Vor Schulstart am 15. März

Schulöffnung am Montag: NRW verspricht besonderen Corona-Schutz

Am Montag (15. März) kehren Tausende Schüler in NRW zurück in den Präsenzunterricht an Schulen. Die Landesregierung will sie mit einer Dreifach-Maßnahme vor Corona schützen.

Düsseldorf - Corona bestimmt noch das Leben in NRW, doch für tausende Schüler geht es ab Montag (15. März) aus dem trauten Heim trotzdem zurück in den Klassenraum. Für nahezu alle Schüler in NRW gibt es dann wieder Präsenzunterricht im Wechsel mit Distanzunterricht. *RUHR24.de verrät, wie die Schüler vor einer Infektion mit dem Coronavirus* geschützt werden sollen.

Corona-Sieben-Tages-Inzidenz in NRW73,2 (Stand: 12. März 2021)
Aktuell infizierte Personen28.000
Gemeldete Fälle seit Beginn der Pandemie553.790

Schule und Corona in NRW: Regierung stellt Millionen Schnelltests zur Verfügung

So hat das Land NRW nun angekündigt, zum Start des Präsenzunterrichts für viele weitere NRW-Schüler* ab Montag und bis zu den Osterferien 1,8 Millionen Corona-Selbsttests zur Verfügung zu stellen. Sie sollen bis zu den Osterferien an die Schulen verteilt werden. Die Belieferung der Tests startet am 16. März. Dann wolle das Schulministerium auch über die Details der Umsetzung sowie dem Ablauf der Testungen in den Schulen informieren.

Zudem werden jetzt auch Lehrer in Grundschulen gegen Corona geimpft. Und dann gibt es ja nach wie vor die Hygieneregeln, an die sich jede Schule halten muss. „Schützen, Impfen, Testen“ - so also will NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) das Lernen an Schulen so sicher wie möglich machen.

NRW-Schulen öffnen für viele Schüler - doch wegen Corona kommt es zum Wechselunterricht

Zum Schützen gehört nicht nur die Maskenpflicht im Unterricht, sondern auch der sogenannte Wechselunterricht. So kehren in den meisten Fällen immer nur halbe Klassen zurück in den Unterricht vor Ort. Die andere Hälfte lernt von daheim weiter. Dann wird gewechselt. Dabei soll in NRW kein Kind länger als eine Woche Distanzunterricht erhalten (hier mehr Corona-News aus NRW* auf RUHR24.de lesen).

Während die Schüler kostenlose Selbsttests erhalten, haben die Lehrer in NRW bereits seit dem 11. Januar die Möglichkeit, sich anlasslos zweimal die Woche testen zu lassen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum letzten Schultag vor den Osterferien (26. März 2021).

NRW-Landesregierung will mit mehreren Maßnahmen Schüler vor Corona schützen

Mit diesen weiteren Maßnahmen will das NRW-Schulministerium Schüler, Lehrer und weitere Schulmitarbeiter vor einer Corona-Infektion schützen:

  • Körperkontakt vermeiden,
  • Gegenstände nicht gemeinsam nutzen,
  • gute Handhygiene,
  • Einhaltung von Hust- und Niesetikette,
  • Maskenpflicht (medizinisch) auf dem gesamten Schulgelände,
  • regelmäßige Reinigung der Schulräume und Toiletten,
  • intensives Lüften der Klassenräume (alle 20 Minuten)

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer ist sich sicher, dass die Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit in NRW sorgen werden: „Die Corona-Selbsttests sind ein zusätzlicher Baustein für den Infektionsschutz. Sie helfen uns dabei, das Recht auf Bildung und den Gesundheitsschutz umzusetzen.“

Kritik für Rückkehr zum Präsenzunterricht in NRW: „Schutz vor Corona kaum zu gewährleisten“

Während die Landesregierung mit ihren Anti-Corona-Maßnahmen zufrieden zu sein scheint, gibt es für die Rückkehr vieler Schüler in den Präsenzunterricht auch Kritik - etwa vom Schülervertreter Daniel Ackermann (19) aus dem Kreis Gütersloh*. Der Schutz der Gesundheit sei für ihn kaum zu gewährleisten.

Er kritisiert etwa, dass die Abstandsgebote in vollen Bussen und Bahnen zu den Schulen nicht eingehalten werden können. Ackermann fordert ein funktionierendes ÖPNV-Konzept und einen entzerrten Unterrichtsbeginn. Städte wie Herne oder Dortmund haben solche Konzepte allerdings bereits fest in ihre Strukturen verankert. Doch es hapert nach wie vor an den Kapazitäten im ÖPNV.

Inzidenz in NRW nicht unter 50 - warum werden Schulen trotzdem geöffnet?

Kritik gibt es auch für die Öffnung der Schulen, obwohl die Inzidenz in NRW nicht unter 50 sei. Ackermann fragt sich, warum Geschäfte trotz Hygienekonzepte nicht öffnen dürften, während das in Schulen möglich sei. Auch von Seiten mancher Eltern gibt es Kritik. Laut MSL24.de* ist sogar ein Schul-Boykott in NRW* geplant.

Für das Land ist die Rückkehr tausender Schüler zurück in den Unterricht indes eine Frage der Bildungsgerechtigkeit. Es gehe der Regierung darum, den Bedürfnissen der bisher noch ausschließlich in Distanzunterricht beschulten Kinder und Jugendlichen wieder besser zu entsprechen und „ein wichtiges Signal auf dem Weg zu mehr schulischer Normalität“ zu geben. Verschiedene Verbände - etwa jene der Lehrer, der Eltern oder der Schulleiter - hatten sich zuvor für genau diesen Weg ausgesprochen. *RUHR24.de und MSL24.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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