Rasante Entwicklung

Corona in der Schule: Inzidenz bei Schülern in NRW-Hotspot explodiert regelrecht

Die Corona-Inzidenz in NRW steigt. Insbesondere unter Schülern gibt es zahlreiche neue Ansteckungen mit dem Coronavirus. Ein Hotspot vermeldet erschreckende Zahlen.

Hamm/Dortmund - In Nordrhein-Westfalen steigen die Corona-Zahlen derzeit rasant. Im bundesweiten Durchschnitt ist die Inzidenz in NRW am höchsten. Besonders drastisch ist die Lage in den Schulen. Die Stadt Dortmund hat nun Zahlen veröffentlicht, die das untermauern. Denn die Inzidenz in den Schulen ist dort regelrecht explodiert. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Schulen in NRW: Corona-Inzidenz bei Schülern in Dortmund liegt bei über 500

Wie ruhrnachrichten.de schreibt, hat die Inzidenz unter Schülern aus Dortmund in diesen Tagen einen neuen Rekordwert erreicht. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt bei 519. Auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens sind ähnliche Trends in den Schulen zu erwarten.

Die Inzidenz spielt zwar bald keine Rolle mehr als Rahmen für die Corona-Regeln in Deutschland, allerdings wollen Experten um Karl Lauterbach noch immer an der Inzidenz festhalten, weil sie insbesondere bei Schülerinnen und Schülern einen aussagekräftigen Maßstab darstellt. Es gibt mittlerweile eine Impfempfehlung der Stiko für 12- bis 17-Jährige, viele Jugendliche sind aber noch ungeimpft. Und einer Statistik zufolge erkranken fünf Prozent aller mit Corona infizierten Kinder mit Long Covid.

Dementsprechend alarmierend sind die Zahlen aus Dortmund. 268 Schülerinnen und Schüler haben sich dort binnen einer Woche mit dem Coronavirus infiziert. Das entspricht laut der Statistik 13 Kindern, die von Long-Covid-Symptomen betroffen sein werden.

Corona in NRW: Das sind die Gründe für den Inzidenz-Anstieg bei Schülern

Allgemein liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Dortmund „nur“ bei 165,4. Dass der Richtwert in den Schulen so hoch ausfällt, liegt einerseits an den vielen Corona-Testungen, die die Schüler im Übrigen auch durch ihre Schülerausweise nachweisen können. Andererseits waren vor dem Schulstart noch viele Familien mit ihren Kindern im Sommerurlaub und könnten eine Corona-Infektion bei ihrer Reiserückkehr mitgebracht haben. Darauf weist auch ein Dortmunder Corona-Experte hin, der sich vor allem über viele Corona-Infektionen von Türkei-Urlaubern ärgert.

In der Schule könnten die Kinder dann zu Superspreadern werden. Unverantwortlich, wie Karl Lauterbach findet - laut dem SPD-Politiker nehmen die Schulkinder auf diese Art und Weise bei einem Massenexperiment teil.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare