1. wa.de
  2. NRW

Karneval 2022: Corona-Regeln in NRW - Friedensdemo statt Rosenmontagsfeier in Köln

Erstellt:

Von: Hannah Decke

Kommentare

Trotz hoher Corona-Zahlen findet der Karneval 2022 statt. In NRW gelten strenge Regeln. Die Rosenmontagsfeier in Köln ist abgesagt - stattdessen gibt es eine Friedensdemo.

NRW - Am 11.11.2021 lag die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland bei 274,5. Die nächste Corona-Welle rollte los - und in den Karnevalshochburgen in Köln und Düsseldorf wurde der Beginn der Session gefeiert. Das ganze Land blickte nach Nordrhein-Westfalen. Bilder von vollen Straßen und Kneipen mit feiernden Menschen ohne Maske und Abstand gingen durch die Medien. Die Kritik am Karnevalsauftakt war groß. Jetzt liegen die Infektionszahlen weitaus höher - und wieder gehen die Narren zum Feiern auf die Straße. Sogenannte Brauchtumszonen ermöglichen den Karneval 2022 in NRW.

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Corona-Regeln in NRW an Karneval 2022 - Rosenmontag in Köln abgesagt

Karneval trotz Corona: 2022 ist das möglich. Das Land Nordrhein-Westfalen hat für die Karnevalstage (24. Februar bis 1. März 2022)  „räumlich abgegrenzte Brauchtumsgebiete innerhalb der Städte“ geplant. Sogar in der Corona-Schutzverordnung von NRW sind die Regeln für Karneval festgelegt.

Die Städte und Landkreise dürfen selbst sogenannte „gesicherte Brauchtumszonen“ ausweisen, in denen gefeiert werden darf. Es gelten aber strenge Corona-Regeln - auch für Geimpfte und Genesene:

Corona-Regeln an Karneval 2022: Ganz Köln wird Brauchtumszone

Köln hat für die Karnevalstage die ganze Stadt zur Brauchtumszone erklärt. „Karneval in Köln ist ein dezentrales Fest“, sagt Stadtdirektorin Andrea Blome. Daher sei es gar nicht möglich, die erhöhten Schutzmaßnahmen nur auf wenige Orte zu beschränken. Das bedeute ausdrücklich nicht, dass die ganze Stadt als Partyzone ausgewiesen werde.

Somit gilt an Karneval 2022 in ganz Köln die 2G-plus-Regel. Aber: Anwohner, Geschäftsleute und Mitarbeiter in den verschiedenen Betrieben sind davon ausgenommen. Nur wer in Köln Karneval feiern möchte, muss sich an die strengen Corona-Regeln halten. „Die kann man ja meistens schon an ihrem Outfit erkennen“, so Blome.

Pünktlich zu den Karnevalstagen hebt Köln die Maskenpflicht auf. Die entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt zur Maskenpflicht wird mit Ablauf des 23. Februar aufgehoben.

Corona-Regeln an Karneval 2022: Ganz Köln wird Brauchtumszone

Düsseldorf hat nicht die gesamte Stadt zur Brauchtumszone erklärt. Nur in der Altstadt gilt die 2G-plus-Regel. „Das Gebiet wird analog der Glasverbotszone sein“, teilt die Landeshauptstadt mit. Diese liegt zwischen Schulstraße und Ratinger Straße sowie zwischen Rathausufer und Heinrich-Heine-Allee. An den Karnevalstagen gehört auch die Königsallee dazu.

Jecken feiern den Auftakt der Karnevalssession auf dem Heumarkt. Der 11.11. wird dieses Jahr wieder unter Corona-Bedingungen in Präsenz gefeiert. Allerdings gilt das in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf nur für Geimpfte und Genesene.
Karneval 2022 kann trotz Corona stattfinden. Es gelten aber strenge Maßnahmen. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Stadt Düsseldorf teilt zudem mit, dass es in der Brauchtumszone keine Veranstaltungen, Außengastronomie auf Terrassen oder an Bierwagen oder Bühnen geben wird. Der Rathaussturm und das Kö-Treiben wurde bereits abgesagt. Es gibt kein Alkoholvbrot, aber wie schon vor der Pandemie ein Glasverbot.

Die Polizei in Düsseldorf hatte zuletzt noch einmal darauf hingewiesen, dass die Brauchtumszone keine Partyzone sei. „Es gibt da offenbar missverständliche Deutungen. Die Brauchtumszone ist keine Einladung zum Feiern“, sagte Polizeidirektor Dietmar Henning. Organisierter Straßenkarneval finde nicht statt, betonte auch die Stadt.

Karneval 2022: Rosenmontagszug in Köln wegen Krieg in der Ukraine abgesagt

Ursprünglich sollte der Rosenmontagszug in Köln stattfinden. Es sollte eine abgespeckte Version im Rheinenergiestadion geben. Die Tickets dafür waren schon nach gut elf Minuten ausverkauft. Rund 8800 Zuschauer wären beim Rosenmontagszug in Köln erlaubt gewesen*, berichtet 24RHEIN.de*. 6800 Karten gingen in den freien Verkauf. Der Rest geht an Mitglieder der Karnevalsgesellschaften in Köln.

Das Kölner Festkomitee zog an Weiberfastnacht aber die Reißleine. Allerdings nicht wegen der Corona-Lage, sondern wegen des Kriegs in der Ukraine. Das Rosenmontagsfest mit dem Umzug im Kölner Rheinenergiestadion wurde abgesagt. Stattdessen werde man eine Friedensdemonstration mit Persiflagewagen auf Plätzen in der Innenstadt in Köln organisieren, sagte ein Sprecher des Festkomitees der Deutschen Presse-Agentur.

Der Rosenmontagszug in Düsseldorf war schon frühzeitig verschoben worden. Er findet am Sonntag, 29. Mai statt und soll durch die Altstadt führen. *wa.de und 24RHEIN.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare