Was derzeit gilt

Corona-Schutzverordnung in NRW: Das sind die aktuellen Regeln und Maßnahmen

Neue Corona-Regeln gelten in NRW gelten ab Montag, 29. März. Das Land hat die Schutzverordnung entsprechend angepasst. Die aktuellen Maßnahmen im Überblick.

Update vom 26. März, 14 Uhr: NRW hat eine neue Corona-Schutzverordnung: Sie gilt ab Montag, 29. März. Überraschend: Die erwartete Corona-Notbremse wird nicht landesweit gezogen. Diese Regeln gelten nun in NRW.

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HaupstadtDüsseldorf

Neue Corona-Regeln in NRW: Diese Maßnahmen greifen seit Montag, 8. März

[Erstmeldung] Hamm - Es gab schon wieder neue Beschlüsse. Bund und Länder haben sich beim Corona-Gipfel auf eine Anpassung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verständigt. Somit wird es ab Montag, 8. März, auch in Nordrhein-Westfalen neue Regeln geben. (News zum Coronavirus)

Die Anpassungen, in die die Ergebnisse der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs um NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einfließen, hat das Land in die neuen Corona-Schutzverordnung, die ab 8. März gilt, eingearbeitet und am Freitag veröffentlicht.

Schon nach dem Bund-Länder-Treffen sprach Armin Laschet von einem „Perspektivwechsel“ - „weg vom pauschalen und dauerhaften Schließen hin zu einer fokussierten und kontrollierten Sicherheit“, wie es der CDU-Chef formulierte.

Daher gelten ab Montag, 8. März, etwas lockerere Corona-Regeln. Es gibt eine Reihe von Öffnungen. Das ist dann wieder erlaubt:

  • Einzelhandel: Der gesamte Einzelhandel darf wieder öffnen. Es dürfen aber nur Kunden mit Termin und für eine begrenzte Zeit in die Läden. Die Anzahl der Kunden ist je nach Größe des Geschäfts begrenzt. Bei kleineren Läden darf jeweils ein Kunde pro zehn Quadratmeter rein. Bei größeren Läden sind es mehr. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen. Wie es für Regionen mit besonders niedriger Sieben-Tage-Inzidenz (wie etwa Münster) weiter geht, bleibt offen. Die Landesregierung prüfe, inwieweit „unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es in einer Mitteilung.
    Update vom 22. März: Nach einem Urteil des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) hat das Land die Corona-Beschränkungen für den Einzelhandel ausgeweitet. Die Kundenbegrenzung pro Quadratmeter sowie die Terminbuchung bleiben damit nicht nur bestehen, sondern gelten auch für mehr Geschäfte als zuvor, wie das Gesundheitsministerium am Montag (22. März) mitteilte. Wenige Stunden zuvor hatte das OVG die die Beschränkungen für den Einzelhandel aufgehoben.
  • Kosmetik und Co.: Sogenannte körpernahe Dienstleistungen sind ab Montag, 8. März, in NRW grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig. Zunächst hieß es, der Test dürfe nicht direkt vor Ort gemacht werden, sondern nur Bescheinigungen einer offiziellen Teststelle seien gültig. Bis zum 1. April reiche aber auch ein Corona-Selbsttest aus, „der von den Kundinnen und Kunden unmittelbar am Ort der Dienstleistung in Anwesenheit des Personals durchgeführt und während der Dienstleistung aufbewahrt wird“, heißt es in der aktualisierten Corona-Schutzverordnung.
  • Museen, Burgen und Zoos: Museen, Galerien, Schlösser und Zoos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro 20 Quadratmeter aufhalten.
  • Kontakte: Treffen im öffentlichen Raum sind wieder mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten - unabhängig von den Wohnverhältnissen - als ein Hausstand.
  • Sport: Im Freien dürfen nun höchstens fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam kontaktfreien Sport ausüben. Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern (bis einschließlich 14 Jahren) mit bis zu 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen sind erlaubt.
  • Musikunterricht: Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt.

Der Betrieb von Sonnenstudios, Saunen oder Thermen bleibt derweil weiterhin untersagt. Gleiches gilt für Freizeitparks, Indoor-Spielplätzen und ähnlichen Einrichtungen für Freizeitaktivitäten.

Corona-Regeln in NRW: Maskenpflicht gilt nach wie vor in folgenden Bereichen

Ansonsten wurde ein Großteil der Regeln im Lockdown vorerst bis zum 28. März verlängert. So gilt etwa nach wie vor eine Maskenpflicht. Medizinische Masken (OP- oder FFP2-Masken) sind weiterhin in folgenden Bereichen verpflichtend:

  • Busse, Bahnen, Bahnhöfe, Flughäfen, Flugzeuge
  • Arztpraxen, Krankenhäuser und bei anderen medizinischen Dienstleistungen
  • Gottesdienste
  • Lebensmittelgeschäfte, Einzelhandel, Getränkemärkte, Drogerien, Apotheken, Reformhäuser, Sanitätshäuser
  • Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie Zoologisch Gärten und Tierparks
  • Friseure
  • Körpernahe Dienstleistungen

Corona-Regeln in NRW: Hier reicht das Tragen einer Alltagsmaske

In anderen Bereichen genügt derweil das Tragen einer Alltagsmaske - also einer textilen Mund-Nasen-Bedeckung. Mindestens eine solche ist Pflicht ...

  •  auf Märkten und ähnlichen Verkaufsstellen im Außenbereich,
  • im Umfeld von geöffneten Einzelhandelsgeschäften,
  • bei nach der Corona-Schutzverordnung ausnahmsweise zulässigen Zusammenkünften, Versammlungen und Veranstaltungen und einer Teilnehmerzahl von mehr als 25 Personen unter freiem Himmel, 
  • auf Spielplätzen.

Inwieweit es weitere Lockerungen für Regionen mit besonders niedriger Inzidenz geben könnte, steht nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums noch nicht fest. Die Landesregierung prüfe noch, „inwieweit für Kreise und kreisfreie Städte mit einem nachhaltig geringeren Infektionsgeschehen unter Berücksichtigung der Situation in den umliegenden Regionen zusätzliche Öffnungen vorgenommen werden können“, hieß es am Freitag, 5. März. (mit dpa-Matrial)

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa

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