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Corona-Regeln bei Aldi, Lidl oder Edeka: Mögliche Änderung bei Maskenpflicht

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Von: Marcel Guboff

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Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz gelten gelockerte Corona-Regeln in NRW. Die wirken sich aber nicht auf Discounter und Supermärkte aus - bisher. 

Hamm - Nordrhein-Westfalen und Deutschland steuern immer mehr Richtung Normalität in Sachen Coronavirus. Mit Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes sind auch eine Reihe von Corona-Regeln und Maßnahmen gekippt oder zumindest drastisch gelockert worden. Stattdessen gibt es „nur“ noch einige Basisschutz-Maßnahmen.

Deutsches LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
HauptstadtDüsseldorf

Corona-Regeln im Discounter und Supermarkt: Radikale Änderung der Maskenpflicht möglich

Das hat am Ende auch Auswirkungen auf die Corona-Regeln beim Einkaufen im Supermarkt und Discounter - also bei Aldi, Lidl, Netto, Edeka Rewe oder Kaufland. Betroffen ist dabei vor allem die Maskenpflicht für Kunden wie auch für Mitarbeiter.

Noch müssen Mund- und Nasenschutz getragen werden bei Rewe, Edeka, Lidl der Aldi, das eine Preiserhöhung bei über 400 Artikeln ankündigte. Mit der seit 19. März aktualisierten Corona-Schutzverordnung ist in NRW die Maskenpflicht im Freien gefallen - im Innenraum bleibt diese Regel vorerst jedoch bestehen.

Das ist angesichts des hohen Infektionsgeschehens auch gut so, sagte WDR-Wissenschaftsjournalistin Christina Sartori: „Wenn alle eine Maske tragen – im Supermarkt, Bus, Rathaus, in der Arztpraxis – dann trägt das dazu bei, dass das Virus sich schlechter verbreiten kann.“ Vor allem durch FFP2-Masken sei viel weniger Virusmaterial in der Luft.

NRW: Maskenpflicht in Supermärkten und Discounter bis zum 2. April - und dann?

Aber: Nach dem 2. April kann das ganz anders aussehen beim Einkaufen bei Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka - so lange gilt vorerst die aktualisierte Corona-Schutzverordnung in NRW - inklusive Maskenpflicht in vielen Bereichen. Und dann? Es könnte zu einer radikalen Regel-Änderung auch bei der Maskenpflicht kommen. Nach diesem Termin könnte diese Maßnahme auch im Einzelhandel - und damit ebenso in Supermärkten und Discountern - gänzlich fallen. Einige Bundesländer haben die Maskenpflicht in Supermärkten bereits gekippt, wie Heidelberg24* berichtet.

Seit Sonntag, 20. März, gilt durch das neue Infektionsschutzgesetz bundesweit ein sogenannter Basisschutz. Dieser sieht im Kern lediglich eine Maskenpflicht für öffentliche Verkehrsmittel und für Einrichtungen mit vulnerablen Menschen vor. Schärfere Maßnahmen dürfen die Länder nur für Corona-Hotspots anordnen. Übergangsweise dürfen die Länder aber die bisherigen Regeln noch bis zum 2. April in Kraft lassen.

Diese neuen Corona-Regeln sorgen für viel Kritik Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat diese Lockerungen derweil erneut verteidigt. „Da sich die Menschen in der Omikron-Welle durch Masken und inzwischen auch durch Impfungen selber schützen können, darf man die Freiheit anderer nicht mehr so stark einschränken wie zuvor“, sagte Karl Lauterbach dem Tagesspiegel.

Karl Lauterbach: Lockerung der Maskenpflicht eine juristische und keine pandemische Einschätzung

Zugleich räumte der Bundesgesundheitsminister ein, dass es sich bei den Lockerungen „um eine juristische, nicht um eine pandemische Einschätzung“ handele. „Natürlich ist es aus medizinischer Sicht traurig und bitter, wenn Menschen schwer erkranken oder sterben. Ich versuche, das zu verhindern, wo ich kann. Aber das hat rechtliche Grenzen.“

Karl Lauterbach wies darauf hin, dass die Maskenpflicht vielerorts weiterhin gelte, weil die meisten Bundesländer - wie etwa NRW - die Übergangszeit bis zum 2. April nutzten. „Und für die Zeit danach haben sie die Möglichkeit, neue Regeln auf der Grundlage des neuen Infektionsschutzgesetzes zu wählen“, sagte er. „Somit ist es genau umgekehrt, wie es nach außen wirkt: Durch das Infektionsschutzgesetz wurde die Maskenpflicht gerettet.“

Eine Entscheidung für die Maskenpflicht in Schulen hat NRW bereits getroffen: Sie fällt am 2. April. Auch die obligatorischen Corona-Tests an den Schulen in NRW enden in diesem Frühjahr. *wa.de und heidelberg24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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