Coronavirus in NRW: Lage in Aachen spitzt sich zu

    In Aachen spitzte sich die Lage zu. Die Städteregion meldete am Mittwoch 25 nachgewiesene Virusfälle. Fünf Schulen in Stadt und Region sind den Angaben nach diese Woche geschlossen und eine Kita wegen einer infizierten Erzieherin. 

    Die Zahl der landesweit nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist nach Angaben des NRW-Gesundheitsministers inzwischen deutlich gestiegen, nämlich von 101 am Vortag auf 129 Fälle am Mittwochnachmittag. Bei insgesamt vier Patienten gebe es schwere Krankheitsverläufe

    Am Mittwochabend teilte der Kreis Heinsberg mit, inzwischen seien 134 Infektionen nachgewiesen. Acht Betroffene befänden sich in stationärer Behandlung, nach letzten Erkenntnissen habe sich ihr Gesundheitszustand tendenziell verbessert. "Bei der Vielzahl der im Kreis Heinsberg durchgeführten Testverfahren wird nur ein geringer Bruchteil positiv getestet, so erklärt sich die moderate Steigerung der Fallzahlen", teilte die Pressestelle in Heinsberg am Abend mit. 

    Coronavirus in NRW: Hin und Her um Schreiben des NRW-Gesundheitsministeriums

    Update, 22.51 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat mit einer schriftlichen Forderung an die Kommunen, ihre Pressearbeit in Sachen Coronavirus mit dem Ministerium abzustimmen, für Kritik gesorgt. In einem Schreiben vom Dienstag hieß es zunächst, dass Pressemitteilungen "unbedingt der vorherigen Freigabe" durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) bedürften (Anm.: siehe  Ticker-Eintrag, 4. März, 20.13 Uhr). Am Mittwoch ruderte die Behörde zurück

    In einem neuen Schreiben hieß es nun, dass die Bezirksregierungen nur Fälle ans MAGS melden sollten, in denen Kommunen die Fakten nicht ordentlich wiedergeben würden. Beide Briefe liegen der dpa vor. 

    Das Schreiben vom Dienstag sollte von den Bezirksregierungen als Aufsichtsbehörden an alle Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte weitergeleitet werden. Bei mehreren Adressaten sorgte der Brief nach dpa-Informationen für Unruhe

    Am Mittwoch schickte Heller einen zweiten Brief an die Bezirksregierungen, der an den gleichen Adressatenkreis weitergeleitet werden sollte. Der Staatssekretär schrieb nun, es gehe ihm um die "Darstellung von Fakten", die in einem "landesweit einheitlichen Format" erfolgen solle. Die Bezirksregierungen seien dafür zuständig, dass gewisse Kriterien beachtet werden müssen. Erst wenn vom "angegebenen Standard abgewichen" werden sollte, sei eine "Klärung mit dem MAGS erforderlich." 

    Das relativierende zweite Schreiben des Staatssekretärs hatte am Mittwoch offenbar noch nicht alle Adressaten erreicht. So hieß es aus dem Rathaus einer kreisfreien Stadt, in dem zunächst nur der erste Brief bekannt war, man werde ihn einfach ignorieren.

    Coronavirus in NRW: Staatssekretär sorgt mit Schreiben für Unruhe

    Update, 20.13 Uhr: Während der Coronavirus-Ausbreitung will das NRW-Gesundheitsministerium die Pressemitteilungen der Kreise und kreisfreien Städte über neue Fälle abstimmen. Das geht aus einem Schreiben von Staatssekretär Edmund Heller hervor, das der dpa vorliegt. 

    Pressemitteilungen bedürften "unbedingt der vorherigen Freigabe durch die Pressestelle des MAGS. Entwürfe sind an die jeweilige Bezirksregierung zu richten. Von dort erfolgt die Abstimmung mit dem MAGS", heißt es im Schreiben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) an die Bezirksregierungen. 

    Außerdem soll eine Vorabinformation an das Ministerium erfolgen, wenn größere Presseaktivitäten wie Pressekonferenzen beabsichtigt seien, die "ebenfalls abzustimmen sind". 

    Coronavirus in NRW: Staatssekretär sieht Gefahr verzerrter Darstellung in der Öffentlichkeit

    Heller begründete die Forderung damit, dass bislang Pressemeldungen der Kommunen zu bestätigten oder unbestätigten Fällen von Sars-CoV-2-Infektion en meist erfolgten, bevor Meldungen an das Landeszentrum Gesundheit vorgenommen werden. Das könne zu widersprüchlichen Darstellungen in der Öffentlichkeit und einem verzerrten Lagebild in den öffentlichen Stellen führen

    Coronavirus in NRW: Opposition übt heftige Kritik an Vorhaben

    Mit heftiger Kritik an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) reagierte die oppositionelle SPD. "Anstatt den lokalen Behörden Orientierung und Unterstützung durch einen zentralen Krisenstab zu bieten, will der Gesundheitsminister ihnen jetzt die eigenständige Kommunikation verbieten", sagte der Landtagsabgeordnete Josef Neumann. 

    So schaffe man keine Transparenz und kein Vertrauen, so erwecke man den Eindruck, als hätte man etwas zu verbergen. "Ein Maulkorb ist noch lange keine Strategie. Der Gesundheitsminister will nur von seiner eigenen Planlosigkeit ablenken", warf er Laumann vor. 

    Der WAZ sagte Ministeriumssprecher Axel Birkenkämper, die "landesweite Standardisierung" solle vermeiden, dass es zu Doppelzählungen kommt. So seien Infizierte zuletzt doppelt gezählt worden, weil "für eine Kommune der Arbeitsort eines Infizierten ausschlaggebend ist, während für andere der Wohnort zählt."

    Coronavirus in NRW: Drei neue bestätigte Fälle im Märkischen Kreis

    Update, 18.28 Uhr: Im Märkischen Kreis gibt es drei neue labortechnisch bestätigte Fälle des Coronavirus. Das teilte der Märkische Kreis soeben mit. Alle drei infizierten Personen sind demnach unter Quarantäne gestellt worden. 

    "Es handelt sich um ein Ehepaar aus Plettenberg, das keine Kontaktpersonen hatte und keine Symptome zeigt. Die dritte Person ist ein Lüdenscheider: dessen einzige Kontaktperson ist die Ehefrau. Sie wird ebenfalls unter häusliche Quarantäne gestellt." 

    Update, 17.52 Uhr: Mehrere Krankenhäuser schränken wegen des Coronavirus die Besuchszeiten ein. Das Klinikum Lüdenscheid greift aus einem ganz einfachen, aber erschreckenden Grund zu dieser Maßnahme: Es wurde zuletzt immer wieder Desinfektionsmittel gestohlen.

    Auch die Krankenhäuser im Kreis Unna haben sich derweil darauf verständigt, den Besucherverkehr deutlich einzuschränken. Dadurch soll das Personal entlastet werden, knapper werdende Schutzkleidung soll rationiert werden und die Ausweitung des Coronavirus soll verlangsamt werden.

    Coronavirus in NRW: Schule in Schwalmtal bleibt bis Mitte März geschlossen

    Update, 17.42 Uhr: Die Auswirkungen des Coronavirus sind in immer mehr Städten und Kreisen spürbar. In der Gemeinde Schwalmtal im Kreis Viersen bleibt ein Gymnasium bis einschließlich 13. März geschlossen. Auf der Webseite des Gymnasiums St. Wolfhelm heißt es, Grund sei ein positiver Coronavirus-Test im familiären Umfeld einer Schülerin.

    Update, 13.37 Uhr: Auch Wetter-Experte Jörg Kachelmann ist unter Quarantäne. Er wurde auf das Coronavirus getestet und musste seine Talkshow absagen. 

    Coronavirus in NRW: Erster bestätigter Fall im Kreis Gütersloh

    Update, 17.32 Uhr: Auch im Kreis Gütersloh gibt es nun die erste bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. Betroffen ist ein Mann auf dem Kreis Gütersloh, wie es in einer Pressemitteilung des Kreises heißt. Die Abteilung Gesundheit sei am Mittwoch über das positive Testergebnis informiert worden. "Der ältere Mann zeigt nur wenig Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne", heißt es zu dessen Zustand. 

    Der Kreis nimmt die Situation zum Anlass für eine Bitte an die Bürger: Man solle sich nicht ohne Symptome und ohne besonderen Grund auf das Coronavirus testen lassen. „Ein Test macht nur dann Sinn, wenn Zeichen eines grippalen Infektes und weitere Risikofaktoren vorliegen“, erklärte Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh. 

    Für Personen mit Symptomen gelte nach wie vor: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.

    Coronavirus in NRW: Erster Fall im Kreis Coesfeld

    Update, 14.54 Uhr: Während aus dem Kreis Unna die Entwarnung im Bezug auf vier Kontaktpersonen der einzig infizierten Frau (61) verlautet ist (darunter ihr Hausarzt und eine Klinikärztin), gibt es im Kreis Coesfeld jetzt den ersten bestätigten Fall einer Sars-CoV-2-Infektion.

    "Ein 49-jähriger Mann aus Senden, der derzeit in einem Krankenhaus in Münster behandelt wird, hat sich mit dem neuartigen Grippevirus infiziert, wie dem Kreisgesundheitsamt am heutigen Mittwoch (4. März 2020) gemeldet wurde.

    Coronavirus in NRW: Familie des Sendeners wird gestestet

    Wegen einer anstehenden Operation war der Patient in das Krankenhaus gekommen, zeigte dann aber das Grippesymptom Fieber, weshalb auf den Erreger getestet wurde; er befindet sich auf dem Weg der Besserung, wird zeitnah in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt und unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen transportiert", heißt es in einer Pressemitteilung.

    In Quarantäne seien auch seine weiteren Familienmitglieder, die ebenfalls bereits getestet worden seien und nun vorsorglich zuhause blieben. Derzeit würden die Kontaktpersonen des Mannes in Verwandtschaft und Freundeskreis ermittelt; weitere Testungen erfolgten.

    Coronavirus in NRW: Kontaktpersonen aus Unna werden erneut getestet 

    "Mit diesen Testergebnissen rechnet das Kreisgesundheitsamt noch im Laufe des heutigen Tages oder spätestens morgen. Querverbindungen zu den Fällen im Kreis Unna oder in der Stadt Münster ergeben sich derzeit nicht", heißt es weiter.

    Noch einmal zurück in den Kreis Unna: Alle vier dort jetzt negativ getesteten Personen werden nächste Woche erneut getestet. "Es ist eine Sicherheitsmaßnahme", sagte Josef Merfels, Amtsleiter Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises.

    Der Hausarzt, die Krankenhaus-Ärztin, die Mutter der Infizierten sowie ihr Ehemann stehen noch immer unter häuslicher Quarantäne.

    Coronavirus in NRW: Infizierter Pole feierte Karneval in NRW

    Update, 14.08 Uhr: In Polen ist erstmals bei einem Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden. Der Mann mittleren Alters ohne schwere Vorerkrankungen aus der westpolnischen Woiwodschaft Lebus soll zuvor eine Karnevalsveranstaltung in NRW besucht haben. 

    Wie eine Vertreterin des örtlichen Gesundheitsamtes sagte, kehrte der Mann mit einem Reisebus nach Polen zurück. Auch die Verwandten des Mannes in Deutschland seien mittlerweile isoliert und würden auf das Virus getestet, hieß es.

    Coronavirus in NRW: "Tickt ihr noch ganz sauber?"

    Update, 13.28 Uhr: Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) sieht Anzeichen dafür, dass Menschen aus dem Kreis Heinsberg überregional stigmatisiert werden. Außerhalb der Region werde gewarnt: Wer nach einem Kontakt mit Leuten aus dem Kreis einen Schnupfen bekomme, der solle sich direkt auf den Coronavirus testen lassen. 

    "Da hab ich mich gefragt: Liebe Leute, ehrlich gesagt: tickt Ihr noch ganz sauber!", sagte Pusch im unten verlinkten Video (Eintrag von 12.47 Uhr). Dass das Ansteckungsrisiko im Kreis höher sei als etwa in Garmisch-Partenkirchen, möge ja sein. Er glaube aber, dass die Menschen im Kreis Heinsberg, die die Auswirkungen vor Augen hätten, viel gelassener seien als die Leute weit weg vom tatsächlichen Geschehen.

    Coronavirus in NRW: Schon 104 Infizierte im Kreis Heinsberg

    Update, 12.47 Uhr: Und schon sind die am Morgen von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vorgestellten Fallzahlen für NRW wieder Makulatur: Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg sind inzwischen 104 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Damit müsste die Gesamtzahl für NRW auf mehr als 140 gestiegen sein, weil am Mittwochmorgen aus Heinsberg 87 Fälle gemeldet worden waren.

    Sieben Patienten würden stationär im Krankenhaus behandelt, sagte Landrat Stephan Pusch. In zwei Fällen sprächen die Ärzte von einem ernsten Verlauf - darunter ist der Fall des 47-Jährigen, der als Erstinfizierter aus NRW gilt. 

    Die meisten der 104 Infizierten seien allerdings schon längst wieder symptomfrei und gelten als geheilt, sagte Pusch.

    Coronavirus in NRW: Minister kritisiert fehlenden Arbeitsschutz

    Update, 11.12 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat den Arbeitgebern im Gesundheitswesen mangelnde Vorbereitung beim Arbeitsschutz vorgeworfen. Mitarbeiter von Praxen und Kliniken kritisieren seit Tagen, dass ihnen Schutzausrüstung für die Behandlung möglicher Coronavirus-Infizierter fehle.

    Jetzt springt NRW ein (siehe Meldung von 10.05 Uhr). "Ich bin jetzt heilfroh, dass wir durch diesen Kauf das Problem lösen als Land. Aber wir lösen es mit Steuergeldern, wo eigentlich andere Strukturen zuständig sind", sagte Laumann. Krankenhäuser seien kein "kleiner", sondern ein "professioneller Arbeitgeber in diesem Land".

    "Wir haben über 7000 Atemschutzmasken, knapp 3000 Schutzanzüge, 2000 Testsets organisiert und in den Kreis Heinsberg geschickt", sagte Laumann mit Blick auf den am stärksten betroffenen Kreis in NRW und ganz Deutschland.

    Coronavirus: Darum nennen Ministerium und RKI unterschiedliche Zahlen

    Update, 11.03 Uhr: Während NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann soeben von 129 bestätigten Infektionsfällen im Land gesprochen hat, veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) quasi parallel um 10 Uhr ebenfalls neue Zahlen - und nannte für NRW "nur" 111 Fälle

    Wie ist dieser Unterschied zu erklären?

    Für Aufklärung diesbezüglich sorgte auf Anfrage Susanne Glasmacher, die Pressesprecherin des RKI. "Die Gesundheitsämter melden an das Land und die Länder an uns. Wir stehen also quasi ganz am Ende dieser Kette. Das ist also überhaupt nicht ungewöhnlich, die Bundesländer haben immer die aktuellen Zahlen", so Glasmacher.

    Eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums sagte auf Anfrage, dass die von Minister Laumann genannen Zahlen von 9.30 Uhr am Mittwoch stammen. Das RKI nannte indes als Stand der Dinge ca. 8 Uhr am Mittwoch.

    Coronavirus in NRW: Drei Fälle ohne direkten Bezug nach Heinsberg

    Update, 10.29 Uhr: In NRW gibt es - Stand jetzt - 129 bestätigte "SARS-CoV-2"-Infektionen. 87 davon sind dem Kreis Heinsberg zuzuordnen. Bei drei Fällen gibt es offenbar keinen direkten Bezug dorthin. Vier Krankheitsverläufe seien als schwerwiegend einzuordnen.

    Update, 10.19 Uhr: Eine Mitarbeiterin der Rettungswache in Erndtebrück-Womelsdorf im Kreis Siegen-Wittgenstein wurde vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt. Sie hatte Kontakt zu einer Person, die sich mit dem Coronavirus infiziert hat und zeigt inzwischen Symptome einer Grippe.

    Alle rund 15 Mitarbeiter der Rettungswache in Womelsdorf und deren Angehörige wurden ebenfalls für 48 Stunden in häuslicher Umgebung unter Quarantäne gestellt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in den nächsten ein bis zwei Tagen erwartet. 

    Coronavirus in NRW: Spiel Gladbach gegen Dortmund findet statt

    Update, 10.12 Uhr: Die erhoffte Klarheit zum Bundesliga-Spitzenspiel Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstag ist da: Es wird keine Spielabsage oder gar ein "Geisterspiel" geben, so Gesundheitsminister Laumann. Das sei im Einvernehmen mit den Gesundheitsbehörden entschieden worden. Es würden aber möglicherweise präventive Maßnahmen getroffen.

    Alle Fußballfans, die im vom Coronavirus besonders betroffenen Kreis Heinsberg wohnen, sollen vom Verein aber das Angebot erhalten, ihre bereits gekaufte Karte für das Spiel zurückzugeben und stattdessen kostenlos ein anderes Spiel der Borussia zu besuchen.

    Coronavirus in NRW: 20.000 Schutzmasken werden vorab geliefert

    Update, 10.05 Uhr: Auf den Kreis Heinsberg schaue nicht nur ganz NRW, sondern ganz Deutschland. "Leider Gottes ist das der Krisenherd", so NRW-Gesundheitsminister Laumann aktuell in Düsseldorf.

    Und weiter: "Ich bin sehr froh, dass ich Ihnen heute sagen kann, dass das Land NRW eine Million Schutzmasken kauft. Die Tage, bis wir die kriegen, können wir gut aus den Reserven hinkriegen", so Laumann. 20.000 Exemplare würden als Vorablieferung kommen.

    Update, 9.25 Uhr: Möglicherweise gibt es schon in Kürze Näheres auch zum besagten Bundesliga-Spitzenspiel. Denn NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat für 10 Uhr ein Statement zum aktuellen Stand in Sachen Coronavirus in NRW angekündigt. 

    Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium erwägt Spielverlegung 

    Update, 9.19 Uhr: Angeblich gibt es Überlegungen, dass Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund am kommenden Samstag (18.30 Uhr) abzusagen oder gar als "Geisterspiel" ohne Zuschauer durchzuführen.

    Laut einem Bericht der Rheinischen Post soll es im NRW-Gesundheitsministerium entsprechende Überlegungen geben, weil der stark vom Coronavirus betroffene Kreis Heinsberg weniger als 50 Kilometer von Mönchengladbach entfernt liegt.

    Die Zuständigkeit liegt beim Gesundheitsamt Mönchengladbach. Mit diesem stehen man im Austausch und gehe aktuell davon aus, dass die Partie ausgetragen werden könne, wird Gladbachs Mediendirektor Markus Aretz zitiert.

    Coronavirus in NRW: Blutspenden gehen deutlich zurück

    Update, 8.16 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat in NRW Auswirkungen auf die Blutspendebereitschaft. Die Zahl der Blutspender sei in den vergangenen Tagen um knapp 20 Prozent zurückgegangen, sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes. "Die Verunsicherung bei den Leuten ist groß", sagte der Sprecher, versicherte aber gleichzeitig: "Das Spenden und Empfangen von Blut ist auch in Zeiten des Coronavirus ungefährlich." 

    Der hohe Rückgang sei allerdings nicht alleine auf das neuartige Virus zurückzuführen: "Es ist ja auch Grippesaison und wir hatten Karneval." Grundsätzlich würden Menschen mit Krankheitssymptomen von dem zuständigen Arzt bei einer Blutspende wieder nach Hause geschickt - das sei auch bei einer Grippe üblich.

    Bei jeder Blutspende gebe es im Eingangsbereich einen Desinfektionsstand, dazu werde fast überall die Temperatur der Spender gemessen. "Wir haben jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Viren und Bakterien", sagte der Sprecher. 

    Für ein Übertragungsrisiko gebe es keine Hinweise: "Es gibt nicht einen dokumentierten Fall, wo das Virus über das Blut vom Spender auf den Empfänger übertragen wurde."

    Wie eine Blutspende konkret abläuft, zeigt dieses Video unsere Partnerportals HNA.

    Coronavirus: Messebau-Branche sieht sich in der Krise

    Update, 8.08 Uhr: Nach der Absage etlicher Großveranstaltungen sehen sich die Messebauer in der Krise. "Die aktuelle Lage ist dramatisch", sagte Jan Kalbfleisch vom Fachverband Messe- und Ausstellungsbau (Famab). "Wenn eine große Messe abgesagt wird, reißt das ein Riesenloch in die Auftragsbücher." 

    Problematisch sei vor allem, dass viele Messen - etwa die Tourismusbörse ITB oder die Eisenwarenmesse in Köln -erst wenige Tage vor ihrem geplanten Beginn abgesagt wurden. Zu diesem Zeitpunkt sei der Aufbau oft schon zu 90 Prozent abgeschlossen, sagte Kalbfleisch. "Vielen ist nicht klar, welcher wirtschaftliche Schaden entsteht, wenn eine Messe nicht stattfindet", ergänzte er.

    Einem ersten Report zufolge beläuft sich der Schaden, der aus bisherigen Absagen verursacht wurde, auf mehr als 4260 Millionen Euro. "Ganz viele Unternehmen haben große Fragezeichen im Kopf, wie sie die nächsten Monate überstehen sollen." 

    Coronavirus in NRW: Absagen in Köln und Düsseldorf

    Um Insolvenzen und Entlassungswellen zu vermeiden, fordert der Verband staatliche Hilfen. Aktuell habe die Branche trotz der Absagen allerdings jede Menge Arbeit: So müsse der Abbau von bereits aufgebauten Messen organisiert, Einlagerungen geplant und geklärt werden, wer welche Kosten tragen müsse.

    Bei der Absage berufen sich etliche Veranstalter auf höhere Gewalt. Neben der ITB in Berlin, der Internationalen Handwerksmesse in München und der Leipziger Buchmesse waren zuletzt auch etliche kleinere Messen - darunter die ProWein in Düsseldorf und die Fitnessmesse Fibo in Köln - abgesagt worden.

    Update, 7.56 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen zu unserer Berichterstattung über das Coronavirus und seine Auswirkungen im und auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Heute vor einer Woche haben wir unseren News-Ticker an dieser Stelle begonnen, gehen also heute in den achten Tag, seit die sogenannte "SARS-CoV-2-Infektion" NRW erreicht hat. Wir informieren Sie auch heute weiter so aktuell und umfangreich wie möglich über die Entwicklung.

    Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Dienstag, 3. März

    Update, 22.30 Uhr: Das ist der Stand am späten Abend: Die Zahl der Infektionen in NRW ist am Dienstag (3. März) auf mehr als 100 angewachsen. Es gab neue nachgewiesene Fälle von Coronavirus in den Großstädten Köln, Düsseldorf und Essen. Aber auch der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische Kreis sowie der Rhein-Erft-Kreis meldeten Infektionen.

    Die mit Abstand meisten kranken Personen sind im Kreis Heinsberg. Das Ehepaar, mit dem die Coronavirus-Verbreitung in NRW begann, wird weiterhin in der Uniklinik Düsseldorf behandelt. Die Lage beim Mann (47) ist ernst, aber unverändert stabil, bei seiner Frau haben sich die Symptome offenbar gebessert.

    Coronavirus in NRW: Neue Infektion in Essen

    Update, 22.02 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat wegen des Coronavirus zu einer rigorosen Maßnahme gegriffen: Der verkaufsoffene Sonntag (8. März) in Düsseldorf entfällt.

    Update, 20.49 Uhr: Wie Essen am Abend mitteilt, gibt es in der 580.000-Einwohner-Stadt einen zweiten bestätigten Coronavirus-Fall. Eine ältere Person aus dem Südviertel Essen wurde demnach am Montag (2. März) mit Blutzuckerbeschwerden und einer Durchfallerkrankung  in die Universitätsmedizin Essen gebracht. Bei der vorsorglichen Probe gab es einen positiven Coronavirus-Befund. Gesundheitsamt und Feuerwehr sind nach Angaben der Stadt bei dem Erkrankten und identifizieren den betroffenen Kontaktpersonenkreis.

    Update, 20.37 Uhr: In Köln hat sich nach Angabe der Stadt eine sechste Person mit dem Coronavirus infiziert. Der neue Fall sei nach aktueller Erkenntnislage nicht auf einen Zusammenhang mit der Infizierung in Heinsberg zurückzuführen. Bisher seien insgesamt 171 Kontaktpersonen von den Infizierten benannt. Davon sind 47 Personen wohnhaft in Köln und werden von hier betreut.

    Coronavirus in NRW: Kirmes-Absage im Sauerland?

    Update, 20.13 Uhr: Die Stadt Neuenrade im Märkischen Kreis erwägt, das Traditionsfest "Gertrüdchen", das für 13. bis 15. März geplant ist, wegen des Coronavirus abzusagen. Die im Sauerland beliebte Kirmes gibt es seit 650 Jahren.

    Update, 20.01 Uhr: Der erste Infizierte in Westfalen, ein Lehrer aus Lüdenscheid, bleibt vorerst der einzige Coronavirus-Fall im Märkischen Kreis. Die Tests von 36 Personen, die Kontakt mit ihm hatten, fielen negativ aus. Der Krisenstab bleibt dennoch in Bereitschaft. 

    Coronavirus: So geht es dem Paar, mit dem in NRW alles begann

    Update, 19.56 Uh r: Das Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg, mit dem die Coronavirus-Verbreitung in NRW begann, wird weiterhin in der Uniklinik Düsseldorf behandelt. Der Zustand des Paares habe sich nicht signifikant geändert, teilte die Klinik mit: Beim Mann (47) sei er ernst, aber unverändert stabil, bei der ein Jahr jüngeren Frau hätten sich die Symptome gebessert.

    Update, 19.48 Uhr: In die Düsseldorfer Universitätsklinik sind am Dienstagabend zwei weitere schwer erkrankte Corona-Patienten eingeliefert worden. Beide stammen aus dem Kreis Heinsberg. Die Universitätsklinik habe besondere Erfahrung im Umgang mit Patienten mit Infektionskrankheiten und übernehme jene, für die in anderen Krankenhäusern keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Neben Düsseldorf meldeten am Nachmittag auch der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische Kreis je zwei Infektionen sowie der Rhein-Erft-Kreis einen Fall.

    Coronavirus in NRW: Zwei neue Fälle in Düsseldorf

    Update, 19.26 Uhr: Wie die Stadt Düsseldorf mitteilte, haben sich offenbar zwei Männer mit dem Coronavirus infiziert. Einer von ihnen hatte an der Karnevalsparty in Heinsberg teilgenommen und ist seit Aschermittwoch (26. Februar) erkrankt, der andere Mann war in der Lombardei (Italien) gewesen. Beide hatten in freiwillige Haus-Quarantäne begeben, als sie erste Symptome bemerkten. Ihre Familienangehörigen haben sich bisher nicht infiziert, teilt die Stadt Düsseldorf auf ihrer Homepage mit.

    Update, 17.56 Uhr: In einem Hilferuf haben Ärzte aus dem Kreis Heinsberg vor den Folgen des Coronavirus für die gesundheitliche Versorgung gewarnt. Die "medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an", heißt es in dem Brief, der auch vom Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) unterschrieben ist. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen. "Wir brauchen dringend Hilfe (...)", hieß es in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein.

    Coronavirus: So ist der aktuelle Stand in NRW

    Update, 17.40 U hr: Kleiner Zwischenstand vor dem Abend: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist am Dienstag weiter gestiegen. In NRW sind mehr als 100 Personen betroffen. Der Virus rückte vom Rheinland aus weiter in Richtung Westfalen. Bestätigte Corona-Fälle werden u.a. aus Münster, dem Kreis Unna, sowie dem Märkischen und Oberbergischen Kreis gemeldet.

    Die meisten Fälle gibt es im Kreis Heinsberg, wo in NRW alles startete. Dort gibt es mehr als 80 Infizierte.

    Coronavirus in NRW: Zwei Fälle im Kreis Oberberg

    Update, 16.40 Uhr: Nach ersten bestätigten Coronavirus-Fällen im Oberbergischen Kreis reagiert der Kreis mit weiteren Schutzmaßnahmen: Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich demnach um einen Mann aus Reichshof und eine Frau aus Lindlar, die als "begründete Corona-Verdachtsfälle" auf Anordnung des Gesundheitsamtes einer virologischen Überprüfung unterzogen wurden. 

    "Beide zeigen aktuell nur leichte Erkältungssymptome", erklärte der Oberbergische Kreis. Beide stehen unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises setzt die Ermittlung möglicher Kontaktpersonen fort. Das Amt kontaktiert diese Personen und informiert sie über die notwendigen Maßnahmen. 

    Landrat Jochen Hagt hat den Bürgermeistern im Oberbergischen Kreis empfohlen, auf öffentliche Veranstaltungen bis auf Weiteres zu verzichten. Gleichzeitig empfiehlt das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises der Bevölkerung, größere Menschenansammlungen zu meiden.

    Update, 16.27 Uhr: Das Corona-Virus hat auch Auswirkungen auf die Asienreise von Borussia Dortmund. Der Bundesligist hat seine geplante Asienreise im Sommer abgesagt. Das bestätigte der Club am Dienstag. Zuvor hatte die "Sport Bild" darüber berichtet. "Das tut uns sehr leid, weil wir wissen, wie sehr sich die Menschen vor Ort wünschen, dass wir ihnen wieder nahe sind", sagte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer dem Magazin. 

    Ob der Club stattdessen im Sommer eine andere Fernreise unternehmen wird, ist derzeit noch offen. "Wir haben einige Offerten und werden alle prüfen. Entscheiden wir uns für eine Reise, muss sie zu 100 Prozent verantwortbar und ohne Risiko für alle Beteiligten sein. Die Sicherheit der Mannschaft und aller Mitarbeiter des BVB hat immer oberste Priorität", betonte Cramer.

    Coronavirus in NRW: Info-Telefon für Schulfragen

    Update, 15.37 Uhr: "Aus aktuellem Anlass" schaltet die Bezirksregierung Münster ab dem morgigen Mittwoch ein Info-Telefon zur Beantwortung schulspezifischer Fragen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Fragen werden unter der Telefonnumer 0251 411-4198 zwischen montags bis freitags, 8 Uhr und 16 Uhr, beantwortet. "Bei Gesundheitsfragen kontaktieren Sie bitte das Servicecenter der Landesregierung unter 0211 9119-1001 oder die für Sie zuständigen Gesundheitsämter", heißt es in einer Mitteilung.

    Update, 15.30 Uhr: Mehr als die Hälfte der regionalen Wirtschaft ist bereits von den Auswirkungen des Coronavirus direkt betroffen. Gut zwei Drittel rechnet in naher Zukunft mit Auswirkungen durch die Epidemie. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund bei ihren Mitgliedsunternehmen in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna. "Wir haben also allen Grund zur Vor-Sorge", findet IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber.

    Coronavirus in NRW: Schutzartikel werden knapp!

    Update, 14.47 Uhr: Der Kreis Unna gibt an, dass in den Krankenhäusern nicht mehr ausreichend hygienische Schutzartikel vorhanden seien. Es gebe Lieferengpässe. Deswegen sollten Besucher darauf verzichten, Patienten im Krankenhaus zu besuchen, nur noch enge Angehörige sind erwünscht. Derweilen setzt Amazon bundesweit - und damit auch in Werne - die Besuchertouren in den Logistikzentren aus. Es handele sich um "reine Vorsichtsmaßnahmen", sagt Sprecher Thorsten Schwindhammer.

    Update, 14.40 Uhr: Angesichts der steigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen beklagen Hausärzte aus dem Ruhrgebiet in einem Brandbrief mangelnde Ausstattung mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln. Die Haus- und Kinderärzte sollen "ungeschützt an die Front geschickt werden", heißt es in dem Schreiben, das die Ärztliche Qualitätsgemeinschaft Witten (ÄQW), ein Zusammenschluss der meisten Ärzte aus der Ruhrgebietsstadt, an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und seinen nordrhein-westfälischen Amtskollegen Karl-Josef Laumann (beide CDU) geschickt hat. Ohne ausreichend Schutzkleidung und Masken sei eine Probengewinnung in den Praxisräumen "hochgefährlich", betonte der Mediziner Arne Meinshausen, der als ÄQW-Geschäftsführer das Schreiben unterzeichnet hat. "Da kommt doch kein Patient mehr in die Praxis. Und wenn nur einer meiner Mitarbeiter erkrankt, ist der ganze Laden zwei Wochen lang dicht", sagte er. Die Gemeinschaftspraxis, in der er arbeitet, sei daher auch zur "Coronafreien-Zone" erklärt worden: Verdachtsfälle würden nicht getestet, sondern an das Gesundheitsamt verwiesen. 

    Coronavirus und seine Folgen: Buchmesse Leipzig abgesagt!

    Update, 12.59 Uhr: Die Leipziger Buchmesse wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt! Das haben Messeleitung und Stadtspitze entschieden, wie eine Sprecherin der Buchmesse am Dienstag mitteilte. Es handle sich um eine „Präventionsmaßnahme“, damit sich das Virus in Deutschland nicht weiter ausbreiten könne.

    Update, 12.55 Uhr: Hoteliers und Gastwirte bekommen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus zu spüren. Besonders dramatisch sei die Situation durch die Absagen von Messen oder anderen Großveranstaltungen, teilte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes in Nordrhein-Westfalen mit. Konkrete Zahlen zur Schadenshöhe gebe es noch nicht, der Verband will dazu eine Abfrage starten. Die Absagen und Verschiebungen bedeuteten "nicht nur weniger Übernachtungen in den Messestädten und deren Umgebung, sondern auch massive Umsatzausfälle für Eventcaterer und Restaurants, die traditionell viele Messebesucher bewirten", hieß es.

    Corona-Verdacht in JVA: Test fällt negativ aus

    Update, 12.37 Uhr: Der Coronavirus-Verdachtsfall in der JVA Köln hat sich nicht bestätigt. Der Test auf das neuartige Virus bei einem Gefangenen sei negativ ausgefallen, sagte die Leiterin der JVA Ossendorf, Angela Wotzlaw. Alle vorsichtshalber verhängten Maßnahmen seien wieder aufgehoben worden. Ein 27 Jahre alter Inhaftierter hatte am Sonntagabend über Fieber geklagt. Daraufhin hatte die JVA das Gebäude, in dem er untergebracht ist, vorübergehend abgeriegelt. Die 79 Gefangenen mussten bis zur Entwarnung auf den Hofgang verzichten und durften die Sammelduschen nicht benutzen.

    Update, 12.30 Uhr: Der größte Teil der nordrhein-westfälischen Unternehmen spürt nach Erkenntnissen des Wirtschaftsministeriums noch keine Auswirkungen der Coronavirus-Krise. Deutliche Einbußen hätten allerdings Tourismus, Logistik und das Messewesen zu verkraften, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Gleiches gelte für Unternehmen, die auf Zulieferungen aus China angewiesen seien. 

    Coronavirus in NRW: Frau aus Isolation entlassen - jetzt in Quarantäne

    Update, 11.26 Uhr: In der JVA in Köln herrscht Ausnahmezustand: Bei einem Häftling besteht Coronavirus-Verdacht. Das hat weitreichende Folgen - das Gelände ist komplett gesperrt.

    Update, 11.10 Uhr: Eine Frau aus Unna-Massen hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Kreis Unna meldet, dass die 61-Jährige aus der Dortmunder Klinik entlassen wurde. Sie weist einen leichten Verlauf der Krankheit auf. Sie bleibt bis auf weiteres in häuslicher Quarantäne, meldet der Kreis. Derweil warten im Kreis Unna noch vier weitere Personen auf ihr Testergebnis. Die möglicherweise Infizierten standen im engen Kontakt mit der 61-Jährige aus Unna. Alle Fünf befinden sich in häuslicher Quarantäne.

    Coronavirus in NRW: Uneinigkeit bei Handwerkskammern

    Update, 11 Uhr: Uneinigkeit im Umgang mit dem Corona-Virus herrscht bei den Handwerkskammern Dortmund und Südwestfalen: Die Meisterfeier der Handwerkskammer Südwestfalen, die am kommenden Samstag hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt. "Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises hat dringend davon abgeraten, am Samstag die Meisterfeier 2020 abzuhalten", erklärt die Handwerkskammer. Dieser Rat gilt offenbar nicht für den Nachbarbezirk: Die Handwerkskammer Dortmund, zu der unter anderem die Stadt Hamm und die Landkreise Soest und Unna gehören, will den neuen Meistern ihre Briefe überreichen. Auch ein prominenter Gastreder soll vor Ort sein: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

    Update, 10.55 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus sind in Nordrhein-Westfalen auf 101 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut am Dienstag (Stand 10 Uhr) mit. Damit liegt NRW mit Abstand an der Spitze der Bundesländer. Am Tag zuvor waren zum gleichen Zeitpunkt 86 Fälle in NRW bekannt. Deutschlandweit lag die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen am Dienstag bei 188 Fällen.

    Coronavirus in NRW: Fast alle Bundesländer betroffen

    Update, 9.18 Uhr: Wir blicken in aller Kürze auf die Gesamtsituation in Deutschland: In fast allen Bundesländern gibt es seit Montagabend nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus in Deutschland auf rund 170. Mit mehr als 90 Fällen verzeichnet Nordrhein-Westfalen bei Weitem die meisten registrierten Ansteckungen. Noch keine Meldungen gab es lediglich aus dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

    Update, 3. März, 8.26 Uhr: Auch am heutigen Dienstag berichten wir wieder fortlaufend über neue Fälle des Coronavirus - und über alles, was damit zu tun hat. Bislang hat sich offenbar an der Zahl der nachweislich Infizierten in NRW nichts geändert. Am Montag war von 92 Personen die Rede.

    Coronavirus im Kreis Heinsberg: Lage normalisiert sich etwas

    Unterdessen normalisiert sich die Lage im besonders betroffenen Kreis Heinsberg wieder etwas. So sollen etwa die Amtsgerichte Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg ab morgen (Mittwoch) wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Dieser und auch der Sitzungsbetrieb waren wegen des Coronavirus in der vergangenen Woche eingestellt worden. 

    Zudem öffne die Kreisverwaltung ab heute (Dienstag) zumindest teilweise mit der Einschränkung, "dass sich Bürgerinnen und Bürger vorher telefonisch melden und das Anliegen auf Dringlichkeit überprüft wird", hieß es in einer Mitteilung.

    Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Montag, 2. März

    Update, 22.00 Uhr: An der Nachrichtenlage in NRW hat sich am Montagabend nichts mehr verändert. Es gibt weder aus dem Gesundheitsministerium noch vom Robert-Koch-Institut frische Zahlen. Insofern gehen wir zum Ende unserer Berichterstattung weiterhin von 92 Infizierten im Land aus.

    Wir setzen unsere Berichterstattung am Dienstagmorgen an dieser Stelle fort und wünschen Ihnen bis dahin eine gute Nacht.

    Coronavirus in NRW: Heinsberger Landrat schlägt Alarm

    Update, 19.00 Uhr: Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch hat sich am Montagabend in einem fast fünfminütigen Video auf Facebook einmal mehr zum Stand der Dinge in seinem Zuständigkeitsbereich geäußert. 78 Personen seien infiziert, von denen fünf in Krankenhäusern behandelt würden - inklusive des erstinfizierten Ehepaares aus Gangelt.

    Er spricht davon, dass sich immer mehr Arztpraxen beim Gesundheitsamt abmelden wüden - was gravierende Auswirkungen auf die ärztliche Versorgung haben könne. Die Situation betrachte er als ernst. Denn es müsse gewährleistet sein, dass akut Erkrankte versorgt würden. 

    Und er beendet seine Videobotschaft so: "Wie sagt man jetzt hier in Heinsberg: HS - be strong!"

    Update, 18.49 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) spricht (Stand 15 Uhr) bundesweit von 157 Fällen der sogenannten "SARS-CoV-2-Infektion". In der RKI-Statistik ist allerdings "nur" von 90 Fällen in NRW die Rede, während das Gesundheitsministerium bereits von 92 gesprochen hatte (siehe Meldung von 16.11 Uhr).

    Coronavirus in NRW: Ausnahmegenehmigungen für Warenlager

    Update, 17.34 Uhr: Um leere Regale in Supermärkten zu vermeiden, hat das NRW-Arbeitsministerium des Verbot der Sonntagsarbeit in Lagern und Logistikzentren gelockert. Dort dürfen sonntags jetzt auch Lieferungen mit haltbaren Lebensmitteln wie Konserven oder Hygieneartikel zusammengestellt werden. 

    Dadurch könnten "die Läden am Montagmorgen mit neuer Ware beliefert werden, auch wenn die Bestellungen aufgrund leerer Regale erst samstags nach Ladenschluss eingehen", teilte ein Ministeriumssprecher mit. 

    Das Ministerium reagierte mit der Ausnahmeregelung, die für verderbliche Frischwaren ohnehin gelte, auf Berichte über Hamsterkäufe wegen der Ausbreitung des Coronavirus

    Das eigentliche Einräumen der Regale ist von der Ausnahme nicht erfasst, weil das ohne Probleme werktags vor Ladenöffnung erfolgen könne, hieß es weiter. Die Sonderregelung ermögliche aber, dass die Produkte rechtzeitig angeliefert werden könnten. 

    Die von den Bezirksregierungen auf Antrag erteilten Ausnahmegenehmigungen sollen einen Monat lang gelten.

    Coronavirus: Infizierter Passagier in Düsseldorf gelandet

    Update, 16.40 Uhr: Ein mit dem Coronavirus infizierter Passagier ist aus Abu Dhabi kommend in Düsseldorf gelandet. Der Mann sei um 6.20 Uhr angekommen, berichtete ein Airportsprecher am Montag. Er habe sich noch vor seinem Abflug testen lassen und dann während des Fluges das Ergebnis erhalten

    Er zeige keine Symptome und müsse nicht in einer Klinik behandelt werden. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hätten ihn aber betreut. Die Personalien der Mitreisenden seien erfasst worden. Vom Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf war auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

    Coronavirus: Wo hat sich Frau aus Unna infiziert? 

    Update, 16.36 Uhr: Die 61-jährige Frau aus Unna-Massen bei Dortmund, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hat und die auf der Isolationsstation des Klinikzentrums Nord des Klinikum Dortmunds behandelt wird, war in den vergangenen Wochen nicht im Kreis Heinsberg, hat keine Karnevalsveranstaltungen besucht und hatte keine Kontakte zu Menschen aus dieser Region

    Update, 16.24 Uhr: Wie hat sich der Lüdenscheider Lehrer mit dem Coronavirus angesteckt? Diese Frage scheint inzwischen beantwortet zu sein: Der infizierte Lehrer nahm laut Aktenlage am 15. Februar an der karnevalistischen Kappensitzung in Gangelt-Langbroich (Kreis Heinsberg) teil. Dort kam er nach Auskunft des Märkischen Kreises in direkten Kontakt zu dem infizierten Ehepaar aus Gangelt

    Coronavirus in NRW: Uniklinik Münster setzt Kameratechnik ein

    Update, 16.14 Uhr: Die Uniklinik Münster hat jetzt einen Einbruch in ihr Warenlager bestätigt. Dort wurde eine ganze Palette mit Desinfektionsmitteln gestohlen. Gegenüber der "Bild"-Zeitung hatte der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Hugo Van Aken, berichtet, dass der Bereich jetzt mit einer Kamera überwacht werden.

    In einem Krankenhaus in Sulingen (Niedersachsen) waren 1200 Mundschutzmasken gestohlen worden. Unser Partnerpotal kreiszeitung.de berichtet hier im Video:

    Derweil wurde bekannt, dass die Amtsgerichte Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg ab Mittwoch (4. März) wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Dieser und auch der Sitzungsbetrieb waren wegen des Coronavirus in der vergangenen Woche eingestellt worden.

    Coronavirus in NRW: Jetzt 92 bestätigte Fälle

    Update, 16.11 Uhr: In NRW hat sich die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus weiter erhöht. Den Behörden waren am Montagnachmittag um 15.30 Uhr 92 Fälle bekannt, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Am Vormittag um 10 Uhr hatte das Robert Koch-Institut noch 86 Fälle gemeldet.

    Update, 15.45 Uhr: In den Gesundheitsämtern in NRW fehlen Ärzte - nicht erst seit sich der neuartige Coronavirus ausbreitet. Wie viele Stellen für Ärzte in den NRW-Gesundheitsämtern unbesetzt sind, ist unklar. Nach einer Umfrage des WDR-Magazins Westpol fehlen in zwei Drittel der NRW-Gesundheitsämter Ärzte. "Für Ärzte ist die Arbeit in einem Gesundheitsamt wenig attraktiv", nannte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den aus ihrer Sicht entscheidenden Grund für den Ärztemangel im öffentlichen Gesundheitsdienst. Dort verdiene ein Mediziner "bis zu 1500 Euro im Monat weniger als ein Arzt im Krankenhaus".

    Coronavirus: Neue Verdachtsfälle im Kreis Paderborn

    Update, 15.35 Uhr: Es gibt weitere Verdachtsfälle im Kreis Paderborn. Neben der Frau eines Lehrers, der am Lippstädter INI-Berufskolleg unterrichtet, hat das Gesundheitsamt des Kreises Paderborn zwei weitere Personen im Blick. 

    Update, 15.18 Uhr: Immer mehr Städte in NRW richten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Diagnosezentren ein. So nahmen am Montag spezielle Zentren in Düsseldorf und Köln die Arbeit auf, zuvor waren schon in Gangelt im Kreis Heinsberg sowie in Kleve Stellen eingerichtet worden, an denen sich Patienten auf das neuartige Virus testen lassen können. Durch diesen Schritt sollen Hausarztpraxen entlastet und deren Personal geschützt werden. In Gangelt, wo sich besonders viele Menschen ansteckten und unter Quarantäne stehen, bildeten sich am Montag teils lange Schlangen vor der abgesperrten Turnhalle einer Gesamtschule, in der die Patienten getestet werden.

    Coronavirus-Patient in Münster geht es gut

    Update, 15.13 Uhr: Dem Coronavirus-Patienten der Uniklinik Münster, der sich bei einer Iran-Reise angesteckt hatte, geht es "ausgesprochen gut". Das sagte der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Hugo Van Aken bei einer Pressekonferenz in Münster. Der Iraner habe sich vorbildlich verhalten und sich gut isoliert. Die Frau des Ingenieurs, die nicht mit ihrem Mann im Iran war, habe sich nicht angesteckt. Das Gesundheitsamt der Stadt nimmt jetzt mit Hilfe der Lufthansa Kontakt zu den Reisenden auf, die im Flugzeug bei der Rückreise im Umfeld des 51-Jährigen gesessen haben.

    Update, 14.51 Uhr: Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle weiter gestiegen. Die Zahl betrug am Montagmittag 78, wie ein Sprecher des Kreises Heinsberg mitteilte. Der Krankheitsverlauf sei bei allen neu Betroffenen mild. Bis zum Montagabend könnte die Zahl weiter leicht steigen. Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch hatte die Bevölkerung zuvor in einer Video-Botschaft auf einen möglichen sprunghaften Anstieg vorbereitet. Es werde jetzt viel mehr getestet und nach einem Stau in den Laboren werde ein Schwung von Testergebnissen erwartet. "Bleibt gelassen", appellierte Pusch an die Bevölkerung.

    Coronavirus: Droht BVB ein Geisterspiel?

    Update, 14.39 Uhr: Droht dem BVB wegen des Coronavirus ein Geisterspiel? im Rückspiel? Das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund könnte laut einem Medienbericht möglicherweise ohne Zuschauer stattfinden.

    Update, 14.12 Uhr: Die nächste Absage: Die für Samstag geplante Meisterfeier 2020 der Handwerkskammer Südwestfalen findet wegen des Coronavirus nicht statt. Dazu hatte das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises geraten. Einen neuen Termin für die Veranstaltung gibt es noch nicht.

    Coronavirus in NRW: Desinfektionsmittel aus Krankenhäusern gestohlen

    Update, 14.07 Uhr: Beim Versuch, sich vor dem Coronavirus zu schützen, greifen manche Menschen zu rabiaten Mitteln: Aus Krankenhäusern wurden bereits Desinfektionsflaschen aus den öffentlichen Spendern geklaut. Desinfektionsmittel sind derzeit knapp. In vielen Apotheken und beim Großhändler sind sie vergriffen.

    Update, 14.01 Uhr: Das Coronavirus hat Auswirkungen auf ein gesellschaftliches Großereignis in Düsseldorf: Die rund 400 angemeldeten Besucher des "Ständehaus Treffs" an diesem Montagabend wurden vorab via Email über ungewohnte Verhaltensregeln informiert: "Bei dieser Abendveranstaltung ist es entgegen den üblichen Gepflogenheiten nicht unhöflich, zur Begrüßung zu nicken oder zu winken, statt sich zu umarmen, die Hände zu schütteln oder die Wangen zu küssen." Adolph Knigge wäre nicht begeistert.

    Coronavirus in NRW: Großes Unternehmen desinfiziert Büros  

    Update, 13.42 Uhr: Die meisten der wegen eines Coronavirus-Falles unter den Mitarbeitern ausgesperrten rund 1500 Beschäftigten der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) in Düsseldorf und Essen können wieder zurück in ihre Büros.

    "Die Büros wurden großflächig desinfiziert", berichtete ein Unternehmenssprecher am Montag. Nachdem bei einem Mitarbeiter von Ernst & Young in Düsseldorf das Coronavirus Sars-CoV-2  nachgewiesen worden war, hatte das Unternehmen am alle 1500 Kolleginnen und Kollegen des Mannes aufgefordert, erst einmal zuhause bleiben

    Coronavirus in NRW: Immer mehr Veranstaltungen abgesagt

    Update, 13.25 Uhr: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe hat seinen dreitägigen Hausärztetag am nächsten Wochenende abgesagt. Die Mitglieder wollten sich eigentlich vom 5. bis 7. März in Münster treffen. 

    Update, 13.11 Uhr: Rewe verzeichnet bundesweit ein verstärkte Nachfrage nach lang haltbaren Lebensmitteln, Nährmitteln, Konserven und Drogerie. Es gebe keine Engpässe in der Warenversorgung, teilte die Pressestelle auf Anfrage mit. "Die Frequenz der Belieferung der Rewe- und Penny-Märkte haben wir erhöht/angepasst. Wir sind gut auf die Situation eingestellt", teilte eine Sprecherin mit.

    Update, 13.07 Uhr: Das Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt-Eickelborn des Landschafts verbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat die 35. Eickelborner Fachtagung abgesagt. Sie sollte vom 4. bis zum 6. März in Eickelborn stattfinden. Es sei gegenwärtig nicht abschätzbar, welche Entwicklungen sich bei der Coronavirus-Epidemie bis Mitte nächster Woche ergeben, so die Klinik. Nach intensiver Abwägung sehe die Klinik das Risiko als zu groß an, möglicherweise das Coronavirus in die forensischen Einrichtungen der Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zu tragen. 

    Coronavirus: Terraristika in Hamm abgesagt

    Update, 12.55 Uhr: Die Terraristika, weltweit größte Börse für Terrarientiere, die am 14. März in Hamm stattfinden sollte, ist abgesagt. „Aufgrund der Internationalität der Börse mit vielen ausländischen Gästen ist das Risiko überhaupt nicht kalkulierbar. Ich möchte kein Risiko in die Stadt tragen“, begründete der Veranstalter.

    Update, 12.52 Uhr: Bei einem Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Köl n gibt es einen Corona-Verdacht. Ein Arzt habe den Inhaftierten auf das Virus getestet, teilte JVA-Leiterin Angela Wotzlaw am Montagmittag mit. Demnach klagte der 27-Jährige am Sonntagabend über Fieber, andere Symptome habe er aber nicht gezeigt. 

    Er müsse nun in seiner Zelle bleiben, bis das Testergebnis vorliege. Das Haus 1 der JVA, in dem der aus Bayern kommende Mann seit dem 20. Februar untergebracht ist, werde für die nächsten 24 Stunden abgeriegelt. Die insgesamt 79 Gefangenen müssten in dieser Zeit in dem Haus bleiben. Die Freistunde auf dem Hof und das Benutzen der Sammeldusche seien solange verboten, sagte Wotzlaw. 

    Zwei Mitarbeiter hätten engeren Kontakt zu dem Inhaftierten gehabt und seien am Montag deshalb vorsorglich zu Hause geblieben. Weil diese Mitarbeiter zum Transport zu Gerichten eingeteilt waren, wurden zwei bis drei Prozesse am Landgericht Köln verschoben. Die anderen Mitarbeiter hätten Schutzmasken bekommen. Krankenpfleger sollten zudem Schutzanzüge tragen. Ansonsten laufe der Betrieb normal weiter. Auch Besuche waren am Montag zunächst weiter möglich. 

    Mehr als 70 Coronavirus-Infektionen in NRW

    Update, 12.20 Uhr: Den Behörden in Nordrhein-Westfalen sind bis Montagvormittag (10 Uhr) 86 Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt geworden. Dies teilte das Robert Koch-Institut am Vormittag in Berlin mit. Am Sonntagmittag hatten die NRW-Behörden die landesweite Zahl der Infizierten noch als "deutlich mehr als 70 Fälle" beziffert. Deutschlandweit wurden bislang insgesamt 150 Fälle in zehn Bundesländern bekannt.

    Update, 11.10 Uhr: Immer mehr Veranstaltungen werden wegen des Coronavirus abgesagt - auch, wenn es keinen konkreten Anlass dafür gibt. So meldet der Kreisschützenbund Brilon die Absage seiner Jahreshauptversammlung. 

    Update, 10.40 Uhr: Desinfektionsmittel werden knapp. "Die Apotheken in Nordrhein haben in der vergangenen Woche so viel Desinfektionsmittel verkauft wie sonst in zwei Jahren",  sagte der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, der Rheinischen Post. Der Verband vertritt mehr als 2100 Apotheken in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf. Preis betonte in dem Interview aber, dass die Lieferung rasch hochgefahren werden könne. Desinfektionsmittel würden - anders als Mundschutz - vor allem in Deutschland und Europa hergestellt.

    Coronavirus: Frau aus Unna in Dortmund in Behandlung

    Update, 10.36 Uhr: Auch bei dem Ehemann der positiv getesteten Frau in Unna besteht der Verdacht einer Infektion. Die Frau sei zur stationären Behandlung in eine Dortmunder Klinik gebracht worden, teilte der Kreis Unna mit. 

    Update, 9.50 Uhr: Bei einer Frau aus dem Kreis Unna ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Laborprobe der 61-Jährigen sei positiv ausgefallen, teilte der Kreis am Montagmorgen mit. Bekannt ist bisher, dass sich die Frau aus Unna am Samstag mit entsprechenden Symptomen zu ambulanten Behandlung im Katharinenhospital in Unna vorgestellt hatte. Wie sie sich angesteckt haben könnte, ist noch nicht klar. 

    Update, 8.40 Uhr: Der Bürener Fall hat Auswirkungen auf den Kreis Soest: Der Familienvater ist Lehrer am INI-Berufskolleg in Lippstadt. Die Schule bleibt vorsorglich am Montag und Dienstag geschlossen, teilte der Kreis Soest mit. 

    Update, Montag, 7.50 Uhr: Wegen eines Verdachtsfalls bei einer Familie bleiben zwei Schulen in Büren vorsorglich geschlossen. An einem Gymnasium in der Stadtmitte sowie einer Grundschule im Ortsteil Harth findet demnach am Montag und Dienstag kein Unterricht statt. Keines der Familienmitglieder zeige bisher Symptome.  

    Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Sonntag, 1. März

    Update, 21.12 Uhr: Vorsichtige Entwarnung in Bonn: 185 Kinder, die eine Grundschule besuchen, an der ein 23-jähriger Mann mit bestätigter Coronavirus-Infektion in der OGS arbeitet, sind negativ getestet worden. 30 Test stünden noch aus, sagte eine Sprecherin. Noch hätten Krisenteams nicht alle Kontaktpersonen des Mitarbeiters aufgesucht. Der Mann habe nur leichte Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne. 

    Im Fall einer Schülerin aus dem Raum Aachen, die mit ihrer Reisegruppe an der Grenze zu Österreich im Bus gestoppt wurde, gab es am Abend ebenfalls Entwarnung. Nach Angaben eines Sprechers fiel der Test in Bayern auf den neuartigen Coronavirus negativ aus.

    Update, 19.55 Uhr: Eine Patientin aus Overath ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es ist der erste Fall im Rheinisch-Bergischen Kreis. 

    Update, 17.55 Uhr: Als "vorbeugende Maßnahme" schränkt die DRK-Kinderklinik Siegen die Besucherregelung ein: Nur noch die Erziehungsberechtigten sollen die kleinen Patienten auf den Stationen besuchen, weitere Angehörige bis auf weiteres fernbleiben. 

    Update, 17.07 Uhr: Offenbar sind viele Menschen in Sorge und decken sich verstärkt mit Vorräten ein. In mehreren Supermärkten waren am Samstag Regale mit Konserven, Vollkornbrot oder Nudeln deutlich leerer als sonst, manche Familien schoben gleich zwei Einkaufswagen durch die Gänge. Desinfektionsmittel und Schutzmasken waren vielerorts ausverkauft.

    Update, 17 Uhr: Der 51-jährige Münsteraner ist der erste Patient ohne Bezug zum Kreis Heinsberg. Der Mann war zwei Wochen im Urlaub im Iran gewesen, er wird mit leichten Symptomen isoliert in der Uniklinik Münster behandelt. 

    Update, 16.45 Uhr: 1600 Mitarbeiter des Bielefelder Maschinenherstellers DMG Mori am Standort Ostallgäu sollen am Montag und Dienstag zuhause bleiben. Hintergrund ist die Infektion eines Mitarbeiters in einem Tochterunternehmen in Pfronten.

    Update, 15.15 Uhr: Der Kreis Heinsberg will Engpässen in der medizinischen Versorgung entgegensteuern. In der Gemeinde Gangelt mit rund 12.000 Einwohnern seien aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen, die übrigen sehr stark ausgelastet, teilte der Kreis am Sonntag mit. Zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung richte man ab Montag mit dem DRK eine Zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme ein.

    Zudem werde für die "normale" medizinische Versorgung eine größere Arztpraxis bereitstehen. Ein Arzt, der selbst noch unter Quarantäne stehe, stelle seine Praxis bereit, sagte ein Kreissprecher. Eine telefonische Anmeldung sei zwingend. Die Zahl der positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getesteten Menschen sei im Kreis Heinsberg auf 68 gestiegen.

    Update, 14.55 Uhr: In Münster gibt es eine erste Infektion mit dem Coronavirus. Ein 51-Jähriger sei nach einer Reise in den Iran positiv getestet worden, teilte die Stadt Münster mit und lud für Montag zu einer Pressekonferenz ein. Dem Mann gehe es gesundheitlich gut, er stehe unter stationärer Beobachtung im Universitätsklinikum Münster, seine Ehefrau stehe unter freiwilliger Quarantäne. Unmittelbar vor der Pressekonferenz trete der Krisenstab der Stadt Münster zusammen, heißt es. Nach Informationen des WDR hatte der Mann nach einem zweiwöchigen Aufenthalt im Iran auf der Rückreise Symptome gezeigt. Er sei von Teheran nach Frankfurt geflogen, von dort mit Bahn und Auto über Köln nach Münster gereist, habe nach seiner Ankunft die Ambulanz des Univresitätsklinikums aufgesucht und sich testen lassen. 

