Quarantäne in Velbert

Indische Corona-Variante: Über 100 Hochhaus-Bewohner in NRW isoliert - Mutante nachgewiesen

Corona-Ausbruch in NRW mit indischer Variante: In Velbert stehen noch mehr als 100 Bewohner von Hochhäusern unter Quarantäne. Es liegen weitere positive Tests vor.

Update vom 22. Mai, 20.10 Uhr: Bei sieben der in einem Velberter Hochhaus unter Quarantäne gesetzten Familien ist die indische Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Das teilte der Kreis Mettmann nach der Sequenzierung der Proben von insgesamt 26 infizierten Menschen am Samstag mit. Der Ausbruch zieht außerdem auch in Ratingen weitere Tests im Umfeld einer weiteren Familie nach sich, nachdem das Gesundheitsamt ermittelt hatte, dass es zwischen einer dort infizierten Familie und den Betroffenen in Velbert Kontakte gab. Ob auch hier die indische Variante vorliegt, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen, hieß es weiter.

Nach einem ersten Nachweis der Mutante waren vor knapp einer Woche zunächst vorsorglich 189 Bewohner unter Quarantäne gesetzt und getestet worden. Viele der nicht betroffenen Bewohner konnten zwischenzeitlich aus der Isolation entlassen worden. Die Weltgesundheitsorganisation hatte die indische Corona-Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Laut Experten könnte sie bis zu 50 Prozent ansteckender sein als die britische Variante.

Update vom 19. Mai, 10.45 Uhr: Nach dem Nachweis der indischen Coronavirus-Variante bei einem Hochhaus-Bewohner in Velbert laufen die weiteren Tests auf Hochtouren. Nach zunächst 19 positiven Tests bei 4 Familien sei das Virus nun bei insgesamt 26 Bewohnern aus 6 Familien nachgewiesen worden, sagte der Gesundheitsdezernent des Kreises Mettmann, Marcus Kowalczyk, am Mittwoch. Es sei aber noch unklar, ob darunter auch die als besonders ansteckend geltende indische Variante vertreten sei. Mittlerweile dürfen sich laut WDR 73 der zu Beginn 189 unter Quarantäne stehenden Personen wieder frei bewegen.

StadtVelbert
KreisMettmann
Einwohnerca. 82.000

[Erstmeldung vom 18. Mai] Velbert - In Velbert (Kreis Mettmann/NRW) ist es zu einem Corona-Ausbruch mit mindestens einem Fall der indischen Virusvariante gekommen. Mehrere Bewohner zweier Hochhäuser haben sich nach Angaben eines Stadtsprechers mit dem Coronavirus infiziert. Fast 200 Menschen sind in Quarantäne. (News zum Coronavirus)

Velbert/NRW: Corona-Ausbruch mit indischer Variante: 189 Menschen unter Quarantäne

Bislang lagen bereits 19 positive Corona-Tests aus vier Familien in den beiden Hochhäusern in Velbert-Birth vor. Die als besonders ansteckend geltende indische Variante B.1.167 wurde aber nur in einem Fall nachgewiesen.

Am Dienstagnachmittag erhielt der Kreis Mettmann 97 Ergebnisse von allen 189 Personen, die sich der Reihentestung am Sonntag und Montag unterziehen mussten und seit Sonntag unter Quarantäne stehen. Bei sechs Personen, die bereits unter den 19 positiv Getesteten waren, bestätigte sich der Befund. Die übrigen 91 Proben fielen negativ aus. 92 Ergebnisse standen noch aus. Bis zum Sonntag sollen sich alle Bewohner der Häuser zwei weiteren Tests unterziehen.

„Bis die positiven Corona-Befunde auf die indische Variante untersucht sind, dauert es aber ungefähr sieben Tage“, stellte Kowalczyk klar. Wie lange die Isolation der Bewohner aufrecht erhalten werden muss, konnte er noch nicht sagen. Der Ausbruch in den beiden Hochhäusern in Velbert begann laut dem Kreis Mettmann mit einer Frau. Sie soll erste Symptome entwickelt haben. Einige Tage später habe sie sich beim Hausarzt testen lassen.

Velbert/NRW: Indische Variante bei mindestens einem Bewohner nachgewiesen

Die Quarantäneanordnung wird tagsüber vom kommunalen Ordnungsdienst kontrolliert, nachts übernimmt ein Sicherheitsdienst, schreibt das rnd mit Verweis auf einen Stadtsprecher. Das Deutsche Rote Kreuz kümmere sich um die Lebensmittelversorgung der Betroffenen und gehe auch mit den Hunden der Bewohner Gassi.

Polizisten stehen nach einem Corona-Ausbruch vor einem unter Quarantäne gestellten Studentenwohnheim.

Die indische Corona-Variante war zuvor von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft worden. Laut Experten könnte sie bis zu 50 Prozent ansteckender sein als die britische Variante. Bisher war die indische Mutation unter anderem Ende April in Köln, Anfang Mai in Gladbeck und Dorsten, vor eineinhalb Wochen in Düsseldorf und vor wenigen Tagen in Werl im Kreis Soest nachgewiesen worden.

Unterdessen entspannt sich die Corona-Lage etwas: Die Inzindenz-Werte in Deutschland und Nordrhein-Westfalen sinken. (mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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