Lockerungen

Corona-Regeln in NRW: Neue Schutzverordnung gilt - Änderungen im Überblick

Das Land NRW hat seine Corona-Schutzverordnung verlängert. Dabei gibt es weitere Änderungen bei der Test- und Maskenpflicht. Die Regeln im Überblick.

Hamm - In Nordrhein-Westfalen gelten seit Freitag, 25. Juni, neue Corona-Regeln. Das Land hat seine Schutzverordnung verlängert und angepasst. Änderungen gibt es bei der Masken- und Testpflicht, aber auch im Bereich Veranstaltungen. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung7,93 Millionen (2019)

Corona-Regeln in NRW: Neue Schutzverordnung - das sind die Änderungen

Die Verordnung wurde zunächst um zwei Wochen verlängert und gilt bis einschließlich 8. Juli. Das hat nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums auch einen bestimmten Grund: „Mit Blick auf die Delta-Variante und die Entwicklung in anderen Ländern wollen wir die nächsten zwei Wochen beobachten, bevor wir über mögliche weitergehende Anpassungen entscheiden“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Trotz Sorge um die Ausbreitung der Delta-Variante ist mit der aktuellen Corona-Schutzverordnung fast alles wieder möglich. Ein Überblick der Regel-Änderungen:

Corona in NRW: Regeln zur Maskenpflicht im Freien und in Innenräumen

Die Maskenpflicht im Freien ist bereits seit dem 21. Juni in Kommunen mit anhaltend niedriger 7-Tage-Inzidenz quasi aufgehoben worden. Der Mund-Nasen-Schutz muss nur noch da getragen werden, wo „typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt“, sagt das NRW-Gesundheitsministerium. Das betrifft etwa Warteschlangen und Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern (außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes).

Aber Achtung: Kommunen können im Einzelfall eigenständig eine Maskenpflicht im Freien anordnen, wenn sie der Ansicht sind, dass dies zum Infektionsschutz notwendig ist. So hielt etwa die Stadt Köln zunächst an ihren verschärften Corona-Regeln fest*, berichtet 24RHEIN*.

Die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen bleibt in Nordrhein-Westfalen weiterhin bestehen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung kann die Maske an festen Sitz- oder Stehplätzen von Veranstaltungen abgenommen werden. Voraussetzung sind hier aber dann weitere Schutzmaßnahmen wie Testnachweise, Abstand und Rückverfolgbarkeit. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung kann auch in Bibliotheken die Maske an Sitzplätzen abgenommen werden.

Corona-Regeln in NRW: Neue Schutzverordnung - Änderung bei der Testpflicht

Mit den sinkenden Corona-Zahlen fällt in NRW immer öfter die Testpflicht weg. Die neue Corona-Schutzverordnung erlaubt es jedoch, künftig in einigen Bereichen auf einen Test zu verzichten. Dies gilt bei:

  • auf Einzelpersonen begrenzten körpernahen Dienstleistungen;
  • der Nutzung von Ausflugsschiffen etc. mit Einhaltung der Mindestabstände;
  • Proben von Theatergruppen, Chören etc. im Freien.

Corona-Regeln in NRW: Volksfeste und Musikfestivals können früher starten

Ebenfalls geändert werden die Corona-Regeln ab dem 25. Juni mit Blick auf Freizeitparks und ähnliche Einrichtungen. Sie dürfen in der Inzidenzstufe 1 (unter 35) künftig mehr Personen in Innenräumen zulassen (1 Person je 10 statt bisher 20 qm).

Und auch beim Thema Großveranstaltungen gibt es eine kleine, aber erfreuliche Änderung in der neuen Corona-Schutzverordnung in NRW: In Kommunen mit niedrigem Infektionsgeschehen können Musikfestivals, Volksfeste, Jahrmärkte, Straßenfeste und Ähnliches bereits ab dem 27. August stattfinden. Ebenso dürfen dann Clubs und Diskotheken ihre Innenräume öffnen. Ursprünglich war diese Lockerungen frühestens ab dem 1. September möglich.

Einen Lichtblick gab es jetzt auch bei den Corona-Impfungen in NRW. Jeder Bürger kann sich bald einen Corona-Impftermin in einem Impfzentrum buchen. Damit wird die Priorisierung endgültig aufgehoben. *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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