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Neue Corona-Regeln in NRW: Diese Maßnahmen gelten seit dem 19. März

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Von: Marcel Guboff, Alexander Schäfer

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Am 19. März sind neue Corona-Regeln in NRW in Kraft getreten: Es gab viele Änderungen in der Schutzverordnung. Diese Maßnahmen gelten jetzt.

Hamm - Eigentlich war für den 20. März so etwas wie ein „Freedom Day“ angesagt. An diesem Tag sollte der letzte von drei Öffnungsschritten in Nordrhein-Westfalen in Kraft treten, die Bund und Länder beim jüngsten Corona-Gipfel beschlossen hatten. Doch wegen der stark steigenden Zahlen an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gibt es eine Light-Version des Freedom Day.

Deutsches LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
HauptstadtDüsseldorf

Corona-Regeln in NRW: Schutzverordnung geändert - was jetzt gilt

Mehrere Bundesländer hatten bereits angekündigt, die aktuell geltenden Corona-Regeln vorerst bis zum 2. April verlängern zu wollen. So macht es auch NRW. Wie die Landesregierung um Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Freitag ankündigte, soll dazu die Übergangsregelung im geänderten Infektionsschutzgesetz genutzt werden.

Zu dieser Übergangsregelung zählen folgende Maßnahmen, die vorerst bestehen bleiben:

Für andere Beschränkungen, so die Landesregierung, gebe es derzeit keine Rechtsgrundlage mehr. Deshalb wurden wesentliche Änderungen in der Corona-Schutzverordnung vorgenommen. Diese Lockerungen gelten jetzt ab Samstag (19. März) in NRW:

Die Maskenpflicht im Innenbereich soll nach Informationen unserer Redaktion am 2. April komplett entfallen. Eine Entscheidung zu Maskenpflicht und Corona-Tests an NRW-Schulen ist bereits gefallen.

Corona-Regeln in NRW: Keine Kapazitätsbegrenzung mehr für Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen fallen die Kapazitätsbeschränkungen ab Sonntag weg. Doch schon an diesem Wochenende vermeldeten unter anderem Schalke 04 (Samstag gegen Hannover 96) und der 1. FC Köln (Sonntag gegen Borussia Dortmund), ihr Stadion jeweils wieder voll auslasten zu dürfen.

Welche Corona-Regeln gelten ab Sonntag in NRW? Es wird wohl auf wesentliche Änderungen in der Schutzverordnung hinauslaufen. Welche Maßnahmen sich ändern sollen.
Corona-Regeln in NRW: Wesentliche Änderungen der Schutzverordnung erwartet © Oliver Berg/dpa

Generell will sich NRW bei der Corona-Politik mehr an der Belastung des Gesundheitssystems orientieren - und nicht mehr an der Inzidenz. Durch die milder verlaufende Omikron-Variante sei eine flächendeckende Überlastung der Kliniken nicht mehr zu befürchten, betonte auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Corona-Regeln in NRW: Regierungspartner CDU und FDP unterschiedlicher Auffassung

Beim Thema Corona-Regeln sind die Koalitionspartner CDU und FDP unterschiedlicher Meinung. Hendrik Wüst, der aktuell nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne in Israel ist („Ich habe seinen sehr, sehr leichten Verlauf. Ich bin dreimal geimpft - das scheint zu helfen.“) mahnt zu mehr Vorsicht. Die FDP pocht derweil auf Lockerungen und argumentiert mit der weitgehend fehlenden Überlastung der Krankenhäuser. So stand Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) im Interview mit WDR2 am Freitag voll hinter der Entscheidung des Bundes - hinter dem auch die FDP in der Ampel-Koalition auf Bundesebene steht.

Karl Lauterbach: Einen Freedom Day wird es nicht geben

Erste Länder hatten bezüglich der Corona-Regeln schon vorher eine Entscheidung getroffen. So beschloss das Kabinett in Bayern am Dienstag, dass es bis 2. April bei den bisherigen 2G- und 3G-Zugangsregeln und Maskenpflichten auch in Schulen oder im Handel bleiben soll. Auch Baden-Württemberg will die Übergangsfrist nutzen. Thüringen, Sachsen und Brandenburg wollen von der Regelung ebenfalls Gebrauch machen. Berlin und das Saarland wollen die bisherigen Maßnahmen bis 31. März beibehalten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warb förmlich zu diesem Schritt: „Die Länder können jetzt die Maßnahmen verlängern, die sie schon haben, zunächst einmal bis zum 2. April, somit wird es einen Freedom Day nicht geben“, sagte er in der ARD.

Die Übergangszeit soll derweil auch genutzt werden, um neue Corona-Regeln zu besiegeln. Bundesweit soll es nämlich nur die Möglichkeit für einen Basisschutz geben: Maskenpflichten in Pflegeheimen, Kliniken und öffentlichem Nahverkehr sowie Testpflichten in Pflegeheimen und Schulen. Bleiben soll außerdem die Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen. Keine bundesweite Rechtsbasis soll es etwa für Maskenpflichten im Einzelhandel oder für 2G- oder 3G-Regeln geben. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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