    Update, 14.50 Uhr: Eine von der Quarantäne betroffene Frau aus dem Kreis Heinsberg bezweifelt, ob als Vorsorge gegen eine Ausbreitung genügend Tests vorgenommen würden. Sie selbst und ihr Mann arbeiteten beide in sensiblen Bereichen, sie habe beruflich viel Kontakt zu Jugendlichen und Familien, ihr Mann sei Pfleger. Obewohl bei ihnen beiden kein Abstrich genommen worden sei, gingen beide am Montag wieder zur Arbeit. Das Ehepaar war mit seinen Kindern auf der Karnevalsveranstaltung in Gangelt, beide hätten auch Kontakt mit dem Mann gehabt, der als erster Infizierter in NRW eingestuft wird. Auch, als eines ihrer Kinder Erkältungssymptome gezeigt habe, sei "niemand rausgekommen zu uns." Der Kreis hält einen Test bei Personen ohne jegliche Symptome einem Sprecher zufolge nicht für sinnvoll. Wer keine Beschwerden habe, aber dennoch unsicher sei, könne sich auch mit dem Arbeitgeber über mögliche weitere Tage zuhause beraten.

    Update, 14.20 Uhr: Im bisher NRW-weit am stärksten vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffenen Kreis Heinsberg ist am Sonntag erneut der Krisenstab zusammengekommen. Bisher sind in dem Landkreis 65 Patienten positiv getestet worden.

    Update, 13.49 Uhr: Laut Medienberichten sind zwei Mitarbeiter der Kölner Feuerwehr mit dem Coronavirus infiziert. Die beiden Mitarbeiter wohnen laut WDR in den Kreisen Düren und Heinsberg. Auch sie sollen an der Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg teilgenommen haben. Die Stadt Köln habe 21 Feuerwehrleute unter Quarantäne gestellt. Die Feuerwehr in Köln sei trotzdem voll einsatzfähig.

    Coronavirus in NRW: Nahezu alle Fälle verlaufen mild oder symptomfrei

    Update 13.05 Uhr:  Nahezu alle Fälle, in denen in Deutschland der Coronavirus bestätigt worden ist, verlaufen milde oder sogar ganz symptomfrei. Das betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag erneut erneut. Er fügt aber hinzu: Je mehr Ansteckungen folgen, desto höher sei aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu schweren Verläufen, zu Lungenentzündungen oder zu Todesfällen komme.

    Update, 12.10 Uhr: Im Raum Aachen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf sechs gestiegen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Neben der bereits bekannten Frau aus Gangelt im Kreis Heinsberg, die in einer Aachener Klinik isoliert behandelt wird, sind nun ein 29-Jähriger und seine gleichaltrige Lebensgefährtin positiv getestet worden. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Aus der Städteregion waren am Samstag bereits eine infizierte Mutter und ihr Sohn aus Würselen gemeldet worden. Man zähle zudem eine Frau aus Herzogenrath bei Aachen hinzu, deren Fall aber schon vor einigen Tagen publik geworden war, wie ein Sprecher erläuterte. In allen Fällen gebe es einen Bezug zum Kreis Heinsberg.

    Update, 10.18 Uhr:  Weitere Schulen in NRW haben angekündigt wegen Fällen des Coronavirus am Montag zu schließen - so zum Beispiel in Bonn und Mönchengladbach. Im Kreis Heinsberg rechnet man währenddessen mit einem weiteren Anstieg der Zahlen. Der dortige Landrat befürchtet "einen großen Schwung" von Neuinfizierten Anfang der Woche. Gegenüber dem WDR sprach Pusch von einer "ernstzunehmenden Situation". Panik helfe aber nicht weiter.

    Update, 1. März, 8 Uhr: Bei 70 Personen ist in NRW das Coronavirus nachgewiesen worden. Der Großteil von ihnen hatte Verbindungen zum Kreis Heinsberg, wo vor einigen Tagen der erste Fall aufgetreten war. Für Hunderte Menschen endet am Sonntag die vorsorgliche häusliche Quarantäne. Wer keine Krankheitssymptome hat, darf sich wieder uneingeschränkt bewegen.

    Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Samstag, 29. Februar

    Update, 21.58 Uhr: Auch in Duisburg sind zwei junge Frauen mit nur geringen Symptomen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden. Wie die Stadt am späten Samstagabend mitteilte, hatten sie bei einer Karnevalsfeier in Geilenkirchen im Kreis Heinsberg direkten Kontakt zu einem Infizierten. Die Betroffenen sind in häuslicher Quarantäne. 

    Eine der Frauen wohnt in Geilenkirchen und ist zu Besuch in Duisburg, die andere wohnt in der Ruhrgebietsstadt, beide arbeiten in Viersen am Niederrhein. Das Gesundheitsamt ermittle nun die Kontaktpersonen, Geilenkirchen und Viersen seien informiert.

    Zeitgleich berichtete die Städteregion Aachen über einen Bus mit jungen Heranwachsenden auf dem Weg nach Österreich, der umdrehen und wegen Coronavirus-Verdachts in Bayern stoppen musste. In dem Bus saß eine junge Frau, die "intensiveren" Kontakt hatte zu einem infizierten Elftklässler aus Würselen bei Aachen. 

    Sie wurde zur Abklärung des Verdachts in ein Krankenhaus gebracht, die übrige Reisegruppe sollte in Feldbetten in einer Turnhalle warten. Die Betroffene war mit Erkältungssymptomen in den Bus gestiegen. Sollte der Test negativ ausfallen, kann der Urlaub am Sonntag losgehen.

    Update, 21.41 Uhr: Es gibt jetzt weitere bzw. neue Details zum Großeinsatz im Hagener Hauptbahnhof. Ein 21-Jähriger soll demnach über Erkältungssymptome geklagt und auf der Fahrt den Triebwagenführer angesprochen haben. Der RE 7 von National Express war auf dem Weg von Hamm nach Krefeld und fuhr um 16.39 Uhr auf Gleis 7 in Hagen ein.

    Beim Schichtwechsel erwähnte der Zugführer dann seinem Kollegen gegenüber den Vorfall - der benachrichtige die Polizei und verriegelte wie bei Verdachtsfällen offenbar vorgesehen die Türen

    Wegen eines Corona-Verdachtsfalls wurde ein Zug (RE7) zwei Stunden festgehalten. Im Zug waren 51 Fahrgäste und vier Mitarbeiter.

    Zuvor hatten aber der vermeintlich betroffene junge Mann und einige weitere Fahrgäste den Zug aber schon verlassen. Um 18.43 gab es dann Entwarnung für die 51 Fahrgäste und die vier Mitarbeiter, die zwei Stunden lang im Zug ausharren mussten.

    Coronavirus in NRW: Beamte mit Mundschutz und Handschuhen 

    Die Bundespolizei nahm die Personalien der Fahrgäste auf. Während des Einsatzes trugen die Einsatzkräfte vorsichtshalber Mundschutz und Handschuhe. Der junge Mann, der Auslöser des Einsatzes gewesen war, habe aufgegriffen werden können. Eine Untersuchung ergab, dass er nicht infiziert war

    Großeinsatz für die Polizei im Hagener Hauptbahnhof.

    Bundes- und Landespolizei waren mit insgesamt rund 30 Beamten vor Ort. Eine aktuell beschlossene Maßnahme der Bundesregierung wurde in Hagen offenbar erstmals angewendet. Die Präventivmaßnahme: Falls ein Verdachtsfall von Coronavirus im Zug auftritt, müssen Passagiere künftig Aussteigekarten ausfüllen. 

    Durch die Aussteigekarten soll es möglich werden, die Zugreisenden später schneller zu kontaktieren. Die Maßnahme gilt in allen Zügen im Regional- und Grenzverkehr. Die Bahnunternehmen sind zudem verpflichtet, Passagiere mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung zu melden.

    Coronavirus in NRW: Lehrer in Mönchengladbach infiziert

    Update, 21.02 Uhr: Eine Lehrkraft aus einer Grundschule in Mönchengladbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt am späten Samstagabend mit und kündigte die Schließung der Grundschule mitsamt eines dazugehörenden Teilstandorts bis zum 15. März an. 

    Die Lehrkraft befinde sich seit Donnerstag in häuslicher Quarantäneund habe zuvor an einem Unterrichtstag Kontakt zu Schülern der dritten Klassen sowie zum Lehrerkollegiumgehabt. Daher sollen die rund 70 Schüler der dritten Klassen, alle 30 Lehrer und das übrige Schulpersonal in häuslicher Quarantäne bleiben.

    Geschwisterkinder der betroffenen Schüler können weiterhin andere Schulen oder Kindergärten besuchen. Die Eltern der unter Quarantäne stehenden Jungen und Mädchen müssten ebenfalls nicht daheim isoliert bleiben. Insgesamt besuchen laut Stadt 375 Kinder in 15 Klassen die Grundschule.

    Coronavirus in NRW: Aktuelle Videos aus Düsseldorf und Heinsberg

    Update, 20.28 Uhr: Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel hat sich mit einer Videobotschaft an die Bevölkerung der Landeshauptstadt gewendet.

    Update, 19.45 Uhr: Der Kreis Heinsberg hat sich am Abend zum Stand der Dinge geäußert. Nach wie vor sind 60 bestätigte Coronavirus-Fälle bekannt. Positiv sei, dass bis auf die stationär aufgenommenen Eheleute alle anderen Erkrankten nicht im Krankenhaus behandelt werden müssten. 

    "Zu den Erkrankungen gehören zum jetzigen Stand vier der 114 Kinder des Kindergartens in Breberen, wo eine infizierte Erzieherin tätig war. Den erkrankten Kindern geht es nach jetzigem Stand gut, da sie allenfalls Erkältungssymptome aufweisen", so der Kreis.

    Der weist darauf hin, dass für alle, die einer häuslichen Quarantäne unterliegen und ein berufliches Tätigkeitsverbot haben, nach den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes im Falle eines Verdienstausfalls die Möglichkeit besteht, eine Entschädigung zu erhalten.

    "Dies gilt gleichermaßen für Selbstständige. Weitergehende Informationen einschließlich dazugehöriger Antragsformulare können Betroffene über die Homepage des Landschaftsverbandes Rheinland abrufen".

    Coronavirus in NRW: Zweiter Fall in Köln bestätigt

    Update, 18.24 Uhr: In Köln ist wenige Stunden nach dem ersten schon ein zweiter Coronavirus-Fall bestätigt worden. Das Virus sei am Samstag bei einer 28-jährigen Frau und einem 30-jährigen Mann nachgewiesen worden, teilte die Stadt mit.

    Die Frau hatte im Kreis Heinsberg dieselbe Karnevalsveranstaltung besucht wie der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt. Sie werde im isolierten Bereich eines Krankenhauses behandelt, zeige aber nur vergleichsweise leichte Symptome. 

    Der erkrankte 30-Jährige habe ebenfalls Kontakt zu einer Person aus dem Kreis Heinsberg gehabt. Zuvor war schon bei einem am Militärflughafen Köln-Wahn stationierten Soldaten der Flugbereitschaft das Coronavirus festgestellt worden. Der 41-Jährige wurde seit Mittwoch im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt.

    Coronavirus in NRW: Mehr als 60 infizierte Personen im Land

    Update, 18.10 Uhr: Immer mehr Veranstaltungen werden landes- und bundesweit abgesagt bzw. verschoben. Aktuellste Beispiele: die für kommenden Donnerstag, 6. März geplante Lossprechung der Fachinnung für Elektrotechnik in Aachen.

    Auch die weltweit größte Messe der Elektrotechnik, Light & Building wurde  abgesagt. "Aufgrund der verstärkten Verbreitung des Coronavirus in Europa hat sich die Messe Frankfurt nach intensiven Beratungen für die Verschiebung entschieden. Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik findet vom 27. September bis 2. Oktober 2020 in Frankfurt am Main statt", heißt es zum neuen Termin.

    Update, 17.28 Uhr: Seit mehr als neun Stunden berichten wir hier im News-Ticker aktuell über die Entwicklungen in NRW in Sachen Coronavirus. Wir fassen hier noch einmal wichtige Fakten zusammen.

    - Allein im Kreis Heinsberg haben sich 60 Personen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Hinzu kommen Einzelfälle aus mehreren Teilen des Landes. Allesamt haben sie einen Bezug zum Kreis Heinsberg. 

    Coronavirus in NRW: Immer ein Bezug in den Kreis Heinsberg

    - Eine Karnevalsveranstaltung Mitte Februar in Gangelt gilt bisher als Beginn der Infektionskette. In dem Kreis mit rund 252.000 Einwohnern sind geschätzte rund 1000 Personen noch in häuslicher Quarantäne, die für zwei Drittel ab Sonntag enden soll.

    Die Clemens-August-Schule im Bonner Stadtteil Poppelsdorf. Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) mit dem neuartigen Coronavirus bleibt die Bonner Grundschule von Montag an für zwei Wochen geschlossen.

    - In Bonn infizierte sich ein Student, der im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert hatte. In einer Bonner Grundschule hatte er am Mittwoch noch den Kindern der dortigen Ganztagsbetreuung anderthalb Stunden bei den Hausaufgaben geholfen, bevor er mit Erkältungsbeschwerden nach Hause ging. Am Freitag wurde der junge Mann positiv getestet und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne.

    - Bei den rund 185 Schulkindern der betroffenen Grundschule sollten Test-Abstriche gemacht werden. Krisenteams sollten die Familien dafür zu Hause besuchen. Die Ergebnisse sollten bis Sonntag vorliegen. Die Schule bleibt zwei Wochen geschlossen.

    Coronavirus in NRW: Regale in Supermärkten leerer als üblich 

    - Die Millionenstadt Köln, der Raum Aachen und der Märkische Kreis im Sauerland meldeten am Samstag insgesamt fünf Infektionen. 

    - In Aachen wurde eine Frau aus Gangelt isoliert in einer Klinik behandelt. Im nahe gelegenen Würselen wurde Sars-CoV-2 bei einer Mutter und ihrem Sohn - Schüler der elften Klasse - nachgewiesen. Auch die Mutter hatte in Gangelt Karneval gefeiert.

    - Beide wurden aufgrund "des leichten Krankheitsverlaufes" nach Hause entlassen, wie ein Sprecher der Städteregion sagte. Die Gesamtschule in Herzogenrath, die der Jugendliche besucht, wird nach Angaben der Stadt nun vorsichtshalber für eine Woche geschlossen.

    - Auch in einer Förderschule im sauerländischen Lüdenscheid fällt in der kommenden Woche für die 95 Schüler und 20 Lehrer der Unterricht aus. Ein Pädagoge hat sich mit dem Coronavirus infiziert, nachdem er im Kreis Heinsberg an der Karnevalssitzung teilgenommen hatte.

    - Derweil decken sich viele Menschen in NRW offenbar verstärkt mit Vorräten ein. In mehreren Supermärkten zum Beispiel waren am Samstag Regale mit Konserven, Vollkornbrot oder Nudeln deutlich leerer als sonst, manche Familien schoben gleich zwei Einkaufswagen durch die Gänge. Desinfektionsmittel und Schutzmasken waren vielerorts ausverkauft.

    Coronavirus in NRW: Diese Messen fallen aus

    Update, 16.36 Uhr: Wegen des Coronavirus wird die Düsseldorfer Fachmesse "Pro Wein" verschoben. Über einen alternativen Termin werde zeitnah beraten, teilte die Messe Düsseldorf am Samstag mit. Die Weinmesse sollte eigentlich am 15. März beginnen.

    Im vergangenen Jahr waren 6900 Aussteller und rund 61.500 Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern gekommen - darunter viele aus Italien, Frankreich und Übersee.

    Auch weitere Eigenveranstaltungen in Düsseldorf werden den Angaben zufolge auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Dies betreffe die Messen "Beauty", "Top Hair", die Draht-Fachmesse "wire" und die Rohr-Messe "Tube".

    Zuvor hatte auch die Kölner Messegesellschaft angekündigt, die Fitnessmesse Fibo und die Kölner Eisenwarenmesse zu verschieben.

    Coronavirus in NRW: Frau aus Köln war beim Karneval in Gangelt

    Update, 15.23 Uhr: Das Coronavirus hat Köln erreicht. Das neuartige Virus sei am Samstag bei einer Frau nachgewiesen worden, die im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert habe, teilte die Stadt mit. Sie habe dieselbe Karnevalsveranstaltung in Gangelt besucht wie der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt. Die Kölnerin werde im isolierten Bereich eines Krankenhauses behandelt. Sie zeige aber nur vergleichsweise leichte Symptome, sagte eine Sprecherin.

    Noch am Mittag hatte die Stadt Köln auf ihrer Internetseite mitgeteilt, dass zwei Patienten und vier Mitarbeiter der Uniklinik Köln, die als Kontaktpersonen identifiziert worden waren, nach Ablauf der Quarantänezeit aus der Isolation hatten entlassen werden können.

    "Weitere sechs Mitarbeiter und 29 Patienten befinden sich derzeit jedoch noch wegen der theoretischen Inkubationszeit gemäß den Vorgaben des Robert Koch-Instituts in Isolation", so die Stadt weiter.

    Update, 14.10 Uhr:  Borussia Dortmund hat auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus reagiert. Für die Partie der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag (15.30 Uhr/hier im Live-Ticker) gegen den SC Freiburg wurden im gesamten Stadionbereich Desinfektionsstationen installiert.

    Coronavirus in NRW: Keine Autogramme und Selfies

    Den Spielern wurde Fan-Kontakt wie zum Beispiel beim Schreiben von Autogrammen und bei Selfies verboten. Das Mitführen von Fläschchen mit Desinfektionsmittel wurde den Zuschauern aus Sicherheitsgründen untersagt. Sie könnten als Wurfgeschosse eingesetzt werden. Alles zur Coronavirus-Problematik rund um das BVB-Spiel lesen Sie hier.

    Update, 13.57 Uhr: Die Zahl der Erkrankten im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg ist erneut sprunghaft angestiegen: Insgesamt seien 60 Menschen infiziert, darunter auch vier Kinder aus einer Kindertagesstätte. Das teilte der Kreis Heinsberg mit.

    Update, 13.43 Uhr: Der infizierte Mitarbeiter einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in Bonn ist offenbar erst bei seinem zweiten Besuch in der Uniklinik auf den Coronavirus getestet worden. Nachdem der 23-Jährige am Mittwoch leichte Erkältungssymptome entwickelt hatte, sei er am Donnerstag zur Uniklinik gefahren, sagte die Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes, Ingrid Heyer, am Samstag. Dort sei aber kein Test vorgenommen worden. Den Klinik-Mitarbeitern sei zu dem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen, dass der Student zuvor Karneval im Kreis Heinsberg gefeiert hatte, wohin fast alle 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug haben

    Coronavirus in NRW: Vier-Kita-Kinder betroffen

    Update, 13.15 Uhr: Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Sie gehen in die Kita im Kreis Heinsberg, in der eine an Covid-19 erkrankte Frau als Erzieherin arbeitet. Das teilte der Kreis Heinsberg am Samstag mit. Den Kindern gehe es gut. Sie zeigten "allenfalls leichte Erkältungssymptome", sagte eine Sprecherin.

    Update, 12.48 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus wirkt sich am Wochenende auch auf den Güterverkehr in Nordrhein-Westfalen aus. Im Umfeld eines Mitarbeiters des Stellwerks in Köln-Kalk ist laut Angaben der Deutschen Bahn ein Verdachtsfall aufgetreten. Das Stellwerk war am Samstag deshalb nicht besetzt. Der Schienengüterverkehr werde umgeleitet. Auswirkungen auf den Personenverkehr gibt es den Angaben zufolge aber nicht.

    Update, 12.19 Uhr: Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) mit dem neuartigen Coronavirus bleibt eine Bonner Grundschule von Montag an für zwei Wochen geschlossen. Die rund 185 Kinder, die die Schule besuchten, würden nun auf das Virus getestet, sagte die Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes. Dazu würden Krisenteams die Familien im Laufe des Tages zu Hause aufsuchen. Der 23 Jahre alte OGS-Mitarbeiter zeige nur leichte Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, sagte der Ärztliche Direktor der Bonner Uniklinik, Wolfgang Holzgreve.

    Update, 11.55 Uhr: Auch die Behörden im Kreis Wesel melden laut WDR einen Erkrankten: Ein Mann aus Kamp-Lintfort wurde positiv getestet. Damit sind nach aktuellem Stand in NRW 43 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

    Coronavirus in NRW: 185 Schüler müssen getestet werden

    Update, 11.24 Uhr: Drei Infektionen aus Raum Aachen gemeldet: In Aachen und im nahe gelegenen Würselen ist bei drei Personen das Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Es handele sich in Aachen um eine Frau aus Gangelt im Kreis Heinsberg, die aus anderen Gründen in einer Aachener Klinik behandelt wurde, wie ein Sprecher der Stadt am Samstag mitteilte. Sie sei nun isoliert, alle Kontaktpersonen würden ermittelt. Auch wenn sie aus dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg stamme, gehöre sie nicht zu den bisher vom Kreis Heinsberg gemeldeten Fällen.

    In Würselen wurden eine Frau und ihr Sohn positiv getestet. Bei dem Sohn handele es sich um einen Heranwachsenden oder jungen Erwachsenen. Er sei Schüler der elften Klasse, sagte ein Sprecher der Städteregion Aachen. Aufgrund "des leichten Krankheitsverlaufes" wurden beide nach Hause entlassen. Auch hier würden Kontaktpersonen ausfindig gemacht.

    Update, 10.51 Uhr: Im Märkischen Kreis hat sich ein Lehrer aus Lüdenscheid angesteckt. Das wurde am Freitag betätigt. Die 31 Personen, die Kontakt zu ihm hatten und als begründete Verdachtsfälle gelten, sind nach Informationen von Samstagmorgen mittlerweile informiert worden. Sie stehen jetzt unter häuslicher Quarantäne und unterziehen sich Tests. Alle aktuellen Entwicklungen im Märkischen Kreis hier.

    Coronavirus in NRW: Land richtet Bürgertelefon ein

    Update, 10.34 Uhr: Das Gesundheitsministerium in NRW rechnet mit einem steigenden Bedarf an Sars-CoV-2-Tests. Derzeit werden Proben in NRW dezentral von rund 20 zertifizierten privaten Laboren und universitären Laboren durchgeführt, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Der Arzt oder das Gesundheitsamt, das einen Abstrich aus den Atemwegen eines möglicherweise Betroffenen nimmt, entscheide selbst, welches Labor die Probe dann untersucht. Wie viele der drei bis vier Stunden dauernden Analysen tagtäglich vorgenommen werden, sei nicht bekannt. Allerdings: "Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der zu untersuchenden Proben weiter steigen wird. Daher werden die Untersuchungskapazitäten weiter hochgefahren."

    Update, 10.07 Uhr: In vier Kreisen bzw. Städten von NRW gibt es nach aktuellem Stand mindestens einen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus: im Kreis Heinsberg, der Städteregion Aachen, dem Märkischen Kreis und Bonn.

    Update, 9.55 Uhr: Das Bürgertelefon des Landesgesundheitsministeriums NRW ist auch heute geschaltet. Sie erreichen es unter der Nummer 0211/8554774.

    Update, 8.39 Uhr:  Der Mitarbeiter einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in einer Bonner Grundschule ist mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das meldete die Stadt Bonn. In der Nacht habe man von dem Testergebnis erfahren und rufe jetzt alle Eltern an mit der Bitte, die Kinder zunächst zuhause zu lassen, sagte eine Stadtsprecherin. Der Mann habe in Gangelt im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert. Bisher haben alle nun fast 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug zum Kreis Heinsberg, wo auch der 47-Jährige feierte, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

    Update, 8.03 Uhr: Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten auf 38 gestiegen. Am späten Freitagabend sei eine weitere Person gemeldet worden, sagte eine Sprecherin des Kreises am Samstagmorgen. Der Krisenstab werde angesichts der raschen Ausbreitung des Erregers am Vormittag erneut zusammenkommen. Man warte weiter auf die Testergebnisse von Dutzenden Kindern aus der Kita, in der die erkrankte und in der Düsseldorfer Uniklinik behandelte Erzieherin arbeitet. "Dazu liegen uns noch keine Ergebnisse vor".

    Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Freitag, 28. Februar

    Update, 23 Uhr: Der Kreis Heinsberg teilte am Freitagabend mit, die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierten sei auf 37 gestiegen. Patienten wurden am Freitag auch aus Düsseldorf und Bergheim gemeldet. 

    Update, 20 Uhr: In Dortmund hat sich die Zahl der Verdachtsfälle von ursprünglich sechs weiter reduziert: Zwei weitere Labortests waren negativ, teilte die Stadt mit, darunter die Probe eines Grundschülers. 

    Update, 19.13 Uhr: Die Kölner Fitnessmesse Fibo wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben. Statt Anfang April solle sie in der zweiten Jahreshälfte 2020 über die Bühne gehen, teilten die Veranstalter am Freitagabend mit. Es sei unerlässlich, der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten Priorität einzuräumen, erklärte Silke Frank, Direktorin der FIBO Global Fitness Events. Die Fibo bringt nach Veranstalterangaben jedes Jahr über 1000 Aussteller und rund 145.000 Besucher aus 135 Ländern in Köln zusammen.

    Update, 17.45 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus infizierten Personen in NRW ist jetzt von 35 auf 36 gestiegen: Der Lehrer aus Lüdenscheid, bei dem wegen seines Besuches der Karnevalssitzung in Gangelt im Kreis Heinsberg ein "begründeter Verdacht" bestanden hatte (siehe Eintrag von 15.11 Uhr), ist definitiv erkrankt. Die aktuelle Berichterstattung zu diesem Fall aus dem Märkischen Kreis finden Sie hier auf COME-ON.de. Die betroffene Förderschule bleibt Montag geschlossen. 

    Update, 17.30 Uhr: Wir fassen hier noch einmal den aktuellen Stand der Dinge zum Coronavirus in NRW zusammen:

    - Landesweit gibt es aktuell 35 Erkrankte. Die meisten Infizierten haben eine Verbindung zum Karneval in Gangelt - oder sie standen in Kontakt mit einem der Karnevalsbesucher. 

    - Bei einer Kappensitzung am 15. Februar hatten rund 300 Besucher und Akteure teilgenommen. Darunter waren auch der 47 Jahre alte Erstinfizierte und seine infizierte Ehefrau (46), die stationär in der Düsseldorfer Uni-Klinik wegen Lungenentzündungen behandelt werden. Beide standen mit Gruppen auf der Bühne.

    - Zu den Erstbetroffenen gehört auch eine Mitarbeiterin des 47-Jährigen Geschäftsmanns sowie deren Lebensgefährte

    Coronavirus in NRW: Infizierte in vier anderen Städten tätig

    - Bei der Kappensitzung infizierten sich aber auch Menschen, die anderenorts tätig sind: Ein Soldat, der auf dem Militärflughafen Köln-Wahn stationiert ist, ein Klinik-Arzt aus Mönchengladbach, der Mitarbeiter einer Unternehmensberatung in Düsseldorf sowie ein Angestellter der Knappschaft in Bergheim.

    - Etwa 1000 Menschen im Kreis Heinsberg stehen unter häuslicher Quarantäne. Dazu gehören die rund 300 Besucher und Akteure der Kappensitzung und ihre Familien. Die Quarantäne endet für sie am Sonntag. Zu den 1000 Menschen gehörten zunächst auch Kinder und Personal der Einrichtung, in der die 46-jährige infizierte Frau des Erstinfizierten arbeitet. Hier stehen Testergebnisse noch aus.

    Update, 16.36 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in NRW, die allesamt einen Bezug zum Kreis Heinsberg haben, ist auf 35 gestiegen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei n-tv. 

    Von diesen 35 Menschen wird aber nur ein Ehepaar im Krankenhaus behandelt. Alle anderen Patienten seien nicht stationär aufgenommen worden, sagte Landrat Stephan Pusch. Denn der Krankheitsverlauf sei bei den Patienten vergleichsweise milde.

    Coronavirus in NRW: Keine Kinder unter den Infizierten

    Bisher sind keine Kinder betroffen. Am Freitagabend erwarte man aber noch die Testergebnisse von den Kindern eines Kindergartens, in dem die 46-jährige Infizierte als Erzieherin tätig ist. 

    Die Kinder des mutmaßlich erstinfizierten Ehepaares aus Gangelt sind auch gesund. Sie seien ebenso wie weitere Verwandte nicht infiziert, so Landrat Pusch. Das habe ein Test ergeben.

    Update, 16.03 Uhr: Kein Händedruck und keine Umarmung beim Friedensgruß - und jetzt wie im Kölner Dom kein Weihwasser mehr am Eingang: Die Katholische Kirchengemeinde St. Christophorus in Werne (Kreis Unna) hat reagiert. 

    "Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Empfehlung erlassen, die wir nun umsetzen", teilt Pfarrdechant Jürgen Schäfer mit. Um Infektionen zu vermeiden, wird daher das Weihwasser entfernt, wie die Redaktion Werne von WA.de berichtet.

    Coronavirus in NRW: Landesweiter Warntag fällt aus

    Update, 15.26 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat wie angekündigt den Krisenstab im Kreis Heinsberg besucht. Panik und Alarmismus wären falsch, sagte er. Laschet wollte sich vor Ort aus erster Hand informieren und sich bei allen Helfern bedanken. Jetzt sei es wichtig, über alles zu informieren, was dabei helfe, das Coronavirus einzudämmen, sagte Laschet. "Das Land Nordrhein-Westfalen wird weiter seinen Beitrag leisten, um dieser Lage gerecht zu werden. Wir sichern volle Unterstützung zu."

    Update, 15.19 Uhr: Der für kommenden Donnerstag (5. März) geplante nächste landesweite Warntag in NRW ist abgesagt worden. An diesen Tagen werden immer die noch im Land installierten Sirenen und die Warn-Apps einem Test unterzogen. 

    Der für kommenden Donnerstag (5. März) geplante nächste landesweite Warntag in NRW ist abgesagt worden (Symbolbild).

    Das Innenminsterium fürchtet offenbar, dass die Bevölkerung verunsichert werden könnte. Der nächste turnusmäßige Warntag ist für Donnersta, 3. September geplant.

    Coronavirus in NRW: MK-Lehrer gilt als begründeter Verdachtsfall 

    Update, 15.11 Uhr: Nach drei Verdachtsfällen in Iserlohn, die sich nicht bestätigten, gibt es im Märkischen Kreis jetzt den ersten sogenannten begründeten Verdachtsfall: Ein Lehrer aus Lüdenscheid soll auf jener Karnevalssitzung in Gangelt im Kreis Heinsberg, die auch das mutmaßlich erstinfizierte Ehepaar besucht hatte, Kontakt zu einer Person gehabt haben, bei der sich der Infektionsverdacht bestätigt hat. COME-ON.de berichtet hier aktuell.

    Aufatmen dagegen nebenan im Kreis Unna: Dort sind bislang kein Fälle aufgetreten, wie der Kreis twitterte.

    Update, 14.44 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus sorgt inzwischen für erste Hamsterkäufe. Zahlreiche Handelsketten berichteten von teilweise deutlich erhöhten Verkaufszahlen bei Produkten wie Konserven oder Desinfektionsmitteln. Kurzfristig sei es in einigen Läden dadurch auch zu Engpässen gekommen. 

    Der Discounter Lidl teilte mit: "In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir deutlich erhöhte Abverkäufe." Vor allem haltbare Lebensmittel wie Konserven und Nudeln, aber auch Toilettenpapier und Desinfektionsmittel würden aktuell stark nachgefragt. 

    Aldi Nord meldete "vereinzelt" höhere Absatzmengen bei haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten. Dies könne dazu führen, dass Artikel zeitweise in den Märkten vergriffen seien. 

    Coronavirus in NRW: Versorgung der Bevölkerung gewährleistet

    Weitreichende Lieferengpässe für Lebensmittel oder Hygieneprodukte schloss das Unternehmen allerdings "zum jetzigen Zeitpunkt" aus. Auch der Großflächendiscounter Kaufland räumte ein: "Bei stark nachgefragten Produkten kann es kurzfristig zu Engpässen kommen." 

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) betont, grundsätzlich seien die Lieferstrukturen im Handel "effizient und gut vorbereitet, sodass die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist" (Symbolbild).

    Die Supermarktkette Rewe verzeichnete "nicht flächendeckend, aber durchaus bundesweit" eine erhöhte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln. Die Warenversorgung für die Rewe-Märke und die konzerneigene Discountkette Penny gestalte sich aber weiter normal. Ähnlich äußerte sich die SB-Warenhauskette Real

    Ein Sprecher sagte, das Unternehmen habe seine Lagerbestände bereits erhöht und beobachte die Entwicklung genau, um auf weitere Nachfrageveränderungen schnellstmöglich reagieren zu können. 

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) betonte, grundsätzlich seien die Lieferstrukturen im Handel "effizient und gut vorbereitet, sodass die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist".

    Update, 14.27 Uhr: Zwei Verdachtsfälle in Duisburg haben sich nicht bestätigt, hier stehen aber die Ergebnisse eines zweites Tests aus. Unterdessen steht ein Paar aus Italien, das zu Besuch in Duisburg ist, ebenfalls unter Coronavirus-Verdacht.

    Coronavirus in NRW: Auch in Gladbach bleibt Schule geschlossen

    Update, 14.23 Uhr: Montag und Dienstag bleibt voraussichtlich eine Schule in Mönchengladbach geschlossen, weil der Bruder einer Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

    Update 14.13 Uhr: Die 14 Infizierten in NRW, bei denen zuletzt das Coronavirus festgestellt worden ist, kurieren die Krankheitssymptome nach Angaben des Kreises Heinsberg zu Hause aus. "Die neuen Fälle sind nicht dramatisch", sagte Sprecher Ulrich Hollwitz. Jetzt sollen deren engere Kontakt-Personen ermittelt werden.

    Coronavirus in NRW: Quarantäne für Karnevalisten endet

    Die häusliche Quarantäne für die hunderten Karnevalisten, die am 15. Februar bei der Kappensitzung in Gangelt im Kreis Heinsberg gefeiert hatten, und ihre Familien ende an diesem Samstag. "Diejenigen, die bis dahin keine Symptome haben, die haben am Sonntag Freigang", sagte Hollwitz. 

    In vielen Gesprächen gehe es für den Kreis Heinsberg jetzt darum, das Funktionieren des öffentlichen Lebens sicherzustellen - für den Fall, dass immer noch neue Leute in Quarantäne gingen. "Man muss vordringlich danach gucken, dass nicht das öffentliche Leben gestört wird und dass wichtige Infrastrukturen weiter funktionieren. Das ist momentan Inhalt aller Gespräche", sagte Hollwitz.

    Coronavirus in NRW: Schiedsrichter in Westfalen sollen Spiele anpfeifen

    Update, 14.04 Uhr: Angesichts der steigenden Zahl von bestätigten Coronavirus-Fälle in NRW werden zwar Veranstaltungen abgesagt. Die Fußball-Spiele im westfälischen Amateurbereich sollen aber definitiv stattfinden. Das teilte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) jetzt allen Schiedsrichtern mit. Dies gelte sowohl für den Jugend- als auch für den Senioren-Bereich.

    Update, 13.59 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will den vom Coronavirus bislang am stärksten heimgesuchten Kreis Heinsberg besuchen. Laschet werde dort noch am Freitag den Krisenstab aufsuchen, teilten ein Sprecher des Kreises und die NRW-Staatskanzlei mit.

    Armin Laschet besucht heute noch den Kreis Heinsberg.

    Update, 13.53 Uhr: Die Stadt Dortmund hat das Land NRW für ihr Krisenmanagement kritisiert. Die Gesundheitsministerien des Landes und auch des Bundes müssten klare Grundlagen an die Hand geben, damit vor Ort besser über mögliche Absagen von Veranstaltungen, Dienstreisen oder Klassenfahrten entschieden werden könne, forderte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD).

    Dortmunds scheidender OB Ullrich Sierau hat Kritik am Land NRW geäußert.

    In der drittgrößten NRW-Stadt gebe es zwar bisher nur sechs gemeldete Verdachtsfälle, dennoch sei man bereits im Krisenstabsmodus. Gesundheitsdezernentin Birigt Zoerner mahnte, die Landesregierung solle die landesweite Einrichtung von Krisenstäben anordnen. Zoerner bemängelte für NRW: "Wir haben noch keine klare Kommunikationsstruktur." 

    Coronavirus in NRW: Quarantäne-Betten werden freigehalten

    Das Land könne gegenüber den Bezirksregierungen die Einrichtung von Krisenstäben anordnen, die das dann wiederum in die Fläche tragen könnten. In Dortmund habe man in zwei der sechs Verdachtsfälle Entwarnung geben können, schilderte der Leiter des Gesundheitsamts, Frank Renken. Auf vier Diagnosen warte man noch, darunter auch für einen Grundschüler. Er gehe davon aus, dass der Schüler nicht erkrankt sei. 

    Man könne aber nicht darauf setzen, dass Dortmund "die Insel der Glückseligen" sein werde. Quarantäne-Betten in Kliniken würden für schwer Erkrankte freigehalten. Bei unproblematischen Symptomen solle möglichst häusliche Quarantäne greifen, sagte Renken. 

    Ab kommender Woche werde auch das Gesundheitsamt die PCR-Schnelltests zum Nachweis des Virus Sars-CoV-2 durchführen. Hausärzte könnten und sollten diese Tests nicht selbst vornehmen.

    Coronavirus in NRW: Heinsberger Landrat mit dringendem Appell

    Update, 13.35 Uhr: Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch hat über die Facebookseite des Kreises erneut eine aktuelle Einschätzung zur Lage abgegeben. Der Fokus liege vor allem auf der Hilfe für Personen mit Krankheitssymptomen.

    "Also bitte: Lauft jetzt nicht Amok, verfallt nicht in Panik. Wir können nicht jetzt 250.000 Einwohner mal prophylaktisch testen", so Pusch wörtlich in seinem Appell an die Bevölkerung im Kreis.

    Update, 13.31 Uhr: Erfreulich: Nach Ablauf der Quarantänezeit sind die ersten Kontaktpersonen des schwer erkrankten Coronavirus-Patienten aus Gangelt an der Uniklinik Köln aus der Isolation entlassen worden. Dabei handelt es sich um vier Krankenhaus-Mitarbeiter und zwei Patienten, wie die Stadt mitteilte. Bei ihnen sei zuvor auch ein zweiter Test auf das Virus negativ ausgefallen. 

    Insgesamt stehen den Angaben zufolge nun noch sechs Klinik-Mitarbeiter und 29 Patienten unter Isolation. Die Betroffenen sollen mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in NRW Kontakt gehabt haben, als sich dieser - ohne von seiner möglichen Infizierung zu wissen - am 13. und am 19. Februar in der Uniklinik aufhielt. Er war dort zu regulären Nachsorgeuntersuchungen vorstellig geworden. Bislang wurden alle Kontaktpersonen negativ auf das Virus getestet.

    Coronavirus in NRW: So ist die Lage in Mönchengladbach

    Update, 13.11 Uhr: Wegen des infizierten Arztes der Maria Hilf-Kliniken in Mönchengladbach stehen nun etwa 35 Menschen unter Quarantäne. Der Mann habe Kontakt zu 15 Patienten und 20 Mitarbeitern gehabt, sagte ein Sprecher der Stadt. Sie seien bislang ohne Symptome.

    Eine Patientin mit Symptomen sei negativ auf das Virus getestet worden. Der Klinikarzt war am Rosenmontag in Mönchengladbach im Dienst. Er befindet sich ebenfalls in Quarantäne. Der Arzt wohnt im Kreis Heinsberg und soll auf der mehrfach genannten Karnevalssitzung in Gangelt Kontakt zum erstinfizierten Ehepaar gehabt haben.

    Coronavirus in NRW: Details zum Fall aus Düsseldorf

    Update, 13.06 Uhr: Bei dem in Düsseldorf als infiziert gemeldeten Mann handelt es sich um einen Mitarbeiter der Unternehmensberatung Ernst & Young, wie das Unternehmen selbst mitteilte. Er habe im Düsseldorfer Büro gearbeitet. Alle Mitarbeiter der Niederlassung seien aufgefordert worden, bis auf weiteres zu Hause zu bleiben. 

    Betroffen sind rund 1400 Mitarbeiter in Düsseldorf und weitere 110 Beschäftigte der Niederlassung in Essen, wo der Mann ebenfalls gelegentlich gearbeitet habe. Laut Ernst & Young hatte der Mitarbeiter keinen Kontakt mit Mandanten. Ein eingeschränkter Betrieb könne durch Arbeiten im Home-Office aufrecht erhalten werden, betonte der Sprecher.

    Die weiteren Schritte stimme man mit den Behörden ab. Zum Übertragungsweg machte das Unternehmen keine Angaben. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte, der Mann gehöre zu den 20 bereits bekannten Infizierten in NRW. Er habe Bezüge in den Kreis Heinsberg.

    Coronavirus in NRW: Zustand des erstinfizierten Ehepaares stabil

    Update, 13.00 Uhr: Es gibt aktuelle Informationen zum Gesundheitszustand des mit dem Coronavirus infizierten Ehepaares aus Gangelt im Kreis Heinsberg, das auf der Isolierstation der Düsseldorfer Uniklinik behandelt wird: Der Zustand sei stabil, teilte das Klinikum mit.

    Der 47-Jährige sei zwar weiterhin in kritischem Zustand, dieser habe sich seit Donnerstag aber etwas stabilisiert. Er leide unter einer schweren Lungenentzündung. Auch seine Ehefrau leide an einer Lungenentzündung, aber mit weniger schwerem Verlauf.

    Coronavirus in NRW: Verdachtsfall an Bielefelder Schule

    Update, 12.53 Uhr: Wegen eines Corona-Verdachtsfalls hat eine Schule in Bielefeld am Freitagmorgen den Unterricht abgesagt. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt. Es handele sich um eine Mitarbeiterin der Schule, sagte ein Sprecher des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. 

    Der Schulleiter habe die Entscheidung in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt getroffen. Über das weitere Vorgehen werde ich Laufe des Tages beraten. Die Frau sei noch nicht getestet worden.

    Coronavirus in NRW: Schulpflicht gilt weiterhin

    Ob Schulen geschlossen werden, entscheiden grundsätzlich die Gesundheitsbehörden, teilte das Schulministerium in NRW mit. In Ausnahmefällen könne auch die Schulleitung "zur Abwehr erheblicher konkreter Gefahren" die Schließung veranlassen. Schulleitungen könnten im Einzelfall auch Schülerinnen und Schüler vom Unterricht ausschließen, wenn von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgehe. 

    Trotz der aktuellen Coronavirus-Lage dürfen Eltern ihre Kinder nicht selbst von der Schule fernhalten. Die Schulpflicht gelte weiter, so lang die Schulen nicht geschlossen würden, hieß es aus dem Schulministerium. Die Entscheidung über die Teilnahme am Unterricht zur Vermeidung einer Coronavirus-Infektion könnten Eltern nur in Rücksprache mit einem Arzt treffen.

    Coronavirus in NRW: Unternehmen in großer Sorge

    Update, 12.37 Uhr: Das Coronavirus beeinflusst die Wirtschaft im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest. "Nach einer Blitzumfrage der IHK Arnsberg unter 750 Unternehmen meldet fast jeder dritte Betrieb unmittelbare Auswirkungen des Virus. Zulieferengpässe, Absatzschwierigkeiten, Ausbleiben von Gästen oder Messeabsagen – die Effekte des aus China stammenden Coronavirus sind vielfältig", so die Industrie- und Handelskammer.

    Handel, Dienstleister, Industrie – keine Branche bleibe unberührt. Aktuell zeige sich insbesondere die Reisebranche sehr betroffen. Binnen weniger Stunden hätten sich hunderte von Unternehmen an der Online-Befragung der IHK beteiligt. Beim Blick nach vorn befürchteten die meisten der befragten Unternehmen (57 %) Engpässe bei den Zulieferungen.

    Update, 12.13 Uhr: Im Kreis Soest müssen sich die Behörden - wie andernorts auch - damit herumschlagen, dass vor allem über soziale Netzwerke Gerüchte bis hin zu Falschmeldungen über Coronavirus-Verdachtsfälle kursieren. So klar positioniert sich der Kreis diesbezüglich.

    Coronavirus in NRW:  Straßen.NRW sagt Veranstaltung ab

    Update, 11.52 Uhr: Nachdem die Preise für Atemschutzmasken explodiert sind, warnen die Apotheker in Hamm eindringlich vor einem uneingeschränkten Preiswettbewerb im Gesundheitswesen. "Das zeigt, dass die Gesundheitsversorgung der Bürger nicht uneingeschränkt den Gesetzen des freien Marktes und Preiswettbewerbs unterworfen werden darf“, so Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe. Der Apothekerverband gibt außerdempraktische Tipps für jeden Einzelnen.

    Update, 9.26 Uhr: Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat wegen des Coronavirus eine Informationsveranstaltung für den Ausbau der Autobahn 3 in Hünxe im Kreis Wesel abgesagt. Bei der Veranstaltung am kommenden Dienstag sollte es um den Neubau einer Brücke und die Erweiterung einer Raststätte gehen, teilte Straßen.NRW am Freitagmorgen mit. Der Termin im Rathaus der Stadt Hünxe solle nachgeholt werden. 

    Der Kreis Heinsberg, in dem der bisherige Schwerpunkt des Coronavirus-Ausbruchs in Nordrhein-Westfalen liegt, richtete unterdessen ein "Bürgertelefon" für Fragen zu dem neuartigen Virus ein. Der Kreis ganz im Westen von NRW begründete dies mit hohem Informationsbedarf, wie es in einer Mitteilung vom Freitag hieß. 

    Das "Bürgertelefon" ist unter 02452/131313 zu erreichen. Bislang gibt es schon eineInfo-Hotline des Landes, die unter der Nummer 0211 8554774 erreichbar ist.

    Coronavirus in NRW: Verdachtsfall in Dortmund 

    Update, 8.53 Uhr: Auch in Dortmund gibt es offenbar einen Coronavirus-Verdachtsfall - an der Winfried Grundschule an der Ruhrallee. Wie es auf der Homepage der Schule heißt, stehe man "in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden, dem Schulamt und dem Gesundheitsamt der Stadt". 

    Der Unterricht finde am heutigen Freitag nach Plan statt. Denn die Schule betont auch: "Dieser Fall gilt als nicht bestätigt!". Die Stadt Dortmund will am Freitagmittag informieren, wie es weitergeht und ob es Auswirkungen auf das Spiel des BVB am Samstagnachmittag geben könnte.

    Update, 28. Februar, 7.52 Uhr:  Immer mehr Menschen im Kreis Heinsberg müssen nach den ersten Infektionsfällen mit dem neuartigen Coronavirus vorsorglich zu Hause bleiben. Der Kreis Heinsberg geht mittlerweile von schätzungsweise 1000 Menschen in häuslicher Quarantäne aus. "Das ist eine rein statistische Rechnung", sagte ein Sprecher des Kreises am Donnerstagabend.

    Bei der im Fokus stehenden Karnevalsveranstaltung "Kappensitzung" im Ortsteil Langbroich-Harzelt von Gangelt (Kreis Heinsberg) am 15. Februar könnte es etwa 400 Kontaktpersonen gegeben haben. Für deren Partner und gegebenenfalls Kinder könnte rein rechnerisch der Faktor 2,5 angesetzt werden, womit man auf die Zahl 1000 komme. 

    Coronavirus in NRW: Alle 14 "neuen" Infizierten in häuslicher Quarantäne

    Nach dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 20 Menschen nachweislich infiziert. Das Landes-Gesundheitsministerium und der Kreis Heinsberg hatten am Donnerstagabend mitgeteilt, dass nach den bisher sechs Fällen 14 neue Fälle bestätigt worden seien. Alle jetzt positiv Getesteten seien in häusliche Quarantäne entlassen worden, weil eine stationäre Behandlung nicht notwendig sei, hieß es.

    Von den 14 neu Betroffenen stammen demnach neun aus Gangelt, zwei aus der Nachbargemeinde Selfkant, eine aus der Stadt Heinsberg, eine aus Herzogenrath und eine aus Düsseldorf. "Nach jetzigem Stand deuten auch hier wieder zahlreiche Verbindungen zum Gangelter Karneval", teilte der Kreis Heinsberg mit. 

    Coronavirus in NRW: Experten befürchten, dass Covid-19 und Grippewelle zusammenfallen könnten

    Alle zuvor bekannten sechs Infizierten hatten nach Erkenntnissen der Behörden Kontakt mit einem Ehepaar aus Gangelt, das an der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird. Der Zustand des 47-jährigen Ehemanns ist nach Angaben der Uniklinik ernst. Im Kreis Heinsberg, dem westlichsten Kreis Deutschlands, in dem rund 252.000 Menschen leben, kämpft ein rund 100-köpfiger Krisenstab gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. 

    Schulen und Kindergärten im Kreis sind vorsorglich vorerst geschlossen. Auch alle Kreisbehörden und Gerichte sind für den Publikumsverkehr dicht. Vom Robert Koch-Institut hieß es, Ziel in Deutschland sei es, eine Erkrankungswelle hinauszuzögern, um zu vermeiden, dass die Covid-19- und die derzeitige Grippewelle zusammenfallen. Covid-19 ist die Erkrankung, die durch den Erreger Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann.

    Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Donnerstag, 27. Februar

    Update, 22.40 Uhr: Noch einmal das Wichtigste vom Tage in Kürze: Am Donnerstag ist die Zahl der Infizierten auf 20 gestiegen. Eine Person ist Einwohner von Düsseldorf - damit hat der Coronavirus erstmals eine NRW-Großstadt erreicht. Etwa 1000 Personen sind im Kreis Heinsberg in häuslicher Quarantäne.

    Coronavirus in NRW: Infizierter in Düsseldorf

    Update, 21.53 Uhr: Im Märkischen Kreis in NRW hatte es am Mittwoch einen Coronavirus-Verdachtsfall gegeben. In einem Hotel in Iserlohn hatte ein Mann über grippeähnliche Symptome geklagt. Am Donnerstagabend kam der Laborbericht

    Update, 21.42 Uhr: Das neue Coronavirus hat mit einem infizierten Einwohner aus Düsseldorf erstmals direkt eine Großstadt in NRW erreicht. Nach Angaben des Kreises Heinsberg wohnt eine der 14 neuinfizierten Personen in der Landeshauptstadt. Alle jetzt Infizierten seien nach Hause entlassen worden, weil eine stationäre Behandlung aufgrund des Verlaufs nicht notwendig sei, teilte der Kreis Heinsberg am späten Donnerstagabend mit. Die Betroffenen sollen sich in häuslicher Quarantäne aufhalten.

    Update, 20.43 Uhr: Der Kreis Heinsberg geht von schätzungsweise 1000 Menschen in vorsorglicher häuslicher Quarantäne nach den ersten Infektionsfällen mit dem neuartigen Coronavirus aus. "Das ist eine rein statistische Rechnung", sagte ein Sprecher des Kreises am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Bei der im Fokus stehenden Karnevalsveranstaltung "Kappensitzung" im Ort Gangelt am 15. Februar könnte es etwa 400 Kontaktpersonen gegeben haben.

    Gangelt: Ein Plakat lädt am Eingang im Ortsteil Langbroich zur Karnevalsveranstaltung "Kappensitzung". Wer dort war, ist jetzt in häuslicher Quarantäne.

    Update, 19.56 Uhr: "Patient Null", der den Ausbruch in NRW  verursacht hat, ist nach Behördenangaben weiterhin unbekannt. Man gehe davon aus, dass er den 47-Jährigen als ersten Patienten der bekannten Infektionskette angesteckt hat. Wegen seines kritischen Zustands konnte der 47-Jährige nicht befragt werden. Er wird nach einem Lungenversagen beatmet.

    Update, 19.24 Uhr: In NRW sind 14 weitere Personen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten am Donnerstagabend mit, dass sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Heinsberg auf 20 erhöht  habe.

    Alle jetzt positiv Getesteten seien in häusliche Quarantäne nach Hause entlassen worden, weil eine stationäre Behandlung nicht notwendig sei, hieß es. Die Betroffenen wohnten vorwiegend in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg.

    Eine Person, die im Gangelter Karneval aktiv gewesen sei, lebe in der Städteregion Aachen. Rund 400 stehen unter häuslicher Quarantäne, wie die Behörden bereits zuvor am Donnerstag mitgeteilt hatten. Darunter sind 300 Menschen, die am 15. Februar in Gangelt eine Karnevalssitzung besucht haben.

    Update, 19.21 Uhr: Weltweit 20.000 Mitarbeiter hat der Automobilzulieferer Kostal aus Lüdenscheid. Als international agierender Konzern ist das Unternehmen aus dem Sauerland von den Auswirkungen des Coronavirus besonders betroffen. Nun hat Kostal verschiedene Vorsichtsmaßnahmen angeordnet.

    Coronavirus in NRW: 14 Personen neu infiziert 

    Update, 19.15 Uhr: Die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten in Italien steigt unterdessen trotz aller Eindämmungsmaßnahmen weiter. Mittlerweile seien 650 Menschen positiv getestet worden, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Donnerstag in Rom. Am Vorabend waren es rund 400 Infizierte. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

    Update, 18.32 Uhr:  Händewaschen, Hamsterkäufe und Desinfizieren von Haltestanden in Bussen - so bereitet sich Soest auf das Corona-Virus vor. "Ich gehe davon aus, dass der Kreis Soest nicht unbedingt verschont bleibt", sagt Landrätin Eva Irrgang.

    Update, 18.07 Uhr: Vielerorts warnen Behörden, Ämter und Ärzte vor Corona-Panik. Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer rät zur Besonnenheit. Im benachbarten Hamm gibt es noch keinen Coronavirus-Verdachtsfall, doch die zunehmende Wahrscheinlichkeit, dass auch Hamm betroffen sein wird, hat etliche Fachleute der Stadt für Beratungen zusammengebracht.

    Coronavirus in NRW: Konsequenzen im Kölner Dom

    Update, 17.34 Uhr: Auch der Kölner Dom reagiert auf den Coronavirus. Ab Freitagmorgen bleiben die Weihwasserbecken leer, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. "Außerdem rufen wir beim Friedensgruß innerhalb eines Gottesdienstes die Gläubigen aktuell nicht dazu auf, einander die Hände zu reichen", teilte Dompropst Gerd Bachner mit. Außerdem gibt es ab sofort keine Mundkommunion mehr, das heißt, die Hostie wird den Gläubigen nur noch in die Hand gelegt.

    Update, 17.12 Uhr: Trotz mehrerer Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist der Öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen bislang nicht beeinträchtigt. Man habe bislang keine besonderen Maßnahmen eingeleitet, hieß es von mehreren Verkehrsbetrieben. Es gebe auch keine Einschränkungen. Im Pendlerland NRW begegnen sich tagtäglich große Menschenmengen in Bussen und Bahnen auf engstem Raum. Zum Schutz vor einer Ansteckung tragen einzelne Fahrgäste Schutzmasken.

    Coronavirus in NRW: Das sind die Testmöglichkeiten der Labore in NRW

    Update, 16.22 Uhr: Der Essener Virologe Prof. Ulf Dittmer schätzt, dass in Nordrhein-Westfalen mittlerweile 10 bis 15 Labore testen können, ob ein Patient mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert ist. "Inzwischen sind das alle Unikliniken, aber auch schon private Laboranbieter", sagte Dittmer der dpa am Donnerstag. In NRW gibt es sechs Unikliniken.

    An der Uniklinik Essen werden nach seinen Angaben seit Mittwoch täglich rund zehn Tests vorgenommen. Wenn möglich, sollen die Proben jeweils bis 13 Uhr vorliegen. "Wir testen dringende Fälle aber auch außerhalb dieser Zeiten, allerdings nicht in der Nacht." Ein Test benötige mit Auswertung 3,5 Stunden

    Dittmer ist Spezialist für Viruserkrankungen und leitet das Institut für Virologie der Essener Uniklinik. Das Institut testet bereits seit mehreren Wochen. Insgesamt seien knapp 35 Tests durchgeführt worden, teilte Dittmer mit. Alle hätten ein negatives Ergebnis gehabt. "Wir testen bisher hauptsächlich für Essen. Vereinzelte Anfragen kommen aber aus dem ganzen Ruhrgebiet."

    Coronavirus in NRW: Kantine in Hagen schränkt Öffnungszeiten ein

    Update, 16.08 Uhr:Das Coronavirus hat jetzt auch Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Hagen: Die dortige Polizeikantine auf der Hoheleye passt ihre Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit an. 

    Grund ist laut einer Pressemitteilung, dass auch viele Hagener, die nicht bei der Polizei arbeiten, die Kantine gerne aufsuchen. "Besonders um 12 Uhr herum ist die Schlange an der Essensausgabe aber oftmals sehr lang und zahlreiche Menschen stehen sehr dicht beieinander. Im Gedränge können sich allerdings auch Krankheitserreger leicht verbreiten", heißt es. Das gelte natürlich auch für das Coronavirus. 

    "Um die Besucherströme etwas zu entzerren und vor allem um alle Gäste der Kantine besser zu schützen, hat sich die Hagener Polizei nun zu einer Anpassung der bekannten Öffnungszeiten entschlossen", heißt es weiter.

    Ab sofort sind Gäste, die nicht bei der Polizei beschäftigt sind, in den Zeiträumen von 6.30 Uhr bis 11 Uhr sowie 12.30 Uhr bis 15 Uhr willkommen. In der Zeit von 11 Uhr bis 12.30 Uhr ist die Kantine bis auf weiteres nur für Polizeibedienstete geöffnet.

    Coronavirus in NRW: Arzt aus dem Ruhrgebiet sagt, Deutschland sei nicht gut vorbereitet

    Update, 15.43 Uhr: Wie reagieren Arztpraxen darauf, dass es jetzt auch in NRW Coronavirus-Patienten gibt? Ein Arzt aus Holzwickede im Kreis Unna hat seinem Ärger über die aktuelle Situation Luft gemacht. In einem Video, das am Mittwoch bei Facebook aufgetaucht ist, erklärt Udo Pappert, dass Deutschland ganz und gar nicht gut auf das Coronavirus vorbereitet sei. Nach Informationen des WDR liefert ihm ein Unternehmen aus Witten doch noch ausreichend Schutzmittel.

    Update, 15.22 Uhr: Das Coronavirus hat zu einer verstärkten Nachfrage nach haltbaren Lebensmittel und Hygieneprodukten geführt. Das teilten Aldi-Süd und Lidl am Donnerstag auf Anfrage mit. "Wir sind darauf vorbereitet und erhöhen entsprechend unsere Lagerbestände", ergänzte Aldi-Süd. Auch Lidl hat den eigenen Angaben nach die Vorräte aufgestockt und arbeitet "intensiv" an der sicheren Warenversorgung. 

    Die Rewe Group hingegen, zu der auch die Penny-Märkte gehören, hat bisher keine auffällig starke Nachfrage verzeichnet. Den Angaben des Handelsverbandes Deutschland nach kam es bislang trotzdem nicht zu Engpässen bei der Lieferung. Die Lieferstrukturen seien im Handel "effizient und gut vorbereitet, sodass die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist", ergänzte der Sprecher.

    Coronavirus in NRW: So geht es den Infizierten

    Update, 14.53 Uhr: Den vier weiteren mit dem Coronavirus infizierten Erkrankten in Nordrhein-Westfalen geht es den Umständen entsprechend gut. "Das ist bei ihnen kein dramatischer Krankheitsverlauf", sagte der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) am Donnerstag. Bei dem Ehepaar aus Gangelt, bei dem das Virus in NRW erstmals nachgewiesen worden war, ist der Krankheitsverlauf schwerer.

    Derzeit stünden im Kreis Heinsberg rund 400 Menschen unter häuslicher Quarantäne. Sie sollen sich daheim aufhalten und von Verwandten versorgen lassen, die ihnen Essen vor die Tür stellen könnten. "Wir haben heute keine Neuinfektionen. Im Moment entspannt sich die Lage für mich etwas, aber das kann sich stündlich ändern", sagte Pusch. 

    Die 300 Menschen, die am 15. Februar eine Karnevalsveranstaltung mit den Erstinfizierten besucht hätten, könnten bereits am kommenden Sonntag aufatmen, wenn sie bis dahin symptomfrei bleiben. Dann sei die Inkubationszeit abgelaufen und die Quarantäne für sie beendet. Noch am Donnerstag sollten 65 bis 70 Kinder sowie deren Eltern getestet werden. Die Kinder waren in eine Kindertagesstätte gegangen, in denen eine der Infizierten gearbeitet hatte.

    Update: 14.46 Uhr: Auch der Märkische Kreis hat einen Krisenstab wegen des Coronavirus eingerichtet. Alle Mitglieder stehen ab sofort im ständigen Austausch über die aktuelle Lage. 

    Coronvirus in NRW: Auswirkungen auf Tagesgeschäft von Unternehmen

    Update, 14.09 Uhr: Der KosmetikrieseL'Oréal setzt zum Schutz seiner Mitarbeiter vor dem Coronavirus bis Ende März seine internationalen Geschäftsreisen aus. Diese Maßnahme betreffe auch Reisen ins innereuropäische Ausland, wie ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag erklärte. 

    Zu dem Kosmetikunternehmen, das seinen deutschen Sitz in Düsseldorf hat, gehören Luxusmarken wie Lancôme oder Giorgio Armani, aber auch L'Oréal Paris, Maybelline New York und Garnier. Von China aus hat sich das Coronavirus mittlerweile auch in Europa ausgebreitet. Am stärksten betroffen ist bislang Italien. In Deutschland steigt jedoch auch die Zahl der Infizierten - in NRW sind derzeit sechs Infektionen bestätigt.

    Update, 14.06 Uhr: Ein mit dem Coronavirus infizierter Klinikarzt hatte an seinem Arbeitsplatz in Mönchengladbach nach seiner Ansteckung Kontakt zu zwölf Patienten. Wie viele Mitarbeiter mit ihm Kontakt hatten, werde derzeit noch ermittelt, sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag auf Anfrage. Sie würden dann auf das Virus getestet und unter häusliche Quarantäne gestellt. Der Arzt habe sich in seinem Heimatort Gangelt im Kreis Heinsberg am 15. Februar bei einer Karnevalsveranstaltung angesteckt. Seither habe er in der Klinik nur einen Tag gearbeitet. 

    Ein Sprecher des Kreises Heinsberg sagte, alle 300 Teilnehmer der Karnevalssitzung vom 15. Februar seien bis einschließlich Samstag in Quarantäne. Alle sechs Infizierten aus Nordrhein-Westfalen hätten in Gangelt miteinander Kontakt gehabt. 

    Coronavirus in NRW: Noch keine Maßnahmen im Kölner Dom

    Update, 13.22 Uhr: Im Kölner Dom gibt es vorläufig noch keine Maßnahmen wegen des Coronavirus. "Aktuell gibt es keine Einschränkungen oder besonderen Hygienemaßnahmen", sagte Domsprecher Markus Frädrich. "Wir beobachten die Entwicklung der Coronavirus-Zahlen aber genau und behalten uns gesundheitliche Sicherheitsvorkehrungen vor." 

    Im Salzburger Dom ist dagegen schon das Weihwasser aus den Becken entfernt worden. Außerdem soll im Dom bis auf Weiteres keine Mundkommunion gespendet werden, wie die Erzdiözese Salzburg mitgeteilt hatte.

    Update, 12.29 Uhr: Nach den Coronavirus-Fällen in Nordrhein-Westfalen hat der Gangelter Karnevalsverein nach eigenen Angaben die Namen seiner Mitglieder dem zuständigen Kreis Heinsberg gemeldet. "Wir haben dem Kreis unsere Mitgliederlisten übermittelt und jegliche Unterstützung angeboten", sagte der Präsident des Karnevalsvereins "Langbröker Dicke Flaa", Wilfried Gossen, der dpa

    Unter den Karnevalisten herrsche zwar Besorgnis, aber keine Panikstimmung. Es sei natürlich nicht schön, dass die Kappensitzung des Vereins nun plötzlich durch Corona überregional in den Schlagzeilen sei, sagte Gossen. "Aber es ist nun mal so, wir können ja nichts daran ändern."

    Coronavirus in NRW: Gerichte untersagen Publikumsverkehr

    Update, 10.57 Uhr: Die Amtsgerichte Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg stellen wegen des Coronavirus bis Montag (2. März) den Publikumsverkehr ebenfalls ein. Nach Angaben des Landgerichts Mönchengladbach finden auch keine Sitzungen statt. Damit schließen sich die Justizbehörden der Maßnahme des Kreises Heinsberg an. 

    Ein Schild am Eingang zum Amtsgericht in Heinsberg weist auf die Schließung für den Publikumsverkehr wegen des Coronavirus hin.

    Die Infektion eines Soldaten der Flugbereitschaft mit dem neuartigen Coronavirus wird indes keine Folgen für den Einsatz von Regierungsmaschinen haben. "Nach dem aktuellen Stand können wir alle unsere Einsätze mit der Flugbereitschaft erfüllen", sagte ein Luftwaffensprecher. Der Soldat gehöre nicht zum fliegenden Personal. 

    Nachdem er aber Kontakt zu anderen Soldaten gehabt habe, sei eine "Kontaktliste" erstellt worden und weitere Soldaten seien unter Beobachtung. Der 41-jährige Infizierte wird im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt.

    Update, 10.15 Uhr: Eine am Mittwoch in ein Leverkusener Krankenhaus gebrachte Frau ist nicht am Coronavirus erkrankt. Das sagte eine Sprecherin der Stadt Leverkusen. Der 25-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut, sie weise keine starken Erkältungssymptome auf und werde heute aus der Klinik entlassen.

    Coronavirus in NRW: Erster Patient der Infektionskette

    Update, 9.55 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat noch einmal betont, dass man noch nicht den "Patient Null" kenne, an dem sich ein am Coronavirus schwer erkrankter Mann aus Gangelt angesteckt hat. Man gehe davon aus, dass der 47-Jährige der erste Patient der bekannten Infektionskette sei. Wo und bei wem sich der Mann allerdings angesteckt habe, sei unklar. Wegen seines Zustands habe man ihn das auch noch nicht fragen können. Laumann sagte, dass der 47-Jährige in seinem Beruf viele Kontakte habe - auch jenseits von NRW.

    Update, 9.46 Uhr: Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Gangelt im Westen wurden nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums insgesamt sechs Patienten infiziert. Einer von ihnen - ein 41-jähriger Bundeswehrsoldat - werde in Rheinland-Pfalz behandelt. Infiziert sind demnach ein 47-jähriger Mann und seine 46 Jahre alte Frau, die derzeit in der Uniklinik Düsseldorf behandelt werden. 

    Der Eingang des Krankenhauses Maria Hilf. In Mönchengladbach läuft die Suche nach Menschen, die Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatten.

    Bestätigt wurde der Coronavirus-Verdacht außerdem bei einer Mitarbeiterin des 47-Jährigen und bei deren Lebensgefährten. Hinzu komme der Soldat sowie ein Arzt, der in den Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach arbeitet, wie eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag sagte.

    Update 9.05 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht vorerst keinen Grund für eine Quarantäne von Städten. "Das seh ich noch nicht. Ich glaube auch nicht, dass das die richtigen Maßnahmen am Ende sind", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Der erste Schritt sei jetzt erstmal, alle Besucher einer Karnevalssitzung am 15. Februar im Kreis Heinsberg zu ermitteln. Darauf wiederum gibt es bereits ein großes Feedback, sagte der Heinsberger Landrat am Morgen im Video (siehe unten).

    Coronavirus in NRW: Experten in Düsseldorf eingetroffen

    An der Veranstaltung hatte das Ehepaar teilgenommen, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde. Weitere Schritte, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, müsse man laut Laumann jeden Tag neu der Lage anpassen. Dazu seien im NRW-Gesundheitsministerium seit Mittwoch ein Mitarbeiter des Bundesgesundheitsministeriums sowie seit Donnerstag zwei Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts.

    Update, 8.45 Uhr: Der vom Coronavirus-Ausbruch besonders betroffeneKreis Heinsberg beruft um 9.30 Uhr erneut seinen Krisenstab ein. Dort werde über die weiteren Schritte im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus beraten, sagte ein Sprecher. 

    Alle fünf in NRW infizierten Menschen hatten in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg Kontakt miteinander. "Das ist das Gute, dass wir keine neue Ansteckung haben, wo wir nicht wissen, wo sich die Patienten angesteckt haben", sagte der Sprecher. "Das Gesundheitsamt arbeitet nun alle Kontaktpersonen ab. Und mit jedem Anruf weiß man wieder etwas mehr."

    Coronavirus in NRW: "Für Panik absolut kein Grund"

    Update, 8.28 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund in NRW ruft die Menschen zur Besonnenheit angesichts der Coronavirus-Fälle im Land auf. "Für Panik ist absolut kein Grund. Wir sind vorbereitet", versicherte der Präsident des Kommunalverbands, Roland Schäfer im WDR5-Interview. Man müsse die wenigen bestätigten Coronavirus-Fälle im Verhältnis sehen - etwa zur viel stärker verbreiteten Influenza-Grippe: "In den letzten zwei Jahren sind jeweils pro Jahr über 20.000 Menschen gestorben an der Grippe, ohne dass wir (...) hier in der Bundesrepublik Panikkäufe oder Hamsterkäufe oder so etwas hätten", sagte Schäfer. 

    Update, 27. Februar, 7.30 Uhr: Nach den bestätigten Coronavirus-Fällen in NRW suchen die Behörden mit größeren Aktionen nach möglichen weiteren Infizierten. In Gangelt im Kreis Heinsberg sind die rund 300 Besucher einer Karnevalsveranstaltung aufgerufen, sich bei den Behörden zu melden. Alle Besucher und ihre Familien müssten für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium in der Nacht zum Donnerstag mit. 

    In Mönchengladbach läuft am Krankenhaus Maria Hilf die Suche nach Menschen, die Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatten. Er ist die sechste infizierte Person. Alle bislang bekannten Infizierten hatten nach Erkenntnissen der Behörden Kontakt mit einem Ehepaar aus Gangelt, das im Moment an der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

    Coronavirus in NRW: Zahlreiche Testergebnisse stehen aus

    Es sei nun entscheidend, alle Kontaktpersonen der Infizierten ausfindig zu machen, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Donnerstagmorgen. Im Laufe des Tages erwarten die Behörden zahlreiche weitere Testergebnisse von Kontaktpersonen, die sich möglicherweise bei dem Ehepaar angesteckt haben könnten. 

    Dazu zählen etwa die Kinder des Paares, die rund 65 Kinder einer Kita und Dutzende Teilnehmer der Karnevalsveranstaltung. Je nach Ergebnis dieser Tests würden die Behörden entscheiden, ob für weitere Personenkreise häusliche Quarantäne angeordnet wird. 

    Mit den Maßnahmen wollen die Behörden erreichen, dass sich das neue Coronavirus nicht weiter ausbreitet. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte allerdings am Mittwoch bereits klargemacht: "Wir können nicht garantieren, dass wir die Infektionsketten gestoppt kriegen."

    Hier lesen Sie unsere Berichterstattung von Mittwoch, 26. Februar

    Update, 23.09 Uhr: Zur Eindämmung der Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg will der Krisenstab alle Besucher einer Karnevalsveranstaltung in der Gemeinde Gangelt ermitteln. Der Kreis geht davon aus, dass an der Sitzung in einem Saal etwa 300 Besucher teilgenommen haben. Darunter soll auch das Ehepaar sein, das in derUniklinik Düsseldorf behandelt wird. Wichtig sei, nunmehr alle Besucher der Kappensitzung im Ortsteil Langbroich-Harzelt am 15. Februar zu erfassen. 

    Diese sowie deren Partner und gegebenenfalls Kinder und andere Mitbewohner müssten für 14 Tage in häuslicher Quarantäne verbleiben, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung. Die Besucher der Kappensitzung würden gebeten, sich umgehend mit folgenden Angaben per E-Mail unter infektionsschutz@kreis-heinsberg.de zu melden: Name, Adresse, Rufnummern, Geburtsdatum und Hausarzt. 

    Ab Donnerstag soll auf der Webseite des Kreises Heinsberg ein Meldeformular zur Verfügung stehen. Es werde dringend darum gebeten, nicht die Notrufnummern zu blockieren oder selbstständig Arztpraxen oder Krankenhäuser aufzusuchen.

    Coronavirus in NRW: Mitarbeiterin und deren Lebensgefährter infiziert

    Update, 22.27 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind zwei weitere Personen nachweislich an dem Coronavirus erkrankt. Im Zuge der Überprüfung von Kontaktpersonen des erkrankten Ehepaares aus der Gemeinde Gangelt hätten sich zwei neue bestätigte Covid-19-Fälle ergeben, teilte derKreis Heinsberg am Mittwochabend mit. Dabei handele es sich um eine Mitarbeiterin des schwer erkrankten 47-Jährigen und deren Lebensgefährten, wie ein Sprecher des Kreises sagte.

    Update, 20.45 Uhr: Der mit dem Coronavirus infizierte Soldat der Flugbereitschaft ist 41 Jahre alt. Er habe nach Angaben der Bundeswehr grippeähnliche Symptome, befinde sich aber "in einem guten Zustand".  Er werde seit Mittwoch im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt, teilte die Bundeswehr mit. Der Soldat hatte laut der Bundeswehr Kontakt zu dem schwer Erkrankten oder dessen Frau aus Gangelt im Kreis Heinsberg beim dortigen Karneval. "Nur weil er hörte, dass sein Bekannter in der Uniklinik in Düsseldorf behandelt wird, hat er sich gemeldet", sagte der Koblenzer Oberstarzt Thomas Harbaum. Zuvor habe der 41-Jährige an eine normale Grippe geglaubt. Nun werde versucht, seine Kontaktpersonen ausfindig zu machen, um sie "wegen häuslicher Absonderung" zu informieren. Aus Sicherheitsgründen wurde am Mittwoch der Militärflughafen Köln-Wahn vorübergehend geschlossen.

    Coronavirus in NRW: In Köln stationierter Soldat ist infiziert

    Update, 20.03 Uhr: Bei einem in Köln stationierten Soldaten (41) der Flugbereitschaft ist das Coronavirus festgestellt worden. Es handele sich um einen Soldaten, der im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt werde, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit. Der Soldat hatte - wie bereits früher berichtet - Kontakt zu dem Erkrankten aus Gangelt im Kreis Heinsberg oder seiner Frau auf einer Karnevalsveranstaltung in Gangelt. Aus Sicherheitsgründen wurde am Mittwoch der Militärflughafen Köln-Wahn, Sitz der Flugbereitschaft und Arbeitsplatz des Soldaten, für einige Zeit geschlossen. Die Sperrung wurde dann aber wieder aufgehoben.

    Update, 18.58 Uhr: Nachdem ein Ehepaar aus Gangelt vom Coronavirus betroffen ist, hat sich die Nachricht im Kreis Heinsberg rasend schnell herumgesprochen - und für Verunsicherung gesorgt.

    Friseurin Michaela Loomans war an diesem Mittwoch aufgewühlt, wie viele andere. Loomans hat sich fast die ganze Nacht mit Freunden, Nachbarn und Geschäftspartnern ausgetauscht. "Ich habe kaum geschlafen", erzählte sie am Mittwochmorgen in ihrem Friseur-Laden. "Ich habe darüber nachgedacht, das Geschäft heute zu schließen." Zum Schutz. Für sich und ihre Kinder. Aber wer weiß schon, wie lange "das alles" gehen wird. Sie hat mit anderen Geschäftsleuten darüber gesprochen und dann doch geöffnet. Für ihre Kunden nicht selbstverständlich: Die ersten am Morgen haben vorsichtshalber angerufen und nachgefragt, ob sie bedient werden.

    Von Panik ist Loomans weit entfernt. "Wir können das Virus nicht aufhalten, dafür ist die Welt zu offen", sagt sie. Aber sie will sich bei der Arbeit schützen. Sie wollte am Mittwoch Desinfektionsmittel für die Hände kaufen. 

    Coronavirus in NRW: Schlechte Nachrichten in der Apotheke

    Auch Silvia Koster, die an diesem Morgen zum Einkaufen unterwegs war, wollte für ihre Sicherheit sorgen. Von der Apotheke kam sie allerdings mit schlechten Nachrichten zurück. Sie sei nicht gesund und anfällig für Krankheiten, erzählte sie. Deshalb wollte sie einen Mundschutz kaufen. "Sie haben mir gesagt, dass sie keinen mehr haben", sagte sie bekümmert - wollte es aber noch in einem anderen Geschäft versuchen. 

    Lehrer Arnold Frenken stand am Vormittag ohne Schüler da. In der Gesamtschule Gangelt-Selfkant war es für einen Vormittag ungewöhnlich still. Am Vorabend gegen 22 Uhr erhielt er von einem Freund die erste Nachricht vom ersten Corona-Fall in NRW. Kurz danach folgte dann die Information, dass auch ihre Schule am Mittwoch geschlossen bleibt. Jetzt arbeiten die Lehrer ohne Schüler und bereiten Unterricht vor.

    Ein Schild an der Gesamtschule Gangelt-Selfkant weist auf die Schließung der Schule wegen des Coronavirus hin.

    Update, 17.50 Uhr: Nach der Infektion einer Kindergärtnerin mit dem Coronavirus soll die betroffene Einrichtung in Gangelt an der deutsch-niederländischen Grenze für insgesamt zwei Wochen geschlossen bleiben. Das teilte der Kreis Heinsberg am Mittwoch mit. Die Kita mit 65 Plätzen sei bereits seit Anfang der Woche dicht. Die Einrichtung selbst schrieb auf ihrer Internetseite, dass sie bis zum 6. März geschlossen bleibe. Die infizierte 46-Jährige hat nach Informationen der dpa noch bis Freitag in der Kindertagesstätte im Ortsteil Breberen gearbeitet. Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt nach derzeitigem Stand meist 2 bis 14 Tage. 

    Coronavirus: Zwei weitere bestätigte Fälle in Baden-Württemberg

    Update, 16.14 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Universitätsklinik Tübingen mit. Zuvor war bereits ein Fall aus dem Kreis Göppingen bekannt. Die beiden neuen Infektionen hängen nach dpa-Informationen direkt mit dem ersten erkrankten Patienten im Kreis Göppingen zusammen. Sowohl die Reisebegleitung des Mannes aus dem Italien-Urlaub sowie deren Vater seien infiziert. Einzelheiten will das Universitätsklinikum auf einer Pressekonferenz am Nachmittag (16.30 Uhr) in Tübingen mitteilen. Die beiden neuen Patienten gehörten zu den insgesamt 13 Kontaktpersonen, des Mannes aus dem Landkreis Göppingen, die bekannt und informiert worden seien.

