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Corona-Regeln in NRW: Was sich mit der neuen Schutzverordnung geändert hat

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Von: Daniel Großert

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In NRW gelten neue Corona-Regeln. Die Schutzverordnung wurde vor Weihnachten noch einmal angepasst. Diese Maßnahmen müssen Sie jetzt kennen. 

Hamm - Kurz vor Weihnachten hat die Landesregierung die Corona-Regeln für Nordrhein-Westfalen noch einmal angepasst. Am Donnerstag (16. Dezember) veröffentlichte das Gesundheitsministerium eine neue Schutzverordnung, in der einige Maßnahmen geändert und andere neu hinzugekommen sind. Sie tritt am Freitag, 17. Dezember, in Kraft.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)

Neue Corona-Regeln in NRW: Schutzverordnung angepasst - das steht drin

Offiziell hat die Landesregierung um Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Corona-Schutzverordnung „den aktuellen Entwicklungen des Infektions- und Pandemiegeschehens in Nordrhein-Westfalen angepasst und verlängert“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Zentrales Anliegen sei weiterhin, die Ausbreitung des Coronavirus und besonders der Omikron-Variante zu verhindern.

Die erste Anpassung in der neuen Corona-Schutzverordnung für NRW betrifft Tanzveranstaltungen. Diese sind ab sofort verboten. Das gelte sowohl für öffentliche Tanzveranstaltungen - in Münster hatte es zuletzt bei einem Paartanz-Festival trotz 2G-plus-Regel einen Corona-Ausbruch gegeben - als auch für private Tanz- und Diskoveranstaltungen. „Darunter fallen auch etwa Silvesterbälle in der Gastronomie und vergleichbare Veranstaltungen, wenn das Tanzen Schwerpunkt der Veranstaltung ist“, heißt es.

Darüber hinaus hat die Landesregierung die Regelungen rund um das Böllerverbot an Silvester 2021/22 konkretisiert. Demnach sind öffentliche Feuerwerke sowie die private Verwendung von Pyrotechnik auf „publikumsträchtigen“ Plätzen und Straßen verboten. Für welche Bereiche das gilt, sollen die lokalen Behörden jeweils per Allgemeinverfügung festlegen.

Neue Corona-Schutzverordnung für NRW: Diese Regeln wurden angepasst

Ebenfalls ist die Maskenpflicht beim „gemeinsamen Singen“ in NRW angepasst worden. Ab sofort dürfen nach der neuen Corona-Schutzverordnung nur noch immunisierte - also geimpfte oder genesene - Chormitglieder bzw. Sänger bei Auftritten und den zugehörigen Proben auf das Tragen einer Maske verzichten. Wer nicht im Chor bzw. als Sänger auftritt oder probt, muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen - also auch die Besucher von Gottesdiensten an Weihnachten.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst spricht im Landtag mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und seinem Stellvertreter Joachim Stamp.
Neue Corona-Regeln für NRW: Die Landesregierung um Ministerpräsident Hendrik Wüst (m.), seinen Stellvertreter Joachim Stamp (l.) und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Schutzverordnung angepasst. © Oliver Berg/dpa

Die letzte Änderung der Corona-Regeln betrifft die Tests für Schüler. Weil sie in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien, die 2021 nicht erneut früher beginnen werden, normal auf eine Infektion getestet werden, gilt dieser Status bis einschließlich 26. Dezember (2. Weihnachtstag). Vom 27. Dezember bis zum Ende der Ferien (9. Januar) gelten Schüler aber nicht als getestete Personen. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre benötigen in dieser Zeit also einen Testnachweis für Aktivitäten, die unter die 2G- oder 3G-Regel fallen.

Bei der Anpassung der Corona-Regeln hat die NRW-Landesregierung nach eigenen Angaben auch das bevorstehende Weihnachtsfest in den Blick genommen. „Insbesondere vor dem Hintergrund der Omikron-Variante kann keine Entwarnung gegeben werden. Wir schaffen nun frühzeitig Planungssicherheit für die Feiertage und den Jahreswechsel. Mein erster Appell an alle Bürgerinnen und Bürger ist, unnötige Kontakte zu vermeiden, die AHA-Regeln zu beachten und sich schnellstmöglich impfen oder boostern zu lassen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Weil Weihnachten nicht die Zeit sei, in der die Bürger auf Kontakte verzichten, appelliert der CDU-Politiker zudem, die kostenlosen Bürgertests zu nutzen. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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