Corona-Regeln in NRW

Bereits im Juni wieder an die Uni? Landesregierung macht Hoffnung auf Lockerungen

Können Studierende in NRW bald wieder an die Universitäten zurückkehren? Die Regierung hat Lockerungen der Corona-Regeln für Hochschulen in Aussicht gestellt.

Hamm - Können Studierende noch im Sommersemester an die Universitäten von NRW zurückkehren? Zumindest macht die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen Hoffnung auf gelockerte Corona-Regeln an den Hochschulen. Jetzt soll es schnell gehen. Aber etwas Skepsis bleibt - besonders, weil viele junge Menschen noch nicht geimpft sind. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
Größte UniversitätFern-Universität Hagen (circa 76.647 Studierende im Sommersemester 20)
WissenschaftsministerinIsabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos)

Neue Corona-Regeln an Unis in NRW? Regierung macht Hoffnung auf Lockerungen an Hochschulen

Die Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer Pensgen (parteilos), geht davon aus, dass noch in diesem Monat weitere Öffnungen an den Universitäten möglich sind. Wenn sich die Corona-Zahlen weiterhin so positiv entwickeln, sei es sogar möglich, dass Studentinnen und Studenten noch im Juni wieder in die Präsenzlehre zurückkehren können, sagte Isabel Pfeiffer-Poensgen der Rheinischen Post.

Bislang sind viele Studierende an ihrer Hochschule nur auf den Digitalunterricht angewiesen: Seminare, Vorlesungen, Tutorien - alles findet zu Hause und oft im „Kinderzimmer“ statt. Das Studentenleben ist durch Corona zum Erliegen gekommen. Bislang gibt es Ausnahmen für Prüfungen. Die Wissenschaftsministerin gibt jetzt Hoffnung, dass auch die Lehrveranstaltungen wieder in Präsenz stattfinden kann.

Präsenzlehre statt Homeoffice: Studierende sollen wieder an Universitäten in NRW zurückkehren

Ganz normalen Alltag wird es an den Universitäten erst einmal nicht geben. Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW verbietet noch vieles, etwa private Zusammenkünfte für Partys bleiben weitgehend untersagt. Auch mit den Impfungen für junge Menschen gibt es noch nicht viel Fortschritt. Am 7. Juni soll zwar die Impfpriorisierung enden und die Corona-Impfungen für alle Menschen freigegeben werden, jedoch haben noch nicht alle Menschen der Prioritätsstufe 3 einen Impftermin. Und auch die Schülerinnen und Schüler sollen möglichst vor Ende der Sommerferien geimpft werden.

Lambert T. Koch, der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, dämpft dementsprechend bereits die Erwartungen, die mit dem kleinen Hoffnungsschimmer für Universitäten aufkamen. Er geht davon aus, so sagte er es der Rheinischen Post, dass sich die Corona-Lockerungen „noch vergleichsweise wenig“ auf das laufende Sommersemester an den Unis in NRW auswirken werden.

Problem Impfung: Junge Menschen warten noch auf Corona-Impftermin

Der Vorsitzende betont dabei, dass noch sehr wenige Studierende geimpft seien. Dazu gebe es ein räumliches Problem. Viele Studierende mussten aufgrund der Corona-Pandemie ihre Wohnungen am Studienort aufgeben - ihnen fehlte das Geld. Jetzt wohnen sie bei ihren Eltern und können gegebenenfalls nicht so schnell anreisen. Hinzu kommen die ausländischen Studierenden, die nicht anreisen können, weil sie zum Beispiel aus Risikogebieten kommen.

Aber selbst bei so viel Skepsis gibt auch Lambert T. Koch Hoffnung: „Für das kommende Wintersemester rechnen wir mit einem großen Schritt in Richtung Normalisierung. Der Anteil an Präsenzlehre wird erheblich steigen.“ Abhängig ist diese Normalität jedoch davon, dass die Bundesregierung ihr Versprechen hält und bis zum Ende des Sommers wirklich allen Bewohnern in Deutschland ein Impfangebot macht. Sonst, so Koch, drohe „ein bildungspolitisches Desaster“. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare