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Verschärfte Corona-Regeln in den Niederlanden: Das gilt jetzt im NRW-Nachbarland

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Von: Hannah Decke

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Die Corona-Lage spitzt sich nicht nur in NRW weiter zu. Hohe Zahlen gibt es auch in den Niederlanden. Im Nachbarland von NRW gelten nun strengere Corona-Regeln.

Hamm - Höchste Alarmstufe bei unseren Nachbarn: Die 7-Tage-Inzidenz in den Niederlanden ist wieder stark angestiegen. Laut der Johns Hopkins University lag der Wert Anfang November bei über 300. Das Nachbarland von Nordrhein-Westfalen hat reagiert und die Corona-Regeln verschärft. Ein Überblick. (News zum Coronavirus)

LandNiederlande
HauptstadtAmsterdam
Bevölkerung17,44 Millionen (2020)

Niederlande verschärft Corona-Regeln - das gilt jetzt im NRW-Nachbarland

Deutschland ist für die Niederlande als „gelb“ eingestuft. Für die Einreise aus NRW und anderen Bundesländern gilt für Personen ab 12 Jahren die 3G-Regel. Sie müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Ein offizieller Corona-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) reicht. Eine Quarantäne-Pflicht nach der Einreise gibt es nicht.

Die Corona-Regeln in den Niederlanden waren lange ziemlich locker. Die Infektions- und Patientenzahlen sind aber zuletzt im NRW-Nachbarland wieder stark gestiegen. Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, verkündete eine Verschärfung der Maßnahmen. „Immer mehr Menschen werden ins Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der COVID-19-Patienten auf Intensivstationen wächst nun, und Berechnungen zeigen, dass die Zahl weiter steigen könnte“, teilte die niederländische Regierung mit.

Corona-Regeln in den Niederlanden verschärft: Maskenpflicht kommt wieder

Die Corona-Regeln werden also wieder verschärft. Konkret geht es um die Maskenpflicht, den Corona-Pass und den Sicherheitsabstand. Aber auch die Regeln für das Homeoffice werden strenger.

Die Maskenpflicht für alle öffentlich zugänglichen Orte wie Supermärkte, Geschäfte und Friseure gilt wieder seit Samstag, 6. November. Masken müssen künftig auch wieder in Bibliotheken, auf Bahnhöfen, in Krankenhäusern und an Hochschulen getragen werden. Wer keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, riskiert ein Bußgeld von 95 Euro.

3G-Regel in den Niederlanden: Hier ist ein Nachweis erforderlich

Die Niederlande arbeiten mit dem sogenannten Corona-Pass. Das System gleicht der 3G-Regelung in NRW: Die Menschen müssen an bestimmten Orten nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. In den Niederlanden werden alle Zertifikate der EU akzeptiert (z.B. in der Corona-Warn-App oder CovPass). Seit dem 6. November ist dieser Nachweis an mehr Orten erforderlich:

Zwischenzeitlich war in den Niederlanden der Sicherheitsabstand weggefallen. Jetzt rät die niederländische Regierung wieder dazu, 1,5 Meter Abstand zueinander zu halten. Seit dem 3. November sollen Arbeitnehmer in den Niederlanden mindestens die Hälfte ihrer normalen Arbeitszeit im Homeoffice zu arbeiten.

Rutte appellierte an die Bürger, sich an die Regeln zu halten. „Alles hängt von unserem eigenen Verhalten ab“. Inzwischen ist die Lage an vielen Krankenhäusern in den Niederlanden so prekär, dass erneut hunderte Operationen abgesagt wurden.

Auch in Nordrhein-Westfalen steigen die Infektionszahlen wieder. Die Corona-Regeln sind bislang aber noch nicht verschärft worden. Österreich wird wieder zum Hochrisikogebiet. Deutschland reagiert damit auf die Corona-Eskalation im Nachbarland. Für Skiurlaub-Rückkehrer gelten strengere Regeln.

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