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Corona-Regeln in NRW: Bis Ende November gelten diese Maßnahmen

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Von: Christian Keiter

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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat am Freitag (29. Oktober) über das aktuelle Corona-Geschehen informiert. Die neue Schutzverordnung wurde bereits im Vorfeld veröffentlicht.

Update, Freitag (29. Oktober), 14.41 Uhr: Düsseldorf – Soeben hat sich Karl-Josef Laumann bei einer Pressekonferenz zur Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geäußert. Der NRW-Gesundheitsminister sprach dabei unter anderem über...

Corona in NRW: Zahlen in den Krankenhäusern laut Laumann stabil

Laumann-PK zur Corona-Lage in NRW: „Viele Infizierte brauchen das Gesundheitssystem zum Glück nicht“

Gesundheitsminister Laumann
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) © Rolf Vennenbernd/dpa

Corona in NRW: Laumann wirft Ungeimpften unsolidarisches Verhalten vor

Laumann begründet Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht als Gesamtabwägung

Erstmeldung, Freitag (29. Oktober), 11.05 Uhr: Mit einer Inzidenz von knapp 100 (Stand 29. Oktober) und einer Impfquote von ziemlich genau 70 Prozent (Stand 29. Oktober) steuert Nordrhein-Westfalen* auf den zweiten Corona-Winter zu. Gesundheitsminister Laumann verschärft die Corona-Regeln vor diesem Hintergrund nicht. Nennenswerte Lockerungen sieht die seit Freitag gültige Coronaschutzverordnung allerdings auch nicht vor, weiß RUHR24*.

BundeslandNordrhein-Westfalen
LandeshauptstadtDüsseldorf
Regierende ParteienCDU und FDP
RegierungschefMinisterpräsident Hendrik Wüst (CDU)

Corona in NRW: Neue Coronaschutzverordnung enthält Änderung bei der Maskenpflicht

Die Landesregierung markiert Änderungen in der Coronaschutzverordnung stets gelb. Doch der Textmarker wurde dieses Mal nur selten benutzt. Lediglich eine einzige Änderung sieht die ab sofort gültige Coronaschutzverordnung vor. Sie betrifft die Maskenpflicht auf Messen und Kongressen. Bei Einhaltung der 3G-Regel und des Mindestabstands braucht es dort bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen keine Maske mehr.

Etwas mehr Änderungen gibt es in der ebenfalls verlängerten Coronabetreuungsverordnung für das Land NRW. Die wichtigste Neuerung verkündete das Schulministerium bereits am Donnerstag (28. Oktober). Sie betrifft die Maskenpflicht in den Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen*. Ab dem 2. November müssen Schülerinnen und Schüler auf ihren festen Sitzplätzen im Unterricht keine Maske mehr tragen.

Corona-Regeln in NRW: Maskenpflicht im Unterricht entfällt – Land erteilt neue Test-Vorgaben

Auch im Rahmen von Betreuungsangeboten – wie Offenen Ganztagsschulen (OGS) – entfällt die Maskenpflicht an festen Sitzplätzen. Erleichterungen gibt es auch für Lehrkräfte und sonstiges schulisches und Betreuungspersonal. Wird im Klassenraum der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten, entfällt die Maskenpflicht. Zudem können Besprechungen und Konferenzen im Lehrerzimmer wieder ohne Maske stattfinden.

Die neue Fassung der Coronabetreuungsverordnung sieht zusätzlich noch eine weitere Änderung vor, welche die Kindertagespflege im Haushalt der zu pflegenden Person betrifft. Haushaltsangehörige müssen keine medizinische Maske mehr tragen, wenn sie immunisiert sind, das Kind maximal 13 Jahre alt ist oder sie sich nicht im selben Raum aufhalten, wie die betreuten Kinder.

Bereits seit Donnerstag gibt es außerdem Änderungen in der Test- und Quarantäneverordnung. Für Neuaufnahmen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Sozialhilfe sowie Gemeinschaftseinrichtungen und Obdachlosenunterkünften ist ein PCR-Test vorgeschrieben, sofern die neu aufzunehmende Person nicht aus dem Krankenhaus kommt (mehr Corona-News aus NRW* bei RUHR24).

Neue Coronaschutzverordnung in NRW: PCR-Test nach schwerem Verlauf nicht mehr erforderlich

Einrichtungen der medizinischen Betreuung und der Versorgung am Lebensende – etwa Pflegeheime – müssen zudem ein neues Testkonzept erstellen, welches insbesondere die Testung von ungeimpftem Personal vorsieht. Die Teilnahme an den Tests ist für ungeimpftes Personal dabei verpflichtend.

Mit Blick auf die Quarantäne gibt es in Nordrhein-Westfalen lediglich eine einzige Änderung. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss weiterhin 14 Tage in Quarantäne. Um die Quarantäne nach frühestens 14 Tagen zu beenden, brauchte es bislang am letzten Tag der Quarantäne ein negatives Schnelltest-Ergebnis und bei schweren Verläufen sogar einen negativen PCR-Test. Letztere Regel entfällt ab sofort, ein negativer PCR-Test zum Beenden der Quarantäne nach einem schweren Verlauf ist nicht mehr erforderlich.

Laumann spricht bei einer PK
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert am Freitag über die Corona-Lage in NRW. © Marcel Kusch/dpa-Pool

Die aktualisierten Verordnungen gelten zunächst bis zum 24. November. Gesundheitsminister Laumann wird am Freitag um 13.30 Uhr bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage der Corona-Pandemie in NRW und über den Stand bei den Auffrischimpfungen* informieren. RUHR24 informiert im Anschluss über die Aussagen des CDU-Politikers.

Aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz steigt in Nordrhein-Westfalen an

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen zuletzt stetig angestiegen, am Freitag lag sie bei 99,7 (91,8 am Vortag). Damit liegt das bevölkerungsreichste Bundesland zwar unter dem bundesweiten Schnitt (139,2 am Freitag). Ein Anstieg der Fallzahlen ist allerdings auch im Westen deutlich feststellbar.

Die Lage in den Krankenhäusern ist noch entspannt. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner, die im Krankenhaus behandelt werden, lag am Freitag bei 3,25. Covid-19-Patienten machten einen Anteil von 6,34 Prozent an den zur Verfügung stehenden Intensivbetten aus. 70,1 Prozent der Gesamtbevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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