China-Import

Corona-Tests: Auch Mode-Firma Van Laack bietet jetzt Selbsttests an

Der Markt der Corona-Schnelltests explodiert. Van Laack mischt sich ein und will jetzt auch Selbsttests verkaufen. Ob Armin Laschet dafür eine Empfehlung ausspricht?

Mönchengladbach - Nachdem die FIrma Van Laack bereits mehr als 120 Millionen Stoffmasken verkauft hat, will das Unternehmen, das eigentlich Hemden herstellen, ein weiteres Produkt zur Corona-Bekämpfung auf den Markt bringen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, bekomme Van Laack Corona-Selbsttests des Herstellers Lepu Medical aus China geliefert, erklärte Firmenchef Christian von Daniels. (News zum Coronavirus)

FirmaVan Laack
BrancheTextilbranche
SitzMönchengladbach
FirmenchefChristian von Daniels

Corona-Schnelltests: Van Laack bietet jetzt Selbsttests für Laien an

Aktuell habe man bereits vier Millionen Corona-Tests auf Lager, sechs Millionen sollen bis Ende März dazukommen. Ab April sollen 20 Millionen Tests monatlich geliefert werden. Bei den Tests handelt es sich um Selbsttests. Van Laack will das für Laien gedachte Produkt in seinen eigenen Shops anbieten, aber auch vor allem aber an Firmen und den Einzelhandel weiterverkaufen, damit es dort an den Endabnehmer gelangt.

Van Laack greift damit einen Markt auf, auf sich schon zahlreiche Unternehmen tummeln, schließlich ist die Nachfrage aus der Bevölkerung hoch. Der Discounter Aldi hatte am vergangenen Samstag als erster Discounter Corona-Selbsttests zum Verkauf im Einzelhandel angeboten. Die Produkte waren schnell vergriffen. Die Drogeriekette dm plante ursprünglich, schon ab Dienstag Schnelltests zu veräußern, inzwischen gibt es einen neuen Termin. Auch bei Rossmann, Lidl, Rewe und Kaufland soll es schon bald Selbsttests zu kaufen geben.

Corona-Schnelltests: Van Laack will Selbsttests verkaufen - Bundesamt prüft Zulassung

Der Einstieg von Van Laack verdeutlicht, dass nun weiter Bewegung in das Marktsegment kommt und die derzeitige Knappheit an Corona-Schnelltests bald Geschichte sein könnte. Viele zweifeln jedoch an der Qualität der Selbsttests, die es nun im Supermarkt zu kaufen gibt. Schließlich lasse sich das Ergebnis eines Corona-Selbsttest von Aldi zu leicht fälschen.

Von Daniels verwies darauf, dass es sich bei dem von Van Laack verkauften Produkt um den gleichen Corona-Tests handele, der schon seit Ende Januar in Österreich massenhaft eingesetzt werde. Die Wirksamkeit des Schnelltests sei unstrittig, es sei vom Paul-Ehrlich-Institut geprüft.

Trotz dieser erfolgreichen Prüfung wartet Van Laack allerdings noch auf grünes Licht des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Bei der Sonderzulassung durch das BfArM gehe es um die Frage, ob das Medizinprodukt auch von den Verbrauchern richtig angewendet werden kann.

Van Laack will Selbsttests verkaufen und bleibt nach Masken-Affäre um Armin Laschet im Corona-Business

Beim Import arbeitet Van Laack mit der kleinen Handelsfirma Kingline aus Erlangen zusammen. Van Laack kümmert sich um die Finanzierung, Umverpackung und Distribution der Tests. Mit den Corona-Selbsttests nimmt Van Laack nun aber ein weiteres „Corona-Produkt“ in sein Sortiment auf, um nach eigener Aussage den Umsatz hoch zu halten.

Politisch hatten Aufträge des Landes Nordrhein-Westfalen an Van Laack für Debatten. gesorgt So bestellte die NRW-Landesregierung auf Empfehlung von Armin Laschet Millionen Masken der Marke Van Laack. Joe Laschet, Modeblogger und Sohn des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) wird eine enge Verbindung zu Van Laack nachgesagt. Dieser hatte zuvor bereits mehrfach für die Marke geworben. Der Masken-Auftrag wurde zwar rückabgewickelt, jedoch wurden zig Millionen Schutzkittel beordert, die von einigen Kliniken aussortiert wurden. - mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © Zacharie Scheurer/Rolf Vennenbernd/dpa

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