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Neue Corona-Regeln in NRW: Einzelhandel, Karneval, Ausnahmen bei 2G

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Von: Hannah Decke

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In NRW gibt es erneut neue Corona-Regeln. Gelockert wurde nur im Einzelhandel. Zudem gab es Änderungen beim Karneval und bei 2G.

Hamm - Deutschland befindet sich kurz vor dem Höhepunkt der Omikron-Welle. Die Corona-Zahlen erreichen derzeit täglich neue Rekordwerte - und trotzdem wird über Lockerungen diskutiert. „Die leichteren Krankheitsverläufe bei Omikron geben uns die Chance, bald in eine neue Phase der Pandemie einzutreten“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst jüngst im ZDF. Aber er will noch warten. Gleichwohl gibt es jetzt in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen erste Anpassungen.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Neue Corona-Regeln in NRW: 2G im Einzelhandelt fällt weg - alle Änderungen

Das NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kündigte für die kommenden Wochen zwei Stufen im weiteren Vorgehen an: Zunächst soll die Corona-Schutzverordnung für vier Wochen verlängert werden. Es gibt kleinere Anpassungen, allerdings keine großen Lockerungen. Dann soll das Infektionsgeschehen weiter beobachtet und vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen am 16. Februar neu bewertet werden.

Und das ändert sich mit der neuen Corona-Schutzverordnung: Im Einzelhandel bleibt die 2G-Regelung zunächst bestehen, allerdings wohl nicht mehr lange. Wie unsere Redaktion aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, will die NRW-Landesregierung ab dem 18. Februar die 2G-Regel im Einzelhandel abschaffen. Bekanntgegeben werden soll das bereits am Mittwoch, 9. Februar 2022.

Andere Bundesländer haben die strenge Corona-Regel im Handel bereits gestrichen. Nun zieht NRW bezüglich des Einzelhandels offenbar nach. Ministerpräsident Hendrik Wüst deutete am Mittwoch am Rande eines Termins in Köln an, die Zugangsbeschränkung im Handel nach der Ministerpräsidentenkonferenz (16. Februar) aufheben zu wollen. Schon heute gebe er das Signal, „dass wir unmittelbar nach der Ministerpräsidentenkonferenz Einheitlichkeit herstellen werden mit unseren Nachbarn Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz“.

Neue Corona-Schutzverordnung in NRW: Neue Ausnahme bei der 2G-Regel

Eine weitere Anpassung ist bei den Ausnahmen der 2G-Regelung: Wie Laumann erläuterte, werden Jugendliche bis 18 Jahren, die zur Schule gehen, bei der 2G-Regel mit Geimpften gleichgestellt. Bislang galt dies für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre. Zudem soll die Jugendarbeit unter 3G zulässig sein. Bislang war dies nur in bestimmten Bereichen möglich.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, beantwortet die Fragen von Journalisten. Laumann äußerte sich zur Anpassung der Corona-Schutzverordnung und zu Regeln für den Karneval.
NRW will noch keine großen Lockerungen der Corona-Regeln vornehmen. Das teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Dienstag mit. © Federico Gambarini/dpa

Auch die Regeln für den Karneval 2022 sind in der neuen Schutzverordnung festgeschrieben. Die NRW-Landesregierung plant für die Karnevalstage „räumlich abgegrenzte Brauchtumsgebiete innerhalb der Städte“. Alle, die in diesen Zonen feiern wollten, müssten entweder vollständig geimpft und geboostert oder aber vollständig geimpft und frisch getestet sein, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Dienstag.

Eine Änderung schien es zunächst auch bei den Fitnessstudios zu geben - allerdings wurde diese nicht von Minister Laumann vorgestellt, sondern vom Oberverwaltungsgericht NRW: Die 2G-plus-Regel in Fitnessstudios wurde gekippt. Daraufhin besserte die Landesregierung aber nach.

Neue Corona-Schutzverordnung in NRW: Vorerst keine Lockerungen

Omikron hat die Dynamik der Pandemie verändert. Das Virusvariante verbreitet sich rasend schnell, führt in der Regel aber zu einem eher milderen Krankheitsverlauf. Deshalb werden Rufe nach Lockerungen laut. Die NRW-Landesregierung will aber noch warten.

Wie Karl-Josef Laumann am Dienstag mitteilte, sei die Situation in den Krankenhäusern in NRW aktuell beherrschbar. Allerdings müssten Personalausfälle und die zeitlich verzögerte Auswirkung der hohen Infektionszahlen in den Kliniken berücksichtigt werden. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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