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Aktuelle Corona-Regeln in NRW: 2G-plus, Kontaktbeschränkungen und andere Maßnahmen

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Von: Hannah Decke

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Aktuelle Corona-Regeln in NRW. Es gab wieder Verschärfungen, die seit dem 13. Januar in Kraft sind. In welchen Bereichen gilt 2G-plus, 2G und 3G?

Hamm - Schon seit über anderthalb Jahren gelten Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Lange Zeit befanden wir uns im Lockdown, der Alltag in Nordrhein-Westfalen war weitestgehend lahmgelegt. Dann kehrte das öffentliche Leben schrittweise zur Normalität zurück, die Impfquote stieg. Trotzdem ist NRW aber in eine vierte Corona-Welle geschlittert - die Regeln sind wieder strenger geworden.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Corona-Regeln in NRW: Neue Schutzverordnung - das gilt aktuell

Mit den aktuell steigenden Corona-Zahlen in NRW treten neue, härtere Regeln in Kraft. Bund und Länder haben sich am Anfang des neuen Jahres 2022 auf neue Regeln geeinigt.

Unter anderem wird die 2G-plus-Regelung ausgeweitet. Die Verschärfungen in NRW traten mit der neuen Corona-Schutzverordnung am Donnerstag, 13. Januar, in Kraft.

Der Überblick über die neuen Regeln (seit 13. Januar):

Corona-Regeln in NRW: Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Ungeimpfte

Lange Zeit gab es sie nicht mehr, jetzt sind Kontaktbeschränkungen zurückgekehrt - und zwar für alle:

Aber Achtung: Sobald eine ungeimpfte Person an einem Treffen teilnimmt, gelten die strengeren Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

Corona-Regeln in NRW: 2G und 2G-plus-Regel im Freizeitbereich

Wer weder geimpft noch genesen ist, wird künftig in NRW von vielen Dingen im Freizeitbereich ausgeschlossen. Die Landesregierung hat die 2G-Regel beschlossen. Nur wer eine vollständige Immunisierung hat, erhält Zutritt zu:

In folgenden Bereichen gilt 2G-plus - Geimpfte und Genesene müssen also zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) nachweisen:

Personen mit einer Booster-Impfung sind neuerdings von der Testpflicht bei 2G-Plus befreit werden - und nach einer Änderung ab dem 16. Januar nicht nur sie. Außerdem kann statt der Vorlage eines Testnachweises einer offiziellen Teststelle auch vor Ort beim Zutritt ein beaufsichtigter Selbsttest durchgeführt werden - wie etwa beim Zutritt eines Fitnessstudios unter der Aufsicht des Empfangspersonals oder bei der Sportausübung unter der Aufsicht des Trainers/Übungsleiters.

2G-plus-Regel
An einem Schaufenster hängt ein Schild, welches auf die 2G-plus-Regel hinweisen soll. © Ole Spata/dpa/Symbolbild

Dieser beaufsichtigte Selbsttest berechtigt ausschließlich zum Zutritt zum konkreten Angebot. Es kann von der Aufsichtsperson kein Testnachweis ausgestellt werden, mit dem auch andere Einrichtungen besucht werden könnten. Das können weiterhin nur die offiziellen Teststellen. Ob und in welcher Form eine Testung vor Ort angeboten wird, entscheidet der jeweilige Betreiber der Einrichtung. 

Corona-Regeln in NRW: 2G-Regel im Einzelhandel

Im Einzelhandel gilt die 2G-Regel. Nur noch Geimpfte und Genesene dürfen shoppen gehen. Davon ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs - etwa Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Babyfachmärkte, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte und der Großhandel. Der Zugang wird von den Geschäften kontrolliert.

Corona-Regeln in NRW: Clubs und Diskotheken dicht - Verbot von Tanzveranstaltungen

Seit Anfang Dezember sind in NRW Clubs und Diskotheken landesweit geschlossen. Zudem wurde jüngst das Betriebsverbot auf „vom Infektionssetting her vergleichbare Veranstaltungen“ ausgeweitet. Alle öffentlichen Tanzveranstaltungen sowie private Tanz- und Diskoveranstaltungen sind damit untersagt.

Corona-Regeln in NRW: 3G-Regel wird ausgeweitet - Beerdigungen und Standesamt

Die 3G-Regel gilt mittlerweile nur noch bei nicht freizeitbezogenen Einrichtungen und Veranstaltungen. Zudem wird sie mit der neuen Corona-Schutzverordnung ausgeweitet.

3G-Regel bedeutet: Geimpft, genesen oder getestet. Gilt diese Regelung, hat nur Zutritt, wer eine Immunisierung oder einen höchstens 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen kann. Das gilt unter anderem für:

Gilt 3G, kann statt der Vorlage eines Testnachweises einer offiziellen Teststelle auch vor Ort beim Zutritt ein beaufsichtigter Selbsttest durchgeführt werden. Dieser beaufsichtigte Selbsttest berechtigt ausschließlich zum Zutritt zum konkreten Angebot. Es kann von der Aufsichtsperson kein Testnachweis ausgestellt werden, mit dem auch andere Einrichtungen besucht werden könnten. Das können weiterhin nur die offiziellen Teststellen. Ob und in welcher Form eine Testung vor Ort angeboten wird, entscheidet der jeweilige Betreiber der Einrichtung. 

Corona-Regeln in NRW: 3G-Regel am Arbeitsplatz

Für weiteren Schutz soll zudem die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz sowie im ÖPNV und Fernverkehr sorgen. Für alle geimpften oder genesenen Menschen sollen die neuen Maßnahmen „erst einmal keine nennenswerten weiteren Einschränkungen bringen, hatte Hendrik Wüst jüngst im WDR erklärt.

Corona-Regeln in NRW: Hier gilt noch Maskenpflicht

Die Maskenpflicht in NRW ist angepasst worden. In manchen Bereichen des Alltags muss wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - und zwar von jedem, auch von Geimpften und Genesenen. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt grundsätzlich:

Die Landesregierung empfiehlt darüber hinaus „dringend“ in Geschäften und bei der Nutzung des Öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs eine FFP2-Maske oder vergleichbare Masken zu tragen.

Am 16. Dezember hat sich die Landesregierung auch zur Regelung zur Maskenpflicht beim gemeinsamen Singen geäußert. Immunisierte Mitglieder von Chören und Sänger, die geimpft oder genesen sind, können bei Auftritten im Rahmen kultureller Angebote auf das Tragen einer Maske verzichten. Das gilt auch für die dafür erforderlichen Proben. Für alle Menschen, die nicht im Chor oder als Sänger auftreten bzw. für einen Auftritt proben, ist das Tragen einer medizinischen Maske beim gemeinsamen Singen erforderlich. Das gilt entsprechend auch für Gottesdienste. 

Corona-Regeln bei Großveranstaltungen in NRW

Überregionale Großveranstaltungen finden mit Kapazitätsgrenzen und eine Höchstzahl von 750 Zuschauern statt. Das betrifft auch überregionale Veranstaltungen wie Fußballspiele, die zuletzt ganz ohne Publikum stattfinden mussten.

Corona-Regeln in NRW: Maskenpflicht im Unterricht an Schulen kehrt zurück

In den Schulen in NRW findet der Unterricht wieder weitestgehend normal statt. Es gilt eine Testpflicht. Drei Mal die Woche werden die Schüler auf Corona getestet.

Seit dem 2. Dezember gilt wieder eine Maskenpflicht mehr im Unterricht. Durch die Rückkehr der Maskenpflicht bleiben die behördlichen Anordnungen von Quarantäne-Maßnahmen auf ein unbedingt erforderliches Maß beschränkt. Das bedeutet: „Sofern nicht außergewöhnliche Umstände (zum Beispiel Ausbrüche oder Auftreten von neuen Virus-Varianten) vorliegen, wird sich die Anordnung von Quarantänen wieder nur auf die infizierte Person beziehen“, teilt das NRW-Schulministerium.

Corona-Regeln in NRW: Ausnahmen für Kinder, Jugendliche und Schüler

Durch die Teilnahme an den regelmäßigen Corona-Tests in der Schule gelten Schüler als getestete Personen. Kinder bis zum Schuleintritt sind getesteten Personen gleichgestellt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von Beschränkungen auf 2G und 2G-plus ausgenommen.

Corona-Regeln in NRW: Viel Spielraum bei Gottesdiensten

Die Corona-Schutzverordnung lässt Kirchen und Religionsgemeinschaften viele Freiheiten. In der aktuell gültigen Fassung wird den Glaubensgemeinschaften für Gottesdienste ein großer Spielraum eingeräumt. Darin heißt es: „Kirchen und Religionsgemeinschaften stellen für Versammlungen zur Religionsausübung eigene Regeln auf, die ein dieser Verordnung vergleichbares Schutzniveau sicherstellen.“ Allerdings gilt - wie oben erwähnt - beim gemeinsamen Singen im Gottesdienst die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. *wa.de und RUHR24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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