Friseure, Fußpflege, Freizeitsport

Neue Corona-Verordnung in NRW: Das ist jetzt wieder erlaubt

Die Zeichen stehen auf Lockerungen. Die Corona-Regeln in NRW sind in einigen Bereichen angepasst worden. Jetzt gelten erste Öffnungsschritte.

Hamm - Es gibt erste festgeschriebene Lockerungen für Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung hat ihre Verordnungen angepasst. Zwar bleiben die Corona-Regeln weitestgehend bestehen. Es gibt aber erste Öffnungsschritte. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Lockerungen in NRW: Neue Corona-Verordnungen - Friseure, Fußpflege, Freizeitsport

Beim jüngsten Bund-Länder-Gipfel haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten die Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März beschlossen. Aber den Ländern sind auch erste Öffnungsschritte zugestanden worden, etwa bei Schulen und Kitas. Auch Friseure sind eine Ausnahme. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern sollen Friseursalons ab dem 1. März wieder öffnen dürfen.

Und so wird es in NRW jetzt auch umgesetzt. Die Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet geht aber noch weiter. So wird es auch Fußpflegedienstleistungen erlaubt sein, ab dem 1. März wieder öffnen zu können. Ebenso gibt es Lockerungen beim Freizeitsport und beim Verkauf von Pflanzen in Baumärkten. Ein Überblick über alle Corona-Regeln in NRW.

Erste Lockerungen in NRW: Neue Corona-Verordnungen - das ist wieder erlaubt

Dass die Fußpflege bei ersten Öffnungsschritten mit dabei sein wird, hatte Armin Laschet schon durchklingen lassen. In der neuen Corona-Schutzverordnung heißt es dazu als Begründung: „Vor dem Hintergrund der Bedeutung für die Körperhygiene sind gerade ältere Menschen auf diese Dienstleistungen nach so langer Zeit dringend angewiesen.“ Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios bleiben dagegen bis zum 7. März geschlossen.

Neu sind allerdings die Lockerungen im Bereich Freizeitsport und Verkauf von Pflanzen. Bislang war nur der Verkauf von Schnittblumen und kurzfristig verderblichen Topfpflanzen erlaubt. Jetzt sollen Bau- und Gartenmärkte auch Gemüsepflanzen und Saatgut verkaufen dürfen. Der Überblick:

  • Friseure/Fußpflege: Ab dem 1. März dürfen Fußpflege- und Friseurdienstleistungen wieder angeboten und in Anspruch genommen werden. Einrichtungen für andere nicht medizinisch erforderliche Dienstleistungen, wie Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios, bleiben bis zum 7. März geschlossen. Friseure und ihre Kunden müssen medizinische Masken Tragen.
  • Freizeitsport im Freien: Seit dem 22. Februar an sind Aktivitäten auf Sportanlagen im Freien wieder erlaubt, wenn höchstens zwei Personen zusammen trainieren - wie etwa beim Tennis. Es ist dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten. Sind nur Personen aus einem Hausstand gemeinsam aktiv, dürfen auch mehr als zwei Menschen gemeinsam Sport treiben. Sporthallen und Schwimmbäder bleiben dagegen vorerst für den privaten Sport geschlossen.
  • Hundeschulen: Auch Hundeschulen dürfen unter besonders scharfen Abstands-Regeln ab Montag wieder einzelne Veranstaltungen im Freien anbieten. Diese Regelung gilt insgesamt für Bildungsangebote im Freien.
  • Verkauf von Pflanzen: Die Ausnahme zum Verkauf von Schnittblumen und kurzfristig verderblichen Topfpflanzen gilt künftig auch für Gemüsepflanzen und Saatgut (Samen, Zwiebeln, Pflanzkartoffeln etc.).
  • Ergänzende Bildungsangebote: Für Kinder bis ins Grundschulalter ist seit dem 22. Februar auch musikalischer Unterricht als Einzelunterricht wieder zulässig. Im Freien können zudem auch andere Bildungsangebote im Einzelunterricht wieder durchgeführt werden (zum Beispiel Schulungen für Tierhalter).
  • Testung in Schlachthöfen: Die Verpflichtung von Schlachthöfen und ähnlichen Betrieben zur regelmäßigen Testung der Beschäftigten wird nochmals verlängert. Hier können nunmehr auch Corona-Schnelltests zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus ist auch die Corona-Betreuungsverordnung angepasst worden. Bekanntlich starteten die Grundschulen, Förderschulen der Primarstufe und Abschlussklassen am 22. Februar mit dem Unterricht in Präsenz- und Wechselmodellen. Dazu gibt es eine neue Regel, wie Schulministerin Yvonne Gebauer am Freitag verkündete.

Erste Lockerungen in NRW: Neue Corona-Verordnungen - das ist wieder erlaubt

„Die Öffnungsschritte müssen jetzt mit Augenmaß und schrittweise erfolgen. Wenn wir allzu voreilig öffnen würden, würden wir die bisherige Eindämmung des Infektionsgeschehens riskieren“, wird NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zitiert. Die aktuelle Tendenz zur Stagnation der Infektionszahlen und die sich offenbar weiter ausbreitenden Virus-Mutationen mache ihm Sorgen.

„Wir werden daher in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Tagen und Wochen erste vorsichtige Schritte gehen. Ich weiß, dass viele Unternehmen dringend auf weitere Öffnungen warten und hoffe, dass wir hierfür bis Anfang März durch Disziplin, fortschreitende Impfungen und mehr Testungen die Grundlage legen können“, so Laumann weiter.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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