    Update, 15.42 Uhr: Das Coronavirus wühlt die 12.500-Einwohner-Gemeinde Gangelt nahe der deutsch-niederländischen Grenze auf. Rasend schnell hat sich die Nachricht am Vorabend verbreitet. Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU) sagt: "Es ist eine Familie hier aus dem Ort, die man kennt, die an Veranstaltungen teilgenommen hat."

    Viele Bürger werden in den nächsten Tagen mehr einkaufen als sonst. Sicherheitshalber. "Es soll ja schon Hamsterkäufe geben", sagt einer. Tatsächlich schieben in einem Supermarkt im Ort auffallend viele Menschen prall gefüllte Einkaufswagen vor sich her - ein älteres Paar stemmt sogar zwei. 

    Rentnerin Rosmarie Kasper hält einen Einweghandschuh in der Hand, mit dem sie sich gegen das Coronavirus schützen will. Aus Gangelt kommt das Ehepaar, das mit dem Coronavirus infiziert ist.

    Das Coronavirus, sagen sie auf die Frage nach dem warum. Rosemarie Kasper setzt auf eine weitere Strategie. Auch sie war gerade einkaufen. Nun sitzt sie in ihrem Auto und hat ihre Einweghandschuhe ausgezogen. "Die ziehe ich mir an, wenn ich den Einkaufswagen nehme", sagt sie. 

    Coronavirus in NRW: Einweghandschuhe und Desinfektionsspray

    Dann legt sie die Handschuhe weg und greift nach einer Sprühflasche mit Desinfektionsspray. Gegen Coronavirus, steht kleingedruckt auf der Rückseite. Mann und Sohn haben auch so eine Flasche im Auto. Die 75-Jährige war früher Pflegerin. Hygiene ist für sie in dieser Situation alles. "Bleiben Sie gesund", sagt sie zum Abschied.

    Update, 15.30 Uhr: Nach der Infektion einer Kindergärtnerin (46) mit dem Coronavirus sollen alle Kinder der betroffenen Einrichtung im Kreis Heinsberg auf das Virus untersucht werden. "Da werden jetzt die sogenannten Abstriche gemacht und wir werden irgendwann morgen wissen, ob Kinder infiziert sind oder nicht", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Die infizierte Frau hat nach dpa-Informationen noch bis vergangenen Freitag im Kindergarten gearbeitet.

    Coronavirus in NRW: Ehepaar kam Rosenmontag ins Krankenhaus

    Update, 15.15 Uhr: Der Coronavirus-Patient (47) aus Gangelt im Kreis Heinsberg hat laut eigener Angaben im Krankenhaus bereits seit dem 16. Februar über Symptome wie Fieber und Husten geklagt. Das sagte der Ärztlicher Direktor des Hermann-Josef-Krankenhauses Erkelenz, Harry Elsbernd. In das Krankenhaus waren der Mann und seine Ehefrau am Rosenmontag gekommen.

    Friedrich Hölzl, Chefarzt Zentrale Notaufnahme, Harry Elsbernd, ärztlicher Direktor, Jann Habbinga, Verwaltungsdirektor, und Stephan Demus (von links), Pflegedirektor, geben im Hermann-Josef-Krankenhaus eine Pressekonferenz.

    "Bei Aufnahme fiel bereits eine deutlich eingeschränkte Lungenfunktion auf", berichtete Elsbernd. Der Patient sei auf der Intensivstation des Krankenhauses aufgenommen worden. "Dort kam es zu einer raschen und rapiden Verschlechterung des allgemeinen Zustandes. Es kam zu einem Lungenversagen", so der Chefarzt. Man habe ihn aber stabil halten können. 

    Zunächst sei der Patient auf eine Grippeinfektion getestet worden. Nachdem dies ausgeschlossen worden sei, sei schnell der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion aufgekommen. Eine Untersuchung beim Düsseldorfer Uniklinikum habe diesen bestätigt.  Die Frau (46) habe unter ähnlichen Symptomen gelitten, die aber deutlich schwächer gewesen seien als bei ihrem Mann. Ein erster Coronavirus-Test bei ihr sei negativ verlaufen. In der Nacht zu Mittwoch wurden die beiden in die Uniklinik Düsseldorf transportiert. Der Zustand des Mannes gilt als kritisch.

    Coronavirus in NRW: Ursprüngliche Quelle völlig offen

    Update, 15.14 Uhr: Die Behörden in NRW wissen bislang nicht, wo sich der Mann (47) und seine Frau (46) aus dem Kreis Heinsberg ursprünglich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Ein Geschäftspartner des Mannes, der nach einer angeblichen China-Reise zunächst als mutmaßliche Quelle galt, war es nicht. Das sagte Landrat Stephan Pusch in Düsseldorf. Der Zustand des 47-Jährigen, der nach dpa-Informationen eine Vorerkrankung hatte, ist deutlich ernster als der seiner Frau. 

    Update, 14.44 Uhr: Weitere Infos von der PK im Gesundheitsministerium: Die beiden Coronavirus-Patienten aus Gangelt im Kreis Heinsberg haben kürzlich noch einen Kurzurlaub in einem Hotel in den Niederlanden gemacht. Die niederländischen Behörden und das Hotel seien über die Infektionen des Ehepaares informiert worden, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). 

    NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (rechts) und Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg, beantworteten am Mittwoch Fragen von Journalisten.

    Die Kinder des Paares zeigen bisher keine Symptome. Sie seien bislang "putzfidel", so Laumann. Er könne dennoch noch nicht sagen, ob die Kinder erkrankt sind, so Laumann. Darüber solle es am Donnerstag nach einem Test Klarheit geben.

    Coronavirus in NRW: Ehepaar zwei Wochen lang sehr aktiv 

    Update, 14.34 Uhr: Die in Düsseldorf behandelte Coronavirus-Patientin (46) ist tatsächlich als Kindergärtnerin tätig. Sie arbeite in einem Kindergarten, bestätigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. Das Ehepaar, das im Düsseldorfer Uniklinikum behandelt werde, habe noch zwei Wochen am gesellschaftlichen Leben teilgenommen, "wo das Virus so weit war, dass die Menschen sich anstecken konnten", sagte Laumann.

    Update, 14.31 Uhr: Zehn Pflegekräfte und vier Ärzte, die in Erkelenz in Kontakt mit dem Coronavirus-Infizierten standen, sind sicherheitshalber nach Hause geschickt worden. Sie seien aber keine Verdachtsfälle auf eine Infektion, "da sie keine Symptomatik aufweisen", sagte der Pflegedirektor des Krankenhauses. 

    Das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz.

    Die 14 Mitarbeiter sollen jetzt zwei Wochen zuhause bleiben. Der Betrieb in den Kernbereichen der Klinik gehe indes normal weiter, sagte Friedrich Hölzl, Chefarzt in dem Krankenhaus. Lediglich planbare Fälle seien verschoben worden, um "Kapazitäten freizuhalten".

    Coronavirus in NRW: Verdachtsfall in Leverkusen

    Update, 14.04 Uhr: Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in NRW wird ein Soldat als Kontaktperson des Erkrankten auf eine mögliche Infektion getestet. Die Untersuchung laufe am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, sagte eine Sprecherin. Der Soldat hatte nach dpa-Informationen Kontakt zu dem Erkrankten auf einer Karnevalsveranstaltung in seinem Heimatort Gangelt. Alle Teilnehmer der Karnevalssitzung sollten auf Symptome achten, hieß es.

    Ein Eingang zum Universitätsklinikum Düsseldorf.

    Update, 13.57 Uhr: Auch in Leverkusen gibt es einen Coronavirus-Verdachtsfall. Eine Mitarbeiterin des Chemieparks habe sich bei der dortigen Gesundheitsstation gemeldet. Sie sei dann von der Berufsfeuerwehr mit einem Infektionstransport in das Klinikum der Stadt Leverkusen gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Dort sei sie isoliert worden und werde nun untersucht.

    Coronavirus in NRW: Zweiter Fall bestätigt

    Update, 13.49 Uhr: NRW hat einen zweiten bestätigen Coronavirus-Fall. Wie das Universitätsklinikum Düsseldorf auf seiner Facebookseite mitteilte, werden dort aktuell zwei Patienten behandelt, die infiziert sind. "Bei der zweiten Person, aus dem engen persönlichen Umfeld des Patienten, liegt nun auch ein positives Testergebnis vor", hieß es. Ein Sprecher der Klinik soll dem WDR bestätigt haben, dass es sich dabei um die Ehefrau des ersten Patienten aus dem Kreis Heinsberg handele. Während der Zustand des Mannes lebensbedrohlich sei, zeige die Frau keine schweren Symptome.

    Update, 13.24 Uhr: Bei den fünftklassigen Fußballern des FC Wegberg-Beeck ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus der Trainings- und Spielbetrieb untersagt worden. Der Rückrundenstart ist für Freitag (20 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die SpVg Frechen 20 angesetzt.

    Update, 13.20 Uhr: Das für kommende Woche geplante internationale Badminton-Turnier German Open in Mülheim an der Ruhr ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. "Die Ausbreitung des neuartigen Virus stellt für die Stadt Mülheim, die das Turnier untersagte, momentan offenbar ein unkalkulierbares Risiko für Besucher und Sportler dar. Das mit 170.000 Dollar (rund 156.000 Euro) dotierte Badminton-Turnier der BWF Word Tour mit zahlreichen asiatischen Teilnehmern sollte vom 3. bis 8. März stattfinden", teilte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit.

    Coronavirus in NRW: Dritter Verdachtsfall in Iserlohn

    Update, 13.07 Uhr: Ebenfalls im Märkischen Kreis war bekannt geworden, dass ein mutiertes Coronavirus schon bei Tieren für Todesfälle gesorgt hat.

    Update, 13.02 Uhr: Im Märkischen Kreis in NRW hat es am Mittwoch den dritten Coronavirus-Verdachtsfall gegeben. In einem Hotel in Iserlohn hatte ein Mann über grippeähnliche Symptome geklagt, der Verdacht bestätigte sich indes nicht. In einer Arztpraxis und an einerm Iserlohner Gymnasium hatte es in der Vergangenheit weitere Verdachtsfälle gegeben. Der WDR meldet außerdem einen Verdachtsfall aus Moers im Kreis Wesel im dortigen Bethanien-Krankenhaus. Dort werde ein Mann behandelt, der sich bis vor kurzem geschäftlich in Italien aufgehalten und nach seiner Rückkehr über Grippe-Symptome geklagt hatte. Ergebnisse stehen dort aus.

    Coronavirus in NRW: Bis Montag alles dicht im Kreis Heinsberg

    Update, 12.39 Uhr: Der Kreis Heinsberg hat beschlossen, dass sämtliche Schulen und Kindergärten mindestens bis einschließlich kommenden Montag (2. März) geschlossen bleiben. Das hat Landrat Stephan Pusch in einem Video aus dem NRW-Gesundheitsministerium in Düsseldorf auf der Facebookseite des Kreises mitgeteilt. Um 14 Uhr soll es eine Pressekonferenz geben, auf der weitere Einzelheiten mitgeteilt werden sollen.

    Bei der Ehefrau des am Coronavirus Erkrankten, bei der trotz Grippe-Symptomen das Coronavirus noch nicht nachgewiesen wurde, handele es sich um eine Kindergärtnerin aus dem Kreis Heinsberg. Die Kinder und deren Eltern seien informiert, so der WDR.

    Coronavirus in NRW: Bücherei und Hallenbad geschlossen

    Die Stadt Geilenkirchen im Kreis Heinsberg teilte unterdessen auf Facebook mit, dass dort neben allen Schulen und Kindergärten auch die Stadtbücherei, das Hallenbad und die Stadtverwaltung bis einschließlich 2. März geschlossen bleiben werden.

    Update, 12.05 Uhr: Ist eine Abriegelung wie in Italien in Deutschland realistisch? Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, meldet Zweifel an: "Eine Quarantäne macht nur dann Sinn, wenn man sie ganz effektiv gestalten kann. Das heißt also, dass Sie wirklich dafür Sorge tragen, dass alle die Menschen, die in dieser Quarantäne sind, auch keine Chance haben, andere Menschen anzustecken." Alle Menschen müssten in ihren Häusern bleiben und dort versorgt werden. In Wuhan/China sei das unter dem massiven Einsatz von Militärgelungen.

    Skepsis gibt es auch vor Ort in NRW. Eine Sprecherin der Stadt Dortmund betonte etwa, eine Abriegelung sei bislang noch nie dagewesen und "aus aktueller Sicht rein theoretisch". Andere NRW-Städte äußern sich ähnlich.

    Coronavirus: Hat Infizierter in Köln eine Krankenschwester angesteckt?

    Update, 12.01 Uhr: Nach Informationen des WDR war der Heinsberger Corona-Patient vor seiner Verlegung in die Uniklinik Düsseldorf stationär auch in der Kölner Uniklinik in Behandlung: bereits vor knapp zwei Wochen. Laut WDR könnte er nach bisher nicht bestätigten Informationen während seines Aufenthalts in Köln eine Mitarbeiterin der Kliniken infiziert haben. Die Mitarbeiterin zeige Krankheitssymptome. Ein entsprechender Test laufe aber sogar bei insgesamt 21 Patienten und zehn Mitarbeitern der Uniklinik Köln.

    Update, 11.58 Uhr: Der erste Coronavirus-Patient in NRW stammt aus Gangelt an der niederländischen Grenze. "Zurzeit ist es so, dass die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, weil diese Person aus Gangelt auch Kinder hat und am öffentlichen Leben hier teilgenommen hat", sagte Bürgermeister Bernhard Tholen. "Es ist eine Familie hier aus dem Ort, die man kennt, die an Veranstaltungen teilgenommen hat."

    Update, 11.02 Uhr: Nach Angaben der Deutschen Bahn gibt es aktuell "keine Einschränkungen im Zugverkehr". Man sei im engen Kontakt zu den Behörden, die allein die Entscheidung über solche Maßnahmen treffen könnten.

    Update, 10.43 Uhr: Nach dem ersten bestätigten Coronavirus-Fall in NRW haben Geschäftsleute im Kreis Heinsberg über die Schließung ihrer Läden nachgedacht. Sie entschieden sich zu öffnen. Die Nachricht, dass der erste Patient in NRW aus dem Kreis Heinsberg komme, habe die Menschen verunsichert.

    Coronavirus: NRW hat eine Telefon-Hotline eingerichtet

    Update, 10.31 Uhr: Das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz, wo der Coronavirus-Patient zuerst behandelt wurde, will sich am Mittag zu dem Fall äußern. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und der Landrat des Kreises Heinsberg werden am frühen Nachmittag sprechen.

    Das NRW-Gesundheitsministerium hat eine Coronavirus-Hotline unter der Nummer 0211/8554774 geschaltet.

    Ein Ordnungsamtsmitarbeiter schaut auf einen Hinweis am Rathaus in Heinsberg. Das Rathaus ist am Mittwoch geschlossen.

    Update, 9.45 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mahnt rund um das Corona-Virus (Covid-19) zu Wachsamkeit und Gelassenheit. „Unser Gesundheitssystem ist gut darauf vorbereitet“, erklärte Laumann. Maßgeblich seien die Risikobewertungen und Empfehlungen des Rober-Koch-Institus, an denen sich auch das NRW-Gesundheitsministerium strikt orientiere.

    Update, 9.10 Uhr: Wie geht es weiter, nachdem der erste Fall des Coronavirus in NRW festgestellt worden ist? Die Behörden beraten über das  weitere Vorgehen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Es seien Gespräche geplant, um die aktuelle Situation zu bewerten und die nächsten Schritte zu planen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in NRW. Dem 47 Jahre alten Mann aus dem Kreis Heinsberg geht es unverändert schlecht - sein Zustand sei weiter kritisch, sagte ein Sprecher zur dpa.

    Coronavirus in NRW: Öffentliche Einrichtungen geschlossen

    Update 8.10 Uhr: Im Kreis Heinsberg steht das öffentliche Leben an vielen Orten am Mittwoch still. Neben Schulen und Kindergärten ist auch die Kreisverwaltung für den Publikumsverkehr geschlossen, berichtet die Rheinische Post. In den Orten Heinsberg, Erkelenz und Hückelhoven blieben außerdem alle städtischen Einrichtungen geschlossen. Dazu gehören Schwimmbäder, Büchereien und Verwaltungsämter.

    Update 7.25 Uhr: Wie der WDR berichtet, soll nach dem ersten Fall des Coronavirus  in NRW  heute im Gesundheitsministerium ein Expertenteam zusammentreffen. Es wird beraten, wie eine Verbreitung des Coronavirus in NRW verhindern werden kann. Auch das Uniklinikum Düsseldorf will am Morgen informieren, wie es dem schwer erkrankten Mann geht.

    Update 6.30 Uhr: Der in NRW am Coronavirus erkrankte Mann ist in kritischem Zustand. Das berichtet der WDR am Mittwochmorgen und beruft sich auf die behandelnden Ärzte. Der 47 Jahre alte Mann ist intubiert und wird beatmet. Er war am Montag mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen.

    Coronavirus in NRW: Mann in Uniklinik Düsseldorf verlegt

    NRW - Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. In NRW  ist erstmals ein Patient am Coronavirus  erkrankt. Der Mann liegt auf einer Intensivstation  und befindet sich im kritischen Zustand. Es bestehe sogar Lebensgefahr.

    Wie die Rheinische Post berichtet, ist der Mann 47 Jahre alt und stammt aus dem Kreis Heinsberg. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur leidet er an einer Vorerkrankung. Er sei bereits am Montag mit einer schweren Lungenentzündung  in einem Krankenhaus in Erkelenz bei Aachen aufgenommen worden. Der Mann wurde ins Uniklinikum Düsseldorf  verlegt, Auch seine Ehefrau soll betroffen sein. Sie habe Symptome einer Viruserkrankung und wird auch stationär behandelt. Im Gegensatz zu ihrem Mann sei ihr Zustand aber stabil.

    Coronavirus in NRW: Krisenstab lässt Schulen und Kindergärten schließen

    Um nun eine weitere Verbreitung des Coronavirus  in NRW  zu verhindern, ist ein Krisenstab im Kreis Heinsberg einberufen worden. Schulen und Kindergärten bleiben am Mittwoch geschlossen. Der Krisenstab versucht nun alle möglichen Kontaktpersonen des Ehepaares zu ermitteln. Laut Medienberichten soll der Mann Kontakt zu einer Person gehabt haben, der sich kürzlich in China aufgehalten habe.

    Der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gab am Dienstagabend eine Mitteilung heraus. Das Gesundheitswesen in NRW  sei "für solche Erkrankungen gut vorbereitet und aufgestellt". Am Mittwoch will die Uniklinik in Düsseldorf weitere Informationen bekannt geben. Das erkrankte Ehepaar war in der Nacht mit einem besonders geschützten Transport der Feuerwehr erwartet.

    Patienten, die am Coronavirus erkranken, werden auch in NRW auf Isolierstationen verlegt. So soll eine Verbreitung des Covid19 vermieden werden.

    Coronavirus in NRW: Auf diese Symptome sollten Sie achten

    Nach wie vor gilt auch in NRW: Die Gefahr, am Coronavirus zu erkranken ist sehr gering. Das Virus wird über eine Tröpfcheninfektion weitergegeben. Hustende und niesende Personen sollten deshalb gemieden werden. Die Inkubationszeit, die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt zwei Tage bis eine Woche.

    Folgende Symptome können auf eine Infektion mit Coronaviren hinweisen:

    • Fieber
    • Kopfschmerzen
    • Halsschmerze
    • Atemprobleme wie Kurzatmigkeit
    • Lungenentzündung

    Währenddessen breitet sich das Coronavirus in Italien immer weiter aus. Auch in Sizilien gebe es erste Fälle, teilten die Behörden in Rom mit.  Insgesamt stieg die Zahl der Angesteckten in Italien auf mehr als 320, am Vorabend waren es noch etwa 220 gewesen. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf elf.

    Rubriklistenbild: © Daniel Schröder

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