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Engpässe bei Corona-Schnelltests auch in Schulen? Land NRW klärt auf

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Von: Alexander Schäfer

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Das Angebot an Corona-Schnelltests wird knapp. Betrifft das auch Schulen? Das Land NRW hat sich dazu geäußert. Die Lage dort wird zudem als „sehr beherrschbar“ beschrieben.

Düsseldorf – NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat Befürchtungen über mögliche Engpässe bei Corona-Tests an Schulen zurückgewiesen. So verfügten die Schulen mit Stand 1. Dezember über 14 Millionen Tests als Reserve. „Wir werden auch im kommenden Jahr ausreichend Tests zur Verfügung stellen“, sagte Gebauer am Mittwoch im Schulausschuss. Man werde das Logistiksystem so lange in Anspruch nehmen „wie wir es benötigen“. Das Land Nordrhein-Westfalen werde die Bereitstellung der Tests „bis zum letzten Tag“ sicherstellen.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Engpässe bei Corona-Schnelltests auch in Schulen? Land NRW klärt auf

Auslöser der Debatte ist unter anderem der Umstand, dass der Vertrag mit dem bisherigen Lieferanten der Tests zum Jahresende ausläuft und noch kein Nachfolger feststeht. Zudem werden bundesweit und auch in NRW die Schnelltests knapp. Gebauer warf der Opposition vor, gezielt Unsicherheiten zu verbreiten. „Wir haben eine stabile Logistik, wir fahren Tag für Tag zweimal um den Globus“, so Gebauer. In der Woche vor Weihnachten werde man sogar noch intensiver testen. So sollen am 22. Dezember alle Grund- und Förderschüler zusätzlich getestet werden.

In Sachen Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren bereiten Schulministerium und Gesundheitsministerium Impfangebote vor. Diese könnten, so Gebauer, in Abstimmung mit den Schulträgern auch mobil an den Schulen erfolgen. Allerdings geht die Schulministerin davon aus, dass die Eltern dieser Altersgruppe lieber auf den Haus- oder Kinderarzt zurückgreifen. Starten werden in NRW die Impfungen der Kinder im Verlauf der kommenden Woche.

Corona an Schulen in NRW: Gebauer sieht Lage als „sehr beherrschbar“

Die Corona-Lage an den Schulen bezeichnete Gebauer trotz gestiegender Infektionszahlen als „sehr beherrschbar“. Sie verwies dabei auf die bewährten Sicherheitsmaßnahmen und die Impfquote. Mehr als 54 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in NRW seien vollständig geimpft, das sei nach Schleswig-Holstein die zweithöchste Quote in einem Bundesland. „Schulen sind keine Infektionstreiber. Sie sind für Schüler und Lehrer sichere Lern- und Lehrorte“, betonte die Ministerin.

Als Beleg dafür nannte Gebauer einige Zahlen. So gab es in der vergangenen Woche 17 063 bestätigte Coronafälle unter Schülern. Das sind 0,84 Prozent aller Schüler. In Quarantäne befanden sich knapp 34 000 Schüler, davon allein gut 21 000 aus der Primarstufe. Hier gibt es bekanntlich zunächst Pool-Testungen. Von 2,6 Millionen durchgeführten Selbsttests waren 5 518 positiv (0,19 Prozent). Bei den Pooltestungen lag die „Trefferquote“ bei 0,36 Prozent.

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